Dialysekatheterpflege

Dieses Thema im Forum "Dialyse" wurde erstellt von angelika, 17.02.2003.

  1. angelika

    angelika Junior-Mitglied

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    hallo!
    Ich hätte eine Frage im Bezug bei chron.Dialysekinder zur Pflege des Permkatheter( implantierter katheter)
    Wie wird es auf den anderen Kinderdialysen gemacht?Wie schaut es mit der Infektionsrate aus?
    Pflege: Verbandwechsel an Dialysetagen
    bei Einstichstelle Katheter bland mit 6betaisadonastieltupfer
    von innen nach außen desinfizieren danach mit 6 trockenen Stieltupfer den gleichen vorgang1
    da ich erst seit einem halben Jahr auf dieser Station tätig bin und laut Aussage der Stationsschwester selten Infektionen aufgetreten sind möchte ich mich aber trotzdem mit euch austauschen!
    liebe grüsse Angelika
     
  2. Ute

    Ute Poweruser

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    Hi,

    wie schon gesagt arbeite ich nicht in der Kinderdialyse, aber auch wir haben permanente Katheter die wir versorgen müssen.

    Der Verbandswechsel wird steril durchgeführt, ich kann aber nur leider sagen "Keimarm". Denn wenn ich mir manchmal anschaue wie mit diesen Katheter umgegangen wird, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Es fängt schon im OP an, nur ein Pflaster und nicht steril verpackt, nur mit NaCl 0,9% geblockt, ich sage ja "keimarm".....

    Wir benutzen jodhaltige Desinfektionsmittel oder Desinfektionsmittel ohne Alkohol ! a-septischer Verbandwechsel

    Es gibt Studien die beweisen das Liquemin antibakteriell wirkt, ich muss mal einen Doc fragen ob er mir die Unterlagen darüber gibt.

    Wie blockt Ihr den Katheter, pur oder mit NaCl 0,9% verdünnt ???
     
  3. Katrine

    Katrine Newbie

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    Hallo Kollegen :-)
    hab erst heute zum Forum gefunden, als ich auf der Suche nach Info zu CAPD war.
    Katheterpflege ...immer ein "heißes" Thema.
    Wir sind dabei Pflegestandards zu erarbeiten..die Pflege der Katheter stand da ganz vorne an.

    Eingeheilte Katheter ohne Entzündngszeichen desinfezieren wir mit Natriumhypochlorid 0.07 %...haben gute Erfahrung damit. Allergien sind noch nicht aufgetreten. Kenne ich nur vom Hörensagen... dort wurde mit NACL0,9 % gesäubert.
    Entzündete oder neu angelegte Katheter (auch Akutkatheter) pflegen wir mit Betaisodona Tinktur.
    Alkoholische Lösungen sind wohl wegen des Kathetermaterials nicht zu empfehlen?!?!?
    Das Ganze aseptisch, nicht steril mit Mund/Nasenschutz für Patient und Pflege.
    Geblockt wird mit puren Heparin.

    ein lieber Sonntagsgruss
    Katrine[/i]
     
  4. angelika

    angelika Junior-Mitglied

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    Hallo Kolleginnen! :lol:
    Finde nach langer zeit wieder einmal zum Forum und muß sagen auch wir arbeiten auf unserer Station aseptisch, sterile Handschuhe ,Mundschutz, und wie gesagt schon oben als erstes mit betaisadona Stieltupfer.
    das größte Problem ist der Op denn die versorgen den Katheter einfach wie sie wollen.Entweder einfach nur eine Opsite Folie drüber egal wie fixiert.
    Wir haben zur Zeit Permkatheter von der Firma Medcomp die auch teilweise je nach Operateur Lageprobleme mit sich bringen und bei der Dialyse Probleme bereiten.
    Wir plombieren unsere Katheter mit Heparin 2ml pro Schenkel oder Actilyse 2ml pro Schenkel.
    liebe grüsse aus Wien Angelika
     
  5. Steely

    Steely Newbie

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    Hallo!

    Es kam zu unserer Kentnisse dass einige (4-5) Dialysestationen in Schweden keine Verbandswechsel bei den Permcatheters unternehmen. Eine Schwester hat die Dialysestationen angerufen und die sind zufrieden, mit weniger hautentzündungen und weniger hautreaktionen.

    Hat jemanden erfahrungen damit oder was gehört?

    Mittsommergrüsse aus Schweden

    /Olof
     
  6. littlefoot83

    littlefoot83 Newbie

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    hallo lieb kolleginnen und kollegen


    bei und werden katheter mit octinisept gesäubert und mit sterilen pflastern versorgt . dies geschieht natürlich unter möglichst sterilen bedingungen !!
    sterile handschuhe, haube,und mundschutz!
    katheter werden mit heparin geblockt ( je nach länge der katheters ))

    lg littlefoot
     
  7. juliano

    juliano Junior-Mitglied

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    Hallo Angelika, bin auf keiner Kinderdialyse, aber die Probleme sind die gleichen wie den den Hochbetagten.

    Exit-Infektionen können auftreten, sollten dann vor der Lokal- oder gar systemischen Therapie mittels Abstrich validiert werden (Antibiogramm!!)

    Der Pat. selber ist ein Risiko-Faktor, es gibt Pat. mit hohem Talgdrüsenbesatz und auch hoher Keimbesiedelung.

    Der Mundschutz ist in diesen Fällen nur ein "Feigenblatt", entscheidend ist die konsequente Dekontamination während HD. Bei uns liegt immer ein Octenisept-getränkter Tupfer um den Exit. Dies schadet dem Kathetermaterial nicht im Gegensatz zu Jod (zusätzlich auch Flecken durch Jod!)

    Solange die Infektion auf den Exit beschränkt ist, empfiehlt sich z. B. die lokale Anwendung von Taurolidin-Gel (erhältlich in München, Apotheke am Bonner Platz).

    Bei Tunnelinfektionen wird grunsätzlich entsprechend Antibiogramm systemisch behandelt.

    Mit Ausnahme von Kindern (Brennen) ist auch die s. c. Injektion von 160 mg Gentamycin am Exit hoch effektiv ( 2 mal / Woche).

    Ca. 50 % tragen keinen Verband am Exit (entspricht ca. dem Vorgehen bei CAPD).

    Entscheidend ist die Vermeidung der intraluminalen Besiedelung durch entsprechende Lock-Technik (s. dazu andere Foren)

    Grüsse

    juliano
     
  8. Steely

    Steely Newbie

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    Hallo!

    Ich möchte gern Hajo in Finnland fragen wegen CDK-Verbandwechsel. Es wurde schon von mir angesprochen, das einige patienten in Nord-Schweden mit Exit-Site Entzündungs-probleme aufgehört mit Verband an CDK-exit. Es sollte von Finnland kommen. Hajo, weisst du schon was, erfahrungen, statistik usw.....?

    mfG Olof
     
  9. Graf Zahl

    Graf Zahl Newbie

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    Hallo Angelika,

    zwar arbeite ich in einer Krankenhausdialyse für erwachsene Patienten, aber wie juliano denke ich das die Bedingungen der Katheterversorgung bei Erwachsenen und Kindern nicht allzu groß sein dürften.
    Da der Anteil an betagten und morbideren Patienten bei uns relativ hoch ist, hat ein Drittel unserer Patienten einen Permkatheter, bei uns als Demerskatheter bezeichnet.
    Seit einigen Jahren verzichten wir auf die Verwendung von jod- oder alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln, da diese die Haut austrocknen, reizen und das Kathetermaterial, besonders den Ansatzkonus, angreifen. Stattdessen verwenden wir mit guten Ergebnissen Octenisept (Ein Schleimhautdesinfizienz das nicht brennt, was besonders für Kinder wichtig sein könnte) zur Desinfektion. Es schont die Haut um den KAST/Exit. Die Vorgehensweise beim reinigen ist bei uns wie bei euch, also von innen nach aussen u.s.w., dabei wird von Patient und Pflegepersonal Mundschutz getragen, Türen und Fenster bleiben bei der Katheterversorgung geschlossen.
    Bei aufgetretenen Infektionen wird zunächst ein Abstrich zur Erreger- und Resistenzbestimmung entnommen und während der Dialyse eine mit Octenisept getränkte Kompresse aufgelegt. Nach Antibiogramm werden dann systemisch Antibiosen gegeben, lokale Antibiosen werden selten angewandt, da nicht alle Bereiche des Tunnels damit erfasst werden und lokale Antibiosen die Resistenzentwicklung begünstigen. Falls nach einer systemischen Behandlung kein Erfolg erkennbar ist, wird der Katheter entfernt und ein neuer gelegt, denn hat die Infektion erst die Dacronmuffe erfasst zeigt auch die systemische Antibiose meist keinen Erfolg mehr.
    Zur Vermeidung einer intraluminalen Besiedlung verwenden wir fast ausschließlich Taurolock als Block, das einen lokal antikoagulatorischen Effekt hat und gleichzeitig desinfizierend wirkt.

    Glück auf! :-)

    Graf Zahl
     

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