Der Bogen zur Wunddokumentation

Ute

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1.736
Alter
47
Ort
Hannover
Beruf
Krankenschwester, Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege (FLP)
Akt. Einsatzbereich
Zur Zeit in der Elternzeit
Funktion
Study nurse
[30.10.2004]

Der Bogen zur Wunddokumentation

Nicht nur die Rechtsprechung erfordert heute eine systematische Dokumentation des ärztlich und pflegerisch notwendigen Vorgehens, sondern auch die alltägliche Pflegesituation kommt ohne diese nicht mehr aus, wenn sie qualifiziert und effektiv sein soll.
Neben dem Aspekt der Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden spielt unter dem Druck der Gesundheitsreform auch der Aspekt der Wirtschaftlichkeit eine immer größere Rolle.

Aus diesen Gründen erscheint es notwendig, ein Dokumentationspapier einzusetzen, das sowohl umfassende Aufzeichnungen über den Pflegeverlauf und damit Rechtssicherheit bei Haftungsfragen bietet, als auch eine Analyse zur Wirtschaftlichkeit der Pflege ermöglicht.

Die vorliegende Pflegedokumentation ist speziell für die Versorgung chronischer Wunden entwickelt worden. Um diese Wunddokumentation einheitlich interpretierbar und übersichtlich zu gestalten, wurde in dem vorliegenden Bogen auf umfangreiche, freie Textnennungen verzichtet. Der Dokumentationsbogen teilt sich in drei Abschnitte:

1. Anamnese

Die Erhebung bei Behandlungsbeginn ermöglicht eine systematische Analyse des Patienten und der Wunde.

2. Beurteilung des Wundzustandes

Zu Beginn der Behandlung sowie nach jeder Veränderung der Wunde erfolgt die Beurteilung des Wundzustandes. Um einen lückenlosen Heilungsverlauf zu dokumentieren, sollte der Wundzustand mindestens lx pro Woche beurteilt werden. Eine durchgeführte Fotodokumentation (Wunde immer im gleichen Abstand fotografieren!) mit Angabe, wer die Bilder gemacht hat, vervollständigt die schriftliche Dokumentation.

Bitte beachten: Das Einverständnis des Patienten muß vorliegen.

3. Wundversorgung

Die auf ärztliche Anordnung einzusetzenden Wundtherapeutika, wie z.B. ACTISORB Silver 220 oder TIELLE, eine ggf. notwendige systemische lnfektionsbehandlung sowie Zusatzmaßnahmen geben den Überblick, wer wann was gemacht hat. Auf diese Art wird eine kontinuierliche, dem Heilungsverlauf angepaßte Behandlung sichergestellt.

Quelle: www.medizinfo.de
 

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