Dringend Rat gesucht zu Dipl.-Päd. und Krankenpflege

Batman34

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Hallo,

bin neu hier und brauche dringend einen Rat.

Ich bin 34 Jahre und Diplom-Pädagoge. Habe mich für die Ausbildung zum Krankenpfleger beworben und bald einen Vorstellungstermin.

Beworben habe ich mich aus der Not heraus, da es leider sehr sehr (wenn nicht sogar unmöglich) schwer ist, eine längere Anstellung zu finden.
Da mich die Institution "Krankenhaus" interessiert und mich die Ausbildungsinhalte ansprechen, habe ich mich einfach mal beworben.
Hintergrund war natürlich auch, dass ich meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessere.

Dazu benötige ich dringend einen Rat. Liege ich damit richtig?
Wenn ich die Ausbildung anfangen könnte, wäre ich 37 Jahre wenn ich fertig bin.
Habe ich dann überhaupt noch Chancen als Krankenpfleger und Diplom-Pädagoge auf dem Arbeitsmarkt?

Batman34
 

Mellimaus

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Kardiologie
Alsi ich denke das Alter sollte da kein Problem sein und als Mann schon mal überhaupt nicht....
Sieht es wirklich so schlecht aus auf dem Arbeitsmarkt? An der Uni oder FH studiert? Und wenn welcher Studienschwwerpunkt, sprich welches Arbeitsfeld??
Mich interessiert das weil ich nämlich im letzten Jahr nach meiner Ausbildung angefangen habe Dipl.-Päd zu studieren mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung...
 

Tara

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Hallo,
ich denke das mit dem Alter ist kein Problem. Habe auch Dipl.Päd. (Erwachsenenbildung) studiert aber vor ca 2 Jahren abgebrochen. Bin jetzt 29 Jahre und fange ab September die Ausbildung zur KS an. Du solltest Dir aber genau überlegen warum Du die Ausbildung machen möchtest, wird bestimmt beim Vorstellungsgespräch gefragt.
Zudem sollte einem die Krankenpflege auch spass machen!! Ich denke wenn Du nur die Ausbildung machst weil der Arbeitsmarkt für Dipl.Päd. im Moment so schlecht ist und Dir aber ansonsten Dein Beruf spass macht wäre es vielleicht besser deine Energie in die Jobsuche anstatt in eine Ausbildung zu inverstieren??
 

RalfErik

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dringend Rat gesucht

Ich finde es gut, daß Du Dich zur Krankenpflegeausbildung entschlossen hast.

Zudem bieten sich mit Deinem pädagogischen Studium Möglichkeiten, später
als eine Weiterbildung als Praxisanleiter zu machen oder in den Schulbereich zu
wechseln- durch Studium oder Weiterbildung.

Die momentan beklagte Lage des Stellenangebots in der Pflege kann ich nicht recht
verstehen, es wird auf hohem Niveau gejammert, in anderen Branchen sieht das
viel schlechter aus.

Insgesamt wird sich ein Großteil der Pflege in Zukunft in den ambulanten Bereich
und Heimbereich verlagern.
 

Batman34

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Danke für die schnellen Ratschläge

Also, erst einmal echt vielen Dank für die schnellen Antworten.

Ja, es síeht echt mies auf dem Arbeitsmarkt aus. Aber ich denke, dass betrifft nicht nur die Sozialpädagogik, sondern jeden Bereich.
Oft geht nur noch was mit Vitamin B. Wenn man das nicht hat, dann muss man echt Glück haben.
Bewerbe mich bundesweit.
Vor kurzem hätte ich eine Stelle haben können. Allerdings befristet auf 6 Monate. Ohne Option auf Verlängerung. Nur nebenbei: Um dahinzukommen, müßte ich 1,5 Stunden mit der Bahn fahren.
Also morgens vor 5 Uhr aufstehen, um gegen 6 Uhr im Zug zu sitzen. Zuhause wäre ich dann gegen 19.30 Uhr. Umziehen lohnt sich auch nicht für 6 Monate.

Da ich schon mehrere befristete Verträge hatte und sich dadurch auch nichts besseres ergeben hat, bin ich der Auffassung, dass ich die Ausbildung (wenn ich den Platz bekomme) vorziehe. Oder sieht das jemand anders?

Ich habe an der Uni Dortmund studiert. Mein Schwerpunkt ist Sozialwesen.
Bin also sogesehen auch Sozialpädagoge.
Habe auch 2 Weiterbildungen absolviert. Eine im EDV-Bereich und eine zum Arbeitsvermittler.

Hat man eigentlich mit der Ausbildung zum Krankenpfleger bessere Möglichkeiten, als mit der zum Kinderkrankenpfleger?
Habe mal gehört, dass ein Krankenpfleger auch in der Kinderkrankenpflege arbeiten kann. Nur nicht umgekehrt. Ist das korrekt?

Und: Wie kann man das gewisse Ekelproblem (es ist nun mal Bestandteil des Berufes) in den Griff bekommen?
Habe keine Probleme mit Blut, Wunden usw. Nur mit "Stuhl"! Hilfe...., dass ist mein einziges Problem. Ist das evtl. ein Hinderungsgrund?
Habe mal im Altenheim einen Tag hospitiert.
Dort habe ich zugeschaut, die Senioren gewaschen (keine Intimwäsche), angezogen und gefüttert. War kein Problem, aber das "Saubermachen".
Puuhh. Ich mußte mehrmals wirklich schlucken.

Der Beruf der Krankenpflege ist für mich einer der interessantesten.
Er ist abwechslungsreich, anspruchsvoll und kann auch sehr belastend sein.
Aber es sind vielleicht auch das Erleben von Grenzsituationen, die das Besondere dieses Berufes ausmachen.
Kranken Menschen zu helfen, um wieder gesund zu werden ist doch was tolles.
Natürlich wird nicht jeder Mensch wieder gesund. Damit muss man umgehen können, wenn man im Krankenhaus arbeitet.

Da ich in einem echten finanziellen Loch momentan bin, habe ich da noch eine Frage:

Ich habe die Wahl ein Praktikum im Bereich Krankenpflege zu machen und für 2 Monate Geld zu verdienen. Wäre ein Hiwi-Job. Aber das Geld könnte ich gut gebrauchen.
Da ich übernächste Woche das Vorstelllungsgespräch habe, wollte ich Euch mal fragen, ob es ein gutes Argument ist, kein Praktikum gemacht zu haben, da ich unbedingt Geld verdienen mußte.

Ok, freue mich auf die Antworten und bis bald.

Gruß Thorsten
 

SabineMarya

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Nordfriesland
Beruf
exam. Krankenschwester, Autorin
ehrlich zu sich selber sein

Wenn Du ehrlich mit den Leuten redest, über die finanzielle Situation + wenn Du dann auch noch erzählst, dass Du bereits Einblicke in die Pflege gewonnen hast + zudem noch von dem Studium erzählst, durch das ja auch bereits Vorerfahrungen da sind im sozialen Bereich, dann erscheint mir das sinnvoller als ein Praktikum zu machen, das Dich in ein finanzielles Loch stürzt, und wenn Du es gut rüberbringst, dann sehen die es vielleicht auch so..
Wichtig ist, denen deutlich zu machen, warum Du Dich für die Krankenpflege entschieden hast (da müsstest Du Dir schon mehr an Argumenten überlegen als den wirtschaftlichen Aspekt) + wo Deine besonderen Stärken für diese Arbeit liegen.
Und für Dich selber ist es wichtig, Dir klar zu machen, wo Deine Schwächen liegen + zu überlegen, wie Du mit dem Ekel umgehen kannst + damit arbeiten kannst. (s. auch Thema "Ekel") Das wichtigste ist dabei, zu sich selber ehrlich zu sein.
Das Alter ist schon okay. In unserem Kusr war damals eine Frau, die hat mit Anfang 40 ihr Examen gemacht.
Und mit der Doppelqualifikation nehmen einen manche Arbeitgeber lieber, denn man kann die Arbeit eines Sozialpädagogen machen + wird als Krankenpfleger bezahlt... Besonders im Suchtbereich + im psychiatrischen Bereich werden solche Arbeitnehmer gerne eingestellt, aber es bieten sich auch andere Möglichkeiten.
Es ist auf jeden Fall eine Perspektive zur jetzigen Situation.
 

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