Chromosomen vs. DNA?

Dieses Thema im Forum "Pflege bei onkologischen und hämatologischen Erkrankungen" wurde erstellt von Robin, 22.11.2008.

  1. Robin

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    Grüß euch vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.

    Ich lernen im Moment für eine Klausur im Bereich Onkologie und habe auch soweit alles klar wie Zytostatika wirken. Dafür musste ich mir erstmal soweit den Zellzyklus mit der Kernteilung und Zellteilung klar machen (sprich Mitose [mit Pro- bis Thelophase] und Interphase [mit G1- bis G2- Phase]).

    Ich stelle mir nur gerade die folgende Frage:

    Mensch hat einen diploiden Chromosomensatz n2
    (n = 22 + 2x o. x u. y- Chromosom = 46 Chromosomen [(22+2)x2])

    Chromosomen sind nur nach der Verdichtung des Chromatins in der Mitose (Prophase) sichtbar.

    Die rede ist meistens nur von einem DNA- Doppelhelixstrang im Zellkern.

    Die Frage ist jetzt: Hat man einen DNA- Doppelhelixstrang im Zellkern oder hat man 46 (44 autosomale u. 2 gonosomale) DNA- Doppelhelixstränge die innerhalb der Prophase dann als Chromosomen sichtbar werden. Bzw. wenn dem nicht der Fall ist, woher weiß die DNA nach der Thelophase wie die Chromosomen in Reihe zu schalten sind zum "einen DNA- Doppelhelixstrang"?


    Außerdem habe ich gelernt das Zytostasen nur in der Mitose zwischen Anaphase und Thelophase wirken.

    Wirkmechanismen sind jedoch auch als:
    - Alkylierende Substanzen (sprich Polymeraseblocker) > Die Replikation findet ja meines Wissens in der Interphase statt oder nicht?
    - Antimethboliden (Purin / Pyrimidin) > "Basen die als falsche Basen in den Nukleotiden die DNA- Replikation verhindern" (das was in Anführungszeichen steht hab ich mir selbst erschlossen, vlt. weiß jemand mehr) Mein Lehrer hat das so formuliert: "Verhindern durch falsche Bausteine (Base) den Zellaufbau" ... Ich glaub ich hab da nen Dreher

    Frage hier: Hab ich bei den beiden Wirkmechanismen was falsch verstanden, oder wirken Zytostasen auch in der Interphase?

    Naja und wenn einer wissen will ob ich das überhaupt für die Klausur wissen muss. Antwort: Nein, aber es interessiert mich.
     
  2. hartwig

    hartwig Stammgast

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    Moin, moin!

    Das stimmt so nicht. Du kannst zwar allgemein sagen, dass Zytostatika in den Zellstoffwechsel eingreifen, aber es hängt eben von der Wirkstoffgruppe ab, wo sie genau eingreifen. So gibt es beispielsweise Präparate, die die DNA - Transkription behindern, also schon vor der Replikation einsetzen ( z.B. Dactinomycin), dann gibt es die sogenanten Spindelgifte, die die Bildung des Spindelapperats verhindern. Es kommt also immer darauf an.
    Die von Dir erwähnten Alkylanzien reagieren meines Wissen phasenunabhängig, da die DNA -Bausteine zu jedem beliebigen Zeitpunkt der Mitose alkylisiert werden können.
    Dafür lege ich meine Hand ab nicht ins Feuer, sicherlich weiss das jemand mit einer Onkologieweiterbildung besser...
    Ansonsten einfach mal den Onkologen Deines Vertauens fragen!:-)

    gruss Hartwig
     
  3. Robin

    Robin Junior-Mitglied

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    Das metabolische Prozesse in Form der Proteinbiosynthese (Transkription u. Translation) ablaufen ist mir bekannt. Da wären wir soweit bei meinem Problem:

    Proteinbiosynthese = Interphase = Aussage des Lehrers falsch:

    Gut das du es sagst (nach diesem Denkanstoß [danke] bin ich erst auf die Idee gekommen in ein Buch [was ich mir ja nicht umsonst gekauft habe] zu gucken):

    Damit hatte mein Lehrer unrecht (da man auch sagen kann Zytostasen wirken außerhalb der Mitose).
     

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