Dienstkleidung in der Psychiatrie?

Steppenwolf

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Hallo,
ich hab neulich einen interessanten Beitrag in einer Fachzeitschrift über Dienstkleidung für Pflegekräfte gelesen. Der Autor hat sich eingehend mit der Materie auseinander gesetzt und kam zu dem Schluss, dass Dienstkleidung nicht in die Psychiatrie gehört. Leider hatte ich den Eindruck, dass der Autor selber kein Pfleger (PP im engeren Sinne) war.
Würde mich mal interessieren wie Ihr als Pflegende darüber denkt.

Wäre toll wenn ich auf diese Art und Weise eine Diskussion starten könnte.

Grüße
Wolf
 

Katana

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Hallo
ich habe selbst in der Psychiatrie gearbeitet.
Auf der einen Seite fand ich es sehr angenehm und ich fand auch, dass ganz weiß nicht in der Psychiatrie passt. Auf der einen Seite unterscheidet man sich dann ja so gar nicht mehr von den Patienten.
Da wo ich gearbeitet hab gab es Stationen, wo Dienstkleidung getragen wurde und andere, da durfte man mehr oder weniger anziehen was man wollte... Beides hat Vor- und Nachteile wie ich finde.
Für mich persönlich war es kein Problem mit "normalen" Sachen zu arbeiten, andere Kollegen fanden das sehr unpassend.
Ich denke, dass ist Einstellungssache und kommt auf die jeweilige Station an, aber sonst wird ja auch überall Dienstkleidung getragen.
Außer in der ambulanten Pflege - wobei sich da auch die Frage, stellt was sinnvoller wäre...:roll: :roll: :roll:
 

nightmove2005

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welche station?

hallo,
ich denke es kommt auch drauf an, welchen schwerpunkt die station hat. war damals auf einer geschlossenen sucht-station und da ist es für die patienten schon wichtig, dass sich das pflegepersonal unterscheidet! kenne auch schwestern, die gyn arbeiten, die keine dienstkleidung tragen, finde das nicht gut, aber das müssen die schwestern entscheiden.
liebe grüße nightmove
 

Sinclaire

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Hallo,

wir haben vor über 15 Jahren die Dienstkleidung für alle Abteilung der Psychiatrie in unserem Haus abgeschafft. Nach meiner Auffassung gibt es keinen Grund für irgendeine Tätigkeit Dienstkleidung zu tragen, es sei denn man muss häufig hygienisch sauber arbeiten oder viel Grundpflege betreiben. Dies ist allerdings nur in der Gerontopsychiatrie der Fall.

Cheers

Ingo :roll:
 

Steppenwolf

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Hallo,

ich habe mir Ende der 80er nach 15 Monaten Uniform eigentlich geschworen sowas nie mehr anzuziehen (ich bin nichts, ich kann nichts, gib mir eine Uniform).
Im Krankenpflegedienst, besonders in der Psychiatrie halte ich die Dienstkleidung doch für sehr wichtig:

1. Desorientierte Patienten wissen sofort an wen sie sich wenden können. Auch wenn sie einen persönlich nicht kennen. Ergo, die Uniform verbreitet Sicherheit.

2. Weiß zeigt an:
- Ich bin ihre Schwester/ihr Pfleger
- Ich bin (für Sie) da
- Ich bin weiß (sauber?, unbefleckt?, echt?; so in der Richtung?!)
- Fühl dich in meiner Anwesenheit sicher!!!
- Sagt auch: Hallo, jetzt mal langsam. Ich bin da. Was ist Los?

3. Verunsicherte Besucher (und das sind beileibe nicht wenige) auf dem Klinikgelände wissen sofort mit wem sie es zu tun haben. (Vermittelt auch hier Sicherheit).

4. In Krisensituationen erkenne ich sofort beteiligtes Pflegepersonal.

5. Zusammen mit freundlichem und eindeutigem Auftritt verleiht die Dienstkleidung auch Autorität und signalisiert Distanz.
Halte ich sehr wichtig für die Akutpsychiatrie und auch Suchtbereiche.

Vielleicht kann man das ganze ja mit ner Jeans oder nem bunten Teil unterm Kittel auflockern?

Dennoch sollte man, meiner Ansicht nach, nicht zwischen teils somatischen (Geriatrie) und rein psychiatrischen (Akut und Sucht) Stationen unterscheiden.

Wolf
 

Sinclaire

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Hallo Wolf,

gleich zu Anfang bringst du ja die Uniform ins Spiel. Die Frage ist nur wozu ist eine Uniform da - beim Militär, der Polizei und Internaten oder Schulen nach dem englischen Vorbild. Es geht dabei um Unterschiede zu vermindern (Internat, Schulen - kein Unterschied zwischen Arm/Reich) und beim Militär und der Polizei Autorität auszustrahlen. Die Frage, die ich mir dabei stelle besteht darin, warum ist es in der Psychiatrie notwendig Autorität auszustrahlen, d.h. Autorität zu vertreten, Autoritär zu sein?? :weissnix:

Da kommen wir dann zu der Ausprägung von Macht wie sie Foucault beschreibt, die durch solche Attribute verstärkt wird. In deinen späteren Ausführungen bestätigst du die Annahme, dass du die Kleidung als Ausdruck von Macht siehst. Doch wofür benötigen wir Macht?

- Ich bin ihre Schwester/ihr Pfleger
- Ich bin (für Sie) da
- Ich bin weiß (sauber?, unbefleckt?, echt?; so in der Richtung?!)
- Fühl dich in meiner Anwesenheit sicher!!!
- Sagt auch: Hallo, jetzt mal langsam. Ich bin da. Was ist Los?

Warum benötige ich dafür weiße Kleidung? Im Umkehrschluss gefragt: fällt das alles weg, wenn ich nicht diese uniformierte Kleidung trage? Ich glaube, dass die Annahme, dass all diese Atrributionen eng an die Kleidung geknüpft sind, kaum der Realität entsprechen. In mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen habe ich in der qualitativen Forschung nicht festestellen können, dass Patienten diese Attribute an der Kleidung des Einzelnen festgemacht haben, sondern eher die Pflegenden als ein individuelles Gegenüber gesehen haben, genauso wie wir die Individualität des Einzelnen achten sollten.

Keiner deiner Gründe haben mich in irgendeiner Weise davon überzeugt, Dienstkleidung zu tragen sondern mich eher darin bestärkt mit diesen alten verkommenen Traditionen zu brechen, denn ich will den Patienten als Partner sehen können und brauche dazu keine Macht und Autorität zur Abgrenzung. :sbaseballs:

Cheers

Ingo :roll:
 
B

Brady

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Hallo

Kann mich nur dem Vorredner anschließen. Ich arbeite seit Ende 1980 in der Psychiatrie, habe Jahre mit Kittel und nun auch Jahre ohne Kittel hinter mir. Will mich nicht hinter dem Kittel verstecken, muss mit meiner Person dem entgegentreten wo es schwierig wird....ohne Kittel. Muss die professionelle Distanz auch so wahren können, an meinen Schwächen arbeiten um keinen Kittel nötig zu haben. Der Kittel ist nur ein Pseudoschutz....wo es mir an eigener, persönlicher Fachlichkeit fehlt.
 

silverlady

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Arbeitskleidung in der Psychatrie

mir ist in meiner Ausbildung in einem psychatrischen Pflegeheim einmal etwas drolliges passiert.
Ich machte dort ein Praktikum und war erst einige Tage im Dienst. Die Pflegekräfte hatten keine Berufskleidung an sondern arbeiteten in ihrer Privatkleidung.
An diesem Morgen sollte ich einen Bewohner suchen und stand im Eingangsbereich un blickte mich suchend um. Da ich noch unsicher und schüchtern war, mochte ich auch niemanden fragen.
Da tippte mich von hinten jemand auf die Schulter. Die Dame meinte, ach noch so jung und schon so krank. Wenn Sie Hilfe brauche gehen sie den Flur hinunter und fragen die Schwestern. Die helfen ihnen gern.
Mir fiel nichts mehr ein:weissnix:
 
B

Brady

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Hi Silverlady

Und das genau ist es was manchen Angst macht....man wird für einen Patienten gehalten. Man ist unsicher, man muss sich selber mit seiner Unsicherheit/Schüchternheit auseinandersetzten. Sich seiner Defizite klar werden. Wie gehe ich auf Menschen zu...wie sicher oder wie unsicher darf auch ich mal sein? Das ist Persönlichkeitsbildung, so bringe ich mich mit meiner Person mit meinen Ressourcen und Defiziten ein. Wie bereit bin ich zu sagen, da brauche ich Hilfe...z.B. vom Team.
 

Steppenwolf

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Hallo Ingo,

Ingo Tschinke schrieb:
Da kommen wir dann zu der Ausprägung von Macht wie sie Foucault beschreibt, die durch solche Attribute verstärkt wird. In deinen späteren Ausführungen bestätigst du die Annahme, dass du die Kleidung als Ausdruck von Macht siehst.

das ist aber ganz schön schweres Geschütz, dass du da auffährst.

Gleiches gilt auch für Brady mit der Fachlichkeit.

Seis drum.

Ich bin fest der Ansicht, dass es im Pflegedienst NICHT um die Ausübung von Macht oder Autorität geht. Vielleicht hab ich zu provokativ argumentiert (War auch meine Absicht; wollte die Diskussion ja in gang halten!).
Noch dazu leide ich auch nicht unter Minderwertigkeitskomplexen, die ich unter meinem Kittel verstecken will.
Generell stimme ich auch völlig mit dir überein, dass die Persönlichkeit/Individualität den Menschen ausmacht. Dies gilt insbesondere in der Psychiatrie. Bin ich als PP nicht in der Lage als bezugswürdige Person aufzutreten, dann nutzt natürlich auch die Dienstkleidung nichts. Das ist völlig richtig
Nur geht es auch nicht darum als Individuum dem Patienten als Individuum gleich gestellt zu sein. Die Rollen müssen auch in der (Bezugs-)Pflege eindeutig verteilt sein. Ich bin Ihr (Bezugs-)Pfleger und Sie sind der Patient, den ich selbstverständlich als Mensch und Individuum schätze und annehme.
Aber das muß auch eindeutig feststehen. Genau hier setzt dann auch die Dienstkleidung ein. Sie schützt mich und den Pat. vor zu großer Nähe und Verstrickung. Will heißen:
Ich bin nicht Ihr Partner, ich bin Ihr Pfleger.
Jetzt wiederhole ich mich nochmal. Weiß zeigt Achtung, Wertschätzung und Hilfe aber auch Distanz.
Mal ganz abgesehen von den schon erwähnten Irritationen und Krisensituationen...

So nun weiter

Wolf
 

Sinclaire

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Hallo Wolf,

wenn das alles nicht so ist, wozu brauchst sie dann, deine Dienstkleidung.

Cheers

Ingo :roll:
 
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Brady

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Distanz

Man muss natürlich die nötige Distanz haben, sonst kann man garnicht helfen. Wenn man ein freundschaftliches Verhältnis zu Patienten hat, dann kann man nicht mehr objektiv seine Arbeit leisten, dann ist man befangen. Ich gehe dabei von den 3 Therapeutenvariablen aus. Empathie, Kongurenz u. Wertschätzung. Die grösstmögliche Eigenverantwortung soll der Patient erlangen und da muss ich auch in den Konflikt mit ihn gehen. Ich sehe wie eine alte Dame ihren Wohnungsschlüssel vor der Türe fallen lässt, ich hebe ihn nicht auf. Ich übe mit ihr, dass sie ihn selber aufheben kann. So kann ich auch alles übertragen vom somatischen in die psychatrische, bzw. psychotherapeutische Pflege. dafür brauche ich keinen Kittel. ich muss es auch aushalten, dass mal jemand sauer deshalb auf mich ist....besser noch....ich freue mich vielleicht sogar, dass er sauer sein kann.
 

Brille

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Guten Morgen!

Also bei uns ist das so: im Geronto-Bereich wird weiß getragen, alleine schon wegen der Hygiene bei der morgendlichen Versorgung, im Allgemeinen Teil tragen wir angemessene Privatkleidung, was sich bisher auch immer gut bewährt hat. Meist ist es in meiner Erfahrung so gewesen. das ich zu den jüngeren Patienten dadurch auch einen besseren Draht bekommen habe, denn weiß ist für viele jüngere eher abschreckend gewesen, auf einer anderen Seite ist es natürlich wirklich so, dass du schwerer abzugrenzen bist und das auch für einige Patienten schwer fällt....
Ich hoffe ihr versteht mich :-) ist ja erst neun...
 

xCAROx

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hallo

ich finde, wenn man engeren kontakt zu patienten hat, sollte man dienstkleidung tragen, allein aus hygienischen gründen.
ich möchte z.b. nicht mit den klamotten, die ich auf station anhatte, nach hause gehen und die in meiner privaten waschmaschine waschen.

und ich finde man sollte sich auch äußerlich von den patienten unterscheiden können. es muss ja auch nicht gleich weiß sein. bei uns tragen wir z.b. ein schönes modisches Dunkelblau als Dienstkleidung. :knabber:
 

Bea78

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Hi!
Wir tragen in der KJP bei uns normale Hosen (meist Jeans) und einen Kassack oder ein weißes Poloshirt. Find ich eine gelungene Kombination und man hebt sich eben doch von den Patienten ab. Wir sind natürlich auch oft unterwegs mit den Kids (Sozialtraining etc.), da gehen wir dann in zivil.
Beate
 

tempnurse

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Was spricht gegen Polo-Hemden oder Pullover mit Krhs.-Aufdruck.
Es müsste nicht mal einfarbig sein, solange die Erkennungsmerkmale eindeutig zu erkennen sind. Ich empfinde es als hilfreich meine Arbeitsklamotten im Spind auf Station zu lassen, es ermöglicht mir einfacher zwischen Arbeit und Privatleben zu trennen: Klamotten anziehen + Namensschild = Krankenpfleger;
Krankenpfleger - Namensschild - Arbeitsklamotten = Privatperson.
Ist auch wunderbar wenn man beim Einkaufen Ehemaligen Pat. begegnet, da es die Situation klären hilft.

Ich gebe hier außerdem zu Bedenken wie häufig Speichel in tropfender oder gespuckter Form auf Kleidung landet oder Patienten mit fragwürdiger Körperhygiene die nähe des PP suchen.
 

Gerrit

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Hallo,

in meiner Zeit in der Gerontopsychiatrie haben wir alle weiße Dienstkleidung angehabt. Dort war es gut wegen der Körperpflege und gab den Patienten eher eine Orientierung ("ah, ich bin in einem Krankenhaus").

In anderen Abteilungen haben wir auch normale Privatkleidung angehabt.
Ich halte es für Patienten sogar für therapeutisch Sinnvoll manchmal keine weithin erkennbare Dienstkleidung zu tragen. Schlimm genug dass mancher Patient nicht alleine bei Sonnenschein die Station verlassen kann, aber muss er am Sonntag auch noch von allen Besuchern und Anwohnern als Patient erkannt werden der mit seinem Pfleger in Weisskleidung spazieren gehen muss? Naja...
Dem einen oder anderen fällt vielleicht auch die Kontaktaufnahme einfacher zu jemandem der nicht hinter dem doch etwas abgrenzenden weiss steckt. Aber darüber kann man diskutieren.
Probleme im "Einsatz" im Gelände hatten wir eigentlich nie, auch wenn die Klinik im Pavillon-System mit mehr als 20 Häusen aufgebaut war. Man (er)kannte sich eigentlich problemlos.

Wünschenswert sind jedoch verpflichtend zu tragende Namensschilder.
Anekdote zum Thema:
Bevor ich in der Pflege angefangen habe hab' ich mal einen Patienten im Rahmen meinem Zivildienst beim Rettungsdienst in die Akutpsychiatrie fahren dürfen. Was wir nicht wussten ist, dass die Station im Moment offen war und dass uns da ein Patient aufgemacht hat. Der stellte sich halt kaltschnäuzig als Mitarbeiter vor und wir haben ihm eine wunderschöne Übergabe gemacht bis nach etwa einer Minute dann jemand vom 'echten' Pflegepersonal mitbekam was los war...

Grüsse,

Gerrit
 

focus1507

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Dienstkleidung Psychiatrie

Aus meiner beruflichen Erfahrung (20Jahre Rettungsdienst und Krankentransport) ist auch für Mitarbeiter in einer Psychiatrie eine Dienstkleidung wichtig.
Wo steht geschrieben, dass diese Kleidung immer in weiss sein muss? aber einheitlich sollte sie sein.
Es ist ja nicht so das man täglich Patienten in eine psychiatrische Klinik einliefert und daher auch nicht so der Kontakt zum Pflegepersonal besteht, wie dies in einer Nothilfe oder allg. Station der Fall ist.
Auch habe ich die Erfahrung gemacht das wohl die Fluktationsrate sehr hoch ist.
Für uns Rettungsdienstmitrabeiter ist es daher schon manchmal sehr schwierig Patienten und Pflegepersonal auseinander zu halten wenn alle auf einer Station in Zivilkleidung rumlaufen.
Horst.
 

flexi

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Also, ich habe immer meinen Mund in solchen Fällen benutzt, um mit Hilfe der allgemeinverständlichen Sprache zu ermitteln, wo ich das Pflegepersonal finde...

grmpfff....
 

PflegelT

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Ich kriege zuviel...

Gerade in der Psychiatrie ist es wichtig nicht als derjenige aufzutreten der das Sagen hat! Ich arbeite selber seit 7 Jahren in einer Psychiatrischen Klinik und kann mich gut abgrenzen, kann den Patienten mitteilen wenn sie mir zu nahe kommen, und das beste ist, das ich das auch ohne weiße Dienstkleidung kann. Und oh, wunder... Die Patienten nehmen mich als Pflegekraft war und wenn mir jemand physisch oder verbal zu nahe kommt, dann halte ich ihn verbal auf Distanz... Das funktioniert...

Ich kann es nicht verstehen das jemand für seine Fachlichkeit einen Kittel braucht.

Gruß PflegelT
 

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