Dreisatz-Rechnung: Ultra peinlich

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Sash, 27.07.2015.

  1. Sash

    Sash Junior-Mitglied

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    Leute, ich hab irgendwie den Dreisatz verlernt und kriege es grade nicht auf die Reihe!

    Ein Patient der gerade Diazepam ausschleicht soll 0,75mg morgens bekommen. Jetzt habe ich Diazepam in Tropfenform.

    20 Tropfen (1ml) entsprechen 10 mg.

    Wie viele Tropfen entsprechen 0,75 mg?

    Wirklich mega peinlich. War in Mathe schon immer total schlecht selbst bei einfachsten Dingen.

    Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?

    LG
     
  2. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin Sash,

    dabei sind das doch so schöne Zahlen... :-)

    10mg = 20 Tropfen
    1 mg = 20 Tropfen/10 mg = 2 Tropfen
    0,75 mg = 20/10 X 0,75 = 1,5 Tropfen (da ist es vorbei mit den schönen Zahlen :-) )

    10mg = 1ml
    1 mg = 1 ml / 10 mg = 0,1 ml
    0,75 mg = 1ml / 10mg * 0,75 = 0,075 ml

    Da muss man glaube ich auf jeden Fall verdünnen.

    Also 10 mg auf 20 ml verdünnt.

    10 mg = 20 ml
    1 mg = 20 ml / 10 mg = 2 ml
    0,75 mg = 20ml /10 mg * 0,75 mg = 1,5 ml

    Also immer auf 1 - dein Ziel, hier mg - runterbrechen und dann auf dein Ziel hochrechnen.
     
  3. Sash

    Sash Junior-Mitglied

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    Meine Güte, vielen lieben Dank!

    Wenn man es dann da stehen hat, sieht es so einfach aus!

    Ich werde anhand deiner Rechnung fleißig üben! Vielleicht lerne ich es ja noch.

    Nochmals vielen Dank für die Hilfe!

    LG
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Falscher Ansatz: du musst es lernen weil es essentiell ist.

    Elisabeth
     
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  5. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    Mittlerweile gibt's auch Apps die das übernehmen, bei uns ist der 3-Satz sogar fest im EDV-System implementiert.
     
  6. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    Ich war in Mathe unglaublich schlecht. Aber mein Vater meinte zu mir: "Kind wenn du Dreisatz und plus/minus/mal/geteilt kannst, kannst du fast alles rechnen, was im Leben wichtig ist. Und besonders in der Pflege."
    Und er hat Recht.
    Mit Dreisatz komme ich sehr gut durchs Leben. :D
     
  7. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Bei einer solch geringen Dosis (einziger Grund) würd ich anders rangehen: Früher verdünnen.

    Wieviele Tropfen entsprechen 1mg? Als Ausgangsbasis - ein wichtiger Parameter -> 1
    Hier: 20 Tropfen = 1ml = 10mg
    Von 100% = 20 Tropfen, auf 10% - eine 0 weg, bist bei 2 Tropfen.
    Also: 2 Tropfen = 1mg.
    Von diesen 2 Tropfen/ 1mg brauchst 3/4, Deine 0,75mg.

    O.k. Bruchrechnen. Auch nicht jedermanns Sache... aber eine einfache Zahl durch 4 teilen dann mal 3 nehmen müsste klappen.

    Also weiter... in den Tropfenbecher die 2 Tropfen rein + einige ml Wasser dazu, alles in eine 10ml Spritze aufziehen, nochmals Wasser in den Becher, dann weiter bis auf exakt 10ml aufziehen. Spritze - genauer als Becher, weniger Gefiesel. 10ml - wieder eine schööööne Zahl, mit der sich vor allem einfach arbeiten lässt. So.

    Die 10ml enthalten ja nun immer noch 1mg. Davon brauchst du... 3/4... bzw. 7,5ml bzw. 0,75mg. Demzufolge verwirfst 1/4 bzw. 2,5ml bzw. 2,5mg. Dann könntest auch die restlichen 7,5ml in der Spritze lassen, diese so verabreichen.

    7,5ml - akzeptable Verabreichungsmenge + möglichst genaues Ergebnis. Doppelte Menge Wasser nehmen? Dann die 2 Tropfen auf 20ml, wiederum 1/4 verwerfen, diesmal 5ml. Bleiben: 15ml. Wäre auch o.k. (wer Zahlen nicht schön findet, tsts :cheerlead:).
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Na dann wollen wir mal hoffen, dass die Technik nie ausfällt. *fg*

    Elisabeth
     
  9. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    Ist bei uns in den letzten 10 Jahren nicht passiert. ;) Und die Apps laufen ja recht flüssig auf jedem Smartphone. :-)
     
  10. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    Solang die Apps nicht den Verstand völlig ablösen und man auch ohne noch so eine Rechnung hinbekommt, find ich die Nutzung okay.

    Wenn es aber dann heißt muss ich nicht wissen, da rechnet ja eh die Technologie für mich aus, bin ich massiv dagegen. Ich nutze auch mal Funktionen und Programme der modernen Infusomaten und Personen. Jedoch fällt mir schon auf, wenn Laufzeiten rauskommen, die so nicht stimmen können, da bspw. Zahlen beim eingeben vertauscht oder verdreht werden.

    Besonders negativ sind mir in letzter Zeit Aussagen von Schülern aufgefallen, die aufgrund der neuen Technik das Ausrechnen zu erlernen unsinnig finden. Wie kann man sich so abhängig von Geräten und Programmen machen?
     
  11. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    Personen = Perfusoren
    Blöde Worterkennung. Ich sag ja, man kann sich nicht immer auf die Technik verlassen. ;)
     
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  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Willkommen in der neuen, schönen Welt.

    Man sitzt in geselliger Runde und es kommt eine Frage auf, die man nicht aus dem Stegreif beantworten kann. Früher wurde das dann abgehakt. Der Mensch ist nun mal nicht perfekt. Heute zückt einer sein mobiles Gedächtnis und Google nebst Wikipedia sei dank: da ist die Antwort.

    Nur- wenn ich das Gehirn nur noch mit wischen und Knöpfchen drücken beschäftige- hat das nicht Auswirkungen auf die Gehirnleistung? Nur so am Rande gedacht. Wirklich nur so ganz am Rande. Am äußersten Rande sozusagen.

    Elisabeth- die Google liebt weil es so schön die Lücken füllt aber kein "Wischgerät" besitzt und deshalb das Gelesene behalten muss. "Analogdenker" sozusagen.
     
  13. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    Natürlich bin ich auch der Meinung, dass dadurch unsere "Gehirnleistung" gesenkt wird, weils eben so einfach ist und keiner mehr so richtig nachdenkt (sieht man ja auf Facebook, wo blind irgendwelche Meldungen geteilt werden ohne sie zu hinterfragen).

    Ich denke man muss eine gute Mitte finden zwischen der digitalen und analogen Welt. :-)
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wann lernt man eigentlich den Dreisatz in der Schule? Und wird das hinterher irgendwann nochmal geübt? Ich meine jetzt "analog".


    Elisabeth
     
  15. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    Ich glaub wir hatten das in der 5./6. Klasse, damals, also auch schon 10 Jahre her. Später kam mir das nie wieder "analog" unter. Geübt höchstens mal selbst um irgendwelche Geldbeträge auszurechnen.
     
  16. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    Ich weiß nicht mehr wann wir es gelernt haben. Ich weiß nur noch, dass mein Vater mir es schon in der 4. oder 5. Klasse beigebracht hatte. Danach kam es hauptsächlich beim Prozentsatz berechnen vor... Wie gesagt, ich war sehr schlecht in Mathe, aber Dreisatz finde sogar ich einfach und vor allem in vielen Bereichen des Alltags sehr nützlich!
     
  17. Schwester Rabiata 2

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    Das kam in der 5. dran! :flowerpower: Das weiß ich ganz genau, weil es die einzige Mathearbeit war, in der ich im Leben eine 2+ geschrieben habe. :boozed: Wenn man bedenkt, dass ich sonst eher 4er Kandidat war und ne 3 gefeiert habe wie andere ne 1... Fest steht, dass du es lernen musst! Auch ein Computer kann mal ausfallen...
     
  18. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Bei allen technischen Hilfsmitteln - sei es ein Rechenschieber oder eine App:

    Eine Überschlagsrechnung ist unerlässlich.
    Kann das angezeigte Resultat überhaupt stimmen?
    Beim Eintippen kann man sich allzuleicht vertun:
    Das Komma verrutscht eine Stelle / ein + statt einem - / ein mal statt einem geteilt durch...
     
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