Bin absoluter Buh-Mann

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Anima34, 20.01.2011.

  1. Anima34

    Anima34 Junior-Mitglied

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    Sorry, hoffe, ich bin in diesem Thread richtig.

    Zur Zeit befinde ich mich im Krankenstand, da ich psychisch ziemlich unten bin.

    An meiner Station gibt es sehr viele Probleme, interdisziplinär, organisatorischer Natur, zwischenmenschlich in der eigenen Berufsgruppe, Führungsprobleme.

    Ich bin ein Typ, der Probleme beim Namen nennt und asehr lösungsorientiert ist, d. h. ich mache, wenn ich Dinge auszeige, auch immer Vorschläge, wie man etwas positiv dazu beitragen könnte.

    Nun habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mich mit meiner offenen, auf Entwicklung bedachten Art offensichtlich selbst zum Buh-Mann der Abteilung gemacht habe und wurde gestern, cora publika, vorm gesamten Team im Rahmen unserer Teambesprechung, von meiner STL angeschrien, ich solle doch, wenn mir irgendwas nicht passt, gefälligst wieder zurückgehen auf die Interne (war mein voriger Arbeitsplatz).

    Das hat mich zutiefst getroffen, da ich sehr engagiert bin und sehr viel in die Arbeit einbringe.
    Ich habe Aromatherapie zum Thema gemacht, habe Palliativ Weiterbildung mit Auszeichnung absolviert und bin sehr engagiert, Palliativcare an unserer Abteilung zum Thema zu machen, bin ständig am Verschönern der Abteilung (Aufenthaltsraum wohnlicher machen - Vorhänge gekauft, Wandsticker etc.), Kaffeehäferl für die Teeküche, die dann binnen kürzester Zeit alle verschwunden waren etc.

    Im Grunde habe ich das Gefühl, dass ich, als Benenner verschiedener, teils ungesetzlicher Problematiken, selber zum Problem gemacht werde, weil ich dadurch "Unruhe" stifte.
    Mein Team und meine Leitung dreht sich anscheinend lieber weiter völlig unreflektiert im Kreis mit destruktiven Uralt-Mustern, als mal nach links und rechts zu sehen und einzusehen, dass sich alles weiterentwickelt.
    Bei uns werden Mitarbeiter, die nicht "kusch" sind und nicht alles unreflektiert hinnehmen, am liebsten sofort ausradiert.

    Logischerweise fühle ich mich ausgegrenzt, unverstanden und auch respektlos behandelt.

    Was soll ich nun tun? kennt ihr solche Situationen? Wie kommt man da wieder raus?

    Mich versetzen zu lassen war voriges Jahr ein Thema, nun denke ich aber, ich möchte nicht davonlaufen, wer weiss, wie es wo anders läuft.

    Eine sehr traurige Anima.
     
  2. Feli

    Feli Poweruser

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    Oh je, das klingt übel.

    Ich war auch mal in so einer ähnlichen Situation. Zwar war ich mir damals durchaus bewusst, dass man als Neuling in einem Team (noch) nicht in der Position ist, Kritik zu üben, (schau Dir mal zum Einlesen diesen Link an)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppendynamik

    aber es gab so viele Dinge, die mich gestört haben, dass ich es nicht geschafft hab, meinen Mund zu halten.

    Die einzige Lösung bestand für mich in einer Kündigung - im Nachhinein auch die absolut richtige Entscheidung. Als Neuer kann man festgefahrene Strukturen in einem Team nicht ändern, wenn das Team mit damit "glücklich" ist. Neu ist man übrigens ziemlich lange.

    Aber das muss natürlich nicht Deine Lösung sein.

    Ich wünsch Dir viel Glück!
     
    #2 Feli, 20.01.2011
    Zuletzt bearbeitet: 20.01.2011
  3. Anika85

    Anika85 Newbie

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    Hey ....:-)!
    Es tut mir Leid zu hören , was du da durchmachen musst!
    Hört sich nach "Kampf gegen Windmühlen" an :(! Schade ...ich seh das wie du ,dennoch kenn ich das Problem ziemlich genau und ich habe gewechselt , da mir meine Kraft und Psyche zu wichtig war. Es zieht zu große Kreise , man nimmt den Kram ständig mit nach Hause , geht mit Bauchschmerzen zur Arbeit und kann garnicht mehr abschalten und ändern tut sich eh nix!
    Dann lieber die Kraft auf einer Station investieren , die sich gerne nach vorne bewegen wollen.
    Was ändern zu wollen finde ich immer gut und stehe dahinter , aber bitte nicht auf deine Kosten! Vergiss dich nicht selber , die Arbeit soll Spaß machen und erfüllen! Schlechte Tage gehören dazu , das wissen wir alle , aber wenn man nur noch Bauchschmerzen hat und es an die Substanz geht, muss man die Notbremse ziehen.
    Ganz lieben Gruß und Kopf hoch!
    Anika
     
  4. DerStudent

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    Hi.

    Als Einzelkämpfer gegen AG (bzw. die Arbeitsbedingungen) UND gegen das Team (bzw. ohne dessen Rückhalt) vorzugehen - da wirst verlieren. Also hast in Deinem Fall egtl. schon.

    Ich hatte auch schon KollegInnen, die zwar fachlich und rechtlich sicher begründete Einwände hatten, diese aber einfach zu oft und zu "undiplomatisch" (ohne das jetzt unterstellen zu wollen...ich mein, ich kanns Dir ja nachfühlen...) angebracht haben. Das wird nix.
    Schafft es ja eine Leitung schon kaum, gegen den "Kollektivwillen" Sachen durchzubringen.

    Gruß,

    DS
     
  5. wobei die Art der Kritikäußerung der Stationsleitung schon derb unangebracht war *hust*

    auch wenn sie evt. "Recht" haben mag (wir hören ja auch nur die Version der einen Seite) - das war ziemlich destruktiv :(
     
  6. Anima34

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    Ich schaffe es eben leider auch nicht, den Mund zu halten. manches verkneife ich mir eh, aber vieles geht einfach nicht.

    Neu, naja, ich bin 2,5 Jahre dort, aber du hast recht, neu ist man lange.

    Das Team ist auch nicht glücklich mit gewissen Dingen, aber zu feige, rückgratlos oder zu bequem, aktiv zu werden.

    Kündigung, derweil noch kein Thema (aus finanziellen Gründen).

    Danke, wird schon werden, irgendwie. Notfalls so: :sbaseballs: *gg*
     
  7. Anima34

    Anima34 Junior-Mitglied

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    Sicherlich gibt es immer 2 Seiten.

    Ich denke, in ihren Augen bin ich der Störenfried, der sie zum Handeln nötigt, wo sie doch sonst alle so schön in der Hand hat.

    Ich bin einfach "unbequem", weil kein Schaf in der Herde.
     
  8. Anima ich kenne die Position gut - neuer, frischer Wind muss immer ausgeschaltet werden, indem man das Fenster schließt - zum. war das bei mir damals so...

    ich würd, so viel Kraft das auch auf Dauer kosten wird - vorausgesetzt du willst erstmal dort bleiben - nicht resignieren... manches lässt sich subtil umsetzen... hast du dort ein oder zwei Vertraute? Manchmal ist Gegenhalten gar nicht verkehrt...

    ich würde jedenfalls zum Thema Kritik äußern die StL nochmal an die Seite nehmen und ihr sagen, dass das absolut nicht ok war - der Inhalt der Kritik sei dahingestellt - die Art und Weise geht überhaupt nicht - schon gar nicht, vor anderen Kollegen!
     
  9. Anima34

    Anima34 Junior-Mitglied

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    Zu undiplomatisch, tja, das wurde mir auch schon vorgeworfen, kann manchmal sicherlich impulsiv sein, das streite ich keineswegs ab.

    Und zu oft Kritik üben - das könnte auch sein.

    Ich hab schon verloren - naja, Ansichtssache. Für mich persönlich ist es ein Gewinn, dass ich mich jeden Tag in den Spiegel sehen kann und viel von mir selber halte.
    Ich bin stolz darauf, dass ich die Fähigkeit, mein Gehirn zu gebrauchen und selbständig zu denken, noch nicht verlernt habe. Macht natürlich Probleme, und das ist zum Einen lähmend und zum Anderen frustrierend, weil es einfach ungerecht ist.

    Was soll ich sagen, jede Medaille hat 2 Seiten.
    Die hässliche Seite setzt mir grad zu, da ich ein Gerechtigkeitsfan bin und zeitweise die Welt nicht mehr verstehe, dass Korruption, Intrigen und Lügen mehr bewirken als geradlinige, ehrliche Wertvorstellungen.
    Schleimen und intrigieren bringt offensichtlich mehr, das macht mich einfach traurig und auch wütend.

    Ich mein, wir haben doch auch eine grosse Verantwortung, welche Psychokrüppel arbeiten eigentlich zum Teil in unserem Job? Gut, dass das viele Patienten nicht wissen.
     
  10. Anima34

    Anima34 Junior-Mitglied

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    Das mit dem Fenster schliessen ist ein super Vergleich und kommt zu 100 % hin.

    Auch wenn mir grad schwer ums Herz ist, freut es mich doch, dass es auch andere Kolleginnen zu geben scheint als jene, die ich grad um mich habe im real life. Danke.

    Ja, ich halte auf alle Fälle dagegen, davon laufen bringt nichts, wie gesagt, die Traumstation gibt es ohnehin nicht und überall gibts Dinge, mit denen man sich nicht identifizieren kann.
    Rausekeln lass ich mich auch nicht, denn trotz momentaner Schwächung schreit tief drin mein Ego: ich geh, wann ICH will.

    Natürlich werde ich meiner STL, sobald sich meine Emotionen gelegt haben und ich wieder in der sachlichen Ebene bin, deutlich klar machen, dass sie Grenzen übrschritten hat und dass ich das nicht akzeptiere.
    Ich bin am Überlegen, ob ich ihr mitteile, dass ich gerne eine öffentliche Entschuldigung von ihr hätte, denn immerhin hat sie mich auch öffentlich blamiert, mich erst nicht ernst genommen (kaum aussprechen lassen, ständig ins Wort gefallen) und mir zu guter Letzt cora publika wissen lassen, dass sie ebensogut auf mich verzichten kann, wenn ich denke, "aufmucken" zu können.

    Auch einen Termin bei der Pflegedirektion habe ich vor, auszumachen und wahrzunehmen. Und nicht nur wegen der Beleidigung meiner STL, sondern wegen MIR, weil ich ihr mal sagen möchte, dass und warum ich unglücklich bin und dass ich mich an einem Punkt befinde, an dem ich nicht sein will.

    Ich möchte die PDL auch fragen, was sie mir rät.
    Ich möchte die PDL fragen, wie ich mich anders verhalten könnte, damit ich nicht ins "Aufmucker"eck komme bzw. wieder raus komme und trotzdem gesetzeskonform arbeiten kann.
    Einige Dinge laufen bei uns schlicht und ergreifend rechtlich nicht ok. Ich sag nur, Medikamentenanordnungen von Pflegepersonal, selbständig, ohne ärztl. Handzeichen, nix. Wird auch von mir verlangt, war ja immer so, ist ja Standard. Und ich sag nein, mach ich nicht, wenn was passiert, sitz ich im Knast und schlimmstenfalls stirbt ein Patient, es verträgt nicht jeder Metamizol; ich kanns und wills einfach nicht verantworten.
    Oder: Urlaubseinteilung im Rahmen der Teambesprechung, wer nicht kommt oder pünktlich gehen möchte (und die TB ist noch nicht beendet), bekommt den Urlaub nicht bewilligt.
    Überstunden dürfen nicht geschrieben werden (z.B. man ist 30 Min. länger im Dienst, weil Mörder-Dienstübergabe war, die man nicht abkürzen kann, weil man sonst wichtige Informationen nicht weitergibt), denn wer nicht länger bleibt, sei nicht an der Arbeit interessiert und ein Egoist.
    Ja, so schnell wird man zum Rebell ...
     
  11. ich überlege die ganze Zeit, wie es zu so einem Ausraster kommen konnte...

    kann es sein, dass sie selbst schonmal versucht hat, Dinge zu verändern und auf Gegenwind (bleiben wir mal bei dem Bild *g*) gestoßen ist? Oder sie selbst unzufrieden ist mit manchem und keinen Plan hat, wie sie es umsetzen soll? Kann es Neid sein? Kann es "Stutenbissigkeit" sein? (oh ich hasse dieses Wort)... kann es sein, dass sie ihre Autorität untergraben sieht?

    Oh man wenn du die Gründe rausfindest, lass sie mich wissen! Für die Explosion wird es einen Grund geben - darauf wette ich..

    Bei mir damals war es nicht mal so, dass ich dringend was verändern wollte - ich bin Dinge einfach anders angegangen, hatte einen anderen Zugang zu Patienten und eine - nunja - bethelanische Arbeitsweise *hust* wer dort die alte Ausbildung gemacht hat, weiß was ich meine... das stieß auf Unsicherheit und vor allem auf Unverständnis.

    Ich glaube, sie wussten nicht, was sie davon halten sollen, deswegen kam ich ins Gerede und somit ins Schussfeld... ich hab mich optisch wie auch im Verhalten deutlich dort abgehoben... wer nicht ins Bild passt, muss ausradiert werden... es ist doch fast überall so - entweder man hat eine Station voll mit Exoten oder eine, mit dem Einheitsbrei.

    Lieber bin und bleibe ich Individuum, so wie meine Lehrer es mir (ich muss gestehen ungünstiger Weise!) immer wieder eingetrichtert haben.. sie wussten, dass gerade wir immer kämpfen müssen. Zumindest, wenn wir die "falsche" Station erwischen... aber sie wissen auch, dass sie uns zu neuen Ansätzen befähigt haben.

    Ich selbst bin immer für neue Ideen offen - oft ist es auch Bequemlichkeit, die andere die Ohren schließen lässt - dann müsste man ja aufbrechen und was tun... das unterstelle ich natürlich nicht allen Kollegen, aber ein Häufchen dieser Art gibt es schon ;)
     
  12. narde2003

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    Darf ich fragen wie du versucht hast deine Ideen umzusetzen?

    Hast du einfach angefangen, oder hast du von anfang an der Team ins Boot geholt?
     
  13. Narde das sind Details :-) die mich auch interessieren - das war mein Einwand mit den "2 Seiten"

    ich würde mit allen Kollegen ein Brainstorming machen und eine Arbeitsgruppe für den Bereich der geupdated (*gruselwort*) werden soll gründen. (Muss natürlich auf offene Ohren stoßen und auf jemanden, der das Fenster wenigstens a klein bisserl geöffnet hält)

    das wäre mein Ansatz :-)
     
  14. Anima34

    Anima34 Junior-Mitglied

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    Ja, gerne.

    Natürlich habe ich zuerst begonnen, mich mit den Kolleginnen zu besprechen, aml in einer ruhigen Minute (Nachtdienst z.B.) gefragt, warum denn dieses so läuft usw. Ob sie es denn so gerne machen etc.

    Die Meisten haben mir gegenüber gesagt, tja, war immer schon so, kann ma eh nix machen, die STL verdreht dir eh nur das Wort im Mund ...


    Ich hab den Eindruck, dass viele einfach nur froh sind, wenn der Arbeitstag vorbei ist und nicht auffallen wollen.

    Team mit ins Boot holen war also nicht wirklich möglich, natürlich fühlen sich viele nicht wohl, aber wenns dann drauf an kommt, halten alle ihren Mund und sitzen mit versteinerten Mienen da. Siehe letzte Teambesprechung. Da wird betreten zum Boden gestarrt und ich sitz da wie ein Depp, obwohl im Vorfeld einige gemeint haben, sie gäben mir völlig recht und würden mich so bewundern für meinen "Mut".

    In weiterer Folge habe ich natürlich Einzelgespräche mit der STL gesucht, bei welchen sie mir immer versichert hat, "müssts halt zamhelfen", "alles braucht seine Zeit", "vertragts euch" und so weiter. Meine STL ist eine sehr beschwichtigende Person, die immer Peace haben will und KOnflikte wie Konfliktgespräche meidet wie der Teufel das Weihwasser.

    Ich war voriges Jahr schon bei der PDL und habe um Versetzung angesucht, ihr schon damals meine Gründe genannt.

    nach einigen Monaten Wartezeit auf eine neue Abteilung gab es ein weiteres Gespräch mit meiner STL, die meinte, ich solle doch bleiben und nicht so "stur" sein. Hab ich gemacht. Leider ?? Das weiss ich (noch) nicht.

    Auch für die Palliative Weiterbildung hat sie mich sogar bei der PDL vorgeschlagen und gemeint, das wär genau mein Ding.

    Einmal so, einmal so, auskennen tu ich mich da auch nicht mehr.

    ich denke, sie fühlt sich vielleicht hilflos und von mir "aufgeklopft", weil ich nicht locker lasse und Themen, die nicht geregelt werden, immer wieder aufs Tablett bringe, so a´la: wie bei den letzten 4 Teambesprecvhungen erwähnt, ist die Fieberkurvenführung ein Graus. Was tun wir?? Natürlich kommt dann Augenrollen und: hama doch eh schon so oft drüber geredet. Ich sag dann, tja, aber es hat sich nix geändert und es ist nix dabei rausgekommen, also ist das Thema noch nicht erledigt. Dann heisst: naja, unsere alten Oberärzte wirst auch du nicht mehr ändern können. Musst eben durch, ist halt so, wir machens ja auch. Bla bla ....
     
  15. renje

    renje Poweruser

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    Hallo anima,

    vielleicht solltest du doch einen Moment innehalten.

    Wenn ich dass so lese, dann ist Wertschätzung von dir deinen Kolleginnen gegenüber nicht übermäßig ausgeprägt?

    Du hast lauter heuchlerische, fachlich wenig qualifizierte Duckmäuser als Kollegen um dich, die Intrigant, Korrupt sind Schleimen und Psychokrüppel sind? - DEINE WORTE

    Wie gesagt wo bleibt deine Wertschätzung?

    Wenn solch eine Einschätzung gegenüber meinen Kollegen hätte, wäre ich dort fehl am Platze!

    Und öffentliche Entschuldigung und PD klingt nach Machtkampf.
    Den hast du verloren bevor du ihn beginnst bei dieser Konstellation die du beschreibst.

    Also lass die Luft raus, überdenke dein Verhalten, deinen Anteil an der Situation und lass bei einem Gespräch möglichst die Emotionen raus.
    Emotionen führen selten zu einem befriedigenden Ergebnis.
     
  16. Anima34

    Anima34 Junior-Mitglied

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    Nein, nicht lauter solche Kolleginnen, aber viele.
    Es sind leider Tatsachen, dass viele meiner Kolleginnen einfach leider keine guten Persönlichkeitsstrukturen aufweisen. Manche sind noch geradlinig und ok, der Grossteil jedoch schaut nur auf seinen eigenen Vorteil.

    Die "Guten" sind leider zu schüchtern, sich zu äussern und leiden stumm.

    Du hast recht, ich kann wenig Wertschätzung für jemanden empfinden, der keine Werte HAT.

    Machtkampf? Findest du? ich bin der Meinung, dass man zu seinen Verfehlungen und Fehlern stehen muss, auch als Leitung.
     
  17. joe64

    joe64 Senior-Mitglied

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    Hallo,

    dass sich deine Leitung nicht korrekt benommen ist ohne Zweifel.Sie sollte sich schon unter Kontrolle haben.
    Allerdings würde ich dir ebenfalls mal einen Perspektivwechsel vorschlagen.
    Du bist die Leitung und hast dich als Mitarbeiterin, die Veränderungen will.
    Wie fühlt sich das an? Was hörst du was diese Mitarbeiterin wie von dir will und erwartet.
    Du kennst dich am Besten, du weißt, was du wie gesagt hast....
    Wir wissen hier noch nicht, was und wie du deine "Wünsche" in dieser Teamsitzung von dir gegeben hast.
    Die Art und Weise wie ist entscheidend.
    Ähnlich wie du dich bloßgestellt gefühlt hast, mag es deiner Vorgesetzten ergangen sein. (Ich betone nochmal, dass diesnich ihre Aussage
    rechtfertigt!!!)
    Wenn es überhaupt um Entschuldigung gehen kann, dann gilt dies für beide Seiten.
    Den richtigen Ton treffen, bei mir bleiben (in der Ich-Form sprechen), keine Vorwürfe sind wesentliche Elemente in der Gesprächsführung, wenn ich etwas ändern und die Leute erreichen will mit meinen Ideen.
    Es gefällt mir auch nicht, dass du so schlecht über deine Kolleginnen denkst. Wie kommt das? Ich habe auch ein paar Kaliber im Team, aber wenn ich mit denen Dienst habe, sage ich ihnen freundlich und bestimmt, wie ich mir die Zusammenarbeit vorstelle und es funktioniert. Manchmal reicht ein Blick um unnötige Kommentare zu stoppen oder ich spreche hinterher an, ob das sein musste, gerne mit der These, dass jedes Ding zwei Seiten hat!. Trotzdem respektiere und achte ich meine Kolleginnen.
    Schreiben ist immer etwas mühsam:roll:
    Dies fürs Erste...
    LG
    joe
     
  18. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Fühlst du dich auf der Station wertgeschätzt?
     
  19. Anima34

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    Zum Teil, nicht von jedem natürlich, aber es gibt doch einige Kollginnen, auch unter den Ärzten, wo ich schon Wertschätzung fühle, beiderseits.

    Der momentane, zugegebermassen frustrierte Tenor aus mir sagt natürlich: "die haben dich nicht verdient", was nicht grössenwahnsinnig wirken soll, aber ich bin einfach nur mehr müde, wenn du verstehst. Windmühlen halt.
     
  20. Anima34

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    Geb dir grundsätzlich recht, allerdings gibts ja diese Empfängergeschichte, wenn der "Draht" nicht stimmt, löst die am schönsten und freundlichsten formulierte Bitte bzw. Vorschlag beim Anderen mitunter Abneigung aus.

    Äusserlichkeiten spielen auch mit, wie wir wissen, ist nicht so einfach und leider ist nicht nur die Art, wie man etwas vorträgt, entscheidend, sondern eben auch die Umgebungsfaktoren. Gang, Körperhaltung und Körpergrösse, äusserliche hervorstechende Merkmale (Fingernägel, Haarpracht, Tätowierungen ..............)

    Wie ich über meine Kolleginnen denke, gefällt mir auch selber nicht, glaub mir, ich würde gern anders über sie denken und habe lange verdrängt, was bei uns abgeht.
    Äusserlichkeiten, Herkunft etc. ist mir VÖLLIG egal, es geht mir wirklich nur um diese unpackbaren Feindseligkeiten untereinander, sowas habe ich in all den 17 Dienstjahren noch nicht erlebt.


    Der Perspektivwechsel ist eine super Idee, ich weiss nur nicht, ob ich den jetzt 1:1 so empfinden würde wie meine STL, da ich von Haus aus ein ganz anderer Typ bin und immer offen bin für Vorschläge und andere Sichtweisen, fühle mich dadurch nicht verunsichert oder in irgendeiner anderen Form negativ berührt.
    Ich habe kein Problem damit, die Qualitäten einzelner Mitarbeiter neidlos anzuerkennen. Und wenn mir wer schräg kommen würde, würde ich wohl sowas in der Art sagen: "Über den Inhalt denke ich gerne nach, über die Form denken Sie bitte mal nach, gefällt mir nicht so gut."
     
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