Darf man als Krankenschwester einen Nebenjob auf 400 Euro Basis annehmen?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von vulpecula, 11.03.2011.

  1. vulpecula

    vulpecula Gast

    Hi ihr Lieben,

    ich arbeite Vollzeit als KS, nur leider leider reicht mir das Gehalt vorne und hinten nicht!
    Jetzt habe ich mir überlegt einen Nebentätigkeit (am besten auf 400 Euro Basis) zu beginnen. Nur leider finde ich keine Infos, ob das erlaubt ist!
    Hat jemand mit Nebenjobs während Vollzeitbeschäftigung Erfahrungen? Oder könnt ihr mir etwas empfehlen?

    Grüß euch und danke im voraus!

    - vulpecula
     
  2. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Du darfst selbstverständlich einen Nebenjob haben. Du mußt ihn Dir nur genehmigen lassen.
    Meistens ist das eine reine Formsache.
     
  3. renje

    renje Poweruser

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  4. flexi

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    Benutze bitte auch mal die Stichwortsuche (blaue Leiste oben, unter "Suche") mit "Nebentätigkeit"
     
  5. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Aber die zulässig Höchstarbeitszeit (Arbeitszeitgesetz) von insgesamt 48 Stunden pro Woche darf durch die Nebentätigkeit nicht überschritten werden.
    Genaueres findest Du hier (Stichwort "Wann ist eine Nebentätigkeit wegen Überschreitung von Arbeitszeitgrenzen unzulässig?")
    Handbuch Arbeitsrecht: Nebentätigkeit
     
  6. vulpecula

    vulpecula Gast

    Ok, lieben Dank!
    Das mit dem Übernehmen ist schon so 'ne Sache. Ich meine, ich bin natürlich mit den 100% gut ausgelastet.
    Aber ich weiss keine andere Möglichkeit als einen Nebenjob um etwas mehr Geld zu verdienen.
    Wie macht ihr das? Kommt ihr mit dem Gehalt als KS klar???
     
  7. Hey :-)

    Ich bin mittlerweile komplett selbständig. Hab aber damals auch neben meiner 100% Stelle angefangen nebenbei zu arbeiten. Mittlerweile bin ich komplett selbständig... Kann Dir das finanziell nur sehr empfehlen...

    LG, Julie:flowerpower:
     
  8. vulpecula

    vulpecula Gast

    Hi Julie,

    inwiefern selbständig?
    Hast Du einen ambulanten Pflegedienst?

    Machst mich neugierig! :-)

    LG
    vulpecula
     
  9. Vulpecula du kannst deinen Job auch freiberuflich machen.

    Scheint zur Zeit zu boomen, hat ja auch seine Vorzüge, wenn du allerdings chronisch krank bist und längere Ausfallzeiten zu erwarten sind, würd ich es dir nicht empfehlen.

    Sonst - schau mal über die Suche nach Freiberuflich pflegen :-)
     
  10. :-)

    Nein,... ich habe keinen eigenen Pflegedienst, sonder arbeite über eine Agentur als selbst. OP-Schwester in verschiedenen Einrichtungen.

    ;)

    Neugierde befriedigt? ;) Oder hab ich jetzt erst recht den Fragenkatalog angeregt? :D
     
  11. vulpecula

    vulpecula Gast

    @Julie:
    Eher einen Fragekatalog angeregt?
    Aber ich google da mal drüber. Ich hätte halt Angst, wenn ich mal nicht vermittelt werd, dass ich dann einen Monat ohne Geld bin.
    Oder kommt das nicht vor? In wie weit ist man denn bei so einer Agentur sicher???

    Ich danke im voraus und wünsche ein schönes WE! :-)
     
  12. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Ich kenne viele Mitrabeiter, die neben dem Dienst zb. noch in einem ambulanten Pflegedienst arbeiten und auch im Pflegedienst meines Sohnes sind solche Mitarbeiter eingesetzt.
    Diese geben ihre Zeiten in denen sie eingesetzt werden können zunächst an, danach wird dann der Einsatz und Dienstplan geschrieben.
    Probleme gibt es wenn die Mitarbeiter auf der Vollzeitarbeitsstelle einspringen sollen, oder wenn Dienst verschoben werden müssen und das muß sehr sensibel geplant werden, weil es nicht so sein kann, daß die festangestellten Mitarbeiter sich als Lückenbüßer fühlen.

    Eine unserer Teilzeitkräfte hat ebenfalls einen 2. Job in einem ambulanten Pflegedienst, das ergibt mehr Probleme, weil beide Dienstpläne nach dem Freizeitverhalten des Ehemannes geschrieben werden sollen.

    Ich selbst bin zb. noch selbstständig,( aber nicht als Krankenschwester), und habe noch eine andere genehmigte Beschäftigung, die ich aus purem Spaß an der Aufgabe übernommen habe, die aber bezahlt wird.
    Mit der Selbstständigkeit wird man sofort Einkommensteuerpflichtig, die Einkommensteuererklärung kann dann zb. nicht mehr von einem Lohnsteuerhilfeverein angefertigt werden.
    Die Beschäftigung müssen den Krankenkassen gemeldet werden.
    Die selbstständige Arbeit wird der IHK gemeldet, bei der man unter Umständen beitragspfichtig wird.

    Für eine Selbstständigkeit lohnen sich aber zb. die Existenzgründerseminare die die IHK anbietet.
    Der Minijob nebenbei ist einfacher zu handhaben, als die Selbstständigkeit.
    Die Tätigkeiten müssen dem Arbeitgeber gemeldet werden und man erhält ein Schriftstück über deren Genehmigung.

    Eine zeitlang war es so, daß zwischendurch keine Genehmigungspflicht mehr galt. Das hat sich aber vor ca 3 Jahren wieder geändert, und die
    Genehmigung des Arbeitgebers ist wieder Pflicht.
    Die Organisation klappte bei mir weil ich Termine absprechen konnte bisher immer gut.
    Ich merke aber, daß es etwas viel wird, nachdem die Pflege meiner Mutter hinzugekommen ist. ( auch mit Pflegedienst ist das zeitlich
    äußerst eng.)

    Liebe Grüße Fearn
     
  13. Dass ein Freiberufler in einem amb. PD auch nicht immer das höchste Ansehen in den Kollegenkreisen genießt, musst du evt. auch mit einberechnen.

    Bei uns ist es so - die 400 EuroKräfte und die Freiberufler schicken ihren Wunschplan vor, der so wie gewünscht eingetragen wird - die Festangestellten werden drumrum geplant, was oft zu Ärgernis führt und damit die Wut gegenüber den Freiberuflern schürt (die/Pflegekraft oft immerhin bis zu 20-25 Dienste im Monat machen)

    Sowas lässt sich tw. umgehen - Festangestellte müssten evt. auch ein wenig sensibilisiert werden - dahingehend, dass Freiberufler und 400-Euro-Kräfte sie unterstützen. Man kann Dinge immer von mehreren Seiten betrachten :besserwisser:
     
  14. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Krankenschwester /PA
    Ich denke, daß die Grenze zwischen Freiberuflern und Scheinselbstständigkeiten auch recht fließend sein könnten.
    Dh. als Selbstständiger trägst Du deine Sozialversicherungen, das Risiko bei Krankheit selbst und mußt Dir den Urlaub selbst zuteilen, falls das finanziell so gut läuft, daß Du dir Urlaub erlauben kannst.
    "Selbstständig kann bedeuten: SELBST und STÄNDIG."
    Lg Fearn
     
  15. FrauSchwester

    FrauSchwester Junior-Mitglied

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    Ich arbeite nur TZ ambulant und würde gerne auf 400 Euro-Basis einen Nebenjob annehmen. Das Ganze ist aber etwas sensibel, würde ich sagen, denn mich hat ein anderer ambulanter PD gefragt. Ich würde da pers. nie fest anfangen wollen, aber 400 Euro wäre o.k. Ich müsste meinem AG also anzeigen, dass ich einen Nebenjob habe, grundsätzlich aber nicht was und wo, richtig?
     
  16. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Dein Arbeitgeber kann eine Nebentätigkeit ablehnen, wenn Du bei einem Konkurenzunternehmen arbeiten möchtest, was bei Dir ja der Fall wäre.

     
  17. renje

    renje Poweruser

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    Angestellt
    Sr.S.

    Woraus leitest du das denn ab?
    Ich kann darüber nix finden.

    Es wird auf den Wettbewerb abgestellt und dieser ist nicht imaginär, sondern müsste tatsächlich bestehen.

    Also - weil ich auf 400€ bei einem anderen AG arbeite, geht meinem AG tatsächlich dieser Auftrag verloren.

    Ist genügend da für alle, gibts kein Wettbewerb.
     
  18. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    @vulpecula
    Als Dein AG, mit Deinem Antrag auf Nebentätigkeit bei Vollzeit bei mir auf dem Tisch, hätt ich meine hochgradigsten Bedenken, dass Du Deine Freizeit (Erholungszeit) mit Arbeiten verbringst, vielleicht auch einen Teil des gesetzlichen Urlaubs (da dürftest sowieso keinen NJ tätigen) noch dazu?
    Deswegen würd ich's ablehnen.
    Aber ich bin nicht Dein AG und ich hab's auch nicht zu entscheiden, bzw. zu verantworten.
    Warum fragst nicht mal bei Euch nach?
    Dazu müsstest Du aber konkret Angaben machen können.
    Was man immer machen kann, vulpecula, aufgrund Deiner Angabe, s.Zitat - Haushaltsplan führen, Ausgaben überdenken (brauch ich das - oder will ich das), Spontankäufe reduzieren, Kredite vermeiden, Konto nicht überziehen, eigenes Limit auf Grundlage des Einkommes festlegen, Sparpläne......
    Es ist nicht einfach - Grenzen zu erleben, was man sich am besten NICHT leisten sollte, aber es nützt nix, man muss sich - je früher desto besser - damit auseinandersetzen, obwohl der Bankautomat fast ständig Geld ausspuckt. Die Banken leben davon seeeehr gut.
     
  19. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Also in dem Link von Sr.S. hab ich das gefunden:
    Nicht nur der Wettbewerb zählt, es reicht eine Interessenkollision, so steht's da jedenfalls.
     
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