Besetzung pro Schicht bei 31 Bewohnern?

Dieses Thema im Forum "Der Alltag in der Altenpflege" wurde erstellt von kathibeautiful, 03.01.2008.

  1. kathibeautiful

    kathibeautiful Junior-Mitglied

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    Von 6.30 bis 10. Uhr zu 3.! Arbeit nur im Akord und mit tausend Abstrichen zu bewältigen. Fast 3 Stunden nur mit einer Praktikantin und einem Zivi über die Mittagszeit!!! Essenverteilung in 2 Speisesälen und in 3 Stockwerke. Normal????
    31 zu versorgende Bewohner über 4 Stockwerke.Wie ist es bei Euch?Hab ich irgendwie falsche Vorstellungen. Was ist die Mindestbesetzung bei 31 Bewohnern???
     
  2. Markus23KP

    Markus23KP Stammgast

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    Leider - zumindest in den 3 Stationären Pflegeeinrichtungen in denen ich schon gearbeitet habe - Normalbesetzung... Teilweise zu dritt um die Mittagszeit schon gut besetzt, tut mir leid! Kenne es nicht anders...!

    Deshalb habe ich auch Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um aus der Altenpflege rauszukommen...!!!
     
  3. alexandrak

    alexandrak Newbie

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    ist doch ne normale besetzung ist bei uns auch so,von 6.30-10.00 zu dritt davon eine fachkraft und zwei ph plus hauswirtschaft.ab zehn sind nur noch eine fachkraft und ein ph da.bei sieben bwohnern bei denen man essen anreichen muß.spätdienst grundsätzlich nur zu zweit eine fk und ein ph.:wut:
     
  4. Mietze-Katze

    Mietze-Katze Senior-Mitglied

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    Ich kenne es auch nur so, wie meine Vorgänger. Leider! Viel zu wenig um auf die Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen.:beten:
     
  5. stbi

    stbi Junior-Mitglied

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    Wir sind mindestens immer zu 4 + Stationshilfe + teilw. Sozialdienst.
     
  6. Winkler

    Winkler Newbie

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    Hallo,

    da wo ich arbeite sind 37 Bewohner. Der Wohnbereich geht über drei Etagen.
    6- 13 Uhr sind wir zu dritt. 13- 14.30 Uhr eine Fachkraft, ab 14.30 Uhr bis 17.30 zu zweit, ab 17.30 Uhr wieder zu dritt. An guten Tagen sind im Frühdienst zwei Fachkräfte und eine Pflegekraft. Im Spätdienst prinzipiell nur eine Fachkraft und zwei Pflegekräfte.
    Im Nachtdienst sind für 130 Bewohner 1 Fachkraft und zwei Pflegekräfte unterwegs.
    ****** Personalpolitik, sag ich da nur. Ich hoffe immer auf bessere Zeiten, scheinbar vergeblich.
    Ist der Mensch denn nichts mehr wert? Man hat Angst vorm Altwerden, zumindest ich.

    Liebe Grüße
    Chris
     
  7. Flaffi

    Flaffi Junior-Mitglied

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    Hallo, in den Altenheimen wo ich gearbeitet habe,sah es leider nicht anderst aus.Es gab fast immer nur Besetzungen am Limit.

    Jetzt durch die Krankenpflegeausbildung konnte ich Pflege auch mal anderst erleben.

    Im Altenheim hab ich Morgens 9-10 Bewohner gewaschen und im Moment muß ich höchsten mal drei oder vier Patienten waschen. Aber Streß gibt es im Krankenhaus auch genug.
     
  8. wieska

    wieska Newbie

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    kenne ich nicht anders
     
  9. percy

    percy Senior-Mitglied

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    Hallo,

    also ich fand es schon bei meinem alten Arbeitgeber heftig: da waren wir auch zu dritt im Frühdienst auf 30 Bewohner auf zwei Etagen.
    Nun habe ich neben meinem Studium einen Nebenjob im Pflegeheim angefangen: Da ist es noch schlimmer: 28 Bewohner auf zwei Etagen verteilt und wir sind im Frühdienst zu zweit!!!!! 70% der Bewohner haben Pflegestufe 3 und der Rest Stufe 2! Das bedeutet jeder muss pflegerisch versorgt- also Arbeiten im Akkord, weil es Frühstück nur bis 9.00 Uhr gibt und danach nichts mehr bis zum Mittag... Traurig ist das...also ich möchte nie in ein Pflegeheim müssen...

    Gruß
    percy
     
  10. Lin

    Lin Poweruser

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    Also da schau ich echt doof :eek1: :eek1: :eek1:. Das kann doch nicht wahr sein!!!
    Und in einem anderen Beitrag steht das Buch "Abgezockt und totgepflegt" sei realitätsfremd und völlig überzogen. Also viel Unterschied zwischen euren und den Berichten des Autors, was die Besetzung angeht, sehe ich jetzt nicht (rede hier nicht von der Gewalt in der Pflege - die will ich wirklich niemanden unterstellen- aber ist das dann soweit hergeholt??? Was soll ich anders tun, ich kann mir die Bew. ja nicht auf den Rücken schnallen? Was bleibt da viel anderes übrig, als Gurte anlegen?). Das hört sich echt mittelalterlich an.

    Sorry, wenn ich das jetzt sagen muss, aber SO würde ich um keinen Preis arbeiten. Kollektives Kündigen wird ja bei 2 Personen leider nicht viel ausrichten, die sind schnell wieder nachbesetzt. Verstehe dass die Lage besch***en ist, aber diese Verantwortung könnte, dürfte und will ich nicht übernehmen. Wo kann man da noch von individueller, professioneller, usw. Pflege reden. Das ist ja - wenn überhaupt - "Warm, Satt, Sauber".

    Nee, nicht mit mir, da geh ich lieber putzen oder fahr mit der Müllabfuhr (an alle Reinigungskräfte und Müllmänner - ich schätze eure Arbeit!), als Menschen und vor allem mir zu schaden. Muss dann zwar den Lebensstandard runterschrauben, aber wenigstens laufe ich nicht den ganzen Tag mit einem schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen (für die man in Wirklichkeit nichts kann - gehe davon aus das hier jeder Betroffene sein bestes gibt und 100% oder sogar noch mehr, kann ich von niemanden verlangen - dann gäbs ja nur noch Superhelden!!!)

    Gruß,
    Lin
     
  11. stbi

    stbi Junior-Mitglied

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    Ohne dir jetzt widersprechen zu wollen, ich kann meine Arbeit mit guten Gewissen verrichten und wage auch zu sagen das ich mir etwas Zeit für die Menschen die ich betreue nehmen kann.

    Wenn das besagte Buch bzw. der Autor sich mit so manchem Krankenhaus befassen würden, kämme sicherlich auch einiges heraus.

    Wenn wir mal darüber sprechen ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, wie viele unserer BW erhalten im KH Unterstützung beim essen oder trinken?

    Oft hängt man eine Infusion an und gewährleistet hiermit die Flüssigkeitszufuhr, das Essen wird hingestellt und nach einer bestimmten Zeit wieder abgeräumt.

    Gelegentlich erhält der BW der nicht selbst isst einige Löffel eines Joghurts über den Tag verteilt eingegeben und einen Schluck Mineralwasser die Zeit ihm etwas ordentliches zu geben fehlt oft.

    Das Beine zum laufen da sind wird auch oft vergessen, mich schaute eine Oberärztin mal ganz schön dumm an als ich mit meiner Großmutter am Entlassungstag vom Zimmer zum Aufzug gelaufen bin, sie musste nicht da sie laufen kann.

    Genau so erging es mir mit dem Ergotherapeuten dem ich mal begegnete als er die Beine fein säuberlich durchbewegte und ich anschließend mit ihr zu Toilette gelaufen bin.

    In einer Psychiatrie stellte ich als ich meine Großmutter abends ins Bett brachte einen seltsamen Geruch fest daraufhin zog ich ihr die Socken die sie abends gerne immer anbehielt aus. Hierbei handelte sich um jeweils eine Nekrose an beiden Fersen mit jeweils einem Durchmesser von 1 cm eine feucht die andere nässend.

    In der selben Psychiatrie erlebte ich das enormen Druck bei der Geschwindigkeit des Essens aufgebaut wurde und die Pflegekräfte auch emotional negativ reagierten, letztendlich wollten sie dann eine Magensonde legen.

    Wie wir alle mal gelernt haben essen Parkinson Patienten langsam und öffnen den Mund auch meist nicht sehr weit, an dies konnte sich aber scheinbar niemand mehr erinnern.

    Einmal erhielten wir einen Patienten mit einem Dekubitus am li. Trochander mit einem Durchmesser von 15 cm und am Steiß ca. 6 cm Durchmesser, wie kann so etwa passieren im Pflegeheim bekommen wir bei so etwas enorme Probleme.

    Die von mir dargestellten Fälle beziehen sich auf mehrere Krankenhäuser und sollen einmal verdeutlichen das die Altenpflege nicht gleichzustellen ist mit Verbrechern.
     
  12. Kunair

    Kunair Newbie

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    Also auch ich muss sagen das ich es nicht anders kenne. Habe auf einer station gearbeitet wo 100 Leute versorgt werden sollten ( ich schreibe absichtlich sollte da das kaum möglich war ) naja und als ich da angefangen haben waren wir so 8 Leute im Frühdienst. Als ich ( also gekündigt habe) ging waren wir noch zu 6. Ohne Stationshilfe oder der gleichen.

    Und die Sache die mich so unheimlich wütend macht ist: Man arbeitet mit 8 Leuten da. Dann wird einer krank (kann alles passieren, ist nicht schlimm) und dann kommt die PDL oder WBL und sagt: ey Leute heute müsstet ihr mal zu 7 über die Station. Klar machen wir und irgendwie schaffen wir dann den Tag auch aber ruck zuck ist das dann selbstverständlich nur noch zu 7 zu sein.

    Kennt ihr das auch. Und leider sieht es in dem Haus wo ich jetzt bin auch nicht anders aus. Echt MIST
     
  13. kathibeautiful

    kathibeautiful Junior-Mitglied

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    Hallo und danke für Eure Antworten.
    Wenn man Eure Aussagen ließt merkt man bei den meisten eine sehr große Unzufriedenheit.
    Wenn man an die Bewohner denkt, steht bei mir an allererster Stelle das haben sie nicht verdient und wir auch nicht!!!!!:motzen:Wir machen das Ganze aber mit.
    Warum verstehe ich ja, geht mir ja nicht anders als Euch.
    Aus eigener Erfahrung kann ich von meinen Kollegen sagen, das die meisten unzufrieden sind und meckern, z.T. auch versuchen sich umzuorientieren (anderer Job) aber wenn es darum geht aktiv zu werden, ich meine damit die Verdi und DBFK Liste zu unterschreiben, stößt man nur auf Ignoranz, Unwissen und Unsicherheit.
    Sagt mal Leute was muß denn alles noch kommen, wieviel Personal soll man uns noch streichen?
    Wieviel der Motivation und Tatendrang habt ihr noch in Euch so wie am Anfang Eurer Laufbahn?
    Laufen wir nicht alle nur noch mit einer Art Tunnelblick durch unseren Dienst?
    Solange die Unterschriftenkampagne noch läuft gebt Euch einen Ruck und unterschreibt.
    Das tut nicht weh!Denn das ist zur Zeit fast das Einzige um zu sagen bis hirhin aber nicht weiter!
    Worauf wartet Ihr Kollegen???????Die Veränderung kann nur durch uns selbst kommen!
    :nurse:Kathi
     
  14. percy

    percy Senior-Mitglied

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    Hallo Kathi,

    da stimme ich Dir vollkommen zu! Die Pflege hat leider bis dato einen Organisationsgrad von nur 10% !!! Im Vergleich dazu: die Hebammen sind zu 100 % organisiert. Das bedeutet: Die Pflege kämpft viel zu wenig um bessere Arbeitsbedingungen (die ja hauptsächlich zum Wohle des Patienten kommen würden) und auch um mehr Anerkennung dieses Berufs. Wenn, dann gibt es vereinzelte Kämpfer im Alleingang.. Aber es kann nur gemeinsam etwas erreicht werden.
    Ich habe auf die Verdi- Unterschriftenaktion nur negative Äußerungen gehört: "was soll das denn bringen?", "wir können eh nichts ausrichten" und Ähnliches, viele stehen dem also sehr skeptisch gegenüber...viel Mißtrauen...andere trauen sich nicht, aus Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

    Als die "Bettschiebe-Aktion" durch Deutschland ging, und ich ja dann zu dieser Demo in Berlin ging, war ich schockiert!!!!! Etwa ganze 30-50 Pflegekräfte nahmen daran teil! Bei jeder anderen Demo sind mehr Leute vorzufinden!!!!
    Daran sieht man wieder: wir sind zu wenig organisiert...kämpfen zu wenig gemeinsam!!!!!

    Grüße
    percy
     
  15. Hallo zusammen

    Hab mich jetzt sehr lange nicht mehr zu Wort gemeldet, da ich vor ca. 4 Monaten meinen Beruf genau wegen dieser Gründe an den Nagel gehängt haben, und sehr, sehr glücklich in meiner neuen Ausbildung bin.
    Für was soll ich zu zweit mit 25 Bewohner durch den Spätdienst rödeln? Für was soll ich die Verantwortung von 50 Bewohner alleine im Nachtdienst übernehmen? Für was soll ich Tag für Tag die gleiche Arbeit verrichten, wenn man´s doch sowieso niemanden recht machen kann. Weder Bewohner aufgrund Zeitmangel, noch den Chefs. Ich hatte es so satt!!!!!! Für was nebenbei Pflegeplanung im Spätdienst oder in Freizeit zu schreiben ohne dafür eine Stunde zu bekommen?
    Es heisst immer, es wehrt sich ja keiner! Und ich sag euch eins, es wird sich auch nichts bewegen. Diese Diskussionen werden noch endlos weitergehen. Ich für meins bin so froh, diesen Beruf und diesen vielen Mängel den Rücken gekehrt zu haben. Seitdem bin ich endlich wieder ein Mensch!!!!!!!

    LG an alle, die jeden Tag aufs neue mit diesen vielen Misständen arbeiten müssen, und viel Durchhaltevermögen!
     
  16. Lin

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    Sorry, wenn ich das falsch rüber gebracht habe. Das mit dem Buch war nur ein Beispiel. Ich will damit wirklich nicht sagen, dass solche Missständen nur in AH vorkommen, kenne ich aus eigener Erfahrungen auch von KH. Z.B. Zum Mittagessen kann man ja die Pat. gleich mal auf den Leibstuhl setzen, geht dann gleich alles in einem. Nach dem Essen müssen sie sowieso aufs Klo. :knockin: Jemand könnte damit sicher auch ein Buch füllen.

    Ich habe heute wieder mal meinen Entschluss verstärkt ICH MACH DA NICHT MEHR MIT!!! Für unsere Docs war z.B. immer selbstverständlich, dass sie bei einer Aufnahme nur "Medikamente ?" hinschreiben. Die Schwestern kümmern sich schon darum. Aber ist das meine Aufgabe? NEIN.
    Heute war wieder so ein Tag, ewig viele Aufnahmen, die schon auf der Station sitzen, obwohl wir keine Betten mehr haben (auch keine Notbetten mehr - soll ich sie mir mit nach Hause nehmen???) Komischerweise gehts immer irgendwie. Aber da stehen natürlich haufenweise Beschwerden nicht aus. Wir rennen schon mehr als gehen, durch die Station. Pause gabs halt keine. Und die Turnusärzte sitzen gemütlich bei ihrem Nachmittagskaffee (der dehnt sich meistens so zwischen 2 bis 5 Uhr aus). Als ich mich dann weigerte, die Medikamente, die die Pat. nehmen, in Erfahrung zu bringen (war bei 5 Pat. der Fall), hat unsere TÄ mal blöd geschaut. War ja bis jetzt klar, dass wir das machen. Naja sie hatte damit mal ne schöne Stunde Arbeit. Werde das konsequent so weiterführen.
    Die Docs bekommen auch Lohn für ihre Arbeit, warum soll ich sie dann übernehmen? Würde ich vielleicht tun, wenn sie bereit wären mir einen Teil ihres Gehalts zu schenken :wink1: oder sie mal dafür die OP-Transporte übernehmen.

    Hab mich auch schon mit ein paar Schwestern "angelegt", weil ich keine zusätzlichen Putzarbeiten mehr mache (Kasten herauswischen, Kühlschränke enttauen, Teekessel scheuern, Vorhänge runter und wieder rauf, usw.). Für was haben wir Stationshilfen? Die Zeit nehme ich mir lieber für die Pat., anstatt wieder einen neu entwickelten Putzplan abzuarbeiten (da werde ich lieber Putzfrau). Wie soll ich die Zeit, die für solche Tätigkeiten draufgeht, denn abrechnen? Bei unserer Kategorisierungsliste hab ich keine Putzzeiten gefunden!?

    Möchte mal eine Statisik sehen, in der festgehalten ist, wieviele vom PP sich in ihrem Beruf an wievielen Tagen "langweilen" und wieviele sich an wievielen Tagen die "Hacken wund rennen"? Wär echt interessant.

    Gruß,
    Lin
     
  17. stifler

    stifler Newbie

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    wir haben 50 bewohner und sind morgens zu 6. oder manchmal auch zu 5. und nachmittags/abends zu dritt. das ist kaum noch zu schaffen.
     
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