Braucht man ein dickes Fell?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von MiaMarleen, 13.07.2009.

  1. MiaMarleen

    MiaMarleen Newbie

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    Hallo liebe Krankenschwestern=)

    Ich bin 25 Jahre alt und mir spukt schon einige Jahre eine Ausbildung zur Krankenpflegerin im Hinterkopf herum (bisher bin ich im kaufm. Bereich tätig, sehe hier aber keine große Zukunft). Ich arbeite gern mit Menschen, habe eine helfende Art und interessiere mich auch sehr für medizinische Sachverhalte.

    Ich habe mich umfassend informiert, habe auch Bekannte, die als Krankenpfleger arbeiten und ihren Job lieben.
    Das Einzige, das mich schon die ganzen Jahre zurückhält: Ich bin eher sensibel, nehme mir viel zu Herzen (wenn ich zB in den Nachrichten was über misshandelte Kinder o.ä. höre, kann mir das schon einige Tage nachhängen), bin auch eher ein bisschen labil (im Sinne von ängstlich und leicht zu erschüttern).
    Ist der Beruf nur was für Leute mit dickem Fell?
    Gibts unter euch auch welche, die auch keine superstarke Persönlichkeit sind, aber trotzdem gut klarkommen in diesem Beruf?
    Ist das einfach alles eine Gewöhnungssache?

    (Ich weiß, wirkliche Antwort bringt nur ein Praktikum, was ich auch machen werde, sobald ich eine Unterbringungsmöglichkeit für meine kleine Tochter habe- trotzdem würden mich eure Meinungen interessieren.)

    Sehr liebe Grüße,
    Mia
     
  2. Naja... Ich finde Sensibilität ist in diesem Beruf sehr wichtig. Ich bin der Meinung, dass ein menschliches Feingefühl schon von Vorteil ist. Wenn du jedoch zu sensibel bist, wirst du immer wieder Dinge mit heim nehmen. Endtweder lässt es dich irgendwann ab und du stumpfst emotional ab. Es kann aber auch gut sein (und so ist bei wirklich sehr vielen!), dass du dich daran gewöhnst und für dich lernst damit umzugehen! Oder aber du nimmst immer mehr mit und gehst daran kaputt.

    Wie du schon richtig sagst- da kann dir letztendlich wirklich nur ein Praktikum helfen :-)
    LG
     
  3. Thomas86

    Thomas86 Senior-Mitglied

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    Bedenke, dass es neben den schönen Seiten auch die nicht ganz so schönen gibt. Tot und sterben gehören dazu, genauso wie Leiden und häußliche Unterversorgungen.

    Und frag dich ob du in einem Reanimationsfall wirklich Frau genug bist einzugreifen.

    Hoffe ich habs dir ned zu madig gemacht :mrgreen:
     
  4. Ja, zum Einen ist es eine Erfahrungssache und ich will es dir auch nicht ausreden. (Zumal ich je selbst keine GuK bin!)

    Aber zu den eventuellen alltäglichen Problemen können, wie Thomas schrieb, auch Tod,... dazu kommen. Manch eine(r) ist ja bereits für den kollegialen Umgang auf Station zu sensibel. Wie soll er dann so was wegstecken???

    Aber lass es dir nicht schlecht reden! Versuch es aus allen Perspektiven zu sehen und bilde dir dann dein eigenes Urteil :-)
     
  5. 21lunday

    21lunday Newbie

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    Hallo MiaMarleen,

    also ich selber bin auch noch keine Krankenschwester und steh jetzt noch vor den Ergebnissen meines Bewerbungsgesprächs, ich selber hab mir aber im Voraus darüber selber Gedanken gemacht.

    Ich hab dann Rat bei ner guten Freundin von mir gesucht, sie ist selber ein Sensibelchen, ist jetzt im 2. Lehrjahr und ihr macht das alles super viel spass.
    Klar gibt es auch Situationen die nicht so einfach sind und wo man vielleicht, gerade am Anfang, eine Weile dran zu knabbern haben wird und sich an bestimmte Situationen vielleicht erst gewöhnen muss und man muss sich dann evtl. in seiner Freizeit ein Hobby o.ä suchen um abschalten zu können.

    ... Aber ich denk das Wichtigste ist einfach, dass es einem Spass macht und man vielleicht auch das Glück hat nette und verständnisvolle Kollegen zu haben, Familie, Freunde die einen dann, gerade in der Anfangszeit, unterstützen und aufbauen können.

    Wenn du den Wunsch hast Krankenschwester zu werden und dich durch ein Praktikum abgesichert hast, dass es auch wirklich so ist wie du es dir vorstellst, sollte dich das auf jeden Fall nicht davon abhalten :-)

    LG
    Julia
     
  6. Schnabelbecher

    Schnabelbecher Junior-Mitglied

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    Man kann sich an vieles gewöhnen!
    Wichtig ist,eine gewisse Distanz zu wahren ohne kalt zu werden,schwer manchmal.
    Und reden hillft im Allgemeinen sehr gut.
    Man kann vorher nicht festlegen,ob der Beruf einem liegt oder nicht,dass musst du heraus finden.Und JA auch "sensibelchen" haben in diesem Beruf Fuss gefasst.
    Du musst dir halt nur im Klaren sein,was auf dich zukommen könnte.Krankheit,Tod,Soziale Miseren,etc.
    Vllt. machst du vorher ein Praktikum,das machen eh die Meisten.Das verschafft dir nen groben Einblick.
    Viel Glück!
     
  7. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    es ist wichtig sich selbst gut zu kennen, seine eigenen grenzen erkennen und verbalisieren. immer an seiner persönlichkeit arbeiten. unangenehmes besprechen und verarbeiten und verstehen. zB tod als teil eines lebens verstehen und trauer als normalen prozess akzeptieren. ich habe meine motivation nochmal kritisch überlegt und ich fand nichts was gegen pflege sprechen würde
     
  8. Zahnfee

    Zahnfee Junior-Mitglied

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    Es hört sich vielleicht etwas makaber an aber man gewöhnt sich dran.. Am Anfang ist es sicherlich so, dass du Sachen mit nach hause nehmen wirst die dich beschäftigen aber du lernst damit umzugehen. Du musst bei Dienstschluss wirklich lernen zu sagen, wenn ich durch diese Tür gehe fängt dein Privatleben an. Es kostet etwas Zeit das zu lernen aber das wird schon. Sie das also nicht als Hindernis..

    Viel Erfolg;)

    Liebe Grüße
     
  9. angie85

    angie85 Stammgast

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    ich bin auch der meinung, dass man sich daran gewöhnt. jeder hat da seine eigene strategie. manche schaffen es nach der arbeit komplett abzuschalten, andere zünden zb. für ein verstorbenes kind auch mal zu hause eine kerze an. jeder tut was ihm gut tut :-)

    in deinem praktikum wirst du bestimmt sehen, dass es gar nicht so schwierig ist :-)
     
  10. Munima

    Munima Senior-Mitglied

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    Ich fange im Oktober meine Ausbildung als GuK an, habe aber schon ein längeres Praktikum im Krankenhaus gemacht.
    Man gewöhnt sich an alles.
    Der Tot ist natürlich nie so einfach wegzustecken.
    Bei mir war es beim Praktikum so, dass eine Patientin von der Nebenstation verstorben ist und ich dann darüber nachgedacht habe.
    Ich hatte dann herausgefunden, dass sich der Kühlraum für die Verstorbenen im Keller befand. Bei meinen ersten Spätdiensten im Winter, war mir da zu Anfang schon komisch.Auch weil der Keller so verlassen war.

    Es gab viele Dinge die "neu" und ungewohnt waren.
    Patienten mussten schwere Schicksale verkraften und ich musste das auch erst einmal verdauen. Auch muss man damit klarkommen, dass Menschen versicheden sind (z.B Kollegen). Menschen sind direkt, verschlossen7 lustig und ernst etc).Man kann es nich jedem/jeder Recht machen.
    Zu jeder Situation ist aber Abstand wichtig.
    Ich habe das immer so gemacht, das ich mir gesagt habe "okey an U-bahn Station xy, lässt du die "Sorgen" und Gedanken von der Abeit liegen und holst sie dir am nächsten Morgen wieder.
    !Es hat wirklich geholfen!
    Alle meine Bedenken die ich vor dem Praktikum hatte, wurden wiederlegt und ich freue mich einfach riesig auf meine Ausbildung.

    L.G
     
  11. MiaMarleen

    MiaMarleen Newbie

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    Danke für eure vielen Meinungen und Erfahrungsberichte!
    Damit helft ihr mir sehr, wobei ich natürlich trotzdem noch ein Praktikum machen werde.
    Es kommt sicher auch immer darauf an, wo genau man arbeitet. Ich würde meine Ausbildung bei einer Sozialstation, also in der häuslichen Pflege machen, und behaupte mal, das ist schon etwas "einfacher" (weil man halt auch mal rauskommt und auch so Dinge wie im Haushalt helfen oder Einkaufen gehen gemacht werden), als wenn man zB in der Psychiatrie oder in der Notaufnahme arbeitet, oder?
    LG, Mia
     
  12. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Ich weiß nicht ob du dich schon erkundigt hast aber Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung beinhaltet unbedingt Einsätze in verschiedenen Bereichen. Falls du eine Altenpflegeausbildung absolvieren wills, es ist möglich während der Ausbildung in einer Einrichtung zu bleiben aber ein Krankenhauseinsatz ist Pflicht. Eine Ausbildung nur im ambulanten Bereich ist in D meines Wissens nach nicht möglich.
     
  13. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    :knockin::knockin:
    naja , sicher ist es erstmal vielleicht nicht so belastend , du hast vermutlich weniger extreme Situationen in der häusslichen Pflege , auf der anderen Seite betreust Du Deinen Patienten dort oft über einen sehr langen Zeitraum , siehst den körperlichen Verfall , dass Sterben und dann sind sie tot...wie kommst Du dann damit zurecht :eek1:???Wenn Du Dinge wie einkaufen gehen und im Haushalt helfen ansprichst , warum überlegst Du Dir dann nicht eine Ausbildung im hauswirtschaftlichen Bereich zu machen ??Ich weiss leider nicht genau , wie es haute aussieht , kann mich aber vage daran erinnern , dass Einkaufen usw. nicht zu den Aufgaben der Pflegekräfte einer Sozialstation gehören:gruebel:
    Uns wie schon erwähnt, Deine Ausbildung wirst Du im Krankenhaus oder im Altenheim machen müssen....und drei Jahre können lang werden , wenn man Dinge sieht oder machen muss , mit denen man nicht zurecht kommt...

    :knockin::knockin:
     
  14. MiaMarleen

    MiaMarleen Newbie

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    Hatte mir auch schon überlegt, dass das sicher missverstanden wird mit dem Einkaufen und im Haushalt helfen *lach*
    Nee, so meinte ich das nicht. Sondern, ich kann mir die Sozialstation besonders attraktiv erscheint, weil man da eben auch noch Abwechslung hat- noch andere Tätigkeiten neben der Pflege, man hat sozusagen auch kleine "Auszeiten" (mir fällt kein besseres Wort ein:emba:). Dadurch stelle ich mir die Arbeit dort, im Vergleich zum Krankenhaus, für mich persönlich angenehmer vor.
    Bei uns in der Sozialstation ist es tatsächlich so, dass man diese Aufgaben (Haushalt, einkaufen, Spaziergänge und Betreuung von zB alten Menschen) auch übernimmt. Ich kenne viele Mitarbeiter dort, deshalb weiß ich das. Man unterstützt die pflegebedürftigen Menschen in allen Angelegenheiten.

    Dass man in der Ausbildung verschiedene Stationen durchläuft und zB auch eine Zeit in der Psychiatrie, Krankenhaus etc absolviert, ist mir auch klar. Allerdings wäre das ja alles zeitlich befristet, und dann denke ich, könnte ich schon damit umgehen. Ist dann ja schon anders, als wenn ich mein ganzes Leben dort arbeiten müsste. Aber wer weiß, vielleicht würde es mir ja sogar gefallen...?
     
  15. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    noch andere Tätigkeiten neben der Pflege, man hat sozusagen auch kleine "Auszeiten"

    :cry::cry:Natürlich , Pflege kann alles , macht alles,findet alles toll...sorry , aber mich macht es traurig , dass jemand eine dreijährige Ausbildung macht , um dann Dinge zu tun ,die unseren Job dann "niedlich" machen....
    :knockin::knockin:
     
  16. MiaMarleen

    MiaMarleen Newbie

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    Mutters-Kind, auf Beiträge, in denen ich so offensichtlich provoziert und missverstanden werden will, gehe ich jetzt gar nicht näher ein.
    Ich habe eine Frage gestellt und mir ernsthafte Antworten erhofft (und ja auch zu 99 Prozent erhalten:-))
    Wenn du findest, ich habe Unrecht und sehe das falsch, dann kannst du mich doch auch freundlich darauf hinweisen.

    Abgesehen davon weiß ich nicht so ganz, wie du jetzt auf das Wort "niedlich" kommst.
    Mir geht es eher um "weniger belastend".
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Welche Vorstellung von dem Beruf existiert überhaupt? Derzeit wirken die Aussagen sehr- sagen wir mal- sozialromantisch und haben mit dem Pflegeberuf fast gar nichts gemeinsam.

    Wie bist du auf diesen Beruf gekommen? Was erwartest du von diesem Beruf? Welche Kontakte hattest du bis jetzt zum Pflegeberuf? Hast du schon mal ein Praktikum gemacht?

    Elisabeth
     
  18. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    Ich will Dich weder provozieren noch missverstehen ( ich habe sehrwohl verstanden , um was es Dir geht ), ich sagte doch auch deutlich , dass ich es eher traurig finde , dass jemand drei Jahre lang ne Ausbildung macht und sich dann an berufsfremden Tätigkeiten erfreuen kann....deswegen sagte ich auch"die Pflege kann alles , macht alles und findet es alles toll "
    Im KH wehrt man sich mit Händen und Füssen , immer mehr berufsfremde Tätigkeiten zu übernehmen...und an anderer Stelle werden sie freudig entgegen genommen , da wundert es mich nicht , das der Stellenwert der Pflege immer weiter sinkt !!Aber auch hier gilt . jeder soll das machen, was ihn Spass macht !:knockin::knockin:
     
  19. MiaMarleen

    MiaMarleen Newbie

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    Elisabeth, da hast du recht, ich habe noch nicht viel Wissen über das reale Arbeiten in diesem Beruf.
    Ich habe den Beruf schon einige Jahre im Hinterkopf und erst vor einer Woche angefangen, ihn mal näher kennenzulernen, um eine Ausbildung evt in Betracht zu ziehen/ Vor- und Nachteile abzuwägen.
    Und zu dieser Abwägung gehört eben auch meine Frage hier in diesem Forum.
    Ein Praktikum habe ich, wie bereits erwähnt, noch nicht gemacht, habe es aber in den nächsten Wochen vor, sobald ich einen Babysitter für meine Tochter finde.
    Ihr dürft mir nicht böse sein, wenn meine Fragen euch naiv vorkommen- vielleicht sind sie das, aber es sind eben die Fragen von jemanden, der gerade erst in den Beruf "reinschnuppert".
    Ob der Beruf was für mich ist, werde ich erst noch zu entscheiden bzw rauszufinden haben.
    Auf den Gedanken, diesen Beruf zu machen, bin ich durch Bekannte gekommen. Meine Schwester arbeitet als Krankenschwester, mein Schwager als Krankenpfleger. Diese erzählen viel von ihrem Arbeitsalltag und lieben ihren Job.
    Ich arbeite gern mit Menschen zusammen, habe eine helfende Art und interessiere mich für medizinische Sachverhalte. Ich bin hilfsbereit und einfühlsam.
    Durch meine Tochter musste ich auch schon einige Zeit im Krankenhaus verbringen und habe mich dort immer wohlgefühlt und die Arbeit der Pfleger hat mich sehr interessiert.
    Nur, was ich eben NICHT weiß: ob ich mit der psychischen Belastung, dem Umgang mit dem Tod, vor Schmerz schreienden Menschen, umgehen könnte.
    Das kann ich wohl erst nach dem Praktikum beantworten.
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
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    Intensivüberwachung
    Sei nicht bös- aber deine Aussagen muten wirklich sehr naiv an.

    Vielleicht hilft dir das weiter: BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden - Suche
    Ist zwar nicht unbedingt die beste Berufsbeschreibung, aber vielleicht ein Anfang.
    Wie die Lehre aufgebaut ist- da findest du hier im Forum viele Threads zu.
    Eine Kurzabhandlung findest du hier: Das Krankenpflege-Curriculum
    Über die Stundenverteilung findet man ein Beispiel aus Bayern: Anlage 1 Schulordnung für die Berufsfachschulen für Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Krankenpflegehilfe, Altenpflegehilfe und Hebammen (Berufsfachschulordnung Pflegeberufe - BFSO Pflege)
    Es besteht die Möglichkeit sich Bücher anzusehen zum Thema Krankenpflege: Pflege heute - Google Bücher

    Du wirst bemerken, dass Pflege nur sehr wenig mit ein bsichen Hilfe zu tun hat. Pflege ist
    1. ein sehr anspruchsvoller Beruf, der mehr verlangt als nur bloßes handwerkliches Können
    2. ein körperlich schwerer Beruf
    3. ein Beruf, der viel Organisationstalent von einem verlangt, wenn man Mutter ist. Stichwort: Schichtdienst, Wochenenddienst, Feiertagsdienst (dies alles übrigens bereits auch in der Ausbildung)
    4. ein Beruf, der derzeit infolge Personalmangel (egal in welchem Breich) nur wenig Zeit für die intensive Zuwendung zum Pat. läßt. Freie Zeiten für hauswirtschaftliche Tätigkeiten sind nicht vorgesehen und somit auch nicht machbar... es sei denn, man möchte seine Freizeit dafür nutzen.
    usw..

    Tipp: Lies dich intensiv durchs Ausbildungsforum. Dort gab es auch schon Threads zu Ausbildung und gleichzeitig Mutter- geht das überhaupt?
    Hilfsbereitschaft und Einfühlsamkeit sind nicht ausreichend für diesen Beruf. Diese beiden Eigenschaften können eher gefährlich werden. Man hat eher Probleme, sich abzugrenzen und Job Job sein zu lassen und auch mal Nein zu sagen- sowohl zum AG als auch zum Patienten.

    Elisabeth

    PS: *neugierigbin* Warum können deine Schwester und dein Schwager dir eigentlich nichts genaueres zur Ausbildung und alles sonstige berichten? Oder hats du sie noch nicht eingeweiht in deine Wünsche?
     
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