Blutzucker bei 22!

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von katrina, 18.04.2009.

  1. katrina

    katrina Newbie

    Registriert seit:
    18.04.2009
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    NRW
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivstation
    Funktion:
    s.o.
    Hallo!
    Ich arbeite erst seit kurzen auf Intensiv, hatte aber in den ersten Nächten, schon einen kritschen Pat.
    Ein älterer Pat.,bekannter Diabetiker wo auch bekannt war das die Werte schwanken, aber nicht in diesen Ausmaß! Langjähriger Dialysepatient, mit diversen Herzerkrankungen,z.n Herzkath.OP..etc,nicht beatmet.Der kam wegen AZ-Verschlechterung, zur Beobachtung zu uns
    Das seltsame war, als der BZ soweit unten war, ist sein Druck auf 220/100 angestiegen!? :gruebel: Sonst war der unter Nitro Perf. bei 140/80. Wie kann das sein? Gibt es da einen Zusammenhang?
    Pat. ist übrigens wieder zu Hause!:-)
    Vielen Dank und viele Grüße K.
     
  2. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

    Registriert seit:
    21.02.2008
    Beiträge:
    456
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester, Examen 1991
    Ort:
    bei Köln
    Akt. Einsatzbereich:
    Hämato-Onkologie
    Funktion:
    Wundexpertin ICW/Hygieneberater
    zum Blutdruckproblen kann ich nichts beitragen...
    kann aber sagen,daß sich meine Mutter mit einem BZ von 32 noch mit Dir normal unterhält...Minuten später sagt sie dann nichts mehr
    sie ist Typ 1 Diabetikerin und hat diese extremen Schwankungen erst, nachdem man vor Jahren das Rinderinsulin vom Markt genommen hat.
    Mit den "Neuen" Insulinen kommt sie nicht so gut zurecht-trotz mehrerer Einstellungsaufenthalte.
     
  3. Keen01

    Keen01 Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    27.02.2007
    Beiträge:
    107
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungshelfer beim DRK, Schichtleitung für 45 Bewohner
    Ort:
    Düsseldorf
    Akt. Einsatzbereich:
    Curanum Resinorenresidenz Düsselhof
    Hallo Katarina

    Bei Diabetikern die sehr stark Unterzuckern ist oft ein anstieg des Blutdruckes möglich, muss aber nicht immer auftreten.

    GRUND: Der Körper will den Glukosespiegel für das Gehirn aufrecht erhalten, da der Körper aber keinen Zucker mehr hat schüttet er neben den anderen Hormonen die den Blutzucker steigern, das Stresshormon Adrenalin in so hohen Dosen aus dass es dadurch zur massiven Blutdruckerhöung kommt.

    Dieser hohe Blutdruck ist für den Körper die letze möglichkeit dem Gehirn den benötigten Zucker zu geben.

    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen

    MFG Keen01
     
  4. Schwester Andy

    Schwester Andy Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    10.07.2006
    Beiträge:
    195
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    exam. Ges.- und Krankenpflegerin
    Ort:
    Bodenseeregion
    Akt. Einsatzbereich:
    Chirurgie
    hallo,
    mich würde interessieren wieviel glucose er dann bekommen hat und wie sich dann der RR entwickelt hat :-)

    liebe grüße
     
  5. katrina

    katrina Newbie

    Registriert seit:
    18.04.2009
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    NRW
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivstation
    Funktion:
    s.o.
    Danke für die schnellen Antworten!
    Oh ja, dieses "rinderinsulin" ist mir auch noch ein Begriff! Aber das gibts glaub ich nicht mehr, weil viele Pat. Allergien viele andere Unverträglichkeiten entwickelt haben und entwickelt haben dagegen... Aber ich denke, daß das bei meinem Pat einfach eine Wechselwirkung seiner Medikation war. Durch seinen zahlreichen Grunderkrankungen u.a. auch Hypertonus, hat er beispielsweise Enalapril (früher Xanef:-)) und ß-Blocker zusätzlich gekriegt. Das in Kombi mit seinen Antidiabetikern und Insulin, kontinuirlich über 24h ,verstärkt dieWirkung von Insulin und ich denke,das war der Grund des
    abfall...:kloppen:

    Grüße Katrina
     
  6. katrina

    katrina Newbie

    Registriert seit:
    18.04.2009
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    NRW
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivstation
    Funktion:
    s.o.
    Hallo Schwester Andy!
    Ja, zum Glück hatte er tagsüber einen ZVK bekommen, darüber hat er dann 40%Glucose erhalten und den RR haben wir mit Nitro P. in den Griff gekriegt. Der BZ und RR haben sich aber schnell wieder normalisiert. Der Pat. kam dann auch wieder langsam zu bewußtsein und war auch wieder guter Dinge. Wir hatten gedacht er hätte evtl. cerebrale Schäden davon getragen, aber er fing sogar an Scherze zu machen danach.

    Grüße Katrina
     
  7. Schwester Andy

    Schwester Andy Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    10.07.2006
    Beiträge:
    195
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    exam. Ges.- und Krankenpflegerin
    Ort:
    Bodenseeregion
    Akt. Einsatzbereich:
    Chirurgie
    danke katina

    p.s.:
    freut mich sehr für deinen patienten

    liebe grüße
     
  8. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

    Registriert seit:
    20.06.2004
    Beiträge:
    1.303
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    ex. KS, FKS A+ I, RbP, Studentin
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    7. Semester Pflegepädagogik
    Blutzucker in dem Bereich ist eigendlich nicht mehr mit dem Leben vereinbar. Bei hypoglykämischen Anzeichen und später Schock steigt meist die Herzfrequenz an und zwar auf weit über 120/min. , dann folgt Agitiertheit, Kaltschweißigkeit, aber auch Blutdruckanstiege.

    Bei Glucoseverwertungsstörungen (bei z.B. Leberzirrhose) ist eine extreme Schwankung noch viel schwieriger zu managen. Aber auch bei unseren Pat. gibt es viel durch Stress verursachte BZ- Schwankungen. Zunächst braucht der Pat. viel Insulin und dann kracht er trotz ständiger Anpassung der Laufgeschwindigkeit, der parenteralen und enteralen Ernährung in den Keller. Das Problem ist auch häufig das Kalium. Gibt man mehr Insulin, dann sinkt das Kalium und es gibt Herzrhythmusstörungen. Es ist wirklich ein Teufelskreis. Nicht umsonst wird bei Kaliumwerten über 6/7 mmol/l Glucose/Insulin gegeben.
     
  9. katrina

    katrina Newbie

    Registriert seit:
    18.04.2009
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    NRW
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivstation
    Funktion:
    s.o.
    Wir hatten damit gerechnet, daß er sicher cerebrale oder neurologische Schäden weggekriegt hat, aber der hat das wirklich (fast!) locker überstanden. Nach drei Tagen konnte der entlassen werden. Seine K-Werte lagen immer bei 4-5mmol/l. Da er noch dialysepflichtig war (3xdie Wo.)n. Transplantion vor Jahren. Herzrhythmusstörungen waren auch bekannt, aber eher selten. Interessant zu wissen mit der Glucose/Insulingabe bei erhöhten K-Werten!!
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Blutzucker Forum Datum
Tipps zum Blutzucker messen Fachliches zu Pflegetätigkeiten 25.06.2013
Beim Blutzuckermessen hat das Blut gespritzt... Fachliches zu Pflegetätigkeiten 30.08.2012
Hautdesinfektion vor dem Blutzuckerstix am Finger? Fachliches zu Pflegetätigkeiten 24.02.2012
Blutzucker-Tagesprofil Pflegebereich Innere Medizin 09.09.2011
Blutzucker-Meßgeräte Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause 14.07.2010

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.