Demenz/Unruhe

Dieses Thema im Forum "Pflegeplanung, Pflegevisite und Dokumentation in der Pflege" wurde erstellt von avidan, 29.07.2014.

  1. avidan

    avidan Junior-Mitglied

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    Hallo zusammen...

    ich bin wiedermal auf eure blickwinkel und ideen gespannt,ich hoffe das ihr mir weiter helfen könnt.....

    wir haben eine patientin,Grunderkr.Demenz,befindet sich aus meiner sicht in der 2.ten phase....sie ist morgens recht unauffällig,nur nACH DEM MITTAGESSEn steigert sich die unruhe,in dem sie übern den wohnbereich ohne ziel umher läuft und nach HILFe ruft und sich versucht an PP zu klammern.wir nehmen sie auch manchmal mit ins dienstzimmer,nur die innere unruhe ist soo stark das sie nicht ruhig sitzen kann und dann wieder aufs zimmer möchte.sie äussert starke angstgefühle,kann aber nicht wirklich sagen wovor.....ich denke mal ,das das daran liegt das sie merkt das sich was im gehirn verändert.sie isz super Mobil,kann sich super mitteilen,nur wenn sie ihre phasen hat,beschuldigt sie uns PK mit der begründung das wir schuld wären an ihr verhalten.schuldgefühle,misstrauen zeigt sich dann sehr stark.....man kann sich meistens mit der validation auffangeb,aber es gibt natürlich auch momente wo es nicht der fall ist,s das sie dann verbal uns attackiert.
    die psychiatrische ambulanz hat die medikamente vorsret erhöht(risperidon)....auf bedarf hat sie melperon.ich bin kein freund von medis.

    kann es vllt daran liegen das die dame zu wenig beschäftigt wird???......unser begleitender dienst ist nicht grad ein gutes vorbild...

    habt ihr vllt irgendwelche ideen die ich anbringen könnte???????
     
  2. Susi_Sonnenschein

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    Ich hätte eine Bitte - zur besseren Lesbarkeit bitte (korrekte!) Groß- und Kleinschreibung verwenden, ein Leerzeichen nach Satzzeichen und Absätze machen, danke!
     
  3. avidan

    avidan Junior-Mitglied

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    Pardon..:S....Ich habe vor lauter Aufregung vergessen auf die Groß-Kleinschreibung zu achten,sorry.
     
  4. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Die Bedarfsmedikation hat schon ihren Sinn.
    Sie soll der Leidensdruck der Patientin verringern.
    Auch wenn Eure personelle Situation besser wäre, gibt es im
    Krankheitsverlauf immer wieder Phasen, wo die Validation ins
    Leere läuft. Du kannst diesen Prozeß nur begleiten aber nicht aufhalten.

    Sorry, Frieda
     
  5. BellaSwan2012

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    Risperdon macht als NW u.a unruhig, ich hoffe bloß die Dame hat auch Akineton drin.

    Ich bin auch kein Fan von Medis, aber grad Melneurin und andere niedrigpotente Neuroleptika sind bei älteren Pat sehr hilfreich. Meistens sind Pat so getrieben und quälen sich. Ich würde mit Bedarf probieren.

    Hat sie Akineton drin?
     
  6. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Zu welchen Ergebnissen, Optionen, Möglichkeiten zur Kompensation seid IHR denn inzwischen gekommen.
    Es ist anzunehmen, dass ihr damit nicht erst seit paar Tagen Probleme habt.
    Inklusive der Einbeziehung der gesamten Lebensbiographie der Bewohnerin. Angehörige, Mitbewohner....was Dir vorliegt/ bekannt ist.
    Validation ist Dir bekannt, wird von Dir, allen anderen Fachpflegekräften sicher angewendet?
    Die Frage ob die Dame zu wenig "beschäftigt" wird - kannst DU am besten beantworten.
    Du kennst ihren Tagesablauf.

    Du arbeitest in einem Altenheim, hast erfahrene AP als Kollegen. Gibt es da sonst niemanden der sich der Dame annehmen kann um einen anderen Umgang mit ihr, Schritt für Schritt zu erlangen?
    Welche Hilfsmöglichkeiten gibt es, außer dem vorstellen desjenigen in einer psychiatrischen Ambulanz?
    Kommt man selbst nicht weiter, holt man sich externe Hilfe um die Situation vor Ort zu verändern?

    Ob ich ein Freund von Medikamenten bin oder nicht - spielt das ernsthaft eine Hauptrolle,
    bei einem, so erscheint das, ständig völlig verzweifelten Menschen?
    Da ich kein Psychiater bin, entscheide ich auch nicht, welche Medikamente sinnvoll sind, richtig?

    Was ich immer noch nicht checke:
    Bist Du eigentlich GuKP oder gelernte Fachkraft für Altenpflege? Aus Deinem Profil geht das leider (aktuell noch immer) nicht hervor.
     
  7. avidan

    avidan Junior-Mitglied

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    Nein nein akineton bekommt sie nicht,warum auch?...akineton wird doch hauptsächlich bei parkINson erkrankten eingesetzt,was sie die Bew ja nicht hat.
    Sie hat wie gesagt die Demenz und ist grad in der Phase wo sie mitbekommt,mitkriegt das sich was im Köper verändert.Plötzlich sind die anderen Schuld an dem was sie gerade durchmacht.Also schuldgefühle,misstrauen,Hilfe Hilfe rufe sind aktuell stark ausgeprägt.Bedarfsmedikation haben wi MElperon,welche auch gut anschlägt,sie wird dadurch ruhiger,ist zwar jetzt nicht unbedingt tark sediert aber so das auch mal zur Ruhe kommen kann.Das ist ja auch Qualvoll für einen Menschen der Permament Angst äussert,aber nicht sagen kann wovor....

    Was die Beschäftigung angeht,klar hat sie die 87B abr beschäftigungen finden nicht so wirklich,vrbildlich statt........Morgens ist sie total unauffällig,sitzt am Tisch,frühstück mit andere Bewohnen,macht ihre Toilettengänge,nichts auffälliges.....nur Nach dem Mittagessen ,wenn die anderen hingelegt werden,fängt die Unruhe AN DIE NICHT AUFZUFANGEN SIND,ohne bedarfsmedikation....Deshalb wollte ich nach Alternativen fragen,ob ihr Ideen habt welche ich einsetzetn könnte....danke nochmal für die Antworten.Ahja,japp ich bin Examiniert..:-)
     
  8. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Aktineton - richtig, wird hauptsächlich bei an Parkinson erkrankten eingesetzt. Genauso wie Viagra ursprünglich nur bei....

    Beschäftigung findet durch die Betreuungskraft statt, die das 1 Jahr gelernt hat; die Unruhe fängt an wenn die anderen hingelegt werden.
    Könnte eine Kollegin/ ein Kollege mit FWB Geriatrie sich der Bewohnerin widmen, im relevanten Zeitraum?
    Dass die Situation eine Betreuungskraft überfordert - auch klar, oder?
    Fängt es schon beim Mittagessen an; möchte sie sich eigentlich nicht hinlegen; was verbindet sie mit dem hinlegen am Tag überhaupt.....
    IHR seid die Profis vor Ort, nochmals: IHR habt alle Informationen, auch DU hast Fachwissen, weißt (inzwischen, nach fast 1 Jahr dort) an wen man sich wenden kann, wo man selbst/ im Team nicht weiterkommt.
    Insofern Du examinerter Altenpfleger bist, hast grundsätzlich da mehr Fachwissen als eine GuK - deswegen die Frage, die leider nicht beantwortet wurde.
    Die Betreuungskraft - ist doch Euch examinierten Kräften unterstellt. Wenn Du mit ihr so unzufrieden bist, solltest da dranbleiben.
    Was die Betreuungskraft kann, darf und weiß und was nicht - ist Dir ja bekannt.
     
  9. avidan

    avidan Junior-Mitglied

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    Danke für die Alternativen,sehr hilfreich....

    nun ja,was verbindet sie mit dem hinlegen am mittag???in der Nacht ist es wohl so ,das sie sich nach dem Abendbrot sich hinlegt aber schon nach gut einer std.sich wieder fertig anzieht.Hinlauftendenz in der nacht ist nicht gegeben,jedoch steht sie trotzdessen mehrmals auf und schläft dann letztendlich im Sessel ein.....Mittags,habe ich es mehrmals versucht,alles was ei dann sagt ist entweder:nein ich möchte mich nicht hinlegen oder ich habe Angst,warum tut ihr mir das an??...da ist es manchmal wirklich schwer sie mit VAlidation aufzufangen.
     
  10. eiermatz

    eiermatz Senior-Mitglied

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    Hallo,
    warum muss die Bewohnerin sich denn mittags hinlegen, wenn sie das partout nicht will, sogar Angstzustände dabei bekommt. Habt ihr keine Möglichkeit mit ihr nach draußen zu gehen? Spazieren oder einmal rund um den Hof? Beschäftigen, Helfen lassen beim Tisch abräumen oder Blumen in eine Vase stellen lassen, Flur mit trockenen Mob wischen lassen.....also mir fallen da tausend Sachen ein.
     
  11. avidan

    avidan Junior-Mitglied

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    Nein nein,es ist nicht so das wir sie dazu drängen sich mittags hinzulegen.so ist das nicht......

    aber deine Ideen sind wirklich gut,sehr hilfreich :-)danke..könnte man ausprobieren
     
  12. narde2003

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    Was gibt die Biographie der Bewohnerin her? Gibt es besondere Vorlieben für die Mittagszeit?
    Wenn sie nachts am "geistern" ist, warum nicht zur Nacht die Bedarfsmedikation geben?
    Demenz und Depression liegen auch nahe zusammen - bekommt sie Antidepressiva, diese wirken auch der Angs/Panik entgegen?
    Ich meine jetzt nicht Tavor gegen die Angst, aber ggf. eine Einstellung mit Venlafaxin oder Mirtazepin kann durchaus hilfreich sein, ohne dass die Bewonerin teilnahmslos wird. Gibt es vielleicht einen Gerontopsychiater dem man die Bewohnerin vorstellen kann?
     
  13. BellaSwan2012

    BellaSwan2012 Stammgast

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    Ich hab mit Akineton nur gefragt, weil sie Risperidon bekommt, und in der Psychiatrie geben wir fast immer Risperdal und Akineton zusammen um NW von Risperdal zu mindern.
    So wie du am Anfang geschildert hast, dachte ich dass ihr Getriebensein eine Riseperdalnebenwirkung sein kann. Aber es war nur als Anregung gedacht.
     
  14. avidan

    avidan Junior-Mitglied

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    Sie bekommt als dauermedikation Risperidon......Die Biographie gibt leider nicht viel her.Das Depression auch eine rolle spielen kann,stimmt wohl,aber der bereich wurde noch nicht in betracht gezogen.Sie hängt sehr an ihren kindern,wie andere mütter natürlich auch.....kommen auch regelmäßig zu besuch.Die tochter ist auch überfordert mit der situation,die mutter erzählt dann wohl das Wir Pfleger sie nicht ernst nehmen,ihr böses tun tun...solche äusserungen folgen halt.zwischendurch äussert sie auch selbstmordgedanken.......das ist aktuell der stand der dinge
     
  15. avidan

    avidan Junior-Mitglied

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    Das Risperidon auch bewgungsdrang verursachen kann,war mir nicht wirklich bewusst.danke für den Tippp.....man könnte es selbstverständlich ansprechen und auch anregen.....danke nochmal.
     
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