Berufswechsel in die Altenpflege

Dieses Thema im Forum "Ausbildung in der Altenpflege und Altenpflegehilfe" wurde erstellt von Dennis 29, 26.07.2008.

  1. Dennis 29

    Dennis 29 Newbie

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    Hallo. :-)

    Mein Name ist Dennis und ich bin 29 Jahre alt. (wie man am Nutzernamen unschwer erkennen kann.) Ich habe mich heute mal durchs Forum gelesen und mich nun doch dazu entschlossen einen Thread zu eröffnen. Hier isser:

    Ich will mal meinen beruflichen Werdegang kurz schildern:
    1995- Abschluß Realschule
    1998- " Bankkaufmann
    1999 " Zivildienst in einer WG mit Alten Menschen
    2000-2004 4 Jahre Einzelhandel einschl. Führungsposition
    2005-2007 Div. kaufm. Tätigkeiten in Zeitarbeit
    2008 Einzelhandel

    So das sind dann 13 Jahre (mit einiger Arbeitslosigkeit dazwischen) berufliche Erfahrung. Was habe ich gelernt ? Die ganzen kaufmännischen und Vertrieborientierten Jobs machen mich krank! Ich bin nunmal kein Ellbogen Mensch, kein Lügner, der Kunden das Geld aus der Tasche zieht und kein Büro Hengst. Das ist doch nicht das Leben!

    Vor 2 Jahren hatte ich den Zusammenbruch. Schwindel, Ängste und dann Therapie. Kein Wunder bei meinem Lebenswandel bis dato. Seit der Therapie habe ich mich stark verändert. Ich bin spirituell geworden bzw. arbeite an meiner Spirituellen Entfaltung, lese viel und mein Lebensziel ist mein persönlicher Wachstum, meine Entwicklung . Seit knapp 1 Jahr bin ich wieder in Arbeit, als Verkäufer eben. Doch ich bin gerade dabei alles zu schmeissen, da die Situation in der Firma untragbar ist und ich eh meine Zukunft nicht in diesem Bereich sehe.

    Wie komme ich jetzt zur Pflege bzw. Altenpflege. Nun, ich habe heute immer noch sehr positive Erinnerungen an meine Zivildienst. Er fand hauptsächlich in einer WG statt wo alte Menschen mit psychischen Problemen wohnten. Das das Thema Psyche mich selbst noch so intensiv zu beschäftigen hatte ahnte ich damals noch nicht. Überhaupt war ich zu der Zeit (mit 19) noch sehr unreif was mich selbst betraff. Doch trotz meiner vielen persönlichen Probleme habe ich mich dort wohl gefühlt und eingebracht. Ich war einfach offen und hatte Freude an den Bewohnern. Ich konnte sogar die Beziehung so gut aufbauen, daß diese in KOnflikten (manchmal :-) auf mich hörten. Ich kochte mit Ihnen und ging zus. einkaufen. USW.

    Da ich mir seit Jahren und gerade in der letzten Zeit den KOpf zerbreche, was ich sinnvolles mit meinem Leben anfangen kann, kam der Gedanke ALtenpflege immer mal wieder auf. Aber nie so dominant wie in den letzten Tagen. Ich glaube einfach das so alles einen Sinn ergeben würde: Mein eigenes Leiden und die Therapie bringen mir ein großes Verständnis und MItgefühl für psychisch labile Menschen.Währrend meiner spirituellen Entwicklung habe ich viel über den Tod nachgedacht und die Scheu davor verloren. Ich bin in der Lage sehr positiv über das Sterben zu denken, da ich vom Karma und Wiedergeburtgedanken überzeugt bin. Ich glaube an Gott und an das Prinzip des Lebens und Sterbens.

    Sind das nicht alles Dinge, die hervorragend zu einem Altenpfleger passen würden ? Verschwende ich nicht meine Zeit in oberflächlichen Berufen ? Mich dürstet es nach Wahrheit! Nach einer Tätigkeit die Sinn macht! Wo ich mich beruflich und menschlich weiter entwickeln und erfahren kann. Gleichzeitig habe ich aber auch Angst vor der Entscheidung, da oft von einer hohen psych. belastung der Pflegekräfte gesprochen wird. Und ich würde gerne mal aus dem Alltag eines Altenpflegers hören ? Wie läuft der ab ? Ist es wirklich so schlimm mit dem Zeitdruck ? Welche Tätigkeiten und wie lange ausüben am TAg ? Ist das Waschen des Körpers oder Windeln wechseln nicht nur am Anfang eine Überwindung oder gibt es Pfleger die sich ständig überwinden müssen. Habe vor dem körperliche Kontakt schon noch Angst. Es währe eben völlig neu.

    Ich würde mich freuen, wenn ihr Fachkräfte mich, nach dem was ich über mich geschrieben hab, einschätzen würdet. Oder gibt es andere Quereinsteiger ?

    Bin dankbar für rege Beteiligung. :-)
     
  2. Bluestar

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    Hallo Dennis,
    wie wäre es denn mit Krankenpflege ? Du hättest später viel mehr Möglichkeiten als ein Altenpfleger. Als Krankenpfleger kannst du im Krankenhaus UND im Altenheim arbeiten. Du hättest verschiedene Fachrichtungen die du ausprobieren könntest, z.B. auch Psychiatrie, du könntest in die ambulante Pflege gehen, Geriatrie, Rehakliniken, und und und.....und eben auch ins Altenheim.natürl
    Machbar wäre das ich auch als Quereinsteiger, vielleicht auch im Rahmen einer Umschulung.
    Ich würde mich immer wieder für die Krankenpflege entscheiden, Stress hin oder her. Den hat man in anderen Berufen auch, kommt eben drauf an wie man selbst damit umgeht. Und wenn du letztendlich in dem Beruf deine "Berufung" gefunden hast gehst du mit dem Stress sowieso anders um.
    Wage ruhig den Schritt, je früher desto besser. Drück dir die Daumen dass du die richtige Entscheidung triffst !
     
  3. Dennis 29

    Dennis 29 Newbie

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    Ja die Frage ist gut. Das sollte ich mir nochmal überlegen. Ach da gibt es so viele Möglichkeiten ? Rehaklinik klingt auch interessant.

    Ich glaube ich habe gelesen, daß in der Krankenpflege 90% Frauen und nur 10 % Männer arbeiten. Ich dachte die Altenpflege wäre ehr was für Männer.

    Ist wohl blöd gedacht, oder ? :knockin:

    Und ausbilden tuen dann ausschliesslich Krankenhäuser oder stimmt das auch so nicht ? Finanziell wird es nicht leicht aber irgendwie müßte es gehen. Mein PLan wäre neben der Ausbildung noch was dazu verdienen aber das ist bei dem Schichtdienst ja schwierig.
     
  4. jackdanielsx84x

    jackdanielsx84x Gesperrt

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    Hallo,

    ich glaube eine stationäre Einrichtung hat nicht so viel mit einer WG gemeinsam.
    Positiv über das Sterben zu denken und zu reden will nicht unbedingt jeder und Karma, Wiedergeburt.....das hat wenig mit Altenpflege zu tun. Man sollte eher außer Acht lassen was man selbst glaubt und sich an dem orientieren was der Bewohner glaubt, wenn sich das endliche Leben dem Ende neigt.

    Vielleicht solltest du auch abschätzen ob du mit deiner Psyche schon so weit bist.
    Kleines, reales Beispiel:
    Du hast einen Bewohner der dich in 5 Minuten mindestens 8x fragt ob er was verloren hat....und das die ganze Schicht hindurch, zwischendurch krabbelt er über den Boden und verteilt seinen Kot im Flur und in seinem Zimmer.
    Die andere Bewohnerin ruft alles was sie aufschnappt laut Hals über den Flur und wenn sie gerade nichts hört ruft sie aah oder Hilfe, während die nächste Bewohnerin den ganzen Tag mit dem Rollstuhl über die Station fährt (zwischendurch fährt sie den, der gerade auf dem Boden krabbelt an) und sie kann während der fahrt natürlich nichts trinken.
    Die nächste Bewohnerin sucht den ganzen Tag ihr nicht vorhandenes Kind und hatte einen Hirntumor, ach so.....nebenbei müssen die alle essen und trinken und wenn sie nicht ihr Kind sucht, meint sie, sie blute aus der Vagina.
    Nebenbei musst du noch bei einigen die Körperpflege "durchführen".
    So nun hast du noch eine recht rüstige Bewohnerin, die sich beinahe komplett selbst versorgt, eine schwer demente Bewohnerin, die gerne mal das Haus verlässt, sonst aber sehr nett ist. Eine Bewohnerin, die sich soweit selbst versorgt, aber aus eigenem Antrieb nicht einmal 500 ml trinken würde und noch einen Bewohner mit einer Sprachstörung, chronischem Singultus, der den ganzen Tag Stöhnlaute von sich gibt, die intensiver werden, wenn er einen speziellen Wunsch hat.
    Noch eine Bewohnerin, die einen Anus Praeter zum wechseln hat und gerne mal aus dem Rollstuhl, von der Toilette oder aus dem Bett fällt und zu guter letzt einen körperlich eingeschränkten Nationalsozialisten, der z.B. mich damals für einen Al Kaida Kämpfer gehalten hat........wegen meinem Bart, aber unsere italienische Schwester mochte er natürlich. :mrgreen:
    Eine Bewohnerin fehlt noch, sie fährt auch die meiste Zeit mit dem Rollstuhl hin und her, das ist aber alles was sie noch tun kann. Außer der jungen Dame die aus eigener Kraft nichts trinkt und der rüstigen Dame die sich selbst versorgt sind alle Inkontinent, bzw. Anus Praeter wechsel. Bis auf drei benötigen alle Hilfe bei der Körperpflege sowie an und auskleiden.
    So das ist eine Station mit 12 Bewohnern, den Spätdienst absolvierst du alleine und im Frühdienst hast du Hilfe für 2,5 Stunden, ich wünsche viel Spaß und angenehmes Arbeiten oder doch nicht?


    Gruß
    Dennis
     
  5. Dennis 29

    Dennis 29 Newbie

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    KLingt schon ziemlich anstrengend. 12 Leute und nur 1 Pfleger? Und alle scheinen ziemlich Zeitintensiv zu sein. Das ist genau der Punkt so wie du das beschreibst. Da zweifel ich eben, ob ich das so hin bekommen würde.

    Das meine perönlichen Überzeugungen nichts mit den Bewohnern zu tun haben ist schom klar. Ich meinte das ja nur für mich und wie ich mit dem Thema Tod umgehe. Ich würde sie schon für mich behalten.
     
  6. Bluestar

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    Also....Kranken- und Altenpflege sind eigentlich klassische "Frauenberufe". Männer sind allerdings sehr gefragt, also ran ! :mrgreen:
    Und das Finanzielle....tja, wie gesagt, evtl. über Umschulung. Musst dich beim Arbeitsamt mal über deine Möglichkeiten informieren. Wenn du Glück hast bekommst du sogar BAföG. Nebenjobs sind auch möglich, ne Kollegin von mir hat nebenbei noch im Kiosk und an der Tanke gejobbt.
    Die Ausbildung wird dann in einem Krankenhaus gemacht, klar. Aber auch dort schnupperst du schon in viele Bereiche rein. Und wenn du später dann doch lieber ins Altenheim möchtest, kein Problem. Wobei Altenheim teilweise echt hardcore ist.....siehste ja oben....
     
  7. jackdanielsx84x

    jackdanielsx84x Gesperrt

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    So viele Frauen um sich herum zu haben ist manchmal gar nicht mal schlecht :daumen: :lol1: la la la.

    Allerdings würde ich dir auch eher raten ein Krankenhaus zu wählen oder eine Gesellschaft zu wählen, die beides hat, da kann man ggf. auch mal wechseln.


    Gruß
    Dennis
     
  8. Susi_Sonnenschein

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    Hallo Dennis,
    wäre es Dir möglich, ein Praktikum zu machen (ideal wäre es natürlich im Krankenhaus UND im Pflegeheim)? Dann würdest Du einen guten Einblick in den Tagesablauf eines Kranken- bzw. Altenpflegers zu kriegen und könntest danach entscheiden, ob es auf Dauer was wäre.
     
  9. jackdanielsx84x

    jackdanielsx84x Gesperrt

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    Stimmt Praktikanten sind immer gut und je nach dem an wen du gerätst machst du dann eh schon die schlimmsten Arbeiten und schlimmer kann es ja dann nicht mehr werden. :knockin: :mrgreen:

    Gruß
    Dennis
     
  10. Dennis 29

    Dennis 29 Newbie

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    Wow.. ich wußte nicht, daß es da so viele Möglichkeiten gibt. Habe gestern viel darüber nachgedacht und es besteht auf jeden Fall Interesse bei mir. Gibt es da eine Seite, wo aufgelistet ist, was mit der Ausbildung alles Möglich ist ? Entwicklungsmöglichkeiten scheint es ja viele zu geben: Gesundheits- und Krankenpfleger/in - BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden
    Die Beschreibung zu"Case Manager" klingt auch interessant! (Ich hasse diesen Trend jeden Job mit Manager zu betiteln!)

    Ja falls ich arbeitslos werde in der nächsten Zeit würde ich ein Praktikum über die Agentur anstreben.

    Vielen Dank für die Hilfe! Ihr helft mir gerade sehr mit euren Antworten!!!:klatschspring:
     
  11. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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  12. Du hast wohl von der Altenpflege nur aus dem Internet und Fernsehen gehört, ja 12 Leute (Minimum) für einen einzigen Pfleger/in.... wenn du da schon zweifelst gehst du wohl besser nicht in ein Altenheim.
    Zur Krankenpflege ist zu sagen, dass das Alter der Pat. auch in den Krankenhäusern steigt und somit die Pflegebedürftigkeit.... überleg es dir gut
     
  13. Mart83

    Mart83 Newbie

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    Ich als Altenpfleger empfehle auch eher die Krankenpflege, weil dort kann man sich zur Not auf "leichte" Stationen versetzen lassen z,B die Chirurgie, weil auf Dauer geht dir die Altenpflege mächtig in die Knochen, musst dich ständig beschimpfen lassen, und bist irgendwann entweder ein psychisches oder physisches Wrack. Nun gut ich persönlich habe mich an diesen Alltag gewöhnt, und Kompensationsmöglichkeiten gefunden. Aber letztendlich geht es nicht um leicht oder schwer sondern um den Menschen der vor uns als Patient oder Bewohner steht, oder liegt.
     
  14. Pflasti

    Pflasti Newbie

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    Dennis, bevor du irgendeine Entscheidung triffst, musst dir wirklich klar sein, dass sich in den letzten Jahren in der Alten- und Krankenpflege einiges zum NEGATIVEN hin verändert hat. Das sind wirklich ganz harte Jobs, die nicht zu unterschätzen sind! Der administrative Aufwand hat enorm zugenommen. Das kann ich nach 13 Jahren als Schwester im Krankenhaus sagen. Es werden immer mehr Stellen abgebaut, die Patienten werden immer älter und kränker. Das bedeutet, du muss unter sehr schwierigen Bedingungen arbeiten und immer mehr Verantwortung übernehmen. Man hat kaum Zeit für die Pat. und kann nur die nötigsten Tätigkeiten verrichten. Die Qualität der Pflege ist heute ganz sicher nicht so hoch wie noch vor 10 Jahren. Jeder Dienst ist ein Marathon!
    Es ist sicherlich ein schöner Beruf, aber man geht sehr oft mit einem sehr schlechtem Gefühl und Gewissen nach Hause. Es geht hier schließlich um Menschen. Außerdem merkt man schon sehr bald, dass man sich auch körperlich durch die schwere Arbeit kaputt macht, ich hatte z.B. schon nach 8 Jahren in diesem Beruf meinen ersten Bandscheibenvorfall.
     
  15. zuckerblume

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    hallo dennis,
    also ich bin krankenschwester, da ich am ende der ausbildung schwanger war, wurde ich natürlich nicht übernommen. war ja auch klar, die dachten sicherlich, dass ich sowieso ein zwei jahre ausfalle (zwecks kind). mmhhh es war nun wirklich nicht der fall. bin nach entbindung 10wochen später wieder arbeiten gegangen, allerdings in einem pflegeheim. ich wollte schnell wieder arbeiten gehen, da ich sonst völlig aus der praxis gekommen wäre. naja auf jedenfall war das alles neu für mich. es war eine richtige umstellung, wurde im kh richtig verwöhnt, denn da war noch genug personal, sei es zivis, soziale jahre, praktikanten, lehrlinge.... da. und im pflegeheim stand ich dann da. habe nicht damit gerechnet, dass sowenig personal für soviele bewohner ist. nagut mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt - mir bleibt ja auch nichts anderes üprig. aber wenn man merkt, dass immer mehr schriftlicher mist dazu kommt und eigentlich kaum noch zeit für die bew. ist, dann finde ich es echt unmöglich. aber das ist ja nur das eine. wie schon vorher erwähnt muß man psychisch sehr viel mitmachen (wenn dir im dienst aller zwei minuten gesagt wird ""ich habe hunger, ich habe hunger") ist es auf jedenfall nicht mehr lustig.
    körperlich darf ich garnicht davon anfangen...bin gerade mal 26 und mir tut jeden tag nur der rücken weh - einfach weil die zeit fehlt, betten immer in arbeitshöhe zu machen - ist halt nur ein bsp.).
    dann ist auch nur theater mit den jeweiligen ärzten der bew. - wir müssen viele dinge wie z.b. blutentnahme erledigen und da fragt keiner, wie die vielen altenpfleger das machen sollen.

    also wenn du mich fragst...orientiere dich bei etwas anderen...denn in diesem job bist du wie schon oben erwähnt auch sehr vielem ausgesetzt. und bei mir auf arbeit sind die pflegekräfte nur noch fix und fertig und heil froh, wenn sie mal frei haben.

    ich bin momentan auch dran mich woanders zu bewerben... möchte schon in der branche bleiben, allerdings nicht mehr so körperlich arbeiten müssen, psychisch ruhiger leben und mein fachliches als krankenschwester mehr anwenden. habe mich jetzt in einer dialyse beworben, denn dort brauche ich nicht mehr körperlich so ran, kann mehr fachbezogen arbeiten, naja psychisch ist es vielleicht auch nicht ohne, aber besser als momentan ist es sicherlich.

    also viel glück noch bei deiner suche, vielleicht findest du ja noch das richtige...
     
  16. Dennis 29

    Dennis 29 Newbie

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    Danke für die Antworten, die noch dazu kamen.

    (Man beachte das Datum)

    ;)
     
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