Brauche mal Zuspruch, Arbeit annehmen in ambulanter Kinderintensivpflege...

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von whitewitch, 20.10.2009.

  1. whitewitch

    whitewitch Newbie

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    Hallo ihr Lieben, ich bin neu und brauche mal ein wenig Zuspruch. Ich habe heute ein Jobangebot bekommen. Ein Junge, Heimbeatmet, ambulant. Der Vorteil immer der selbe Junge.

    Im Grunde eigentlich das was ich immer gesucht hatte. Ich bin gelernte Krankenschwester, wollte aber immer lieber mit Kindern arbeiten.

    Nun könnte ich dort 30 Stunden im Monat auf 400-Euro Basis arbeiten gehen. Sehr lukrativ wie ich finde.

    Ich habe während der Ausbildung mal auf einer Intensiv gearbeitet, also lange her. Spass gemacht hat es mir dennoch.

    Meine Angst: Trotz dessen ich intensiv eingearbeitet werde, habe ich Angst zu versagen. Ich weiß nur das ich auf meiner ehemaligen Station fast in Panik verfallen bin, wenn ein Patient Reanimationspflichtig wurde. Klar hatte ich die Situation am Ende immer unter Kontrolle, aber vielleicht ist auch so eine gewisse Grundangst gar nicht schlecht.

    Vielleicht finde ich hier Erfahrungsberichte. Ich denke ja immer es ist noch kein Mensch als Intensivpfleger geboren und mit ein bissel Geduld und Interesse kann man das sicher alles lernen.

    Gruß W.
     
  2. JaKi

    JaKi Newbie

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    Hi,

    Angst brauchst du davor nicht zu haben, du bekommst eine ausführliche Einarbeitung und die Angehörigen wissen meistens auch bestens über alles bescheid. Die Handhabung der Maschinen ist leicht zu erlernen.
    Auch in Notfallsituationen richtig zu reagieren wird dir gezeigt, bei und im Unternehmen ist es so, das man jederzeit jemanden telefonisch erreicht und bei Unsicherheit nachfragen kann.

    Ich arbeite selber in der Heimbeatmung (Vollzeit) und es ist eine tolle Erfahrung. Es ist mit dem arbeiten im KH überhaupt nicht zu vergleichen.

    Großer negativer Aspekt: psychische Belastung!!! Du baust eine gewisse Beziehung zu Patient und Angehörige auf, du wirst immer was mit nach Hause nehmen (Probleme im Team/ Probleme mit Angehörigen/ wenn es Pat. schlecht geht). Es ist ja teilweise so, das du die Patienten über Jahre pflegst.

    Ich arbeite seit 3 Jahren in der Heimbeatmung/Häusliche Intensivpflege und bin direkt nach der Ausbildung dort eingestiegen. Es ist wirklich ein schönes arbeiten.

    Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

    Liebe Grüße JaKi
     
  3. whitewitch

    whitewitch Newbie

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    Vielen Dank, genau das wollte ich hören oder lesen. Ich werde mir das einfach ansehen und Probearbeiten, habe ja nix zu verlieren und nur zu gewinnen.

    Das es auf die Psyche geht kann ich mir schon vorstellen, aber ich schaffe das!!!

    Gruß W.
     
  4. jok5030

    jok5030 Gesperrt

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    Hi withewitch ! Also Heimbeatmung ist an sich ne wirklich gute Sache und die Heimbeatmungsgeräte sind supereinfach zu handhaben. Auch ist in der Regel die Einarbeitung super,denn es soll ja alles getan werden,damit Patient und Personal es zuhause miteinander aushalten. Beim Erwachsenen ist Heimbeatmung ne ganz coole Sache,weil sich die Angehörigen meistens brav raushalten. Beim Kind hast Du ständig mit den Eltern zutun und nix ist schwieriger zu händeln,als eben besorgte Eltern. Da muß die Chemie zwischen Dir und den Eltern fast noch mehr stimmen,als zwischen Dir und dem eigentlichen Patienten,nämlich dem Kind. Du solltest vorallem selbstbewußt und ruhig auftreten,denn nix ist schlimmer für die Eltern,als unsicheres Personal. Von Deinem Privatleben,vorallem Kindern,solltest Du lieber nix erzählen,die meisten Eltern in dieser Situation haben Probleme mit "gesunden" Kindern. Und bloß nicht zu sehr in die Familie drängen,schön zurückhalten,sonst kommt Dir der professionelle Abstand abhanden. So,ich hoffe,ich habe Dir jetzt keine Angst gemacht,denn das war bestimmt nicht beabsichtigt ! Ich wollte Dich nur an meinen eigenen Erfahrungen teilhaben lassen und hoffe,es erleichtert Dir den Einstieg in die Kinderheimbeatmung.
     
  5. whitewitch

    whitewitch Newbie

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    Danke Jok, ich habe keine Angst weil du das geschrieben hast. Ich bin mir bewusst das die Eltern schwer mit gesunden Kindern und dem Wissen das diese sicher länger leben schwer umgehen können. ich werde einfach dahin gehen und ein Probearbeitstag machen, dann sehe ich ja ob ich dem Ganzen gewachsen bin.

    Danke Gruß W.
     
  6. LiaSiSo

    LiaSiSo Junior-Mitglied

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    Fachkrankenschwester für Intensivpflege & Anästhesie, AFS Stillberaterin
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    LK Freising/München
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    Außerklinischer Intensivpflegedienst, Heimbeatmung, Kinder
    Funktion:
    zertifizierte Multiplikatorin Kinästhetik
    Probiere es aus. Mir macht es sehr viel Spaß. Und als Einstieg als 400 EUR doch optimal. Mehr wie ein Kind schaffst Du da eh nicht :roll:

    Und wie schon geschrieben, es hängt ganz viel an der Zusammenarbeit Eltern-Personal ab. Ist Vertrauen da ist es ein tolles Arbeiten. Psycholigisches Geschick ist sehr von Vorteil.

    Ich habe allerdings auch die Erfahrung gemacht, das es auch mal gut ist, Normalität reinzubringen (natürlich erst, wenn Vertrauen auf beiden Seiten da ist und nicht am ersten Arbeitstag). Oft sind Geschwisterkinder da und ich rede mit der Mama der zu betreuenden Kinder auch über normale Kinder, meine und ihre. Oft werde ich sogar um Rat bei bestimmten Themen gefragt.
     
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