Bettgitter ohne Einverständnis bei Krankenhausaufenthalt

Dieses Thema im Forum "Gesetze und Rechtsfragen in der Altenpflege" wurde erstellt von Melanie1983, 12.01.2010.

  1. Melanie1983

    Melanie1983 Newbie

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    Hallo alle zusammen...

    Ich habe mel eine frage zum Bettgitter.Ich weiss bei uns im heim darf wn ein Bettgitter angebracht werden ohne Einverständniss(Betreuer,Arzt ect.) für 12 Stunden. Wie sieht es im KH aus.Meine Oma ist seit ein paar Tagen dort.Sie ist sonst im Heim hat dort keine Bettgitter.Ich verstehe das dass zu ihrer Sicherheit ist.Aber darf man das einfach so meine Mutter ist ihre Betreuerin muss sie nicht darüber informiert werden und sie die Einverständis dafür geben.Aussagen der Schwester ist immer zu ihrer Sicherheit.Aber einem leihe muss man doch erklären warum,ist sie unruhig will sie immer aufstehen meine Mutter hat kein Plan davon.Reicht es aus das der Stationsarzt sagt da kommen Bettgitter dran und fertig.Meine Oma ist nicht Banane eine leichte Altersdemenz aber nicht vollkomm dumm.Was die Schwestern da aber wohl denken.:( Und muss man die Patienten völlig im Dunkeln (am späten Nachmittag) im Bett liegen lassen Tür zu..... Kein trinken in reicht weite.Wir haben alle diesen Beruf erlernt und wer keine Lust mehr hat soll gehen.Wir werden alle mal alt das sollte man nicht vergessen.Möchte man auch so behandelt werden jeder sollte seinen mitmenschen so behande wie er auch gehadelt werden möchte.


    Lg Melanie
     
  2. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Ein beidseitiges Bettgitter ist eine Fixierung und mus somit entweder richterlich angeordnet werden oder setzt das Einverständis deiner Oma bzw. ihrer Betreuerin vorraus. Alles andere ist Freiheitsberaubung und kann angezeigt werden.

    Gern setzt sich auch der MDK mit sowas auseinander, ich würde mich mal da über das Haus beschweren.
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wobei bei Eigen- und Fremdgefährdung für eine begrenzte Zeit auch die ärztliche Anordnung ausreicht. Wenn der behandelnde Arzt der Meinung ist, Deine Oma sei z.B. sturzgefährdet, muss er Maßnahmen zu ihrem Schutz anordnen.
     
  4. MichaB

    MichaB Junior-Mitglied

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    Ein Arzt darf die Fixierung nur vorübergehend und nur zur Abwendung akuter Gefahren anordnen.


    Ich würd mich ja mal dumm stellen und nach der Anordnung, inklusive deren Begründung und dauer erkundigen....
     
  5. Melanie1983

    Melanie1983 Newbie

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    Wir haben am Donnerstag Nachmittag einen Tremin mit der Pflegeleitung vom Kh.Bekommt wohl kalte Füsse.....:streit: Ich denke die habe keine lust das sie evtl besuch vom MDK bekommen.......
     
  6. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Hallo.
    Die rechtliche Situation ist relativ eindeutig und auch wohl oft ausdiskutiert: Bettgitter, Handfixierung, Bauchgurt, etc. sind Freiheitsberaubung und müssen kurzfristig vom Arzt, längerfristig durch einen Richter angeordnet werden bzw. sanktioniert werden.

    So weit, so gut....ich arbeite auf einer Intensiv und wir fixieren ständig, auch mit Handfixierung und Bauchgurt. Diesbezüglich hab ich noch nie(!) eine richterliche Anordung gesehen. Und auch noch nie erlebt, dass sich ein Angehöriger ernsthaft beschwert hätte... Die könnten dann auch gleich nen Richter auf Station einquartieren...
    In einem Pflegeheim, einer Psychatrie oder peripheren Stationen würde ich allerdings auch genau drauf schauen, ob tatsächlich eine "Gefährdung" da ist, oder nicht eher für "Ruhe" gesorgt werden soll.

    Das nix zu trinken in Reichweite ist und das Licht ausgeschaltet wird find ich ehrlich gesagt schlimmer als die Bettgitter. Wenn der Patient allerdings selbstständig mobil ist (und zumindest einigermaßen weiß was er tut und wo er ist), dann sind Bettgitter wohl kaum gerechtfertigt - dann kann er sich Getränk und Licht auch selber organisieren.


    Gruß,

    DS
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Oben steht der Grund warum du keinen Richter auf Station einquartieren musst.

    Im Gegensatz zum Heim ist ein Bettgitter oder Fixierung nur zur Abwendung der direkten Gefahr und kurzfristig.

    Dann kommt es auch noch an was für Bettgitter es überhaupt sind - geteilte Gitter fallen nicht unter eine Fixierung, weil der Patient die Möglichkeit hat, das Bett zu verlassen, aber dennoch nicht so leicht herausfallen kann.

    Melanie, wie würdest reagieren wenn deine Angehörige aus dem Bett fällt und sich eine Schenkelhalsfraktur oder was auch immer zuzieht?

    Jedes Bett ist mit einer Glocke ausgestattet, an der ist auch ein Lichtschalter. Das Pflegepersonal der Station sieht seine Patienten pro Schicht vielleicht zweimal, wenn nichts besonderes vorfällt und es sich nicht um einen A3 Patienten handelt. Es hat sicher keine Zeit durch die Zimmer zu laufen und das Licht anzuschalten, vor allem wenn dies über Glocke möglich ist.

    Schönen Abend
    Narde
     
  8. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Naja, genaugenommen habe ich auch noch nie ne AO dazu gesehen,,,hehe.

    "Vorübergehend" ist auch so ne Sache. Wenn der Patient partout nicht aus der Langzeitnarkose aufwachen will oder nach der Hirnblutung 2 Wochen ein ausgewachsenes HOPS hat...
    Aber ich will egtl. gar nicht darum debattieren, ich seh das ja schon auch eher wie Du. Weil wenn sich dann ein Patient mal ernstlich was tut, dann heißt es schnell "warum war er nicht festgemacht?". Andererseits ist man doch manchmal ungut schnell dabei, jemanden zu fixieren weil es ja so schrecklich gefährlich ist, wenn er sich die Braunüle rauszieht...

    Iss allerdings auch doof, wenn sie es schaffen über das Bettgitter zu steigen und dann aufschlagen...

    Wie man es macht isses nix. :cry:

    DS


    Und auch schönen Abend ;)
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das Problem bei dementen Pat. ist, dass ein Krankenhausaufenthalt sie oft völlig durcheinander bringt: andere Umgebung, fremde Kontaktpersonen, unbekannte Tagesabläufe, usw.

    Deutsche Krankenhäuser sind in der Regel auf diese Problematik nicht eingestellt: zuwenig Personal, zuwenig diesbezügliche Schulungen. Letzteres trifft vor allem in somatisch orientierten Krankenhäusern zu.

    Nach nur 3 Monaten in einem peripheren Bereich mit häufiger desorientierten Pat. (ich habe früher im Intensivberich gearbeitet) hat sich meine Meinung zu dem Problem grundlegend geändert:

    Freiheitsberaubung vs. Sturzgefahr. Erhöhung des Sturzrisikos durch unbekannte Umgebung, plötzlicher Harndrang und Klingel wird nicht gefunden, "glatte" Fußböden im Gegensatz zu dem sonst gewohnten Teppich, Dunkelheit in der Nacht und Lichtschalter wurd net gefunden, notwendige Infsuionsleitungen u.ä., usw..

    Sturzgefahr vs. Personmangel. Im Frühdienst kann ich ev. den Pat. noch überall hin mitnehmen. Ich kann ihn frei laufen lassen- sofern ich eine abschließbare Station habe. Solche Stationen sind leider nicht die Norm sondern nur die Ausnahme.
    Im Spätdienst ist die Personaldecke schon deutlich ausgedünnt und im Nachrdienst sieht es ganz schlecht aus.
    Eine wünschenswerte engmaschige Begelitung ist in somatisch orientierten Krankenhausern auf peripheren Stationen nicht vorgesehen.

    Was nun. Ich kann die Bettgitter weglassen mit allen Konsequenzen: Frakturen, Blutungen. Oder ich versuche den Pat. wenigstens halbwegs zu sichern. Oder ich mache Bettgitter hoch, wenn ich den Raum verlasse. Hier erklärt sich auch, warum wir selten einen Gesetzesvertreter sehen (der übrigens auch nur die ärztl. AO bestätigt): der Pat. ist nie kontinuierlich 24 Stunden fixiert.

    Zum Trinken: Auch hier ist die Problematik bei dementen Pat.: andere Umgebung, fremde Kontaktpersonen, unbekannte Tagesabläufe ... und der Zeitdruck unter dem der Betroffene trinken soll/ muss. Verdursten tut man im Krankenhaus deswegen nicht- es gibt Infusionen.
    Interessant ist dann, dass die Pat. in Gegenwart ihrer Angehörigen wie umgewandelt sind. Eignetlich logisch: bekannte Gesichter, bekannte Handreichungen, liebevolle Zuwendung.

    Zum Tür zu: Auch das musste ich für mich erst lernen, kannte ich von der Intensiv so nicht. Hier geht es darum, den Pat. vor neugierigen Blicken zu schützen. Warum das Licht nicht an war? Wurds vergessen? Hat der Pat. vorher geschlafen? Man weiß es nicht.


    Ich tu mich schwer mit diesen Vorwürfen. Alle gehen mit dem von dir beschriebenen Ideal in den Beruf... und müssen erkennen, dass diese Ideale mittlerweile nicht mal mehr ansatzweise erfüllbar sind. Ich habe das große Glück im Moment, dass ich mir alle Zeit für meine Pat. nehmen kann... weil ich nicht im Dienstplan zähle und der AG keinen Anspruch auf meine Arbeit hat infolge der WE. Ich komme zusätzlich und kann es mir leisten im Patientenrhythmus zu arbeiten. Viele meiner Kollegen würden das auch gerne tun. Sie haben nur keine Zeit mehr: überbordende Bürokratie, Übernahme ärztl.Tätigkeiten ohne Personalausgleich, "Mißbrauch" der Pflegekräfte für alle anfallenden Arbeiten im KH, die sonst keiner machen mag.

    Und bevor jetzt wieder kommt: die trinken nur Kaffee. Wer diese Sätze los läßt sollte sich um ein Praktikum in dem Bereich bemühen. Vielleicht sieht er das dann nach einem viertel Jahr ganz anders und ist froh, wenn er mal etwas länger sitzen darf.

    Das Problem ist nicht die Klinik, das Personal... der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken. Das Problem ist die Gesellschaft und wie sie mit alten und kranken Menschen umgeht. Pflegekräfte sind Dienstleister. Sie geben ihre Arbeitskraft gegen einen Geldwert. Wer nicht bereit ist als Gesellschaft dies zu honorieren muss damit leben, dass im Bedarf zuwenig Leistungen erbracht werden. Eine Pflegkraft ist nun mal keine Zitrone.

    Berufspolitisch gesehen müsste es eigentlich um den Kampf um mehr Arbeitskräfte zugunsten der Pat. gehen... aber das wird wohl ein immerwährender Traum von mir bleiben.

    Elisabeth
     
  10. Melanie1983

    Melanie1983 Newbie

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    Ich mache keinem einen Vorwurf mit dem Bettgitter.Ich möchte auch nicht schuld sein wenn sie aus dem Bett fällt und ne Oberschenkelhalsbruch hat.ABER:Es war bis jetzt noch kein Arzt da der mal jemanden erklärt hat warum es so ist.Ist sie unruhig, will sie aufstehen, bekommt sie andere Medis.....Für einen Leihen meine Ma die keine Ahnung hat ihr sollte man das Erklären.LICHT:Man sieht doch das es draussen dunkel wird also waren sie ja schon länger nicht mehr in dem Zimmer.Wenigstens ein kleines licht am Bett oder Waschnische hätte man an machen können.Es ist eine Lichterkette an der Decke die hätte man an machen können.UND man geht ja zwischendurch an den Zimmern vorbei eine mal rein gucken ist das zuviel.?????TRINKEN:Man kann den Nachtschrank so hinstellen das meine Oma dran kommt.KLINGEL:Schlecht wenn die Klingel an der Wand hängt gleichzeitig Telefon Radio ect.Sollte man evtl. am Bett befästigen damit sie dran kommt.NEUGIERIGE BLICKE:Das Bett ist so tief man sie nicht sieht.An den Bettgittern sind jetzt Polsterrung dran.Knie gerötet.Abendbrot:Milchsuppe Joghurt jeden Tag mh... mag bestimmt jeder gern aber doch nicht jeden Abend.Geht ja Schnell....Als ich nach einem Brot fragte da bekam sie eins.Ich mache niemanden schlecht ich arbeite selbst in der Pflege(auch in unserem Haus sind Pfleger/innen mit der Arbeitseinstellung komme ich nicht zurecht) habe nur ein Problem wie manche meiner Kollegen arbeiten....Natürlich bin ich nach 11Tagen durch arbeiten kaputt und alle aber können die leute da was für.....Dann muss ich weniger stunden machen wenn mir das alles zuviel wird.Ich habe ja auch beobachten können wie mit anderen Patienten dort umgegangen wird, ich glaube nicht das sie später so behandelt werden wollen....
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich denke, deine Mutter als Betreuerin sollte sich beim Doc einen Termin geben lassen und dort ihre Fragen abklären. Die Pflegedienstleitung erscheint mir mehr asl ungeeignet, weil sie über den Zustand deiner Oma nicht umfassend informiert sein wird. Ein KH ist kein Altenpflegeheim.

    Eine hier emotional geführte Diskussion bringt wohl weder dir noch deiner Oma was.

    Elisabeth
     
  12. Sternchen1983

    Sternchen1983 Newbie

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    Hallo,

    ich beschäftige mich gerade im Rahmen der Examensvorbereitung mit dem Thema Bettgitter. Die rechtlichen Aspekte dazu sind mir klar.
    Bettgitter gelten nicht zur Sturzprophylaxe. Welche Indikationen gibt es denn überhaupt? Vielleicht kann mir jemand helfen!
     
  13. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    Hallo:rocken:


    wir kommen mittlerweile fast ohne Bettgitter aus und das auf einer Station,die in den internistischen Bereich fällt...
    Bettgitter werden nur noch Bebraucht,wenn es der ausdrückliche Wunsch des Patienten ist ( wenn er z.B. Angst hat,aus dem Bett zu kullern,weil er von zu Hause ein grösseres Bett gewohnt ist...dies muss er dann unterschreiben).
    Wir schieben sehr oft die Betten mit einer Seite an die Wand,so dass der Patient dort etwas "Halt "hat.....wer schläft denn auch schon zu Hause in einem freistehenden,schmalen Bett???Vielen Patienten vermittelt das schon ein Gefühl der Sicherheit...
    Auch haben wir im Haus extra niedrige Betten (ca. 25cm Höhe) und in ganz hartnäckigen Fällen "klauen" wir dem Patienten einfach das Bett...klingt komisch,sieht auch komisch aus,aber auch das hat sich bewährt...eignet sich aber nur für Patienten,die mit wenig Hilfe wieder in den Stand kommen.
    Wir kleben Pfleile auf den Fussboden und zeigen so den Weg zur Toilette und wir lassen grade Nachts die Zimmertüre offen,damit "Hilferufe" schnell erhört werden...
     
  14. hk-um

    hk-um Senior-Mitglied

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    Die Indikation stellt ein Problem dar, da eine freiheitsbeschränkende Maßnahme erst dann durchzuführen ist, wenn alle anderen geringeren Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
    Die bedeutet in dem Eskalationsszenario:
    1. Bett an die Wand ( Ausschaltung einer Seite)
    2. Bett in tiefster Stellung
    3. Alarmmatten auf beiden Bettseiten
    4. Matratze vor dem Bett
    5. Tiefbett ( in Kliniken meist nicht vorhanden, da nicht als Akutbett zu betrachten )
    6. Nestlagerung (Patient hat seine Matratze auf dem Boden)
    Ansonsten rollt regelmäßig die Ombudsfrau/mann für zu pflegende Personen gemäß des Heimaufenthaltsgesetzes an und erklärt uns das die Maßnahmen nicht durchzuführen sind und das Sturzrisiko zu akzeptieren sei.
    Zusätzlich können Personen des gehobenen Gesundheits und Krankenpflegedienstes freiheitsbeschränkende Maßnahmen bis zu 24 h ansetzen, dann sind sie durch das Gericht zu legitimieren. Wenn allerdings nichts geschriebenes vorliegt kann sich der DGKS/P von mir als PH etwas anhören, wenn ich allein Nachtdienst habe. Denn auch in .at gilt das schöne Motto wer schreibt der Bleibt.
     
  15. Klaus62

    Klaus62 Newbie

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    Stationleiter neurologische Geriatrie
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    Stationsleiter
    Hi Melanie, kann dir folgende webadresse empfehlen, ist zwar eine österreiche Adresse, ist aber so gut wie ident mit der deutschen verfassung

    www.sachwalter.co.at/dld/eckpfeilerhag.pdf

     
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