Changemanagement, wie habt Ihr es gemacht?

Dieses Thema im Forum "Fachweiterbildung für Leitungsaufgaben in der Pflege" wurde erstellt von Werner Rathgeber, 14.01.2008.

  1. Werner Rathgeber

    Werner Rathgeber Stammgast

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    Fachkrankenpfleger A+I, Rettungsassistent, Praxisanleiter DKG
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    Neubiberg
    Akt. Einsatzbereich:
    Fachkrankenpfleger für Nephrologie (DKG)
    Funktion:
    50% Praxisanleiter, 50% Dialyse
    Hallo @ all!

    Wie seid Ihr mit den Problemen des Changemanagementes umgegangen? Wie sind Eure Positiven und auch negativen Erfahrungen?

    Ich arbeite in der Zentralen Notaufnahme eines Krankenhauses der maximalen Versorgungsstufe.

    Seit einigen Jahren sind der Interne und der Chirugische Part offiziell zusammengelegt.

    Doch gibt es immer noch KolleggInnen, die sich als "innere" bzw. "chirugische" Pflegekraft sehen und oftmals nicht
    begeistert sind, auf der jeweils "anderen" Seite zu arbeiten.

    Oder Stationen werden interdisziplinär.
    Oder aus Bettenpolitischen Gründen werden aus zwei Stationen eine gemacht.

    Wie händelt Ihr die Probleme, die dabei auftreten?

    Bin sehr gespannt auf Eure Antworten!

    Viele liebe Grüße

    Werner
     
  2. Maurits

    Maurits Junior-Mitglied

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    stell. SL und Student 7.Sem HFH Pflegemanagement
    Hi,
    in unserem Haus geht es auch munter durcheinander. Nach Einführung der DRG wurden drei Stationen geschlossen und die Patienten verteilt. Jetzt haben wir nur noch Mixstationen. Diese können auch " nur formal" verteilt sein. Zum Beispiel ist die chirg Station in 4 Bereiche aufgeteilt. 21 Betten Kurzlieger, 21 Betten Unfall, 21 Betten Gefäße und allg. Chir und die restlichen 21 Betten als interdiszpl. Bauchstation. Doch die Bauchpatienten landen dort, wo gerade Platz ist.
    So geht es jedem Patienten. Die meiste Zeit sind zwar Betten im Haus frei,doch nicht auf der fachgebundenen Station.
    So habe ich urologische und operative Gyn. Patienten. Vorher HNO statt Gyn. Doch da bei uns immer mal ein Bettchen frei ist, sind wir die "Auffangstation"
    des Hauses. So habe ich immer auch chir., interne und geriatrische Patienten zu versorgen.
    Das Team ist auf der einen Seite damit einverstanden, da jedes belegte Bett unseren Arbeitsplatz sichert. ( die letzten Jahre wurde von 750 Stellen im Haus auf knapp 500 reduziert und es geht weiter ) Auf der anderen Seite fließen die " fremden Fachrichtungen " nur unzureichend in den Stellenplan ein. Angeblich kann der freundliche Computer die Patienten nur der Fachrichtung und nicht den einzelnen Stationen zuordnen. Unsere Chefärzte haben zudem das Problem, das die Kosten für Medikamente und Verbrauchsgütern Ihrem Budget zugerechnet werden, da dieses Stationsweise berechnet wird. Aber da sollen die Akademiker sich selbst drum kümmern.( Sie bekommen eine Gewinnbeteiligung, da haben Sie natürlich starke Schmerzen wenn der Kollege auf Ihre Kosten absahnt)
    Unser Team hat sich in dieser Situation in den Jahren zusammengerauft. Am Anfang gab es große Probleme, da ein Standort geschlossen wurde - zu der Bettenreduktion- und so das Personal verteilt werden mußte. Wobei auch Kündigungen damit verbunden waren. So knallten zwei Häuser, Arbeitsauffassungen und Fachrichtungen aufeinander. Da kein Geld für Personal da war haben wir uns an eine Uni gewandt. An die Psychologen und wollten uns als kostenloses Versuchskaninchen für die Studenten zur Verfügung stellen. Die sollten bei uns ihre Kenntnisse in Supervision erproben und wir wollten die Gruppendynamik ausleben. Wegen angeblicher Datenschutz und Schweigerechtsproblemen usw. legte unsere Verwaltung aber immer neue Steine in den Weg. Doch dieser Kampf hat ein Wirgefühl erzeugt. Auch ging etwas Zeit ins Land und die Emotionen schwappten weniger. Gut ist, wenn eine unf...... PDL und ein A..... als Verwaltungschef als gemeinsames Feindbild herhalten dürfen.
    Ab diesem Jahr hat sich sowieso alles erledigt, da wir nur noch auf dem Papier ein Team sind. So ist jede Station / Bereich ( 21 Betten)nur noch mit einer Pflegekraft pro Schicht besetzt. Da jetzt jeder für sich arbeitet ist auch keiner mehr da, über den man sich ärgern kann.
     
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