Charité oder kleines Krankenhaus?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von MyNameIsLife, 29.04.2008.

  1. MyNameIsLife

    MyNameIsLife Newbie

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    Hey,

    Vorab, konnte über die Suche leider nur sehr wenige Erfahrungsberichte über die Ausbildung an der Charite finden.. (wenn ich einfach nur zu unfähig sein sollte, die suche zu benutzen^^ weist mich einfach freundlich drauf hin *g)

    Alsooo..
    nun zu meiner Frage..
    Ich stehe nun vor der für mich weltbewegenden Wahl.
    Ich wohne momentan bei meiner Mum in Gera (für die, dies nicht kennen, im schönen Osten von Thüringen) und bin sowohl hier in Gera für eine Ausbildung zum Krankenpfleger angenommen als auch in der Charite Campus Mitte.

    Nun kann sich ja jeder vorstellen, dass so ein Umzug viel stress und finanzielle Belastungen mitsich bringt.

    Daher würde mich interessieren. Ist davon auszugehen, dass die Ausbildung an einem weltberühmten Krankenhaus qualitativ hochwertiger ist als an einem (sry) Wald und Wiesenkrankenhaus (man hört leider nicht viel positives über das Waldklinikum hier [die wenigsten werdens wohl kennen.. daher diese Anmerkung]).

    Man muss dazu sagen, ich bin jetzt 20 und hab bis ich 12 war in Berlin gelebt.. Daher zieht es mich zurück.
    Also sollte meine Entscheidung feststehen, aber wenn es nun so ist, dass Krankenpflegeausbildung = Krankenpflegeausbildung ist, egal an welchem KH man sie macht, dann wäre ein Umzug ja schon zu überdenken?!
    Alsoo :D wer hat Erfahrungen an der Charite? Wie ist es dort? Oder wer hat evtl. auch Erfahrungen mit dem Waldklinikum??
    Sorry, ist ein etwas länger Text geworden *g

    Danke Schonmal :-)

    Flo
     
  2. VansQueen

    VansQueen Stammgast

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    Hey, eigentlich kann ich deine Entscheidung schon aus dem Text herauslesen (ich interpretiere jetzt mal)!!! Du hast dich eigentlich schon innerlich für die Charité entschieden oder? Dann mach es auch! Mehr Leute in deinem Alter kennenlernen, mehr Campuspartys, viele Fachbereiche sehen usw. Und ein Abschluss an der Charité macht sich im Lebenslauf schon auch gut! Außer dir würde das alles egal sein! Ein Vorteil hat das kleine KH schon, da wärst du nicht einer von was weiß ich wieviel Hunderte Auszubildende, sondern einer von (ich gehe von meinem WaldundWiesen-KH aus) vielleicht 60.
    Tipp: wenn du dich trotzdem nicht entscheiden kannst, mach ne Pro/Contra Liste!
     
  3. MyNameIsLife

    MyNameIsLife Newbie

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    :-)

    Danke dir.. Ja, im Prinzip hab ich mich innerlich entschieden, ich weiß nur nicht, ob die Entscheidung die Richtige ist (aber das wird man wahrscheinlich nie wissen)
    Pro und Contraliste ist ne gute Idee.. nur wird die Wertung der einzelnen Pros und Contras sicher schwer^^

    Frage nebenbei..
    Hat jemand, natürlich ist das von Beziehung zu Beziehung unterschiedlich, Erfahrungen ob und wie lange Beziehungen halten, wenn man sicht nicht mehr jede Woche sehen kann? (das wäre bei mir dann nämlich erschwerend noch der Falls =/)
     
  4. Maddinho

    Maddinho Senior-Mitglied

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    hoi flo...

    das ist schwierig zu sagen, denn eine jede Beziehung ist verschieden.
    Ich z.b. wüsste, dass ich mit meiner Freundin über einen gewissen Zeitraum eine Fernbeziehung führen könnte, wenn es denn sein müsste. Das Vertrauen hierfür ist beiderseits vorhanden.

    Du musst bedenken: Wenn du der Charité zu- und dem Waldklinikum absagst, bist du inoffiziell schon eine Fernbeziehung eingegangen. Sprich mit deiner Freundin darüber. Prinzipiell kann ich dir aber auch nichts anderes raten, als dass Du dich auf dein Bauchgefühl verlassen musst =)

    Und wenn dir das sagt: Ja, ich geh weg aus Gera und somit auch weg von der Freundin (vielleicht nur für eine gewisse Zeit), dann ist das eben so.

    Nur so eine kleine anmerkung, mit der ich dich nicht verunsichern möchte:
    Ich stand vor einer ähnlichen Entscheidung und hab mich für das kleinere KH entschieden, aber auch bloß weil ich jemanden kenne, der dort schon lernt und mir entsprechend berichten konnte. das große Uni-Klinikum hingegen hat viele unzufriedene Schüler, da sie in der Masse untergehen. Diese Problem würde sich an einem kleineren KH nicht so sehr gestalten. Da is es schon eher möglich, auf den Einzelnen einzugehen...

    Wie gesagt:
    * Pro und Contra gut abwägen
    * Mit der Freundin sprechen
    * ne Nacht drüber schlafen
    * möglichst schnell entscheiden, da du jemanden durch zu langes warten den ausbildungsplatz blockierst, den der-/diejenige sich so sehr wünscht wie du ;)
     
  5. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    Hallo!:nurse:

    Also bei mir war es so, dass ich in einem kleinen KH die Ausbildung gemacht habe und jetzt in einem Uniklinikum arbeite.

    In der Uniklinik gibt es viele spezielle Fachbereiche und mit Sicherheit macht es sich im Lebenslauf gut, Erfahrungen in spezialisierten Bereichen vorweisen zu können - wenn man denn mal was ganz spezielles werden will (Fachkrankenschwester/pfleger für Was-weiss-ich).
    Allerdings beschränkt sich dadurch die Erfahrung dann auch auf den Fachbereich "Gastroenterologie", "Pulmonologie" oder "Kardiologie", während Du in dem kleinen Wald-und-Wiesen KH in der "Inneren" alles auf einer Station hast; also Gastroenerologie, Pulmonologie, Kardiologie, Neurologie, Endokrinologie, Venerologie etc...

    Gut, in der Uni wird Lehre und Forschung betrieben und man kann sich als hochqualifiziert ausweisen in dem speziellen Fachbereich.

    Andererseits kann es Dir passieren, dass Du nie einen typischen Pat. mit globaler Herzinsuffizienz, peripherer Venenkrankheit oder einzustellendem Diabetes Typ 2 betreust und nie einen Status Asthmatikus oder einen frischen Apoplex siehst...

    Ich persönlich habe es nicht bereut in dem kleinen KH die Ausbildung gemacht und die ersten 2 Jahre als exam. Krankenschwester dort verbracht zu haben.
    Ich hab´ da Dinge gesehen und gelernt, die ich in der Uni warscheinlich nie wieder sehen werde...und mit denen die Kollegen, die in der Uni die Ausbildung gemacht haben, noch nie etwas zu tun hatten - einfach weil es für eine Uni und ihre Fachbereiche zu unspektakulär und unspezifisch ist.:-)

    Mach das, was Dein Gefühl Dir sagt.
    Viele Grüsse, Susanne
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich für meinen Teil halte eine Ausbildung einer Uniklinik (bzw. Klinik für Maximalversorgung) für eine sehr gute Sache. Ich bin meiner Ausbildung (Uni Heidelberg) im Nachhinein sehr dankbar. Du siehst Krankheitsbilder, die es in kleinen Krankenhäusern so einfach nicht gibt. Das Klientel, dass ich als Erstjahresschülerin auf der Kardiologie - Allgemeinstation betreute, liegt in der Provinz auf Intensiv. Die Lernmöglichkeit an größeren Kliniken sind enorm. Kommt natürlich immer darauf an, was Du selbst daraus machst.
     
  7. Anne9888

    Anne9888 Stammgast

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    Genau aus diesen Gründen habe ich muss auch dazu entschlossen meine Ausbildung in einer großen Klinik anzufangen (St. Georg, Leipzig). Diese vielen Fachbereiche und speziellen Fälle reizen mich schon sehr. Und wie viel Schwerbrandverletztenzentren gibt es schon in Dtl.? Ich hatte auch zwei Zusagen von kleinen Krankenhäusern. In einem davon mache ich grade ein FSJ und die Praxisanleiterin dort und auch die Schwestern auf meiner Station sind schon traurig, dass ich weggehe, aber ich bin überzeugt davon, dass es der richtige Weg ist und dass ich wenn ich Augen und Ohren offen halte und viel Interesse und Einsatzbereitschaft zeige, dort sehr viel mehr aus der Ausbildung mitnehmen kann als hier in der Provinz. :-)
     
  8. MyNameIsLife

    MyNameIsLife Newbie

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    Ich hab für mich in mittlerweile auch beschlossen, an die Charite zu gehen..
    Umzug hin oder her, Berlin ist Berlin und die Klassen an der Charite haben auch nur so um die 25 Leute und nur eine Klasse pro Semester, also nicht unüberschaubar viel.
    Bin seit 2 Jahren mit meinem Schatz zusammen.. irgendwie wirds die Beziehung schon aushalten. Und 2,5 Stunden Zugfahren sind sooo unendlich viel ja auch nicht.
    Danke euch für die vielen Antworten :-)

    Flo
     
  9. bussi-jaz

    bussi-jaz Stammgast

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    hey du, fall die entscheidung nicht so hals über kopf. ich habe über 3 jahre eine fernbeziehung geführt, über 350 km entfernung und wir konnten uns auch nicht jedes we sehen (das werdet ihr auch nicht wegen we-dienst ).anschließen bin ich dann zu ihm gezogen, weil ich echt kein nerv mehr hatte.... nun sind wir insgesamt seit fast 7 jahren glücklich zusammen:-) soviel zum thema beziehung.
    nun zum krankenhaus.
    ich selber habe in einem ganz kleinen haus gelernt und fand es klasse. du siehst nicht so spezielle sachen wie in einer uniklinik oder so, aber 1. du bist jemand, man kennt dich, 2. du kannst noch auf die patienten eingehen und 3. lernst du die krankheitsbilder besser, da im charite einfach viel mehr seltenes oder krasseres kommt. von der schulischen ausbildung kann ich mir keinen unterschied vorstellen. du musst wissen ob es dir wichtig ist dich selber in der ausbildung gut in pflerischen tätigkeiten entwickeln zu können oder ob du lieber viel sehen willst. wo ist dein interessenschwerpunkt pflege oder medizin.
     
  10. Anne9888

    Anne9888 Stammgast

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    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Ort:
    Leipzig
    Akt. Einsatzbereich:
    kardiochirurgische ITS
    @MyNameisLife: Richtig, dass du in Sachen Beruf an dich denkst. Werd im September auch von meinem Schatz wegziehn, zwar nur so ne Stunde Autofahrt, aber bisher sehen wir uns halt fast jeden Tag. :-) Aber ich denke einfach es gibt einem ja keiner die Garantie, dass die Beziehung ewig hält und deswegen darf man wenn es um die eigene Zukunft geht auch mal ein bisschen egoistisch sein. Wirst deinen Weg schon gehn! :nurse:
     
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