Die Rechnung zahlt der Patient

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Druckerpresse, 03.05.2012.

  1. opjutti

    opjutti Poweruser

    Registriert seit:
    24.04.2011
    Beiträge:
    1.337
    Zustimmungen:
    30
    Beruf:
    Fachkrankenschwester OP, PA, OP-Managerin (IHK)
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    OP-Management im Orthopädischen OP
    Funktion:
    OP-Managerin + -Leitung
    Es geht in diesem Artikel am meisten um den Sinn oder Unsinn von Knie- und Hüftprothesenoperationen.
    Da muss ich Herrn Bahr in gewissem Maße recht geben.

    Jedes KH, das über einen Chirurgen verfügt, und sogar niedergelassene Orthopäden und Chirurgen machen solche Operationen als Primäreingriff. Für die Revisionseingriffe werden diese Patienten dann an Fachkliniken verwiesen, weil kleine KH und Niedergelassene keine Möglichkeiten zur Weiterversorgung haben.
    Die Fachkliniken zahlen aus dem Grund drauf, weil ein Revisionseingriff mehr Kosten verursacht, als die KK bezahlt.

    Meiner Meinung nach dürften solche Operationen nur in speziellen Fachkliniken durchgeführt werden. Das würde die Kosten im Rahmen halten und der Patient wäre rundherum in guten Händen.

    Der Herzpatient wird ja auch in einem Herzzentrum behandelt und bekommt seine Herzop nicht an einem Wald- und Wiesenkrankenhaus.

    LG opjutti
     
  2. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Wirbelsäulen-OP's - auch da, enorme Zunahme:
    Deutsches Ärzteblatt: Chirurgen warnen vor unntigen Bandscheiben*operationen

    steigende Kosten durch Fehlabrechnungen:
    kma Online - Nachrichten - Politik - 54 Millionen Euro Fehlabrechnungen in Kliniken 2011

    was fehlt noch
    WIR, die Pflegenden - bekommen paar Prozent mehr
    da gab's doch auch schon 'nen Aufschrei - von den Trägern der KH - dass da eine Lücke sei, bei der Finanzierung,
    erst hieß es aber - :schraube: ist doch alles super, jetzt schwenkt man um:
    kma Online - Nachrichten - Politik - Krankenhäuser sollen Tarifausgleich bekommen

    für PKMS - gibt's jetzt zusätzliche Bezahlung

    ...Hr. Bahr inkognito (bitte selbst einsortieren):
    Deutsches Ärzteblatt: Bahr kritisiert Fehlanreize bei den Krankenhaus*behandlungen

    ...der säumige Versicherte
    kma Online - Nachrichten - Wirtschaft - Säumige Versicherte schulden den Krankenkassen Milliarden

    off-label Behandlungen? Die werden auch zusätzlich bezahlt....


    könnt man noch paar Seiten lang weiterführen

    und Gründe finden
     
  3. jackdanielsx84x

    jackdanielsx84x Gesperrt

    Registriert seit:
    10.03.2005
    Beiträge:
    1.060
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    Gesundheitspfleger, Rettungssanitäter
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Akt. Einsatzbereich:
    Intermediate Care/Innere Medizin
    Zahlt die Rechnung nicht immer der Patient?

    Ob es nun um Personal, Geld oder Versicherungsänderungen geht?

    Gruß
    Dennis
     
  4. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

    Registriert seit:
    21.02.2008
    Beiträge:
    456
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester, Examen 1991
    Ort:
    bei Köln
    Akt. Einsatzbereich:
    Hämato-Onkologie
    Funktion:
    Wundexpertin ICW/Hygieneberater
    Ich finde: Deutschland braucht diese Diskussion dringend !!

    ...das fängt bei einem fem-pop Bypass einer 99 Jährigen an
    ...und hört bei palliativer Chemotherapie eines 80 jährigen jahrzehntelangen Rauchers auf...
    Alles erlebt, zigfache Sinnlosigkeit.:schraube:

    so, Butter bei die Fische
     
  5. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.442
    Zustimmungen:
    210
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Die Indikation am Alter allein festzumachen halte ich für den falschen Weg. Es gibt fitte 80jährige und multimorbide 40jährige - je nach Diagnose und Lebensweise.

    Die Frage ist: Wer entscheidet über die Indikation? Wenn - haben wir auf Palliativ öfters - das Personal zwar keinen Sinn mehr in einer bestimmten Untersuchung sieht, von der Therapie ganz zu schweigen, der Patient und / oder die Angehörigen aber jede Möglichkeit ausschöpfen wollen - was dann?
     
  6. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    vielleicht sollt man sich davon verabschieden, dass ein KH ausschließlich hehre Ziele verfolgt
    ein KH ist ein Wirtschaftsunternehmen. Was bezahlt wird, wird gemacht, Gewinne zu erwirtschaften - der Plan.
    Einen individuellen Heilversuch zu starten - anstatt aggressiv zu zu warten wie jemand leidet, ohne Aussichten...verständlich
    ob dem 99jährigen eine Therapie/OP was bringt - wird vor Ort entschieden, mit dem Patienten.
    Einzelkritik - o.k. Generelle Ablehnung. Nein. Iss bissl arg platt.

    Was will ich denn festlegen, starre Zahlen, ab dem und dem Alter - Pech gehabt, soll dass das Ziel sein?
    Ist das latente Altersdiskriminierung?
    Weiter....mit denen die sowieso kein Geld haben, dem Staat, uns, auf der Tasche liegen. Da könnt man doch auch, oder?
    Wer noch....hat keine Lobby....
    Da wird doch ausgespielt. Die einen gegen die anderen. Kaum ein Tag vergeht, ohne solche News.

    Eine Kollegin von mir hat ein halbes Jahr in der Notaufnahme gearbeitet - jetzt ist sie wieder in ihrem vorigen Bereich.
    Mit welchen Vorstellungen da manchmal reingekommen wird, die Erwartungshaltung - sie fand's teilweise furchtbar
    da ging es eher nicht um die älteren Menschen, sondern um jüngere
    regelmäßig platzt die NA aus allen Nähten, ist krachend voll, was bleibt - Hilflosigkeit ob der Masse an zunehmend unzufriedenen, murrenden, sich beschwerenden - die durchaus paar Stunden vorher in einer Praxis gut aufgehoben gewesen wären.
    So. Da wären auch die jüngeren Leuts, die Mittel beanspruchen, die es nicht unbedingt immer braucht.
    Dann hab ich den verantwortlichen Arzt in einer NA, der entscheiden muss - auch hier scheitert es häufiger.
    Lieber auf Nummer sicher, also aufnehmen.

    (Anm.: Wer sich völlig unsicher ist, bringt den Patienten erst mal für ein paar Tage zu uns, da wird er dann ganz doll überwacht. DA kann dann fast nix mehr passieren. Schließlich ist da auch mehr Personal)

    Dann geht der ganze Zirkus ab - Diagnostik nach Schema F. Prima. Hier noch was und da noch was, die Tage vergehen.

    Häufiger sind's mangelnde Strukturen und Kompetenzen, die MIR den Spaß verderben.

    ..vlt. noch das (menschlich verständnisvolle) Unbehagen, zögern, über Diagnosen und Konsequenzen zu sprechen, aufzuklären
    ..sowas wie Anfang der Woche, ein Einzelfall. 9 Tage lang hat eine Patientin "nur" eine Pneumonie. Kommt dann zu uns. Bei der Übergabe sagt die Kollegin mir nebenbei - dringender V.a. multiple Metastasen in der Lunge, aber - sag ihr ja nichts, sie weiß von nix. DAS versteh ich nicht.
    In der Nacht nach der Aufklärung (bis dahin dauert es noch mal ein paar Tage) eskaliert die Situation, die Patientin ist verwirrt, wirft mir, dem Arzt sämtliches an den Kopf.
    Vertrauensbruch kommt vor, dass sie sich verar*cht fühlt, was der ganze Mist hier soll. Sie will sofort nach Hause.
    Ist jetzt tatsächlich in der Lage, ohne Sauerstoff zurechtzukommen und ist unerwartet mobil, packt ihre Sachen.
    Jetzt ist sie wirr, aber ganz unrecht hat sie nicht.
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Die Rationierung ist doch längst im Gange. Stichwort: Generika. das hat man auch zur Kenntnis genommen und als gut befunden. Wird bei weiteren Einschränkungen net anders werden... erst wenn Otto Normalverbraucher am eigenen Leibe erfährt, wie die Rationierung sich auf ihn auswirken wird, wird er wohl aufbegehren. Aber bis dahin... .

    Andere Länder sind übrigens längst angekommen, wo wir hinreisen. **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**

    Elisabeth
     
  8. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.442
    Zustimmungen:
    210
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Ebenso gutes Stichwort: Verkürzung der Verweildauer. (Ach, verflixt, das sind drei Wörter :-)) .
     
  9. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

    Registriert seit:
    21.02.2008
    Beiträge:
    456
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester, Examen 1991
    Ort:
    bei Köln
    Akt. Einsatzbereich:
    Hämato-Onkologie
    Funktion:
    Wundexpertin ICW/Hygieneberater
    wenn ich 5 Jahre nicht beim Zahnarzt war und dann Zahnersatz brauche, bekomme ich den Denkzettel: die Rechnung. Wäre ich regelmäßig gegangen, hätte ich weniger zu bezahlen.

    Beispiel:
    Warum wird der jahrzehntelange Raucher/in also nicht mit an den Kosten beteidigt, er/sie konnte ja auch jahrelang €5,-für Zigaretten hinblättern.
    Beispiel:
    Ein/e übergewichtige/r Patient/in wird nahegelegt abzunehmen, Angebote eines von der KK zu 80% getragenen Diätkurses etc lehnt sie ab. Die Knie sind überlastet, nach weiteren 10 J. bekommt er/sie neue Knie TEPs, wohl wies der Orthopäde hin: mit Gewichtsreduktion wäre das zu vermeiden gewesen.
    Warum wird auch Sie natürlich ihre OP bekommen, ohne Konsequenzen?
    Ich hoffe ihr versteht, wo ich hin will!?
    Kostenintensive Therapien oder OPs, die auch durch ungesunde Lebensweise notwendig wurden, bekommt man "geschenkt".
    Ich habe keine Lösung, mit älter werden unserer Gesellschaft muß diese Diskussion angegangen werden. Die Pflegeversicherung war erst der Anfang.
     
  10. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

    Registriert seit:
    10.03.2011
    Beiträge:
    1.292
    Zustimmungen:
    154
    Wer entscheidet denn, was gesund ist und was nicht?
    Der Couchpotato wird sich wahrscheinlich nicht so schnell eine Verletzung zuziehen, wie jemand der regelmäßig Sport treibt. Ein dünner Mensch ist nachgewiesenermaßen nicht zwingend gesünder, als ein leicht Übergewichtiger. Wann wird Alkohol zu viel? Ein Kind, das von seinen Eltern fettgefüttert wurde und ein kranker Erwachsener wird, was ist mit dem?

    Und von den paar Kröten, die Du heutzutage selbst bei vollem Kontrollheft bekommst, kannst Du Dir keinen anständigen Zahnersatz finanzieren.
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Hm-nun bekommt net jeder Raucher einen Lungen-Ca. Was macht man nun? Wird der bestraft, der einen bekam und der der Glück hatte, ist fein raus?

    Ich find es immer schwierig, wenn man da Sündenböcke sucht für die hohen Krankenkassenkosten.

    Btw.- war da net was mit der Salutogenese? heutzutage müsste das doch jede GuK beherrschen und wissen, dass eine Erkrankung ein multifaktorielles Geschehen ist.

    Elisabeth
     
  12. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Sollte ich ab sofort alle Generika als schlecht einsortieren?
     
  13. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

    Registriert seit:
    21.02.2008
    Beiträge:
    456
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester, Examen 1991
    Ort:
    bei Köln
    Akt. Einsatzbereich:
    Hämato-Onkologie
    Funktion:
    Wundexpertin ICW/Hygieneberater
    Ich will Niemand bestrafen,nur Eigenverantwortung einfordern.
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ob ich alle Generika als schlecht einstufen muss...??? Entscheide selbst.

    Wieviel Wirkstoff du aufnimmst, hängt von den Hilfsstoffen ab. Wenn du das Originalpräparat mit 100% ansetzt, dann lässt das Gesetz eine Abweichung von +/- 25% zu.

    Nehmen wir mal an, dass deine KK einen Vertrag mit Firma X macht, bei der das Generikum 75% Wirkstoffaufnahme erreicht. Aus Kostengründen wird der Vertrag gekündigt und du bekommst nun das Generikum der Firma Y, die eine bessere Hilfsstoff-Wirkstoff-Kombi hat und 125 % erreicht... das macht einen net geringen Sprung.

    Elisabeth
     
  15. BettyBoo

    BettyBoo Poweruser

    Registriert seit:
    20.11.2007
    Beiträge:
    491
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenschwester
    Das sehe ich ganz genauso.
    Erst jetzt liegt bei mir wieder eine Patientin, die mit 90 eine Hüft-TEP bekam. Geht's noch?
    Neue Herzklappe mit 89?

    Da muss einfach was geändert werden, und zwar so bald wie möglich.
     
  16. mary_jane

    mary_jane Poweruser

    Registriert seit:
    14.06.2007
    Beiträge:
    1.436
    Zustimmungen:
    35
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin/M.Ed.
    Akt. Einsatzbereich:
    BFS
    Funktion:
    Lehrerin
    Wenn die Person mit 90 aber noch fit und gut zu Fuß ist, warum hat sie dann weniger die Hüft-TEP verdient als ein multimorbider, immobiler 60-Jähriger?
    Das mag jetzt an den Haaren herbei gezogen klingen, kann aber vorkommen.
    Altersgrenzen für gewisse Interventionen und Therapien sind der falsche Weg.
     
  17. bisauf

    bisauf Gast


    Naja, wenn man Deine Gedanken zuende denkt, dann waere das der Abschied vom Solidaritaetsprinzip. Und dass genau ist politisch auch gewollt. Du sollst dann Deine Lebensrisiken p r i v a t absichern. So faengt man bei den Reuchern an, dann kommen Dicken. Anschliessend die, die Alkohol trinken. Im uebrigen werden Arbeitslose oefters krank. Die muessten dann auch mehr zahlen. Wie ist es mit Menschen, die Autos ueber 100 PS fahren? Die sind naemlich ueberdurchschnittlich oft an Unfaellen beteiligt. Auch eine Geburt kann ein Risiko darstellen und wird schon nicht von den Privatversicherungen uebernommen.Frauen gehen oefters zu Arzt und werden aelter: Mehr zahlen! Risikosportarten? Und bums, haben wir Zustaende wie in Amerika, wo dann viele Millionen sich die Gesundheitsvorsorge nicht leisten koennen und die Reichen sich ein Privatkrankenhaus mit allen Schikanen.
    Vielleicht sollte man erstmal anfangen, das deutsche Gesundheitswesen ein bisschen zu sortieren und zu untersuchen, was denn alles nun wirklich wichtig ist und was ueberfluessig. Da kann man viele Milliarden sparen.
    Ein kleines Beispiel: Hier in Daenemark kommt ein Hausarzt auf 1500 Bewohner. Man geht etwa im Schnitt drei Mal im Jahr zum Arzt.


     
  18. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Wo ist die Alternativbehandlung für einen vorher fitten, aber alten Menschen, anstelle der Hüft-TEP, nach einer #?
    Wie hoch sind die Folgekosten, im Gegensatz zur operativen Versorgung...keine Ahnung
    aber jemanden der wochenlang (?) nicht mobilisiert werden kann, kann nix mehr selbst machen
    ist da eine häusliche Versorgung überhaupt möglich? Falls nicht, dann ab in die Kurzzeitpflege?
    Schon wieder keine Ahnung- bitte um Zahlen, wie lange dauert es ohne OP bis das wieder z'amwächst
    wie soll das überhaupt halbwegs z'amwachsen, 'ne richtige, 100%ige Ruhigstellung wie z.B. beim Arm oder Fuß - geht ja eh nicht.
    Folgen von Imobilität...könnt durchaus ordentlich was zusammenkommen an Kosten.

    Szenario B. Grund für die Hüft-TEP sind irre Schmerzen bei jeder Bewegung, weil das Gelenk verschlissen ist, die Mobilität ist stark eingeschränkt, entsprechend die Selbstversorgung, die sozialen Kontakte........
    Sehr starke Schmerzmittel werden kontinuierlich und in zunehmendem Maße benötigt, Mobilitätshilfen. Regelmäßige Arztbesuche.
    Der Mensch ist sehr leidensfähig und hält ordentlich was aus, irgendwann geht's aber nicht mehr. Jede Bewegung eine Qual.

    Kann mich nur an eine schmerzgeplagte alte Dame erinnern, die nach Sturz und # bei uns war.
    Halt nur für ein paar Tage. Ist auch schon einige Jahre her. Schön war das nicht.
    Deutlich höherer Aufwand, sowieso. Pflegemaßnahmen - nur zu zweit.

    @Elisabeth, wg. der Generika
    wie soll man auseinanderdröseln...grundsätzlich erhält jeder Patient in der Klinik die Medis von uns, stellen wir fast alle um.
    Schwierig, bei mehreren Med's - was ja eher die Regel als die Ausnahme ist.
    Zu sagen, es liegt am Generika, dass z.B. der Blutdruck, Zucker nicht passt - unmöglich, weil so vieles mit rein spielen kann.
    Aber bis 50% Differenz von Med 1 zu 2 ohne das zu wissen (steht wohl nicht im Beipackzettel) ist eigentlich indiskutabel. Zustimmung.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ich hab im KH auch immer brav gemacht, was üblich war: Nutzung der Medikamente nach Apothekenvorgabe. Eigenartig fand ich, dass der Epileptologe uns jedesmal angemault hat, wenn wir ein Generikum genutzt haben. Er hat auf die Originalpräparate bestanden, die dann gesondert bestellt wurden.


    Elisabeth
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Rechnung zahlt Patient Forum Datum
Nicht bezahlte oder nur teilweise bezahlte Rechnungen Rund um Tarif- und Arbeitsverträge 22.12.2011
News Mehr Geld für Heimversorgung : Die neuen Abrechnungsziffern im Überblick Pressebereich 28.06.2016
Umrechnung Arterenol ( Perfusor) Intensiv- und Anästhesiepflege 27.04.2016
News Abrechnungsbetrug: Schärfere Kontrollen Pressebereich 25.04.2016
News Häusliche Pflege: Mit Kontrollen gegen den Abrechnungsbetrug Pressebereich 18.04.2016

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.