Beurteilung eines KPS oder Fachweiterbildungsteilnehmer

Dieses Thema im Forum "Praxisanleiter und Mentoren" wurde erstellt von Ute, 27.07.2002.

  1. Ute

    Ute Poweruser

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    Hallo !


    Wie sollte eine Beurteilung aussehen nach Eurer Meinung ?
    Kurz oder eher ausführlich ??? Was sollte unbedingt in einer Beurteilung ?
    Hat jemand im Internet schonmal darüber etwas gelesen ???

    Ich bin mal gespannt, ich habe mir schon die Finger wundgetipp nach Information über Beurteilungen oder Zeugnissen.
     
  2. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi Ute,

    esgibt keine standardmäßigen Beurteilungsvorschläge für KPS. Da kannst Du dir selbst blutige Finger tippen und erhälst Null Info.
    Wie habt Ihr es denn bis jetzt mit den Beurteilungen der KPS gehandhabt? Vielleicht kommen wir da weiter?

    Guten Morgen, Ute

    Grüße aus dem kalten und verregneten Kiel

    Carmen
     
  3. Ute

    Ute Poweruser

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    Guten Morgen Carmen,
    ich habe versschiedene Beurteilungen angesehen und mir bestimmte Fomulierungstexte selber zusammen gestellt. Ich bin gerade dabei eine Datenbank zuerstellen, bin zwar noch nicht so weit aber ich versuche bestimmte Noten in Texte umzufomulieren. Etwas schwierig, aber ich bin mit den Beurteilungen gut angekommen. Manche sagen es sieht aus wie ein Zeugnis! So denke ich nicht, oder ?

    Beispiel:

    Arbeitskenntnisse, -einteilung und -ausführung

    Frau X verfügt teilweise über die notwendigen theoretische Kenntnisse. Frau X arbeitete gewissenhaft, bei den anfallenden Tätigkeiten brauchte sie bei deren Umsetzung etwas mehr Zeit.
    Frau X wirkte unter Anleitung, teilweise nervös, unsicher und unkonzentriert. Die eigenen Arbeitsstrukturen und die Organisation sollten von ihr noch besser durchdacht werden, um im Stationsablauf strukturierter arbeiten zu können. Frau X kennt sich im allgemeinen Stationsablauf aus.


    So sieht ein Teil meiner Beurteilung aus.
     
  4. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi Ute :D

    Datenbank erstellen ist eine gute :idea: :idea: :idea:
    Manchmal ist es echt eine Katastrophe, was so manche Kolleginnen/Kollegen in eine Beurteilung schreiben :twisted: 8O :?: :!:
    Und wenn ich so die Erfahrungen der Forenteilnehmer lese, da kann einem ja nur die Hutschnur hoch gehen :twisted:
    "Hausfrauenblick" :?: :!:
    Meist sind derartige Personen, die sowas in eine Beurteilung schreiben, die "Müll- und Ordnungsferkel" (gelinde ausgedrückt) der Stat. :!: :twisted:
    Maßen sich aber an, Andere in dieser Hinsicht zu kritisieren :twisted: :twisted: .

    Zurück zum Thema.
    Also die Arbeit, welche Du dir mit der Datenbankerstellung machst, lohnt sich sicher :!: :D

    Tschüßle

    Carmen
     
  5. Ute

    Ute Poweruser

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    hi,

    ich würde mich sehr freuen wenn Ihr ein paar Fomulierungs Tips hier reinstellen könnt !!!
    Ich danke Euch !!! :P
     
  6. Ute

    Ute Poweruser

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    Servus,

    ich mache mal den Anfang und ich hoffe, Ihr zieht mit !

    Formulierungshilfe / Fachkompetenz

    Sehr gut

    - verfügt über ein hervorragendes Fachwissen
    - beherrscht seinen Tätigkeitsbereich umfassend

    gut

    - löst auch schwierige Aufgaben fachlich kompetent
    - arbeit sicher und selbständig

    befriedigend

    - verfügt über die benötigte Fachkometenz
    - paßt sich neuen Situationen an

    ausreichend

    - zeigt den Anforderungen entsprechende Fachkompetenz
    - bewältigt neue Situationen nicht ohne Schwierigkeiten
     
  7. Ute

    Ute Poweruser

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    Hallo,

    ich möchte das Thema wieder aufgreifen!

    Vielleicht können auch die KPS ihre Erfahrungen mit Beurteilungen aufschreiben!

    Bekommt Ihr überhaupt eine Beurteilung, sei es mündlich oder schriftlich?

    Bei uns ist eine Beurteilung Pflicht, es wird nach den "Schlüsselqualifikationen" beurteilt.

    Gruß
    ute
     
  8. Torenpad

    Torenpad Gesperrt

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    Hallo Ute!
    Hier ist es üblich, daß SchülerInnen selbst eine Beurteilung schreiben müssen, ausgerichtet nach folgenden Punkten:
    Assertivität, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Problemlösungsfähigkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Entscheidungsstärke, Führungsfähigkeit, Initiative, Kooperationsbereitschaft und Verantwortungsbereitschaft.
    Im folgenden Gespräch wird diese durch Anmerkungen der Praxisanleitung und der Unterrichtsschwester mündlich ergänzt. Anschließend wird dann ein alles beinhaltender Bericht verfaßt, den alle unterzeichnen müssen.
    Diese Methode finde ich sehr gut, denn nur Selbstreflektion macht Lernen erst richtig möglich.
     
  9. Ute

    Ute Poweruser

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    Hört sich interessant an !

    Diese Vorgehensweise kenne ich aus der praktischen Anleitung, die Schüler müssen ihre Pflege und ihre Tätigkeiten am Patientenbett reflektieren und beurteilen. Sehr sinnvoll! :P

    Und wie empfinden das die KPS bei Euch ?

    Gruß
    ute
     
  10. Torenpad

    Torenpad Gesperrt

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    Manche KPS hat ihre Probleme damit, jedenfalls im Beginn. Denn es ist eben nicht einfach, sich selbst kritisch anzusehen und dann auch noch einen Bericht zu formulieren, den ANDERE lesen und auch wieder beurteilen und hinterfragen.
    Mit der Zeit aber legt sich das und entwickeln die SchülerInnen ein Bewußtsein hierfür. Dann werden diese Reflektionsberichte detaillierter und inhaltlich wertvoll. Ich gebe ihnen zur Übung immer wieder zwischendurch Aufgaben, ihre Sinne zu schärfen. Beispielsweise lasse ich sie ein leeres, benutzes Bett anschauen und komplett von der Bettwäsche "befreien". Anschließend frage ich, in einem Bericht wiederzugeben, was sie sahen. Und warum sie danach geschaut haben.
    Sie können sich bei dieser Übung nicht so einfach focussieren, schauen nach z.B. nicht anwesenden Roststellen am Rahmen, übersehen aber überdeutlich sichtbare Hautschuppen des Patienten auf der leeren Matratze => das Top-Indiz für zu trockene Haut, simpelste Basiserkenntnis.
    Nach einiger Zeit erkennen sie, was eine Krankenschwester erkennen muß.
    So ist dann auch die Entwicklung der Selbstreflektion. Erst schreiben sie, wie sie einen Tagesablauf empfunden haben. Dann kommt die Beschreibung ihrer eigenen Rolle darin hinzu. Und dann die Frage ob sie finden, gut funktioniert zu haben. Das muß einfach wachsen.
    Und die Beurteilung ist dann nur noch halb so schlimm, denn die Schülerin kann im Laufe der Zeit sehr präzise abschätzen, wo und vor allem wie sie dasteht.
    Übrigens funktionieren bei uns auch die Mitarbeitergespräche genau so!
    Jedes halbe Jahr ein Evaluierungsgespräch, jedes Jahr ein Funktionierungsgespräch. Wenn nötig, häufiger. Das verschafft einem soviel Luft und neue Einsichten, wird allseits positiv empfunden!
    Weil man auch immer sagen darf und soll, was einem so quer sitzt.
     
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