Bin ich wirklich zu alt?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von sixty, 30.08.2012.

  1. sixty

    sixty Newbie

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    Hallo :wink1: ersteinmal,

    wie mein Nick schon verraten kann, war meine Geburt in den sechziger Jahren. Genau bin ich jetzt 47 :verwirrt: Jahre alt. Ich habe bereits vieles (durch)gemacht, ein Studium der Ökonomie, konnte mich aber nie für einen Karrierejob entscheiden, und betreibe jetzt einen kleinen selbstständigen Betrieb. Ich habe keine Kinder - und bitte - damit hier keine Vorurteile aufkommen, es ging nicht. Ich hätte wohl gerne gewollt, nie ist festgestellt worden, woran es wirklich lag. Prinzipiell geht es sogar jetzt noch, aber irgendwann musste ich eine Grenze für mich definieren, ab wann eine Mutter wirklich zu alt ist und lasse das Probieren sein.

    Mit der Zeit bin ich immer unzufriedener mit dem Verlauf meines beruflichen Lebens geworden, und das hat jetzt nicht mit dem fehlenden Muttersein zu tun. Ganz spontan bin ich über den Beruf GuK noch einmal (!) gestolpert, denn meine halbe Familie, Vater, Mutter, Bruder, hat ihn seinerzeit ausgeübt. Nun, ich war damals nicht dagegen, aber wollte eben etwas anderes machen. Im Nachhinein hat sich meine Entscheidung als Sackgasse herausgestellt.

    In der Last-Minute-Börse bin ich auf freie Stellen gestoßen, habe den Eindruck, die stehen da immer drin und die Hälfte ist von der Bundeswehr, naja und habe mich einfach mal auf die erste beworben. Sehr ehrlich, auch mit dem Problem bereits konfrontiert, dass ich natürlich als Ältere mit sehr jungen Leuten, die vielfach meine Kinder sein könnten, zusammen werde lernen und arbeiten müssen und auch damit, dass ich mir von Jüngeren natürlich viel zeigen und mich anweisen lassen muss.

    Nun ja, jetzt bin ich in dem Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme) am Montag zum Vorstellungsgespräch eingeladen und habe auch nicht weiter nachgefragt. Ich finde es merkwürdig, beim VGS mit einem Pastor, steht so im Anschreiben, zu sprechen.

    Meine Selbstzweifel sind groß und wie hier schon gelesen, kann es ja auch sein, dass sie mich nur einladen, um mir noch einmal zu verdeutlichen, dass ich eh zu alt bin und es gar nicht mehr versuchen brauche. Irgendwie, obwohl ein VSG ja immerhin schon einmal etwas ist, habe ich so ein furchtbares Gefühl. Es ist mein erstes VSG seit Jahren. Ich kenne fast alle akademischen Varianten, aber nicht diese. Versteht jemand mich und kann mir vielleicht mal ehrlich was dazu sagen? Ich drehe ziemlich am Rad.

    Liebe Grüße,
    sixty
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Verstehe ich Dich richtig: Du willst eine Ausbildung zur GuKP machen? Da bist Du hier nicht allein in fortgeschrittenem Alter. z.B. hier: http://www.krankenschwester.de/foru...83-umstieg-zweite-ausbildung-pflegeberuf.html oder hier http://www.krankenschwester.de/forum/ausbildungsinhalte/35536-oldtimer-azubi-5.html

    Niemand würde sich die Mühe machen, jemanden zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, an dem er kein Interesse hätte.

    Kirchliche Krankenhäuser haben oft (oder immer?) einen Geistlichen im Vorstand. Warum soll der nicht auch Vorstellungsgespräche führen?
     
  3. eiermatz

    eiermatz Senior-Mitglied

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    es gibt viele in deinem Alter, die nochmals anfangen, das Problem ist sicher nicht, dass du keine Ausbildungsstelle findest, sondern wie finanzierst du dich in den 3 Jahren mit einem Ausbildungsgehalt? Hast du dich mit dem Arbeitsamt mal kurzgeschlossen?
     
  4. ninnchen

    ninnchen Junior-Mitglied

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    Ich bin auch schon 39 und habe gerade die KPH sogar mit Bayr. Staatspreis absolviert und fange im Oktober die 3 jährige in der Kinderkrankenpflege an. Ich will einfach was machen was mir Spaß macht bis ich mit bis dahin sicherlich 70 in Rente gehen darf ;)
     
  5. sixty

    sixty Newbie

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    Oh hallo :flowerpower:, guten Morgen,

    damit habe ich jetzt gar nicht gerechnet, dass ich diese Antworten bekomme. Danke! Es ist schon komisch, denn ich fühle mich halt einfach eben auch nicht zu alt. Aber gerade mich, die ich das noch nie gut fand, erfasst dieser fatale "Jugendwahn" eben irgendwie auch. Und dass es trotz des großen Wortes "lebenslanges Lernen" nicht mehr möglich sein soll, die grundsätzliche Richtung zu wechseln, kann ich mir eben einfach nicht vorstellen, aber oft ist es so.
    Insbesondere ich durch meine Familie zwar nicht mehr auf dem Stand von High-Tech-Medizin bin, der Grundcharakter des Berufs sich im Grunde, obwohl wir es heute mit einer ungeheueren Leistungsverdichtung zu tun haben, die ich aber bereits von meinen Eltern so auch noch kenne, nicht gewandelt haben sollte. Und was die Technologie betrifft, da gehöre ich wirklich nicht zu den Alten :P.

    Und ich denke, wenn viele Leute, die noch älter sind, die von sich sagen können, dass ihnen der Beruf Freude macht, dann könnte ja schließlich auch bei diesen auch heute noch (wenn sie in der Situation wären) eine Umschulung klappen.

    Claudia, nein das mit dem Pfarrer wusste ich wirklich nicht. Das kam mir schon sehr strange vor. Okay, danke. Den einen Thread habe ich angelesen - aber alle waren so viel jünger, den andern noch nicht.

    @ eiermatz: Hallo, ja ich weiß, dass das ein wenig schwierig ist, aber erstens bin ich bereits mit dem Arbeitsamt in Verbindung - aber es lässt sich wahrscheinlich nichts machen. Dann habe ich einige wenige Ersparnisse. Und zuletzt steht auch mein Lebenspartner im Zweifel zu mir.

    Und Dir, ninnchen, gratuliere ich erst einmal doll und wünsche Dir für die nächste Ausbildung alles Gute.

    Ganz herzlichen Gruß, dass Ihr mich ermutigt habt. Geht mir jetzt besser. Bis dahin.

    sixty :smlove2:
     
  6. ninnchen

    ninnchen Junior-Mitglied

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    Ich wünsche dir das du deinen Weg findest und deine Ziele verfolgst. Familie und Ausbildung unter einen Hut zu bringen ist nichtimmer leicht denn man muss erst seinen Weg finden richtig zu lernen und nebenbei auch Haushalt und Kids unter einen Hut bringen. Aber das letzte Jahr verging wie im Flug und wenn man es dann mal geschafft hat, ist man mächtig stolz!!
     
  7. sixty

    sixty Newbie

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    Vielen herzlichen Dank, Nine!

    Ja, ganz ernsthaft - Ausbildung und Family. Da frage ich mich tatsächlich, wie das so viele hier - jetzt mal egal in welchem Alter - wirklich packen. Ich glaube, ich tät's nicht schaffen. Aber ich denke, wenn man etwas will, geht es auch! Dir ganz viel Mut und Kraft. Und ja - Stolz :engel: !!!

    Es wünscht Euch allen einen guten Tag,

    die sixty
     
  8. Dannichen

    Dannichen Newbie

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    Hallo Sixty,
    danke für den Thread, genau sowas suchte ich!
    Ich möchte mich gerne umorientieren, habe im Kaufmännischen Bereich gelernt und möchte dort nicht unbedingt weiter arbeiten. Zur Zeit bin ich in Elternzeit und bevor meine Kinder nicht zur Schule gehen werde ich auch definitiv nichts Neues beginnen.
    Das heißt, wenn ich anfangen könnte mit der Ausbildung wäre ich 35 oder sogar 36....
    Aber wie ich hier schon gelesen habe, scheint das noch nicht zu alt für einen Neustart zu sein.
    Ich werde mich in den nächsten Jahren auf jeden Fall weiter belesen und versuchen schon mal etwas in die richtige Richtung zu gehen, wie auch immer.

    Dir auf jeden Fall ganz viel Glück für`s Vorstellungsgespräch!!!!

    Liebe Grüße :-)
     
  9. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Hallo sixty, auch ich möchte Dir Mut machen.

    Ich denke, Du bringst Lebenserfahrung mit in den Beruf, ein nicht zu unterschätzender Wert.
    Wir brauchen in der Pflege junges "und" älteres Personal, wenn beide sich ergänzen kann das nur ein Gewinn für die Pflege sein.

    Viele haben sich in jungen Jahren in der Pflege aufgerieben, sie haben vergessen sich zu pflegen und mit der biologischen Veranlagung (Kinder zu bekommen) bleibt so manche Frau bei diesen Belastungen auf der Stecke.
    Kombi: Famlilie/Beruf, ein Eiertanz. Kinderversorgungssicherung: Kindergarten, Schulsytem. Sind sie da durch kommt die Elternversorgungssicherung.

    47 Jahre + 3 Jahre Ausbildung = 50 Jahre + "17" Jahre in der Pflege = mehr Berufsjahre wie manch andere "ehemalige" Pflegeperson.

    Toi,toi,toi
    Claudia B.
     
  10. sixty

    sixty Newbie

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    Guten Tag, Dannichen,

    ich finde das schön, dass ich hier nicht hoffnungslos "verloren" bin. Danke auch noch mal an Claudia für den Thread des "Oldtimers". Denn ich hatte gestern mal alle möglichen Wortkombis eingegeben und nichts funzte. Zwar dachte ich, das Thema müsse es geben, aber naja.

    Danni, ich gehe mal so davon aus, dass Du Anfang Dreißig bist, vielleicht ein bisschen drüber. Ich finde es im Grunde auch vernünftig, dann anzufangen, obwohl sicher auch Möglichkeiten in den vielen Betriebskitas liegen, aber es ist mit noch ganz Kleinen sicher unglaublich schwer in der Ausbildung. Ja. Kaufmännischer Beruf, das war ja auch mein Einstieg. Prinzipiell, wenn ich meine erste Ausbildung Industriekauffrau mitzählen will, wäre es jetzt der dritte Beruf, aber ganz anders gelagert. Weil im Studium Ökonomie gibt es immerhin einige Berührungspunkte zum ersten Beruf (sollte man jedenfalls meinen :schraube: - wo überhaupt :P).

    Aber vielleicht, das fällt mir so ein, wäre es für dich auch ganz gut, noch so ein paar Stunden nebenher zu arbeiten. Okay, ich habe den kaufmännischen Beruf nie geliebt, deshalb auch früh den Abgang gemacht ins Studium, aber immerhin, er war einiges Wert. Ich habe häufig Nebenjobs bekommen, paar Stunden manchmal. Vielleicht wäre das ja was für Dich, übergangsweise, solange Du "gebunden" bist bzw. Dich fühlst. Aber mit Mitte Dreißig, nee, da hätte ich auch keine Angst, zu alt zu sein für diesen Beruf :!:. Denn eigentlich ist tatsächlich so, es muss passen und man sollte sich fühlen und manchmal bin ich viel kindischer als jüngere, weshalb ich auch aus dem anderen "alten" "Oldtimerthread" so mitgenommen habe, das keinesfalls das Alter irgendwie da doll den Ausschlag geben würde, ob man irgendwie besser oder schlechter oder sonst was ist. Und, ach was ist Lebenserfahrung, alles so relativ und keineswegs nach Zahlen bemessbar.

    Warum ältere mit Lehrern besser klar kommen sollten, verstehe ich auch nicht, nee, eher wohl das Gegenteil. Und wie Claudia auch schrieb, das größte Ding ist - dass es notwendig ist - noch einmal von vorne anzufangen, auch wenn es manchmal wohl nerven wird, wenn eine viel jüngere Praxisanleiterin - ääähm - ja sozusagen Personalgespräche oder Beurteilungsgespräche mit einem führt. Darüber bin ich mir schon bewusst. Ich weiß aber aus meinem Bekanntenkreis auch, dass das Zusammensein mit Jüngeren für mich recht einfach ist. Habe auch Freundinnen um die Dreißig und noch jünger. Ich unterscheide mich im Äußeren eher mehr durch meine Falten um die Augen als durch Klamotten oder Gewicht oder mein Haare. Eher ist es wohl tatsächlich schwerer, sich noch genauso einfach wie jüngere "anzupassen" bzw. "einzuordnen", weil man da schon mittlerweile über bestimmte Muster im Kopf verfügt. Aber das ist eine Einstellungssache.

    Danke für Deine Glückwünsche! Und Dir bis bald dann alles Gute und tu auch was für Dich :wavey: ... Und melde Dich bitte hier mal - oder so ...

    Liebe Grüße
    sixty
     
  11. sixty

    sixty Newbie

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    Hallo Claudia,

    ja, die Lebenserfahrung bezweifele ich ein bisschen, weil ich denke, so viel ich auch erlebt haben mag ... so ist es doch immer auch noch eine Sache, was man daraus gelernt hat. Ich denke jetzt grade an Dannichen, die vor Dir geschrieben. Ob sie nicht mit 35 eine viel ausgedehntere und auch für den Beruf nützlichere Lebenserfahrung hat, wenn ihre Kinder erst in der Schule sind? Und so relativ jung wie sie ist, dürfte sie das ja locker schaffen, ohne sich aufzureiben. Auf der anderen Seite sehe ich natürlich auch ein Problem: Meine Mutter hat, als ich noch recht klein war und die anderen schon größer, wieder einsteigen "müssen", ähhm, ich meine, nein: Sie hat diesen Beruf über alles geliebt, aber sie wollte es eben auch nicht zu früh wieder. Sie wurde halt durch die finanziellen Belastungen gezwungen und wenn mein Vater sie abgefedert hätte, hätte sie um Einiges später angefangen, was gut gewesen wäre für alle. Ja, und eben weil meine Geschwister auch noch nicht soooo furchtbar groß waren, hat sie sich schon aufgerieben, obwohl es ihr absoluter Traumjob war. Alles wollte sie richtig machen. Es war tw. echt schlimm. Aber das war sie und ihre Einstellung.

    Ja, und andererseits ist es auch eine Erfahrung, die nicht gar zu viele Frauen machen, keine Kinder bekommen zu können und dabei noch schief angeguckt zu werden, oft! Das tut nicht nur weh, frau verarbeitet das irgendwie auch und bildet daraus ein Repertoire an Feingefühl, was andere so vielleicht nicht haben.

    Ganz bewusst möchte ich auch GUK und nicht Kinderkrankenschwester werden, weil ich bewusst nicht kompensieren möchte. Das gehört jetzt zu dem, was Du angesprochen hast, dass neben ganz jungen eben auch ältere bis zum Pensionsalter im Team zusammenarbeiten. Und genauso möchte ich gern Umgang haben mit Menschen aller Altersgruppen. Ich finde, wenn man beides zusammennimmt, ergibt das eigentlich ein ganz gutes Ganzes, was das Eine nicht gegen das Andere ausspielt.

    Ja - und Deine Rechnung finde ich schick :flowerpower: - echt genial ... Danke!

    sixty
     
  12. BettyBoo

    BettyBoo Poweruser

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    Hallo sixty,

    erst einmal willkommen im Forum.
    Ich finde es bewundernswert, wenn man sich mit Ende 40 noch einmal dazu entscheidet, etwas ganz Neues anzufangen und beschließt, nochmal die Schulbank drücken zu wollen.
    Wichtig denke ich ist es, zu wissen, dass du das wirklich willst und auch durchziehen wirst mit der Ausbildung.
    Irgendwie lese ich zwischen deinen Zeilen Zweifel heraus.......aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

    Ja, in kirchlichen Häusern sind oft die jeweiligen Pfarrer oder Pastoren beim Vorstellungsgespräch mit dabei, auch in meinem Fall erinnere ich mich dunkel, war einer zugegen.

    Ich bin inzwischen schon einigen GuK Azubis begegnet, die älter waren als ich und die gar keine Probleme damit hatten, allerdings sollte man körperlich wirklich fit sein, denn dieser Beruf verlangt einem schon so einiges ab.
    Also dann man toe und viel Glück!

    Berichte doch weiter, wie es läuft bei dir!
     
  13. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    an unserer Schule gab es auch eine "spätentschlossene" Schülerin, die dann mit 50 (!) noch Ihr Examen abgelegt hat und jetzt schon seit einige Jahren als GuKP arbeitet. Sie war gut in den Kurs integriert- und ganz ehrlich: ältere Auszubildende können das Lernklima in einem Kurs positiv beeinflussen!

    Ich persönlich denke, dass ein Einstieg mit 47 Jahren also noch möglich sein sollte- Vorausetzung ist natürlich die gesundheitliche Eignung, welche durch den Betriebsarzt festzustellen ist!
     
  14. sixty

    sixty Newbie

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    Hi,

    wisst Ihr, dass ich Eure verschiedenen Antworten unglaublich toll finde, gerade auch, weil sie ebenfalls schwache Punkte ansprechen.

    Da ist erst einmal die Annahme von BettyBoo, dass aus meinen Posts schon auch Zweifel rauszuhören sind - und Recht hat sie. Warum?

    Weil ich mich tatsächlich ein wenig davor fürchte, von Jüngeren schief angesehen zu werden und so was wie "Boah, wie alt ist die denn schon, meine Mama oder was" etc. zu hören. Denn: Natürlich sieht man meinem Gesicht an, dass ich keine 25 mehr bin. Nicht ich habe Angst, mich nicht integrieren zu können, sondern eher Furcht, dass mich jüngere ignorieren aufgrund meines Alters.

    Dann ist da die Sache, dass ich das eigentlich bereits erforderliche dreiwöchige Praktikum noch nicht abgeleistet habe, denn alles ging so schnell und ich habe aufgrund meines Alters mit keiner Einladung gerechnet. Und natürlich wäre es wichtig, bereits wenigstens wirklich einige Male "im Dienst" gewesen zu sein - auf Probe. Das sehe ich als klaren Nachteil.

    Nun ist mir aber mitgeteilt worden, dass ich das Praktikum später ableisten kann. Damit bleibt eine evtl. positive Entscheidung am Montag oder wann sie diese dort auch immer treffen werden, für mich zunächst vorbehaltlich, bis die Beurteilung meines Praktikums vorliegt. Und dafür haben sie ein Formular, was zig Kriterien umfasst. Im Bereich "Arbeitsverhalten" sollen von den Verantwortlichen der Station/en beurteilt werden Interesse, Belastbarkeit, Arbeitsweise, Arbeitstempo, im Bereich "Fähigkeiten" Beobachtungsgabe, Merk- und Lernleistung und auf dem Gebiet des "sozialen Verhaltens" Kontakte, Umgang mit Menschen, Beachten von Vorschriften, Pünktlichkeit. Das Ganze auf einer Likert(Noten)skala von eins bis sechs. Ebenfalls zählen die Wahrnehmung meiner "äußeren Erscheinung", "Fehltage, -stunden" und evtl. Bemerkungen zu meiner Eignung. Das finde ich sogar gut. Und ist natürlich für eine Orientierung noch einmal recht sinnvoll. Aber - ich hätte es gerne bereits gemacht.

    Zur gesundheitlichen Eignung: Ja, weiß ich, dass ich vom Betriebsarzt untersucht werde, aber was soll er finden, was in einem großen Blutbild nicht als auffällig erscheint. Leider ist mein Cholesterin ein ganz wenig zu hoch und sogar mein Blutzucker ist einen Punkt über dem Limit! Und hier wird es haarig, obwohl Hämaglobin (die beiden HBA1c-Werte) absolut normal sind. Natürlich denke ich auch, ja klar, ist vom vielen Schreibtischsitzen mein Rücken ein wenig skolios angegriffen. Das wäre es eigentlich, bis auf eine Anämie - bedingt eindeutig durch meine sehr starke Blutung -, die ich versuche, mit Eisentabletten in den Griff zu bekommen.

    Aber - irgendwann kommen die Wechseljahre. Was dann? Und was, wenn sie in der Ausbildung kommen, was, wenn ich schon drin bin und es noch gar nicht gemerkt habe?

    Lillebrit, auch Du hast natürlich Recht. Ich sollte mich nicht so von den Jüngeren abhängig machen, sondern das dazu beitragen, was ich einfach in meinem Alter vielleicht an (Ausgleichs)vermögen mitbringe. Und manchmal auch eine recht gute Gelassenheit, im Moment zwar nicht. Irgendwie bin ich durch den Wind. Aber ich versuche mich jetzt einmal von dieser Fixierung zu lösen. Wenn es sein soll, ja, wenn irgendetwas in mir oder extern dagegenspricht, war es halt ein Schimäre. In meiner Einladung steht irgendwas mit einer kleinen schriftlichen Ausarbeitung. Oh, jeee ...

    Und - ich war nicht beim Friseur :angry:... und soll mich dann mit anderen zusammen noch nach den Einzelgesprächen gemeinschaftlich dem "Entscheidungsgremium" vorstellen. Ey, ich verstehe dieses Verfahren irgendwie nicht:gruebel: . Nun ja, das geht ja nicht nur mir so...

    Bis bald dann, Ihr Lieben. Natürlich werde ich berichten - und freue mich natürlich, wenn noch jemandem vorher etwas zu meinen Ausführungen hier einfallen sollte :wavey:.

    sixty
     
  15. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Und was ist wenn Dir morgen ein Ziegelstein auf den Kopf fällt, Du von einem LKW überrollt wirst?? Ruhig, Brauner, ruhig.

    Hallo, Du lebst im Hier und Jetzt, Du bewegst Dich, Du bist neugierig, Du willst lernen....

    Sixty, sei einfach Du.

    Du hast nix zu verlieren, Du "kannst" nur gewinnen, auch wenn es "nur" eine "Leben"serfahrung mehr ist.

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, weil es schon verloren hat.

    Charlie Chaplin über SELBSTLIEBE - YouTube

    Claudia B.
     
  16. ninnchen

    ninnchen Junior-Mitglied

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    Nur mal kurz zum Thema Wechseljahre..ich bin seid einigen Jahren in den frühzeitigen Wechseljahren und kurz vor meiner letzten Prüfung in der KPH so richtig mit Hitzewallungen und allem drum und dran.. ich habe erst einmal was Homöopathisches bekommen was erst nach 4 Wochen angefangen hat zu wirken. Aber auch das geht. Es ist anstrengend und du wirst ein paar TShirts mehr vollschwitzen als sonst aber machbar ist es. Und außerdem...auch wenn du schon Fachkraft wärst und in die WJ kommst..musst du ja auch weter arbeiten ;) Ich bin ganz dolle gespannt wie es mit dir weitergeht!! Think positiv!!
     
  17. BettyBoo

    BettyBoo Poweruser

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    Oh je, Sixty.
    Also, in einem bestimmten Alter sollte man eigentlich ein gesundes Selbstbewusstsein haben, wo ist das denn bei dir?
    Der Betriebsarzt findet dein etwas zu hohes Cholesterin sicher nicht so wesentlich wie eine gesunde Wirbelsäule........nur mal so am Rande.
    Und deine Frisur wird beim Bewerbungsgespräch sicher auch nicht entscheidend sein in dieser Branche.
    Jetzt muss ich doch grinsen.:mrgreen:

    Und durch die Wechseljahre muss wohl jede Frau durch, die werden dich schon nicht über Nacht überfallen.........

    Nutz dein Alter doch als Chance und nicht als Hinderungsgrund!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  18. sixty

    sixty Newbie

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    Huhu.

    Nix, mangelndes Selbstbewusstsein - zu unterscheiden von Selbstzweifeln: hat sich heute gezeigt, nur nicht ausgezahlt. Die Tanten waren wohl noch jünger als ich und fanden es lustig, einen Exot einzuladen. Daneben haben sie ziemlich blöde versucht, mich in eine vollkommen dumme akademische Diskussion zu verwickeln (komplett zurechtkonstruiert, so dass kein anderes Thema mehr wirklich drin war), der sie selbst aber schließlich nicht gewachsen waren, geschweige denn, dass ich die Blicke bei der Präsentation auf mich noch einmal haben möchte. Dann kann ich direkt selbst drei von fünf Dolchen auf mich richten und zustechen.

    Neee, ich tue mir nicht leid. Die da waren es einfach nicht wert und meinten sich ein Spielchen in einem offenbar langweiligen Alttag ausdenken zu müssen. Schlecht gelungen, weil argumentativ hatte ich die locker in der Tasche, sowohl das Gespräch betreffend, was von Anbeginn nur auf Konfrontation, von meiner Seite aus erlebte Feindseligkeit ausgerichtet war, als auch meinen spontanen, von ihnen thematisch vorgegebenen Vortrag angehend, sowas hab ich halt nun mal drauf. Drei von fünf Augenpaaren mit nur Ätze ...

    Purer Neid. Armes Volk. Auf jeden Fall habe ich die Nase voll. Ja, und ich habe die Tür zukrachen lassen, bin gegangen, denn auf meine Frage hin meinten sie, sie wüssten besser als ich, aus Erfahrungen (!), dass sie Entscheidungen nach Vorstellungsgesprächen nicht (!) begründen bzw. keine Rückmeldung geben sollten. Klar war ich unprofessionell, denn an diesem Punkt, der bisher im Grund nur aus Provokation bestand, bin ich ausgerastet - und haben denen sogar noch nen Gruß dagelassen. Und ob die Tür aus dem Rahmen gefallen ist, weiß ich nicht. Also, irgendwie denke ich nicht, dass ich mir so etwas noch mal tue in nächster Zeit. Natürlich ist es das Alter!!!

    Bis demnächst. Erst einmal bedient von solch dummdreisten und fiesen Fratzen:zunge:. Gestrichen die Schn***e voll. Also als Karl-***** kann ich besser woanders arbeiten. Auch ich habe Anrecht auf ein Minimum an Respekt, der von Vorneherein nicht gegeben war.

    sixty
     
  19. Liliane797

    Liliane797 Junior-Mitglied

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    Hallo sixty!

    Das war ja in der Tat eine völlig unprofessionelle Aktion. Geht gar nicht und qualifiziert die Damen und Herren nicht als potentiellen Arbeitgeber. PFUI!!!
    Lass den Kopf nicht hängen. Ich wollte dir eigentlich etwas positives schreiben... bezüglich Alter und eine neue Ausbildung...vielleicht nicht zu 100% auf
    dich übertragbar aber naja. Ich arbeite in der Schweiz. Neben den Pflegefachfrauen gibt es die Pflegeasisstenten/Innen (heissen jetzt AGS) und sehr viele in dieser Berufsgruppe sind gestandene Männer und Frauen Ü40, die sich beruflich nochmals verändern wollten oder nach langer Zeit als "Hausfrau" wieder arbeiten wollen. So, lange Rede kurzer Sinn: Ich schätze diese Kolleginnen sehr. Verfügen sie doch über sehr viel mehr Wissen, Lebenserfahrung, Empathie und oft mehr Objektivität als so manch junges Küken, das eine Ausbildung beginnt.

    Das wars...mehr gibts nicht...ist schon spät

    Liebi Grüess

    Birgit
     
  20. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Nun ja, wir kennen nur die eine Seite. Und hier scheint mir jemand auf Krawall gebürstet zu sein - ob berechtigt oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

    "Die Tanten waren wohl noch jünger als ich und fanden es lustig, einen Exot einzuladen. Daneben haben sie ziemlich blöde versucht, mich in eine vollkommen dumme akademische Diskussion zu verwickeln" - was für eine respektsvolle Ausdrucksweise den potentiellen Vorgesetzten gegenüber. Und sie sind jünger als 47. Welch ein Verbrechen.

    "Purer Neid" - worauf? Dein Alter? Deine Unverschämtheit?

    Ich weiß nicht, was Du von einem Vorstellungsgespräch erwartet hast. Fragen gehören dazu. Gerade bei einem Berufswechsel musst Du diesen begründen können - wenn Du das als persönlichen Angriff wertest, wirst Du nirgendwo punkten können. Spontan würde ich dieses Erlebnis nicht auf Dein Alter schieben. Aber anscheinend hat einer Deinen wunden Punkt getroffen. Möglicherweise indem er Dich auf Dein Alter angesprochen hat - ich weiß es nicht.
     
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