Berufswunsch: Pflegepädagogin - welche Voraussetzungen?

Riri

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Hallo!

Ich bin momenten noch in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im 3. Jahr, d.h. ab April beginnen die Prüfungen und ich werde die Ausbildung am 31.07.2009 beenden.
Danach möchte ich gerne Pflegepädagogik studieren, weil das einfach mein Traumberuf ist.

Ich habe bereits das Fachabitur (12. Schuljahr auf dem Gymnasium beendet), anschließend ein FSJ gemacht.
Mein momentaner Notendurchschnitt in der Schule ist 1,0 (habe mir auch ein Zeugnis von der Krankenpflegeschule schreiben lassen). Man kann davon ausgehen, dass das Examen ähnlich ausfallen wird.

Ich habe mir jetzt schon mal im Internet Infos über die Zulassung geholt, es geht jetzt speziell um die KathFH in Mainz.
Allerdings sind mir einige Dinge immer noch unklar.

Wie ist das generell mit der Berufserfahrung? In den Zulassungsvorraussetzungen auf der Homepage steht "in der Regel 2 Jahre". Heißt das, dass es da auch Ausnahmen gibt, z.B. bei einem bestimmten Notendurchschnitt? Mein Wunsch wäre es natürlich, frühstmöglich zu studieren. Macht es Sinn, sich jetzt schon, also vor Beendigung der Ausbildung zu bewerben? Bewerbungsschluss ist April 2009. Oder meint ihr, frisch Examinierte werden grundsätzlich nicht genommen?

Hat noch jemand von euch an der KathFH in Mainz studiert bzw. studiert vielleicht gerade?

Generell wäre ich über Infos sehr dankbar :-)
 

MarionFKS

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Hallo riri,

kann Dir mit Infos leider nicht weiterhelfen, aber an Deiner Stelle würde ich einfach mal anrufen und unverbindlich nachfragen.

Liebe Grüsse und weiterhin viel Erfolg und Spass bei der Arbeit

Marion
 

Lillebrit

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Hallo,
das ist bei den FHs sehr unterschiedlich...rein rechtlich dürfte es nicht verlangt werden, da die Voraussetzung zum Studium i.d.R. durch die Hochschulreife nachgewiesen wird; die Ausbildung auch noch zur Voraussetzung zu erheben ist im Prinzip schon ungewöhnlich (hat nur noch keiner geklagt).
Aber Pflege geht halt Sonderwege, gell....
Am besten rufst Du an der FH direkt an.

Für das Studium dürfte es keine Rolle spielen....wohl aber für die Stellensuche danach.
Da machen sich 1-2 Jahre an Erfahrung recht gut!
Ich wiess halt nicht ob Du Dich aus der Ausbildung heraus bewerben kannst, da zum Bewerbungsschluss das Examen noch nicht vorlieget ... (Du kannst ja theoretisch auch Krank werden und es nicht Termingerecht ablegen!!!).
 

Riri

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Danke für die Antworten!

Das mit dem Examen war auch so meine Sorge, weil ich es bis Bewerbungsschluss ja noch nicht habe. Außerdem werden die Studienplätze auch nach dem Notendurchschnitt vergeben.
Ein Jahr warten wäre für mich jetzt auch kein Problem, ist schon mal gut zu wissen, dass es aber prinzipiell auch ohne 2 Jahre Berufserfahrung geht.
Trotzdem rufe ich demnächst mal an.

Wie war das bei eurem Studium, war das Grundstudium (4 Semester) auch Vollzeit?
Bin eigentlich davon ausgegeangen, dass das gesamte Studium berufsbegleitend ist, so sieht es ja auch finanziell schwierig aus. Oder steht mir während der Zeit Bafög zu?
 

Lillebrit

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Hallo,
ich habe komplett Vollzeit studiert...
Du kannst für diese Zeit BaFöG beantragen, ob Du es bekommst hängt dann vom Einkommen und Besitz Deiner Eltern ab!
Richte Dich also darauf ein, 2 Jabre lang kein Gehalt zu haben. Du kannst natürlich auch nach dem Examen noch 1 Jahr arbeitn- und günstig leben-, um Dir ein finanzielles Polster zuzulegen für die kommenden Jahre.
 

MarionFKS

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Ich habe leider kein Bafög bekommen, nicht wegen meiner Eltern, habe selber Familie und die lässt sich mit Bafög nicht ernähren. Außerdem war ich zu alt dafür (soviel zu lebenslangem Lernen), aber dass wird ja bei Dir nicht der Fall sein.

Viel Erfolg, Marion
 

ad9408

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Hallo Riri
Ich studiere zur Zeit an der Katholischen Fachhochschule in Mainz und muss dich leider enttäuschen.
Die KFH in Mainz bietet seit letztem Jahr nur noch einen ausbildungsbegleitenden Studiengang an (sprich: die Studierenden dort machen ihre Ausbildung in einer Krankenpflegeschule (Kooperationsschulen der FH) und haben eingestreute Blockwochen an der KFH um mit einem Jahr Vollzeit nach der Ausbildung einen Bachelor zu machen).
So haben die Absolventen in 4,5 Jahren ihr Staatsexamen und den Bachelor.
Studieren kann dort nur, wer eine Ausbildung an einer der Kooperationsschulen absolviert.
Theoretisch ist auch ein Quereinstieg möglich - praktisch aber so gut wie nie vorgekommen, weil von Seiten der FH nicht gewünscht (Ziel ist dort die grundständige Akademisierung der Pflege und nicht die Nachqualifizierung bereits Examinierter).
Daher mein Tipp: Schau dich an anderen FH´s um.
Falls du noch Fragen zur KFH hast, mail mich einfach an.
LG
Alex
 

Riri

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Danke für die Antwort.

Habe mich jetzt noch weiter informiert, die nächste FH in meiner Nähe wäre Ludwigshafen.
Auch dort gibt es den Studiengang Diplom-Pflegepädagogik nicht mehr, aber noch Pflegepädagogik (Bachelor). Ist das jetzt generell so?
Was genau ist der Unterschied? Ist das ein gleichwertiger Studiengang oder habe ich danach eventuell weniger Berufschancen?
 

beetlejuice23

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Ich weiß, dass es viele Stundengänge gibt wo der Diplom-Studiengang ausläuft und durch Bacherlor und Master ersetzt wird. Der Master entspricht dann dem Diplom, der Bacherlor ist quasi das Vordiplom, aber eben berufsqualifizierend im Gegensatz zum alten Vordiplom.
Ob bei der Pflegepädagogik zum unterrichten der BA reicht weiß ich nicht, aber wer den anbietet, der bietet dann auch den MA zum weitermachen an.
Das System und sicher auch die Vorlesungen sind anders als beim Diplom, aber wenn es nur noch eins von beidem gibt, dann gibts auch kein besser oder schlechter mehr und beide Systeme haben ihre
Vor- und Nachteile...
 

ad9408

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So ganz kann ich das nicht stehen lassen.
Die Wertigkeit des Diploms ist irgendwo zwischen Bachelor und Master anzusetzen.

Ein Bachelor qualifiziert beispielsweise für Praxisanleitung, etc. In den meisten Bundesländern (ist unterschiedlich) darfst du damit nicht als Lehrkraft unterrichten.

Ein Diplom gilt als akademische Hochschulqualifikation und berechtigt damit nach dem Krankenpflegegesetz zum Unterrichten. Allerdings auch nur dazu. Falls es mal eine grundständige Akademisierung geben wird reicht das Diplom nicht mehr aus.

Mit dem Master darf man nicht nur unterrichten, man darf damit auch als Lehrbeauftragter an Hochschulen unterrichten. Im Falle einer grundständigen Akademisierung wird ein solcher Abschluss benötigt.

Und das es eine grundständige Akademisierung geben wird ist eine Frage der Zeit. Die ganzen Studiengänge (Mainz ist nur ein Beispiel von vielen), die Ausbildung und Studium verknüpfen sind in meinen Augen nur ein Schritt hin zur grundständig ausgebildetem Bachelor. Dieser wird in wenigen Jahren die berufsrechtliche Anerkennung haben und so Schritt für Schritt die Krankenpflegeschulen ablösen.

Ich selbst studiere zur Zeit noch auf Diplom, werde aber im Anschluss meinen Master draufsetzen, damit es mir später mal nicht so geht, wie den jetzigen weitergebildeten Lehrern für Pflegeberufe. Schließlich will ich in einigen Jahren nicht dazu degradiert sein irgendwelche Pflegehilfskräfte auszubilden.

Interessante Diskussion zu dem Thema:
http://www.krankenschwester.de/forum/studium-pflegemanagement/12892-bachelor-diplom.html

Und ein primär qualifieriernder Abschluss ist dringend vonnöten:

"In der APrV steht z.B. in etwa, dass die Schüler befähigt sein sollen, wissenschaftliche Erkenntnisse "zu finden, zu bewerten und zu implementieren" .


Das würde - wenn man es wörtlich auslegt - bedeuten, dass eine Pflegekraft in der Lage sein muss:
  • In wiss. Datenbänken zu recherchieren
  • Studien (auch auf Englisch) liest
  • Theoretisches Wissen in Bezug auf das verwendete Studiendesign umsetzt (Transferleistung)
  • Die angewandte Methdok im Hinblick auf Studientyp, Datenerhebung, statistische Auswertung erkennt und auf Glaubwürdigkeit prüfen kann ("wurde sauber gearbeitet"?)
  • Diese Ergebnisse in Relation zu den gewonnenen Erkenntnissen und Schlussfolgerungen des Autors setzt
  • Die Ergebnisse mit den Ergebnissen einiger anderer Arbeiten vergleicht und diese synthetisiert
  • Die Schlussfolgerungen in das Arbeiten am Bett mit einfliessen lassen, zur Diskussion stellen etc.
Ich denke, dass mir hier jeder Recht gibt, wenn ich behaupte, dass dieses Hochschulniveau ist und von einem Schulabgänger Sek. I oder Hauptschüler mit abgeschlossener Vor-Berufsausbildung nicht erwartet werden kann und darf!!!!"
(siehe http://www.krankenschwester.de/foru...1440-akademische-ausbildung-berufsschule.html)
 

beetlejuice23

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Gut, dann ist es im Fall der Pflegepädagogik vielleicht so. Ich konnte nur allgemeine Informationen geben und z.b. in jeder Naturwissenschaft ist Master = Diplom, weil es ersetzt wird (und auch in beiden fällen gleich lange meistens 10 Semester Regelstudienzeit braucht, 6 zum BA und nochmal 4 für den Master).

Und die Diskussion der Akademisierung in unserem Beruf, wurde schon oft geführt. Ich finde ein goldener Mittelweg wäre gut. Bei manchen Themen schüttel ich den Kopf wie doch recht simpel, fast schon niveaulos das gelehrt wird obwohl es echt wichtig ist... stattdessen machen wir anderen Krempel bis zum Erbrechen. Und wenn Deutschland verlangt, dass die Pflege mehr angesehen wird und auch besser gestellt ist mit mehr Verantwortung etc siehe USA oder die Schweiz, dann muss die Ausbildung auch verändert werden. Aber das ist nur meine persönliche Meinung dazu.
Ich jedenfalls möchte im Unterricht nicht dauernd den Satz hören "das würde jetzt zu weit in die Tiefe führen, ihr wollt ja keine Ärzte werden." Oder einfach schlichtweg manche Dinge falsch unterrichtet bekommen, egal ob nun von Lehrern für Pflegeberufe oder Diplompädagogen.
 

ad9408

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Vielleicht sollte man noch einmal unterscheiden zwischen einem Uni-Diplom und einem FH-Diplom.
Ein Uni-Diplom wird oft auf Master-Ebene gesehen. Allerdings sind die wenigsten Pflegepädagogen auf einer Universität gewesen (z.B. Berlin oder Witten-Herdecke)
Die allermeisten dagegen wurden an FH`s ausgebildet. (Mainz, Köln, Esslingen, Ludwingshafen, Weingarten, Fulda und viele mehr.) Die Diplome dort (meist nach 8 Semstern) entsprechen NICHT dem Master, sind aber bedeutend mehr wert als ein Bachelor-Abschluss.
 

beetlejuice23

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Stimmt, ich bezeiehe mich dabei hauptsächlich auf die Universitätsabschlüsse, da ich von den FH Abschlüssen wenig Ahnung habe.
 

Riri

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Das heißt im Prinzip, dass wenn ich vorhabe, später an einer Krankenpflegeschule zu unterrichten, mir ein Pflegepädagogikstudium als Bachelor gar nichts bringt, weil man damit die Qualifikationen gar nicht erreicht hat? Aber ein Master im Anschluss wird doch gar nicht immer mit angeboten, in Ludwigshafen z.B. nicht. Gibt es den Master dafür überhaupt?

Super, nun kann ich mir meine Zukunftspläne wohl abschminken :(
 

Riri

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Ich habe jetzt noch mal genau nachgelesen:

Studienziel
Das Studium befähigt allgemein zu pädagogischen Tätigkeiten im pflegerischen Arbeitsfeld. Spezifische Tätigkeitsfelder sind vor allem
  • die Planung, Realisierung und Evaluierung von Unterricht an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen, Gesundheits- und Kinder*krankenpflegeschulen, Hebammen*schulen und staatlich anerkannten Altenpflegeschulen; aber auch in Fort- und Weiterbildungs*einrichtungen,
  • die erwachsenengerechte Klassen*führung,
  • Diagnostizieren (Bewerten / Prüfen) und Fördern,
  • die Konstruktion, Implementierung und Evaluation von Curricula,
  • die Organisation nicht nur des schulischen, sondern auch des praktischen Teils der Ausbildung sowie (als Besonderheit dieser Ausbildungsberufe)
  • die Verbindung von Theorie und Praxis in Form der Begleitung von Auszubildenden in der Praxis und Beratung von PraxisanleiterInnen.
Quelle: Pflegepädagogik (Bachelor)

Im ersten Punkt wird doch aber der Unterricht an Schulen mit eingeschlossen? Also darf man theoretisch schon mit dem Bachelor Abschluss unterrichten, oder?
 

Lillebrit

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Hallo,
das hängt von der Anzahl der Studiensemster, dem Inhalt des Studiums sowie den Länderspezifischen Regelungen ab...
Im Prinzip ist der Master das "Maß der Dinge". Mit dem hast Du eine komplette Ausbildung als Pädagogin. Ebenfalls natürlich mit den alten Diplomabschlüssen.
 

Riri

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So, nun muss ich doch noch mal nachfragen, weil ich das Prinzip immer noch nicht so ganz verstehe. Wenn es von der Anzahl der Semestern abhängt, ob man "nur" mit dem Bachelor studieren darf, wie viele müssen es dann sein?

In Ludwigshafen z.B. sind es 7 Vollzeitsemester für den Bachelor Studiengang. Im Vergleich dazu: in Mainz waren es beim Diplom Studiengang 4 Vollzeitsemester und 4 Teilzeitsemester.
Macht ja dann eigentlich insgesamt mehr Studienzeit in Ludwigshafen.

Was genau kann man sich denn unter dem Bachelor of Science vorstellen?
 

Lillebrit

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Hallo,
der Bachelor ist im internationalen Vergleich quasi der erste Berufsqualifizierende Abschluss. Im EU-Ausland stellt z.B. der B.Sc. oder B.A. den Abschluss des ersten Ausbildungsabschnittes in der Pflege dar (abgesehen von den Helferqualifikationen auf nierdrigerem Level).
In DE wurden aufgrund der Bologna Vereinbarung im EU Raum alle Diplom-Studiengänge auf dei Abfolge Bachelor-Master umgestellt.
Erstmal kein Problem....zuimndest auf den ersten Blick.

Es ist halt so, dass sich Studiengänge Zweiphasig gestalten und der erste Abschlus zu einer Berufsqualifizierung führen soll.
Das ist in Fächern wie Biologie, BWL etc. kein Thema.
Nun stellt sich halt die Frage, was man in der Lehrerbildung, der Medizin oder eben Jura machen soll; udn wie das mit dem bisherigen System in DE kompatibel ist.
Im System der Allgemeinbildenden Schulen ist es so, dass man mit dem B.A. erstmal 2 Fächer studiert...und den Didaktisch-Methdosichen Teil überwiegend im Master macht. Der Bachelor führt zu keiner Berufsqualifizierung im Schulsystem. Wer nach dem Bachelor abgeht (oder eben aufgrund der Leistung nicht weiter machen darf!), der muss sich halt mit der Ausbildung einen anderen Arbeitsbereich suchen.


Pflege geht aber - wie bei allem - Sonderwege.
  • Die Schulen sind nicht im dualen System
  • Die Ausbildung fällt nicht unter das BBiG
  • Die Lehrkräfte sind keine "Lehrer" im Schulrechtlichen Sinne
  • Die Schüler sind auch keine "Schüler" wie in den Fachschulen
Ich habe einmal den Ausspruch gelesen: "Wir sind ein funktinelles Nichts".

Bezüglich der Umstellung auf die Bachelor-Master Abfolge ist man sich auch hier nicht einig, welcher Abschluss nun herangezogen wird. Da macht jedes Bundesland was eigenes; jede Hochschule kocht " das eigene Süppchen.
Die einen argumentieren: "Die alten FH-Diplome haben etwa den Status eines Uni-Bachelor". Andere widerum befinden den Master als das Maß der Dinge und ziehen den Vergleich mit den Diplomabschlüssen eher hier.

Darum kann ich Dir nicht pauschal antworten" Die Landschaft der Pflegestudiengänge wird immer komplexer! Du musst Dich also an den Hochschulen individuell informieren und kucken, was Du für Dein Bundesland benötigst.
 

Riri

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Alles klar, vielen Dank!

Was mich noch so ein bisschen irritiert ist, dass auf den Internetseiten vieler FHs nichts von Master steht.
Aber ich nehme einfach mal an, dass diese Studiengänge erst eingeführt werden, wenn die ersten Bachelor enden. Wie ist es da vom Prinzip her, kann man direkt man im Anschluss an den Bachelor (falls erfolgreich beendet natürlich) den Master noch dran hängen, oder muss man sich wiederum neu bewerben und auf einen Platz hoffen?

Tut mir leid, falls ich damit nerve :D Aber das Ganze beschäftigt mich schon sehr, weil ich jetzt schon genau weiß, dass ich auf keinen Fall längerfristig in der Pflege am Patienten bleiben möchte und schnellstmöglich mit dem Studium beginnen will. Man ist ja auch keine 17 mehr :D :D :D
 

Lillebrit

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Hallo,
der Master ist eigenständiger Studiengang, für den Du Dich neu einschreiben musst.
Die ersten Master gibt es jetzt...weitere werden folgen. Keine Panik ...im 1. Semester war bei un der Altersdurchschnitt knapp 30 !!!! Die Spannbreite ging von 23 - 52 Jahren.
 

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