Duales Studium Gesundheits- und Krankenpflege: Erfahrungen?

Dieses Thema im Forum "Studium Pflegewissenschaften" wurde erstellt von Pascal2304, 25.01.2014.

  1. Pascal2304

    Pascal2304 Newbie

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    Hallo, ich habe hier im Forum schon alle Beiträge zu der dualen Ausbildung als GuK durchforstet, aber keine Antwort auf meine Frage gefunden. Ich habe die Möglichkeit, die duale Ausbildung GuK im September 14 zu beginnen, jedoch bin ich mir nicht sicher, wie "gut oder schlecht" die Doppelbelastung der normalen Berufsausbildung und die des Studiums an der FH zu bewältigen ist. Ich fänd es klasse, wenn die einzelnen Studenten (oder auch schon fertige Absolventen) aus den verschiedenen Semestern die sich in der dualen Ausbildung befinden Ihre Erfahrungen hier mal posten würden. Interessant wären für mich folgende Erfahrungen: wie schwer es ist den Stoff von Schule und FH zu vereinen; wie hoch die Zahl der Abbrecher ist; wie hoch der Lernaufwand ist; schwere der Klausuren; ob es realistisch bei diesem hohen Lernaufwand, einen NC von 2,5 zu erreichen um für den Master zugelassen zu werden; usw.. (alles her an Erfahrungen bzw. sonstigen Informationen) Nicht das ich falsch verstanden werde, ich weiß das ein duales Studium sehr viel Arbeit und Disziplin erfordert und man viel zurückstecken muss um gute Noten zu erbringen, trotzdem bin ich mir nicht sicher was mich genau erwarten wird wenn ich den dualen Weg einschlagen würde, und das verunsichert mich schon sehr. und nun hoffe ich das hier viele Ihre Erfahrungen Posten werden...
     
  2. anästhesieschwester

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    Hallo Pascal,

    ich studiere zwar berufsbegleitend, habe aber in manchen Fächern mit ausbildungsbegleitenden Studenten zu tun. Was die so erzählen, finde ich persönlich etwas schockierend:
    viele von ihnen haben bereits eine oder mehrere Prüfungen nicht bestanden, sie überziehen im Gegensatz zu den berufsbegleitenden Studenten häufiger die Regelstudienzeit und die Abbruchquote ist wesentlich höher.
    Auch können sie oft nicht zu den Vorlesungen kommen, weil sie aufgrund der Einsatzpläne oder der Schulzeiten nicht einfach mal ins Minus geplant werden dürfen um an den Vorlesungstagen frei zu haben.
    Und die Belastung von Studium und Zwischenprüfungen / Examen ist nicht zu unterschätzen.
    Der einzige Vorteil den sie haben: sie bezahlen weniger Studiengebühren.

    Insgesamt also eine Sache, die wohl überlegt sein will.

    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  3. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Zum Rest kann ich nichts sagen, aber hierzu, damit nicht ein grundsätzlich falsches Bild entsteht:

    Wir stellen unsere dualen Schüler für die Präsenztage frei, voll als Arbeitstag angerechnet! Also keine Stunden- oder Terminproblematiken!
    Auch die Schule handhabt das so.
     
  4. Sonea

    Sonea Junior-Mitglied

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    Ja das ist bei uns auch so, wenn ich Studientag habe,zählt der als 8 Std. gearbeitet und ich muss "nur" den verpassten Unterricht nachholen. Ich werde genauso geprüft wie alle anderen aus meinem Kurs auch, schreibe deren Klausuren normal mit/werde genauso abgefragt. Von anderen Schulen hab ich aber gehört, dass zusätzliche Überprüfungen anstehen, um zu sehen, ob die verpasste Theorie auch nachgeholt wird.

    Ansonsten ist es bei mir an der FH so, dass wir im 1. Semester komplett mit Prüfungen/Hausarbeiten verschont worden sind. Jetzt im 2. Semester haben wir eine 10-seitige Hausarbeit, genauso im 3. Semester. Bei mir ist es wirklich gut machbar, ich habe aber auch den Vorteil, dass eine Schülerin aus meinem Kurs immer wunderbar für mich Notizen aus dem Unterricht macht, die mir sehr helfen den Stoff nachzuholen und dass unsere Lehrer versuchen Rücksicht zu nehmen, wenn es um Neues geht oder praktische Übungen. Die werden dann an anderen Tagen gemacht.
    Was noch nicht so gut klappt ist die Urlaubsplanung, im Sommer, wenn in der Schule Urlaub geplant ist, muss ich 3 Tage in die FH. Dafür kann ich die Urlaubstage aber selbstverständlich zu einer anderen Zeit nehmen, es wär nur angenehmer 3 Wochen am Stück frei zu haben, ohne Unterbrechung :-)

    Bei mir nehmen die Vorlesungen wenig Bezug auf die Ausbildung. Es geht deutlich mehr um Pflegeforschung/-Wissenschaft, weniger darum, wie Pneumonieprophylaxe durchgeführt wird oder wie der Ablauf der Körperpflege ist. Es geht auch nicht um Krankheitsbilder, sondern mehr um Ethik, wissenschaftliche Arbeit. Ein Schwerpunkt wird auf Schulung, Anleitung und Beratung gelegt.

    Bei mir ist es so, dass ich am Ende wählen kann zwischen der Laufbahn als Praxisanleitung oder Stationsleitung. Die Fortbildung ist dann im Bachelor mit integriert.
    Mir persönlich hat der Mehraufwand des Studiums nicht geschadet, was die Noten in der Ausbildung angeht. Mir ist in der Schule eher zwischendurch mal "langweilig", weil andere länger brauchen als ich es von der Schulzeit gewöhnt bin. Da ist der Studientag für mich wie Wochendende, ein Tag an dem man aus dem Trott des mehr oder minder vorgegebenen Denkens herausgerissen wird.

    Ich denke es kommt sehr darauf an, wie die jeweilige FH/Schule damit umgeht. Gibt es bei dir an der Schule einen früheren Jahrgang, der schon das Angebot des dualen Studiums hatte? Am Besten fragst du da mal nach, wie es um Hausarbeiten u.Ä. steht.

    In der Hoffnung, dass dir das geholfen hat
    Sonea
     
  5. Pascal2304

    Pascal2304 Newbie

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    Hee, danke für die schnellen Antworten, die helfen mir wirklich schon weiter.
    Ich merke schon, dass die Feinabstimmung von Schule und FH wirklich wichtig ist, um die ganze Sache zu stemmen. Ich habe vor zwei Wochen die Möglichkeit gehabt, mir einen ganzen Tag die Abläufe an der FH anzusehen, gut war mal mit den Studenten (die mich wirklich sehr nett aufgenommen haben) zu sprechen usw...., jedoch hatten die an diesem Tag gerade Skill Labs (oder so ähnlich, den ganzen Tag Praktische Ausbildung) und so konnte ich nur einen kleinen Einblick gewinnen. Dazu kam noch das ich im 1. Semester mit lief und die noch keine Erfahrungen mit den Klausuren und Prüfungen gehabt haben.
    Das duale Studienmodell hört sich nach einem guten Konzept an, in der Schulphase 2Tage Pflegeschule, 2Tage FH und einen Tag frei; in der praktischen Phase keine FH und am Ende des Semesters eine zweiwöchige Prüfungsphase.
    Mich interessiert im Schwerpunkt wie gut die Klausuren zu meistern sind, auch wenn es auch ein bisschen an jedem selbst liegt und wie realistisch es ist aufgrund der Doppelbelastung Ausbildung und FH einen guten B.Sc. Abschluss und natürlich auch Ausbildungsabschluss zu machen, um die Zulassung für den Master zu bekommen der N.C. liegt da glaub ich im Moment bei 2.5.
    Wählen zwischen den Laufbahnen ist eine tolle Sache die öffnet einem bestimmt viele Türen in den Bereichen Praxisanleitung oder Stationsleitung schade das die Studiengänge sich dort teilweise unterscheiden.
    @Sonea so wie du die ganze schilderst, hört sich das wirklich nach einer machbaren Sache an, es wäre klasse wenn noch mehr Leute ihre Erfahrungen posten würden wie es euch so ergangen ist...
     
  6. anästhesieschwester

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    Auf die genaue Abstimmung scheint es wirklich anzukommen. Ich denke, die ist auch je nach Schule / Betrieb verschieden.
     
  7. Pascal2304

    Pascal2304 Newbie

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    Ist hier denn wirklich keiner mehr von den Forummitgliedern, die vor 2-5 Jahren gepostet haben, dass sie mit dem Dualen Studium Health Care bzw. Gesundheits- und Krankenpflege anfangen werden?? Wie läuft das studieren denn bei euch so???
     
  8. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Es liest ja nicht jeder hier täglich im Forum.
    Schreib die Leute doch mal per pn an, bzw poste an einen entsprechenden Thread von damals (evt Mail Benachrichtigung)
     
  9. Pascal2304

    Pascal2304 Newbie

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    Danke für den Tipp, an pn´s habe ich gar nicht gedacht! vielen dank...! :wink1: ! Ab und an bin ich einfach ein wenig zu ungeduldig...
     
  10. Nasty Näääss

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    Ich mache das duale Studium (Bachelor of Arts in Pflegewissenschaft) und die Ausbildung zur Guk in Bremen. Bei uns ist es so, dass wir immer Freitags in die Uni gehen, egal ob Schule oder Praxis und sind dafür immer freigestellt. Der Tag wird mit 7,7 Stunden jedem anderen Arbeitstag gleichgesetzt.
    Auch in der vorlesungsfreien Zeit sind wir freigestellt um die Hausarbeiten mit denen wir meist die Seminare abschließen schreiben zu können oder eben um für die Prüfungen zu lernen.
    Es ist schon ein deutlicher Mehraufwand im Vergleich zu den Kollegen, die "nur" die Ausbildung machen, dessen muss man sich bewusst sein! Auch die Akzeptanz von den Pflegekräften auf den Station lässt manchmal leider zu wünschen übrig, auch das muss man sich klar machen. Es ist scheinbar noch nicht überall angekommen, dass die Akademisierung der Pflege zur Verbesserung derselbigen beitragen soll aber das ist ja jetzt ein anderes Thema.

    Ich würde den dualen Weg jeden empfehlen, der sich des Aufwands bewusst ist und Spaß an der Arbeit hat! ;)

    Was die Finanzen angeht, bekommen wir die normale Ausbildungsvergütung, angelehnt an den TVöD und müssen wie jeder andere Student auch, einen Semesterbeitrag von ca 260€ im Semester zahlen. Das ist schon zu stemmen. Man hat als Studentin ja auch einige Vorteile, nicht zuletzte das Semesterticket ;)
     
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