Der Medikamenten-Abhängigkeit vorbeugen

Ute

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46
Standort
Hannover
Beruf
Krankenschwester, Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege (FLP)
Akt. Einsatzbereich
Zur Zeit in der Elternzeit
Funktion
Study nurse
Der Medikamentenkonsum ist heutzutage bereits bei Kindern hoch. Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren erhalten drei Viertel aller 14- bis 19-jährigen von ihren Eltern Medikamente, z.B. auch gegen Stress, zur Leistungssteigerung in der Schule und zur Förderung der Konzentration vor Klassenarbeiten. Immer häufiger werden bei seelischen Problemen stimmungsaufhellende Medikamente gegeben, ohne nach den Ursachen zu suchen. So lernen die Kinder früh, das vieles mit Tabletten leichter geht. Das elterliche Vorbild spielt daher bei der Suchtvorbeugung eine große Rolle. Eltern sollten kritisch mit ihrem eigenen Medikamentenverbrauch umgehen und ihre Kinder über Suchtgefahren aufklären.
 

carmen

Poweruser
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Hi Ute,

Dein Thema erfaßt ein einziges Desaster.
Das Verordnen- und Verabreichen von Medikamenten (und manchmal Hammer harten) beginnt oft, zu oft, schon beim Kinderarzt, wenn die Kinder noch Babys sind :twisted:
Das kommt einerseits daher, weil die Ärzte die Erkrankung schnell stoppen wollen andererseits verdienen sie daran einen Haufen Kohle.
Natürlich müssen und sollen Medikamente verordnet werden, wenn eine schwere Erkrankung vorliegt, das steht außer Frage.
Was ich aber nicht verstehe ist, dass sich die meisten Eltern auf die Werbung der Medien, auf die Überzeugungskünste der verordnenden Ärzte oder die oftmals unzureichende Info von diversen Apothekern verlassen, ohne genau nachzufragen, wie es mit Abhängigkeiten durch das Medi oder Nebenwirkungen steht. :twisted:
Wie gesagt, Viele geben ihren Babys schon Medis, die süchtig machen können.
Warum sterben die guten, alten Hausmittel, mit welchen man optimale Behandlungen durchführen kann und den Gesundheitszustand wieder herstellen, aus :?:
Einerseits ist die Pharmalobby zu stark, andererseits die Medien, nicht zu vergessen, die Unkenntnis oder das Unvermögen der Medi-Verbraucher, Naturheilmittel mit Zutaten, welche jeder Haushalt hat, herzustellen.
Nein, da wird der Weg des geringsten Widerstandes genommen und zum Arzt gegangen, der dann möglicherweise mit Kanonen auf Spatzen schießt :twisted:
Aber dann fragt sich die Bevölkerung, woher nur diese Resistenzen gegen Medis auftreten oder Allergien oder, oder,oder.
Welche Eltern nehmen sich heute noch die Zeit für ihr Kind, mit ihm /ihr zu sprechen, wenn seelische Probleme der verschiedentlichsten Art auftreten :?: :twisted:
Das kann und darf man nicht immer auf unsere Druck- und Leistungsgesellschaft schieben, das liegt an Jedem selbst, diese Zeit aufbringen zu wollen :!:
Wenn ein Kind schon regelmäßig Medis einnehmen muß (Psychopharmaka, Tranquilizer, Schmerzmittel u. s.w.), außer wenn es nicht anders geht bei der Erkrankung, dann liegt doch auf der Hand, dass diese Leute von irgendwelchen Medis abhängig werden und nicht zurückschrecken oder sich Gedanken machen, was sie sich da antun, noch mehr und stärker abhängig machende Medis zu nehmen.
Somit, und das beobachte ich immer wieder z.B. bei Aufnahme eines Pat. bei der Frage:wie lange nehmen sie denn schon das und das Medikament?,
ach, schon seit meihreren Jahren, nur die Dosis erhöht sich stetig", dass Abhängigkeit schon sehr früh einsetzen kann und dann dekompensiert.
Im persönlichen Bereich ging und gehe ich mit Medikamenten, egal welcher Art, mehr als nur vorsichtig um. Da stelle ich lieber selber welche her, aus der Natur oder aus dem Küchenschrank und probiere erstmal, ob es damit geht, bevor ich mir irgendwas in den Körper gebe oder geben lasse. Das trifft auch für meine Kinder und mein Enkelchen zu.

Carmen
 

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