Berufswechsel - wie wird das aufgenommen?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von gha, 14.02.2007.

  1. gha

    gha Junior-Mitglied

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    Ich bin 35 Jahre alt, komme im Studium (Sozialwesen) nicht ganz zurecht und denke drüber nach, daß ich dort weitermache, was ich als Zivi im Krankenhaus anfing kennenzulernen: Krankenpflegeausbildung.
    Frage: Wird das neutral gesehen, im groben, oder wird es etliche Vorbehalte geben von den Schwestern und Pflegern aus?


    P.S.: Ich weiß, daß es sicher die geben wird, die die jungen Leute "formen" wollen, andersrum gibt es sicher aber auch jene, die gerne mit "Älteren" arbeiten - wie ist es bei Euch in den Häusern, welche Erfahrungen habt Ihr/gibt es bei Euch auf den Stationen?
     
  2. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    Also während meiner Ausbildung und auch jetzt noch treff ich zunehmend auf Leute die so alt wie du oder älter sind und soviel ich weiß machen alle nur positive Erfahrungen damit.
    Hatte letztens erst eine Altenpflegeschülerin bei uns zur Anleitung die ist doppelt so alt wie ich :knabber: ganze 50 Jahre....
    Sassy
     
  3. gha

    gha Junior-Mitglied

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    DANKE Dir! Das macht Mut!
    In der Küche hörte ich Ende 20 immer wieder: Und, Student? - Dann meinte ich immer: Hör zu, ich WAR Student, ja, bin jetzt aber HIER und fange von ganz unten an, also...; wobei ich sicherlich weiß, daß der Umgangston in der Küche nicht grad "ohne" ist.
    Ich habe meine leichte Krise über den Winter, dann kam der Zivildienst wieder hoch und ich sehe es zunehmend als Alternative; und die pure Theorie ist es ja auch nicht, wenn auch 13 Jahre her.
    Nun lese ich hier, gucke im Netz nach Schulen und Möglichkeiten für mich und, bewerbe mich und werde dann entscheiden.
    Ich werde dann sicher auch "Vorgesetzte" haben, die jünger sind als ich. :wink1:
    Was ich vorhin las zum Thema Einstellung, Anfang usw. und was ich im Radio hörte - wie gut, daß ich mobil bin. :wink1:
     
  4. Anica

    Anica Junior-Mitglied

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    Hallo!

    Ich (24) bin auch zuständig für Schülerbetreuung und hatte vor kurzen einen Schüler der 35Jahre war und es war ein super Arbeiten mit ihm , hinsichtlich Pflegeverständnis , Lebenserfahrung usw ... kann mir aber vorstellen dass es auch schwer sein kann , "sich von jüngeren etwas sagen lassen zu müssen"

    mit freundlichsten Grüßen anica
     
  5. blickdicht

    blickdicht Newbie

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    Ich glaube kaum, dass Dein Alter wirklich ein Problem darstellen sollte. Quereinsteiger gibt es überall - eben auch in der Pflege. Und mit Deinen 35 Jahren gehörst Du da bestimmt nicht zum ältesten Eisen :wink1: . Wie Du bei Deinen zukünftigen Kollegen ankommst hängt also wahrscheinlich weniger an Deinem Lebenslauf, sondern mehr daran wie Du Dich verkaufst
     
  6. Anica

    Anica Junior-Mitglied

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    Halt ! Stop! Momentmal ....lach ! ....ich bin 24 und mein schüler war 35.....:anmachen:
     
    #6 Anica, 14.02.2007
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2007
  7. gha

    gha Junior-Mitglied

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    Hallo Anica,
    Ich denke, von Lebenserfahrung habe ich ein wenig etwas, ja :wink1: , ansonsten sollte ich mir mehr Zeit nehmen, weil ich ja nicht zur Last fallen will. Das Dumme nur: Handeln, schnelles Handeln ohne Fachkenntnisse... SCHWER! :lol1:
    Aber: Klingt gut, daß ich als "alter Sack" noch Chancen habe. :wink1:
    Fachlich nicht, menschlich nicht, nicht für mich meine ich, ich habe nur echte Probleme damit:
    a) wenn mir 20jährige Studenten mir das Leben erklären wollen/müssen und man sieht, daß sie NULL Ahnung haben,
    b) wenn es, wie im Zivildienst, mir sagt: Sieh, exakt sooo geht das! ... Du gehst mit einer anderen Schwester/Pfleger ins Zimmer, machst es wie eben gelernt und es heißt: Gerd warte mal, ich zeig Dir das mal...
    Das "Schlimme" daran finde ich: Es ist doch ok, wenn es Alternativen gibt, aber wenn jede(r) meint, seine/ihre Methode wäre die richtige udn alles andere sei falsch.... Mann! :beten::lol1:

    Ich kenne durchaus jüngere bis gut jüngere Menschen, die in ganz anderen Bereichen viel mehr Ahnung haben als ich - warum sollte ich ihnen nicht zuhören??
     
  8. gha

    gha Junior-Mitglied

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    Jaja, so verstand ich das! :rofl:
     
  9. Anica

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    ja da hast du recht aber solche leute die nur denken ihre "art u weise" sei die einzig wahre , werden dir auf jeden fall sehr oft begegnen.....
    es gibt gewisse richtlinien, gesetze hinsichtlich z.b. hygiene,therapie usw an die man sich halten muss aber das schöne an dem beruf ist , dass du sowieso immer in andere situationen kommst , jeder patient/mensch ist anderst und individuell und was dem einen hilft , gut tut..... ist bei einen anderen patienten vielleicht nicht erwünscht....

    auf jeden fall kommt es sowieso darauf an wie du den leuten , speziell mentoren usw begegnet , wenn du nen "dufter typ" bist , wird alles gut ...grins!:boozed:
     
  10. gha

    gha Junior-Mitglied

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    Absolut richtig, wobei ich auch las und hörte, wie teilweise, auch aus ärztlicher Sicht, geschlammt wird.
    Nein, ich meinte eher ein: Leg die Decke sooo hin, alles andere ist falsch und unsinnig. Wenn ich mir dann also pro Station merken muß, bei welchem Pfleger/Schwester ich die Decke wie zu legen habe, das alles noch für den Trinkbecher, die Salbe, das Handtuch usw., wird es etwas schwer und die wirklich wichtigen Dinge fallen unter den Tisch, leider.
    Ich war nur 15 Monate im Krankenhaus, als Zivi, denke aber, einen KLEINEN Einblick bekommen zu haben. Klaro, Zivi ist was anderes als Schüler oder gar Pfleger, aber...
    Das stimmt!
    Genau das habe ich im Streetwork und Jugendclub auch genossen, zunehmend: Du kannst Dinge vorbereiten, aber dann kommt die andere Person und fragt nach ganz anderem. Und im Krankenhaus sah ich dann, viel früher: Ok, mache ich es jetzt im Rahmen der Hygiene usw. oder geht es nicht?
    Im Jugendclub war ich permanent an der Front, draußen, im Zivildienst auch eher selten im Stationszimmer, meist auf den Zimmern.

    Klar, sicher. :lol1:
    Und WAS ist ein "dufter" Typ? :lol1:
    Ich gehe meist eher fragend in neue Dinge, auch wenn ich vorgelesen habe, Erfahrungen sammelte, egal, ich ordne mich auch unter, kein Problem, aber wenn man meint, daß es wichtig ist ob persönliche Vorlieben des Pflegers/Schwester einzuhalten sind, wird es kompliziert; nicht bei einer, da kann man sich anpassen, bei einer Mannschaft wird es schwerer und wenn man dann, als Schüler, die Station wechselt, erst recht, ODER!? :mrgreen:
     
  11. Anica

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    dufter typ= netter,cooler typ...so in etwa...lach!

    musst ja um gottes willen auch nicht die eigenarten usw annehmen , immer logisch an die sache rangehn und solange wie du deine handlungen begründen kannst....
    gott sei dank sind ja nicht alle gleich....

    naja du wirst das schon machen...grins!
     
  12. gha

    gha Junior-Mitglied

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    Jaja. :lol1:
    Und wenn ich sehe, wie manche Schüler einst über immer die gleichen Lehrer lästerten und ehemalige Schüler als Schwestern nachfragten, lachten und Tips gaben, merkt man fast, wie sich "ALLES" um den Patienten dreht, ähnlich wie in der Küche der Spruch: "Nur das Beste für die Gäste" und so. - Die Realität sieht dann doch ein KLEIN wenig anders aus. :boozed:

    Jaja, alle sind die Besten und wir alle sitzen im selben Boot: Die Patienten sollen möglichst bald wieder gesund raus.

    Und dann kommen die kleinen Dinge noch hinzu: Glocke und es ist absehbar, daß ein Infusionsbeutel gewechselt werden muß. Ein Zivi, der alle Leute kennt, weiß das teilweise besser als die Schwester, die die ungeliebte Büroarbeit machen muß(te). Du sagst: Ah, er, ja, da kannst Du auch selbst hin, der Beutel muß gewechselt werden, das darf ich ja nicht. -- Antwort: DU kannst ja mal gehen, vielleicht ist`s ja auch was anderes!? ... Ihr kennt sicher EINIGE dieser kleinen Sticheleien des Arbeitsalltags.




    Aber ich sehe insgesamt hier, daß das Alter nicht DAS Problem darstellen sollte; zumal meine 35 ja auch noch nicht sooo derart "daneben" liegt. ;)
    Jetzt heißt es: Welche Schule wird einen nehmen UND ob ich es mache und das Studium, in dem ich eh keinen wirklichen Sinn mehr sehe, abbreche?? (Mit vielen der kündtigen Sozialarbeitern, die ich jetzt nicht nur in dieser FH kennenlernte, möchte ich nichts zu tun haben als Klient/SA-Verhältnis.) :lol1:
     
  13. Anica

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    :lol1: wir sind alle keine engel...grins! jeder hat patienten die einen manchmal echt stressen können...grins!
    aber ich denk mal jeder der sich für den beruf entschieden hat (bzw hoffe ich es) arbeitet gern mit menschen zusammen , man bekommt immer sofort feedback für seine arbeit...usw...
    übrigens geht es nicht nur um gesunden der patienten , auch ein angenehmes sterben gehört dazu und noch vieles mehr....

    liebste grüße anica
     
  14. Anica

    Anica Junior-Mitglied

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    ich würde mich einfach ganz normal in krankenhäusern um eine ausbildungsstelle bewerben und einfach ehrlich in der bewerbung sein!!!!
     
  15. gha

    gha Junior-Mitglied

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    Ja, ich hatte mal als Zivi bei einem "Zimmerverbot" - dann kam die neue Schicht, das Problem wurde erörtert und ich dachte: Jetzt ist es aus. Fazit aber war: Der neue Pfleger meinte: Bist Du noch kurz da? Wenn ja, gehen wir da zusammen ins Zimmer und regeln das, ich stehe auf Deiner Seite!

    Meine Schwägerin, gelernte Schwester und nun Ehefrau und Mutter, bekam auch schon Essenstablett vor die Füße geworfen, als sie ins Zimmer kam. Bemerkung dazu: Man habe als Patient bezahlt und würde auch gerne was davon haben.
    Ja, richtig. Ich habe auf meiner Uro-Station einst wenige sterben sehen, aber ich wurde im Nachtdienst, den ich auch mal sehen wollte als Zivi, auf meinen Wunsch hin gerufen einen Toten fertig zu machen. Andere Zivis haben da mehr mitbekommen, waren aber mit den Stationen eher enttäuscht, weil es nicht selten Krach gab. Da hatte ich wenig tote, aber mehr Diskussion auf der Station. ;)

    Jaja, rückblickend frage ich mich nun schon: Was, hätte ich einst dort angefangen bzw. auf dem Gebiet weitergemacht??
    Klar, muß ich alles selbst beantworten und entscheiden, ich bin vor 2 Tagen durch Googlesuche hierdrauf aufmerksam geworden und habe schon so manche interessante Schilderung gelesen. Hilft sicher besser als im Netz zu suchen.
     
  16. Anica

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    es gibt wirklich manchmal unangenehme patienten aber man muss sich auch nicht alles gefallen lassen , sollte es zu extrem sein , darf man den patienten auch höflich aber bestimmt in die schranken weisen....
    bin auch gestern nacht hier aufs forum gestossen und sehr begeistert...:lamer:
     
  17. gha

    gha Junior-Mitglied

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    Wie schaut es denn eigentlich mit Berufsaussichten aus?
    Kranke gibt es, leider, immer, aber ein nicht gerade gesundes Gesundheitssystem, Schließungen von Krankenhäusern und Einsparungen wo es nur geht - ruft da das Ausland und/oder sollte man sich langsam in Richtung Altenpflege orientieren?
     
  18. Anica

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    also in deutschland sieht es glaub ich schon nicht so rosig aus , in der schweiz sieht es z.b. gut aus , weil hier noch ziemlich viele umstrukturierungen im gange sind und in ein paar jahren wird bestimmt wieder ein mangel hier herrschen und wie du schon gesagt hast kranke gibts überall.....
    klar nimmt der geriatrische pflegeaspekt zu aber ich denke du solltest dich schon danach richten was dich mehr interessiert : akutpflege oder altenpflege , man kann ja auch als exam. pflegefachfrau/mann in einem alterszentrum arbeiten oder du kannst dich später immer noch in einen bestimmten gebiet spezialisieren...es gibt viele möglichkeiten....
     
  19. gha

    gha Junior-Mitglied

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    Und nach der Gesundheitsreform?; siehe weiter unten.
    Und dann hörte ich, daß diese wohl auch nur 3, 4 Jahre "überleben" wird.
    Ja, und dann KÖNNTE es doch in wenigen Jahren, wenn die Ausbildung vorbei ist, mit der Wirtschaft bergauf gehen!? Wir werden sehen, ob sich das positiv auswirkt.
    Und dann hörte ich öfter im Radio, daß nicht wenige nach England gehen, weil sie dort sogar Auswahl hätten und mehr verdienen würden.
    Fragen und Gedanken... :troesten::D

    Das aber ist wohl wie in der Sozialarbeit: Probleme gibt es immer, Hilfsbedürftige auch, nur leider immer weniger Geld, um Fachkräfte zu bezahlen.
    Jetzt die Gesundheitsreform, über die ich im Radio ziemlich viele negative Stimmen hörte und in letzter Zeit auch immer mehr Beschwerden, daß der "Bürokram" immer mehr werden und der Kontakt zu den Patienten immer geringer wird.

    Ich komme mit alten Menschen durchaus recht gut zurecht, habe auch mal ein Praktikum, im Sozialwesenstudium, in der Psychiatrie gemacht in der Gerontologie, komme mit denen auch so in der Freizeit hier und dort recht gut in Kontakt, die PFLEGE hingegen würde ich eher als Kompromiß machen, wenn ich keine Chance auf einen Job hätte im Krankenhaus.
    Das ist sicher eine schlechte Motivation, nur wenn ich mir so manche Sozialarbeiter ansehe, aber auch einige Pflegekräfte - wie Du schon sagtest, es gibt auch hier nicht nur Engel! :lol1:

    Nein, zuerst die Krankenpflege und ginge es nach meinen Vorstellungen, dann.... aber vorher muß ich erstmal einen Ausbildungsplatz bekommen und wenn ich einen habe, mich entscheiden: Weiter in eine ungewisse Zukunft im bisherigen Studium oder Abbruch und Krankenpflege? :gruebel::wink1:
     
  20. Anica

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    wieviele semester hättest du den noch vor dir?

    lg anica
     
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