Biomedizinisches Krankheitsmodell weiterhin das heute vorherrschende Modell?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Aceton, 21.10.2008.

  1. Aceton

    Aceton Stammgast

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    Hallo Leutz

    Hab über der Sufu nichts gefunden.
    Falls dieses Thema also doch schon irgendwo existiert....dann bitte nur kurz Bescheid sagen.

    Seid 2004 wurde die Bezeichnung Krankenschwester bzw. Krankenpfleger in Gesundheits- u. Krankenpfleger(in) umgeändert.
    Und wer kennt die Begriffe Prävention und Gesundheitsförderung nicht...

    Ist heute das biomedizinsche Krankheitsmodell nun nicht nur in der Medizin, sondern auch in allen Bereichen der gesundheitlichen Versorgung dennoch weiterhin das vorherrschende Modell??

    Freu mich auf eure Meinungen.
     
  2. dr.house

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    hallo,
    mmmh...ich denke nur zum Teil...wenn ich mich mal bei uns so umschaue und gesundheitsmedizinische Versorgung reflektierend betrachte passt mir doch eher dieses Modell:

    Biopsychosoziales Krankheitsmodell:
    im erweiterten, biopsychosozialen Krankheitsmodell werden sowohl somatische als auch psychosoziale Faktoren zur Erklärung von Erkrankungen herangezogen, denn für die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten sind psychische und soziale Faktoren nachweislich von Bedeutung und selbst die Diagnoseerstellung und die Krankheitsbehandlung werden davon beeinflusst.
    Mit der Erweiterung des biomedizinischen Modells um psychische (und auch soziale) Bedingungsfaktoren ist allerdings nicht immer eine grundsätzliche Neuorientierung in der Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit verbunden.

    d.h.: das biomedizinische Krankheitsmodell urteilt nun auch unter Einbeziehung der Psyche und des sozialen Milieus des Pat., hoffe mein Statement ist verständlich und in sich schlüssig...

    nette Grüsse Dr. House:-)
     
  3. Aceton

    Aceton Stammgast

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    Oh schade...hat sonst niemand eine Meinung?

    Beispielsweise salutogenetische Ansätze?
     
  4. Elisabeth Dinse

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    Was willst du hören/ lesen? Ob die Ansätze der Salutogenese bekannt sind?

    Elisabeth
     
  5. Aceton

    Aceton Stammgast

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    Wie macht sich z.B. Salutogenese in der Praxis "bemerkbar"?

    Oder orientiert sich die gesundheitliche Versorgung hauptsächlich weiterhin an einem Defizitmodell?
     
  6. dr.house

    dr.house Junior-Mitglied

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    Hallo,
    nun ja natürlich bekommt die Salutogenese auch einen immer höher werdenden Anteil in der Versorgung unserer Patienten-nur das das Kind nicht immer direkt beim Namen genannt wird!
    Allein die Diabetes Schulungen in Bezug auf HbA1c- Werte unter 6,5 und das nahebringen einer adäquaten Ernährung in Kombination mit einem abgepassten Herz-Kreislauftraining (belastungsgerecht abgepasst)-haben ja schon den salutogenetischen Grundgedanken...und so ist die Salutogenese noch in diversen weiteren Disziplinen nicht mehr wegzudenken.
    Ich denke das könnte eine mögliche Antwort auf deine Frage sein...wenn gleich ich den Sinn bzw. den Hintergedanken deiner Frage nicht verstehe...

    nette Grüsse Dr. House
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @ Dr. House- darf ich fragen auf welchem Aspekt der Salutogenese deine Angaben beruhen. Was ist für dich Salutogenese?

    Elisabeth
     
  8. dr.house

    dr.house Junior-Mitglied

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    Hallo Elisabeth,
    nun ja...die Salutogenese ist vielleicht nicht mein Steckenpferd aber wenn ich mich recht entsinne, ist die Salutogenese der Gegenpart zu Pathogenese.
    Pathogenese bezieht sich auf das Krankheitssymptom welches behoben werden muss-z.B. Kopfschmerzen
    Salutogenese hingegen setzt sich mit der Entstehung von Gesundheit auseinander-heisst für mich man arbeitet daran, daß dieser Kopfschmerz garnicht erst entsteht.(mein vorheriges Beispiel oben, bezüglich der Diabetesspätschädenprävention lässt sich im abgewandelten Sinne auch übernehmen)
    Ich persönlich habe die Salutogenese praxisreflektiert immer mit Antonovskys Flussmetapher erklärt-d.h die Pathogenese bemüht sich einen ertrinkenden aus dem Fluss zu retten; die Salutogenese hingegen bemüht sich demjenigen im Vorfeld das schwimmen bei zu bringen...ich hoffe ich habe meinen persönlichen Standpunkt dazu plausibel erläutert-bei Rückfragen einfach nochmal melden

    mit netten Grüssen Dr. House
     
  9. Aceton

    Aceton Stammgast

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    Was wäre denn für dich Salutogenese?
     
  10. Velenia

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    Hallo,
    Ich stecke zur zeit mitten im Examen und arbeite mir gerade die Themen vom Müdlichen Fragekatalog aus. Ich bin jetz zum meist gehassten TB 10 gekommen und komme schon bei der ersten Fragestellung nicht weiter.

    Der Titel ist "Gesundheits und Krankheitsmodelle"

    Und darunter fällt
    - Risikofaktorenmodell
    - Biomedizinisches Modell

    Ich habe keine Ahnung nach was ich ganu ausschau halten muss. Von wem so das aktuellste Modell ist?!
    Und was davon wirkilch wissenswert ist.

    vill könnt ihr mir ein par namen nennen und etwas erklären, denn ich bin wirklich nicht gut in sowas.

    LG Velenia
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Welche Suchbegriffe hast den bis jetzt gegoogelt? Und vor allem- welche Links angesehen? Ich mag net doppelt suchen.

    Elisabeth
     
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Krankheitsmodelle Ausbildungsinhalte 08.04.2008

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