Citalopram/Cipralex

Dieses Thema im Forum "Pharmakologie" wurde erstellt von geschi, 03.09.2011.

  1. geschi

    geschi Newbie

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    hallo ihr lieben!

    ich habe gestern auf der inneren einen aushang entdeckt der mich ein bisschen stutzig gemacht hat!
    es geht dabei um citalopram und cipralex
    citalopram soll nicht mehr bestellt werden weil es zu teuer ist und dafür soll cipralex in der hälfte der vorherigen citalopram dosierung gegeben werden.
    ich dachte immer das die beiden medikamente sich zwar im wirkstoff ähnlich sind aber nicht das gleiche zumal die maximale tagesdosis bei citalopram 60 mg ist und bei cipralex 20 mg.

    ist ja auch nicht die station wo ich arbeite aber da ich selber citalopram nehme denke ich da schon drüber nach. sollte man das ansprechen?
     
  2. Markus23KP

    Markus23KP Stammgast

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    Bei uns auf Viszeralchirurgie ist Citalopram auch von der Apothekenliste "Standart-Medikamente" gestrichen worden (vor ca 3 monaten) und auch wir wurden auf Umstieg "Halbe Dosis Cipralex" getrimmt...!
     
  3. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Stimmt, aber solange der anordnende Arzt das im Hinterkopf hat, ist das ja handlebar.

    Bei uns ist beides noch drin.

    (Habe aber pers auch noch ne mehr als 40mg Cipramil und mehr als 20mg Cipralex erlebt...)
     
  4. Nomis

    Nomis Stammgast

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    Im Prinzip ist es derselbe Wirkstoff. Der Wirkstoff des Cipralex (Escitralopram) hat nur wesentlich weniger Nebenwirkungen.
    Ähnlich wie Ketamin und Esketamin.
    Soll heißen: Sie können problemlos gegeneinander ausgetauscht werden.
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich bin entsetzt wie leichtfertig hier mit "fachfremder" Medikation umgegangen wird. Was sagt der Internist eigentlich, wenn der Psychiater mal so nebenbei die Medis an sein Budget anpasst?
    Ketzerische Frage: warum geben wir verschiedene Antikoagulantien? Da würde doch auch das billigste für alle reichen. *grmpf*


    Cipramil
    100 tbl. á 20mg = 180,84

    Cipralex
    100 Tbl á 10 mg = 173,07

    Wir reden hier also von einem Unterschied von sage und schreibe 0,0714 € pro Tablette, wenn wir der Idee des Internisten folgen.

    Dem Pat. sollte in jedem Falle mitgeteilt werden, dass man sein Medikament net vorhalten kann/will und er ggf. auf seine eigenen Medis zurückgreifen muss.

    Man darf gespannt sein, was als nächste Sparmaßnahme kommt.

    Elisabeth
     
  6. Galilahi

    Galilahi Junior-Mitglied

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    huhu ihr lieben,

    ich hab mal eine generelle frage zu ANTIDEPRESSIVA, und hoffe, dass ich niemanden damit angreife oder verletzte. die frage basiert auf neugier, sowie meiner wissenserweiterung......

    Also:

    muss man / sollte man dem arbeitgeber (krankenhaus) oder dem betriebsarzt sagen, dass man ein antidepressiva täglich nimmt?

    wäre es zum nachteil wenn man es erzählt, weil man dann vlt. abgestempelt wird?
    :wut:

    viele menschen sind so, dass man oft falsch beurteilt wird.....leider !!!

    freu mich auf meinungen und antworten....!!!
     
  7. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Und der rechtsdrehende Anteil verläßt den Körper ohne, dass er irgendwo eine Wirkung hinterlässt? Das wäre das erste Medikament, bei dem mir dies unterkommt.

    Elisabeth
     
  9. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    Man vermutet aber das gerade dieser Teil für mehr unerwünschte Nebenwirkungen verantwortlich ist. (Dies ist übrigens nicht nur bei diesem Wirkstoff der Fall)
    Finde es nicht verwerflich gerade diese weitesgehend ausschalten zu wollen.
    Ein Pharmazeut ist aber hier wohl der bessere Ansprechpartner.
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das dürfte beim primären Einsatz von Bedeutung sein.

    Welche Position im Stoffwechsel nimmt die rechtsdrehende Komponente ein, wenn der Pat. das Medikament bereits länger nimmt und keine Nebenwirkungen wahrnimmt?

    Elisabeth
     
  11. Blümchen1985

    Blümchen1985 Poweruser

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    Warum sollte man das erzählen müssen? Das ist doch meine Privatsache, welche Medikamente ich nehme.
    Solange du dadurch nicht in deiner Arbeit eingeschränkt bist, kann das dem Arbeitgeber wurscht sein.
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich denke, der Betriebsarzt, der nach der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten fragt, hat ein Recht auf eine ehrliche Antwort. Der Arbeitgeber selbst wird die Frage nicht stellen, das darf er gar nicht.

    Medikamente, vor allem Antidepressiva, können sich auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Sie können beispielsweise das Reaktionsvermögen verlangsamen. Wenn Du durch das Verschweigen patientengefährdend handelst, ist dies fahrlässig. In dem Fall sind die arbeitsrechtlichen Konsequenzen noch das geringste Problem; fahrlässiges Handeln ist nämlich eine Straftat.
     
  13. Butterfliege87

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    ICh dachte immer Cipramil und Cipralex sind unterschiedliche Medikamente, bzw Wirkstoffe, muss aber auch gestehen, dass ich mich nie wirklich damit befasst habe.
    Bei uns in der Klinik wurde Cipramil jetzt auch auf Citalopram ausgetauscht wegen den Kosten, Cipralex wird bei uns nur selten verwendet...
     
  14. bogge

    bogge Newbie

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    Guten Tag,

    zu diesem Thema habe ich gestern ausführlich recherchiert und meine Fundstücke in einem Blog zusammengetragen.

    citalopram-cipralex.blogspot.com

    Für Alle, die sich informieren wollen oder selbst betroffen sind.
     
  15. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Verkehrt rum ;)

    Hier sollte aufgrund des Preises von Ciparmil auf Cipralex umgestellt werden. Bei dir von Cipralex auf Cipramil - aufgrund des Preises ^^
     
  16. bogge

    bogge Newbie

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    Andersrum

    Für Cipralex wird seit 1.7.11 der Festbetrag auf das Niveau der Citalopram Generika gesenkt.

    Citalopram kostet die Zuzahlung
    Cipralex kostet Zuzahlung + Mehrkosten über Festbetrag

    Cipralex benötigt die Halbe Dosierung von Citalopram
    Eine Kostenersparnis ergibt sich dadurch aber nicht
    Darum dreht sich ja die gesamte Thematik
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Mich würd ja mal interessieren wie die Pat. das finden. Bemerken sie die Umstellung? Treten erneut die ihnen bekannten Nebenwirkungen auf? Ganz frie von jeglichen Nebenwirkungen ist Cipralex ja nun auch net.

    Elisabeth
     
  18. bogge

    bogge Newbie

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  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wenn ich es jetzt richtig verstehe, dann bekommt der Pat. im KH Cipralex. Zuhause nimmt er dann weiter seine Citalopram weil billiger. Da dürfte jeder Betroffene sich freuen ob der Nebenwirkungen durch das Hin und Her.

    Wer noch nie um ein Medikament kämpfen musste wird kaum erahnen können, wie es so manchem Betroffenen dabei geht.

    Warum bittet man net betroffene Pat. ihre eigenen Medis mitzubringen. Rehaeinrichtungen fühlen sich in der Regel auch nur zuständig für die Medis, die in dem Fachbereich gebraucht werden. Für den Rest muss der Pat. selber aufkommen- sprich: er muss ausreichend Vorrat mitbringen.

    Elisabeth
     
  20. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Weil der Behandlungsvertrag die Medikamente mit einschliesst. Allerdings darf das Krankenhaus auch Generics geben.

    Auch Rehaeinrichtungen müssen die Medikamente stellen, zumindest in Bayern.
     

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