Bericht über Pflegequalität

flexi

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Pressestelle BMGSBerlin, den 11.11.2004

Marion Caspers-Merk: Erstmaliger Bericht über Pflegequalität schafft Transparenz
Heute stellt der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen seinen ersten Bericht zur Qualität in der ambulanten und stationären Pflege vor. Grundlage dafür ist das Gesetz zur Qualitätssicherung und zur Stärkung des Verbraucherschutzes in der Pflege, das seit dem 1. Januar 2002 in Kraft ist. Dazu erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Marion Caspers-Merk:
mehr dazu hier: http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/aktuelles/pm/bmgs04/6040_6240.cfm


Den Bericht findet ihr im Original hier: http://www.vdak-aev.de/pe/bericht_qs_pflege.pdf
 

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Qualitätsbericht offenbart Mängel in der Pflege

[font=Verdana, Arial]Ärzte Zeitung, 12.11.2004[/font]

Qualitätsbericht offenbart Mängel in der Pflege

BERLIN (hak). Sowohl in der ambulanten wie auch in der stationären Pflege gibt es gravierende Versorgungsdefizite. Das ist das Ergebnis des ersten Pflege-Qualitätsberichts von Pflegekassen und Medizinischem Dienst (MDS).

Danach ist annähernd jeder zehnte Pflegebedürftige im ambulanten Bereich und jeder sechste in Heimen unterversorgt. Im Detail sieht die Bilanz noch schlechter aus als die absoluten Zahlen:
  • Bei 41 Prozent der Pflegebedürftigen ist die Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung unzureichend. Das Pflegepersonal hat den Gewichtsverlust der betreffenden Patienten nicht bemerkt und Probleme bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme nicht erkannt.
  • Bei der Dekubitusprophylaxe und -therapie fallen 43 Prozent der Patienten durchs Raster. Ein Dekubitusrisiko wird bei ihnen nicht erkannt und ihre Lagerung nicht entsprechend angepaßt.
  • Auch die Versorgung gerontopsychiatrisch beeinträchtigter Versicherter (Demenzkranker) läßt in 30 Prozent der Fälle zu Wünschen übrig. Ihre Tage werden nicht krankheitsadäquat strukturiert, die Betreuung nicht ihrem Krankheitsstadium angepaßt.
Pflegekassen, MDS und Bundesregierung bemühten sich gestern, den Qualitätsbericht als solchen als Erfolg darzustellen. Dadurch werde die Transparenz geschaffen, die nötig sei, um vorhandene Qualitätsdefizite zu beseitigen. Die Übersicht zeige, daß gute Pflegeplanung und gute Qualifikation des Personals unabdingbare Voraussetzungen für gute Pflege seien.

Für den Qualitätsbericht wurden die Prüfberichte des MDS herangezogen. Im ambulanten Bereich wurden 807 Stichproben ausgewertet - die Zahlen gelten als repräsentativ. Für den stationären Bereich lagen dem MDS lediglich Prüfberichte vor, die aufgrund von konkreten Hinweisen angefertigt wurden.
 

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