Biographiearbeit mal anders...

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Elisabeth Dinse, 19.06.2014.

  1. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Vielleicht eine Idee, viel bewusster mit den Angeboten im olfaktorischen Bereich umzugehen. Welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht?

    Elisabeth
     
  2. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Sehr gute.

    Durch den Einsatz von Gerüchen kann man gerade Demenzpatienten
    zeitliche, örtliche und situative Hilfen geben.

    Wenn es nach Zimt und Anis duftet ist es Weihnachtszeit.
    Der Geruch nach Kernseife bezeichnet den Sanitärbereich.
    Ein eher negativ belegter Eindruck (z.B. Karbol oder Jod)
    kann empfindliche Dinge vor "unbefugtem Zugriff" schützen.
     
  3. narde2003

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    Hallo Elisabeth,

    der Geruchssinn ist auch der Sinn, der am längsten Erhalten bleibt.
    Es gibt Heime, die mit Düften arbeiten um Patienten Orientierung zu geben.
    Auch im Palliativ oder Hospiz-Bereich werden Düfte entsprechend eingesetzt.

    Die Rose als "Abschiedsöl" etwa oder aber auch wird mit Zitronenduft im Europäischen Raum "reinheit" und "sauber" impliziert.
    Ganz bewusst setzt auch der Einzelhandel "Düfte" ein - im Backshop wo es auch noch am Abend nach frisch gebackenen Semmeln riecht oder in einem Versuch eines Kaufhauses hatte man einen Krabbeltisch mit "Babyduft" ganz dezent, nur im Unterbewusstsein wahrnehmbar beduftet. Der identisch bestückte Tisch war an einer anderen Stelle des Ladens - aber unbeduftet. Nun darfst du raten, welche Waren sich besser verkauft haben.
    Es waren übrigens Waren, die eher zu den Ladenhütern zählten auf den Tischen. Der unbeduftete Tisch stand an einer sehr guten Verkaufsstelle, wohin der beduftete Tisch an einer unscheinbaren Ecke stand.

    lg
    Marlene
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Mir fiel bei den "großen" Düften ein, dass ich es immer wieder schön finde, wenn ich nach einer langen Reise aus dem Zug steige und es nach Meer riecht. Man steht gar nicht direkt an der Küste und trotzdem kann man den Geruch des Salzwassers und des Tangs wahrnehmen. Mit dem Geruch verbinde ich Heimat.

    Ich komm übrigens an keinem Rosenstrauch vorbei, ohne zu schauen, wie die Rosen duften. Kein Rosenöl der Welt dürfte das abbilden können, was dir da an Vielfalt geboten wird. Dazu kommt noch der Anblick einer voll erblühten Rose. Das bekommst heute leider nicht mehr im Blumenladen. Aber wer vielleicht noch eine "echte" Rosenstrauch findet... vielleicht ist der Besitzer ja so nett und gibt ein paar ab für eine "Wahrnehmungsübung" in der Einrichtung.

    Elisabeth
     
  5. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Für mich darf es sehr gerne immer "frisch aufgebrühter Kaffee" sein. Der herrliche Duft hält sich erfreulicherweise immer recht lang.
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich verbinde den "Flohkaffee"Geruch mit morgendlichem Aufstehen und nachmittäglichem Kuchen essen. Positiv belegt sozusagen.

    Ich hab vor Jahren eine ungeplante OP mit einschneidendem Ergebnis über mich ergehen lassen müssen. Das Duschgel, dass ich damals in der Klinik verwendet hatte, habe ich lange Zeit nicht nutzen können. Es hat mich immer wieder an diese Zeit erinnert. An der Pflege der Kollegen lag es nicht. Da gab es nix zu kritisieren. Aber das Gefühl der völligen Hilflosigkeit hat mich nachhaltig geprägt.

    Elisabeth
     
  7. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Gerüche sind m.E. auch sehr prägend - positiv wie negativ.
    Die Reaktionen darauf sind individuell und nicht planbar.

    Mutter ihre gelbe Kletterrose an der Stallwand (blüht heute noch)
    hat mir beigebracht, gelbe und rote Rosen am Duft zu unterscheiden.

    Mein Mann trug damals Jaipur von Bucheron ..........

    Der Geruch von Spargel dreht mir den Magen um.
     
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