Das leidige "Abdrücken"

Tröte

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Hallo liebe Foris,

wie läuft denn das bei Euch mit dem Abdrücken?

Unsere Patienten müssen jede Nadel 10 Minuten abdrücken, nie beide Nadeln gleichzeitig. Bei Patienten, die das nicht schaffen, drückt das Pflegepersonal ab. Eine "stumme Schwester" gibt's in unserem Zentrum überhaupt nicht.

Manchmal kommen Patienten von der Reha oder aus der Feriendialyse und meckern dann rum, dort hätten sie beide Nadeln gleichzeitig abdrücken dürfen, oder jede Nadel nur fünf Minuten oder gar nicht, weil es die "stumme Schwester" gab (die unsere Doctores für Teufelswerk halten :wink: ).

Wie sieht das bei Euch aus?


Liebe Grüße,

Tröte
 

Lindarina

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Also ich bin noch Azubi war aber auch 1 Woche in der Dialyse eingesetzt.
Da war es genause wie bei dir. Je Nadel 10 min. Abdrücken und wo die Patienten das nicht machen konnten hat das auch das Pflegepersonal gemacht. Leider auch meißtens zum unverständnis der Pat. das je Nadel 10 min. abgedrückt wird und nicht beide auf einmal.
 

Nutella Woman

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Spreche auch nur aus Ausbildungszeiten (2001-2004): Der Examinierte hat die Nadeln gezogen - die Schüler haben dann beide Blutungsstellen abgedrückt. Keine bestimmte Zeitvorgabe, sondern solange bis die Blutung steht. Habe damals mal 'ne Stunde einen Oberschenkel-Shunt abgedrückt :verwirrt: Danach wußte ich, welche Muskeln meine Daumen haben... Stumme Schwester gab' es nicht (kannte sie vor Deinem Beitrag auch gar nicht).

Schönen Abend noch,
Nutella Woman
 

Tröte

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Die "stumme Schwester" ist so eine Art Klemme, die dann abdrückt. Unsere Doctores mögen sie nicht, weil die ja den Druck nicht varieren kann - wir sind angehalten, fünf Minuten fest zu drücken und fünf Minuten dann immer mehr nachlassend.
So wie das bei uns im Zentrum gehandhabt wird, ist es halt wohl (angeblich) das Nonplusultra für den Shunt.

Wir haben eine Patientin, der Shunt total "kaputt" ist, da ist ein Wahnsinnsdruck drauf, die drückt teilweise drei Stunden ab. Also immer abwechselnd, eine halbe Stunde sie, eine halbe Stunde das Pflegepersonal. Die erste Punktionsstelle ist nach ca. 15 Minuten zu, die zweite öfter mal erst nach einer bis eineinviertel Stunden - oder aber halt noch länger. Sie hat aber eine Wahnsinnsangst vor der OP und lässt deswegen nix machen. Bequatschen tun wir sie jetzt schon seit über 2 Jahren deswegen. Keine Chance.

Lieben Gruß,

die Tröte
 

Strandmuschel

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Kommt es nicht auch darauf an, was für ein Shunt es ist???
Gore-Tex ist z.B. sehr empfindlich und sensibel und da muß schon sehr vorsichtig ´gedrückt´ werden.
Allerdings ist meine Dialyse-Zeit (´92-´95) auch schon etwas her.
Gruß
Conny
 

Tröte

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Goretex drücken wir von vorneherein ein viertel Stunde ab, aber nicht unbedingt "sanfter" als die "normalen" Shunts.


Grüßle,

die Tröte
 

sputti

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so, jetzt hab ich es endlich mal geschafft, mich anzumelden, ich lese eure beiträge schon seit einiger zeit interessiert mit.

kurz zu mir:
ich arbeite seit nunmehr 15 jahren in der dialyse, hab eine fachausbildung nephrologie , und das problem "abdrücken" war bei uns auch immer ein sehr leidiges thema.
wir haben viele akutpatienten, viele mit rollstuhl und viele, die auch nicht selbst abdrücken können.
deshalb ist es schwierig, wenn man mehrere pat. gleichzeitig drücken hätte sollen...:wink:

bei uns drücken übrigens die fitten pat. immer BEIDE nadeln ab, warum denn auch nicht? es ist für die pat. gar nicht einzusehen, warum sie das nicht so machen sollten, sie drücken auch min 5 minuten, dann sind wir schon froh, wenn sie das so machen.
aber nun zurück zum abdrücken:
bei uns hat es den "schrecken" verloren seit wir von Fa. Erypo sog. abdrückbänder bekommen haben, das sind verstellbare bändchen mit klettverschluss, wo ein ca. 5-mark-stück grosses, rundes plastikteil drauf ist, das druck auf den einstich bringt. damit kann man die dinger plazieren, wie es einem beliebt, weil durch das klettsystem der druck gesteuert werden kann.
also auch eine "stumme" schwester, nur kann ich sie selbst steuern.
das ist eine ziemliche erleichterung für die pflegekräfte und den patienten.
wir haben bisher nur gute erfahrungen damit gemacht und auch unsere Doc´s finden die gut.

die mähr vom verschluss der goretex durch solche bänder oder stumme schwestern, naja, das ist irgendwie schnee von gestern, würd ich mal sagen...
aber es ist sicherlich auch sache des arztes, was er im zentrum haben möchte und was er vorgibt.
wenn ihr interesse habt, dann "haut" mal euren vertreter deswegen an.
 

Bipsch

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Hallo!
arbeite seit 3 Jahren in der Dialyse. Bei uns gibt es eigentlich nur selten Problem mit dem Abrücken.
In der Regel drücken die Patienten alle selber ab. Je nachdem wie sie es selber können beide Nadel zusammen oder einzeln. Für Patienten, die nicht selber abdrücken können haben wir Hämostop- Bänder. Unsere Ärzte haben gegen diese Bänder nichts einzuwenden. Entscheiden ist aber der richtige Gebrauch mit diesen Bänder.
Bei einigen Patienten verwenden wir Pflaster, die ein blutstillendes Polster enthalten.

Lg Bipsch
 

ziege

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Moin moin

Bin neu bei euch im Forum, ist aber sehr interessant hier. Nun zum Abdrücken!! Bin selber schon 6 Jahre in der Dialyse tätig, und habe ca 18 Jahre Erfahrung in der Krankenpflege über das Abdrücken wir bei uns auch viel Diskutiert. Mobile Patienten drücken natürlich selber. Aber was spricht dagegen eine Shuntklemme (Shuntband) zu benutzen. Wenn das Band richtig eingesetzt wird nicht zu stramm nicht zu löcker habe ich doch eine gleibleibenden Druck auf meiner Punktionsstelle. Was will ich mehr. Ausnahme:
Einen Goretex Shunt immer Selber abdrücken oder abdrücken lassen!!!!
Bis neulich

Ziege
 

CH_71

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Also bei uns ist das so, das viele Patienten einfach zu faul zum drücken sind.....oder nicht mehr fähig wegen ihres hohen Alters.
Dann verwenden wir Klammern, da wir bei unserem Personalschlüssel unmöglich abdrücken können. Außnahme: frisch anpunktierte Shunts oder Gore-Tex-Shunts.

Wie gesagt, wir verwenden die Klammern, aber ich heiße das nicht gut.
Aber aus Personalmangel leider nicht anders durchführbar.
 

Maverick

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Hallo @ all!!!
Ich arbeite nun seit gut 6 Jahren in der Dialyse!! Bei uns ist es so, das die Patienten grundsätzlich selber abdrücken!!! Sollten sie es, aus welchen Gründen auch immer, mal nicht können, gibt´s auch bei uns die Bänder von Erypo!! Mit denen kann man den Druck nämlich variieren. Und dann gibt es ja auch noch die Möglichkeit, den Shunt mit dem Stethoskop abzuhören, wenn Klemme oder Band zum Einsatz kommen!! Damit kann man nämlich kontrollieren, ob noch Blut durch den Shunt fliesst, oder das Band bzw. die Klemme zu fest sitzen!!!!
Und das ich mich ´ne halbe Stunde hinsetzte, um einem Patienten die Punktionsstelle abzudrücken, dafür hab ich gar keien Zeit!!!! ( Natürlich gibt es hier seltene Ausnahmen!!) An alle die das können: Was bitte habt ihr für einen Personalschlüssel???
Und die Ausrede, dass ein Patient zu Faul ist, selber abzudrücken, die zieht ja wohl gar nicht!!!! Wo kämen wir denn da hin???? Dienstleistung hin oder her, man muß sich nicht auf der Nase rumtanzen lassen....

Nur meine Meinung.....

LG Maverick
 

Nafice

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HI @ all!

Ich bin seit 5 Jahren in der Dialyse tätig und war in mehreren Dialysen beschäftigt.
Es wurde den Patienten immer erlaubt beide Punktionsstellen abzudrücken, oder eine nach der anderen, wie sie es lieber wollten.
Auch die Verwendung der Klammer("stille Schwester") oder des Abdruckbändchens wurde nie verpönt. Es gibt halt auch Patienten die zu faul zum selberdrücken sind und sich nicht umstimmen lassen und die dürfen sich dann entweder Hilfsmittel geben lassen, oder es wird einer von uns abkommandiert zum Drücken.
Der Personalschlüssel hat hier nichts damit zu tun, denn in privaten Praxen ist nun mal der Patient König.
Zu unserem Glück sind um die Zeit wo die Punktionsstellen von uns abzudrücken sind, nicht mehr viele Patienten zum abhängen übrig, als lästig empfinde ich es dennoch.
Ich rede hier ja nicht von frischen Shunts, bei denen ich es noch einsehen würde.

Über die Dauer der Abdrückphase fange ich keine grossartigen Diskussionen :besserwisser:mehr mit den Patienten an.
Ich informiere sie wie lange man drücken sollte und was passiert, wenn nach 5 Min die Punktionsstelle zwar äusserlich zu scheint,
aber innen munter weiterblutet oder eben wieder aufgeht.
Wenn sie sich nicht daran halten wollen, weise ich sie darauf hin, dass sie es auf eigene Verantwortung tun.

Seien wir doch mal ehrlich, wir haben es schliesslich meist mit erwachsenen mündigen Menschen zu tun.

Erst wenn es nachblutet oder einblutet, werden die meisten einsichtig und drücken selbst bzw. mal 5 Min länger.

 

Maverick

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Es gibt halt auch Patienten die zu faul zum selberdrücken sind und sich nicht umstimmen lassen und die dürfen sich dann entweder Hilfsmittel geben lassen, oder es wird einer von uns abkommandiert zum Drücken.
Der Personalschlüssel hat hier nichts damit zu tun, denn in privaten Praxen ist nun mal der Patient König.


Hallo nochmal!!

Ich kann mich nur wiederholen: Faulheit ist keine Begründung!!!! Es kann ja wohl nicht sein, dass ein Patient meint, ich müßte mich Totbuckeln, damit ich es auch ja noch schaffe dem werten Herrn/der werten Dame die Punktionsstellen abzudrücken!!! Ich glaub es geht los!!! Wir sind immerhin noch hochqualifiziertes Krankenpflegepersonal, welches in einer Dialyse, also einer medizinischen Einrichtung, arbeitet, und keine Bediensteten der Patienten in ihrem Privathotel!!!! Achtung, Ironie: Wenn sie partuot keine Lust haben abzudrücken, und auch jegliche Hilfsmittel verweigern, dürfen sie gerne mit den Nadeln im Arm nach Hause!!!!! Das machen sie erstens nur einmal, und zweitens spare ich mir die Punktion beim nächsten Mal (Ironie Ende)!!!! Nein, jetzt mal im Ernst: das geht doch nicht!!! Wir sind auch eine private Praxis, und bis zu einem gewissen Grad ist der Patient natürlich König!!! Aber wie schon an anderer Stelle festgestellt handelt es sich bei unseren Patienten doch um Erwachsene mündige Menschen!! Da muß ich mir nicht wie von Kleinkindern auf der Nase rumtanzen lassen!!
Und selbstverständlich hat das etwas mit dem Personalschlüssel zu tun!! Wir haben leider einfach nicht genug Personal, das wir diese Zeit aufbringen könnten!!! Es sind nämlich auch noch andere Patienten da, die das Recht auf die gleiche Menge an Aufmerksamkeit haben!!! Wenn die Dialysestation personell so gut besetzt ist, dass das gewährleistet ist, und keiner seine Aufsichtspflicht verletzt, ist das ja super!!!
Und das hat meiner Meinung nach auch überhaupt nichts mit privat oder Krankenhaus zu tun!!!
So, das musste ich jetzt mal los werden!!! Es ärgert mich immer, wenn Patienten, die eigentlich alles selbst können, so verwöhnt werden!! Das geht erstens auf unsere Kosten und Kräfte, und es tut auch zweitens den Patienten nicht gut!! Hilfe zur Selbsthilfe hab ich noch gelernt.... Und da gehören für mich auch solche "Kleinigkeiten" wie das abdrücken dazu!!!

Und damit ich nicht falsch verstanden werde: Es geht mir nur um den Punkt "Faulheit des Patienten". Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, wo es unsere Pflicht ist, uns hinzusetzten und abzudrücken!!! Nur diese Fälle sind meiner Meinung nach sehr selten!!!

LG Maverick
 

matziqlb

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Hallo liebe Dialysemitstreiter,

ich selbst bin stellv. Stationsleitung in einem der großen Dialyseanbieter von Deutschland. Selbst wir, die doch eine Menge an Dialysezentren haben, habe überhaupt nicht die Möglichkeit die Patienten nach erfolgter HD abzudrücken. Das hat auch absolut nix mit faulheit zu tun aber ihr wißt bestimmt selber das zwischen den wechsel der Patienten und dadurch bedingt das der Personalschlüssel immer weiter gedrückt wird, fürs abdrücken keine Zeit mehr bleibt.:weissnix:
Davon ab bekommen wir bei ausscheiden eines Kollegen nur noch Pflegehilfskräfte als Ersatz und da Frage ich mich wo bleibt die Qualität bei unserer Arbeit? Das ist aber ein anderes Thema wo man sich stundenlang auslassen kann.:twisted:


 

Maverick

Newbie
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Moin!!!

Na endlich einer der mich versteht!!!!
Mir geht es auch nicht darum, das ich zu Faul bin zum Abdrücken!!!!
Ich habe schlichtweg nicht die Zeit dafür!! Das nur nochmal, damit ich nicht falsch verstanden werde!!!
 

CRRT Andi

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Moin aus Hamburg,

ich habe mit speziellen Pflastern sehr gute Erfahrungen gemacht. Diese Pflaster heißen "TIP STOP" von der FA. Gambro und haben eine Hydrogelartige Watte auf der Wundfläche. Diese Watte dehnt sich nun bei Kontakt zum Blut aus und komprimiert somit die Punktionsstelle automatisch:boozed: ... Kann ich wirklich nur empfehlen...

Lg

Andi
 

matziqlb

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Hallo Andi,

TipStop sind genial aber nur wenn der Patient das abdrücken auch beherscht. Sie nützen bei älteren dementen Patienten rein gar nix wenn das Personal dafür drücken muss.

:knabber:
 

marieluise

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Hallo,
bin "frisch" im Forum, möchte mich aber auf deine Anfrage hin melden:
Bei uns werden beide Nadeln entfernt.
Die Abdrückzeit beträgt zwischen 10 und 20 Minuten.
Bei einigen wenigen Pat.wird einzeln abgedrückt.
Wenn wir Pat. abdrücken müssen - auch beide Nadeln raus und mindestens 5 Minuten drücken.
MfG
marieluise
 

schneidi

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Hallo liebe Foris,

wie läuft denn das bei Euch mit dem Abdrücken?

Unsere Patienten müssen jede Nadel 10 Minuten abdrücken, nie beide Nadeln gleichzeitig. Bei Patienten, die das nicht schaffen, drückt das Pflegepersonal ab. Eine "stumme Schwester" gibt's in unserem Zentrum überhaupt nicht.

Manchmal kommen Patienten von der Reha oder aus der Feriendialyse und meckern dann rum, dort hätten sie beide Nadeln gleichzeitig abdrücken dürfen, oder jede Nadel nur fünf Minuten oder gar nicht, weil es die "stumme Schwester" gab (die unsere Doctores für Teufelswerk halten :wink: ).

Wie sieht das bei Euch aus?


Liebe Grüße,

Tröte
Bei uns gibt es Klemmen oder Armbänder mit Klettverschluß. Es muß alles sehr schnell gehen, denn die nächsten Patienten warten schon- leider! Ich mache es so- bei den Pat. wo ich weiß, es gibt Probleme drücke ich selber ein paar Minuten ab, lege dann die stumme Schwester an oder im extrem Fall drücke ich weiter und halte den Arm dabei auf meine Schulter- damit der Rückfluss etwas angehalten wird und bis jetzt hat das immer gut funktioniert! Meine Kolleginnen bewundern diese Taktick, aber ich bin mir sicher und habe auch das auch sehr oft ausgetest und hatte den Erfolg damit.
 

DiaMaus

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Hallo,
bei uns drücken fitte Patienten selbst ab, so wie sie es selbst möchten. Eine Nadel oder beide, der fähigkeit entsprechend. Die Abdrückzeit variert von PAtient zu Patient.

In der Krankenhaus Dialyse in der ich im Wechsel arbeite kämeohne stumme Schwestern Klammern, wie Bänder nicht aus. Da häufig viele zu viele PAtienten auf viel zu wenig Schwestern treffen.

Shunts die zum ersten MAl punktiert werden ( die ersten Male) werden bei uns immer per Hand einer Schwester 1/2h abgedrückt. Wegen der Einblutungsgefahr!!!

"Neue" Shunts werden bei uns niemals mit Bändern oder Klammern abgedrückt. Genauso PAtienten die zu häufigen Shunt verschlüssen neigen.

Aber ansonsten sind Klammern und Bänder, richtig benutzt, eine grosse Hilfe!
 

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