Bericht Psychiatrieeinsatz unfertig/überfordert

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von pfleger-j, 19.03.2011.

  1. pfleger-j

    pfleger-j Gast

    Hallo! Ich muss nen Bericht über den Psychiatrieeinsatz schreiben und über die Pflege eines Patienten anhand seines Krankheitsbildes.

    Ich bin irgendwie überfodert.Ich weiß,dass der Bericht so nicht passt,wie ich ihn geschrieben habe,deswegen wollt ich ihn mal hier reinschreiben,damit mir vielleicht jemand irgendwie kritik geben kann und vielleicht nen verbesserungsvorschlag hat.

    Irgendwie fehlt mir die Struktur, seht selbst...

    Bericht

    1.Begründung der Themenwahl

    Die psychiatrische Akutstation x behandelt vorwiegend Patienten mit chronifizierten
    schizophrenen und schizoaffektiven Psychosen.
    Da biologische,psychische und soziale Komponenten die Erkrankung verursachen
    können,ist es notwendig soziotherapeutische,psychoedukative und
    milieugestaltende Maßnahmen mit Psychopharmakatherapie zu kombinieren.
    Das Alter der Patienten liegt zwischen 18 und 65 Jahren.
    Die Station hat eine Jahresaufnahmezahl von etwas 250-300 Patienten.
    Die Behandlungsdauer ist variabel und kann bis zu 6 Monate nötig sein.
    Die Station ist für die Behandlung von 19 Patienten konzipiert.
    Die Zimmer sind mit einer Waschmöglichkeit (Waschbecken) ausgestattet.In
    einigen Zimmern ist eine Dusche vorhanden, für Zimmer, in denen keine Dusche
    im Zimmer vorhanden ist, gibt es ein extra Bad außerhalb des Zimmers.Die Station
    ist ausgestattet mit einem Raucherraum,Speisesaal (mit TV),einem Wohnzimmer (für
    Gruppenaktivitäten wie z.B. Psychoedukation und für Besucher).Für sportliche
    Aktivitäten steht ein Raum mit Tischtennisplatte zur Verfügung.
    Weiterhin gibt es eine Stationsküche für das Pflegepersonal,2 Arztzimmer,
    1 Stationszimmer und ein Medikamentenzimmer und 2 Waschräume mit Waschmaschinen.
    Das Pflegeteam besteht aus Gesundheits -und Krankenpflegern/schwestern,einer
    Gesundheits -und Altenpflegerin und einem Krankenpflegehelfer.
    Zum therapeutischen Team gehören eine Stationsärztin, ein Ober und Chefarzt,
    eine Psychologin,ein Ergotherapeut,ein Sozialpädagoge,ein Krankengymnast, sowie
    ein Bewegungs und Sporttherapeut.

    Für den Bericht habe ich mir einen Patienten mit paranoider Schizophrenie
    ausgesucht.
    Ein an dieser Krankheit erkrankter Mensch hat Wahnvorstellungen,Ich-Störungen und
    akustische Halluzinationen.Wahnvorstellungen sind Überzeugungen, die nicht der Realität
    entsprechen, z.B. glaubt ein Patient, dass andere Menschen über ihn lästern, obwohl dies
    nicht der Realität entspricht.
    Die ich-Störungen sind dadurch gekennzeichnet,dass schizophrene Patienten
    das Gefühl haben im Denken, Handeln und Fühlen von Außenkräften beeinflusst
    und gesteuert zu werden.
    Bei akustischen Halluzinationen, hört der Patient z.B. Worte,Sätze,Geflüster,
    beschimpfende Stimmen, die er sich einbildet.

    Ich habe mir den Patienten ausgesucht, weil mich das Krankheitsbild sehr interessiert
    und weil ich es sehr schockierend fand, wie sehr ein junger Mensch in der Zeit einer
    psychischer Krankheit gehindert ist ein selbstbestimmetes Leben mit Beruf zu führen.

    Hinzu kommt, dass bei dieser Patient mit Elektrokrampftherapie behandelt wurde,
    was eine eher seltenere Behandlungsmaßnahme darstellt und somit eine gute
    Gelegenheit für mich war, bei der Behandlung dabei zu sein.

    2.Pflege des Patienten

    Her C. ist 1,77 m groß,wog am 8.3.11 84,9 kg und ist 18 Jahre alt.
    Am 8.3.11 hatte Herr C einen Blutdruck von 140/90 und einen Puls von
    92.
    Seit einem Jahr wird der Patient wegen paranoider Schizophrenie behandelt.

    1 mal pro Woche wird beim Patienten ein Clozapinspiegel bestimmt, um die Dosis
    des Medikaments Leponex im Blut festzustellen, um dann die Dosis richtig einzustellen.

    Medikation des Patienten:

    Leponex (50 - 50 - 50 - 300 mg) (Neuroleptika/Antipsychotika)
    Ferrosanyl duod. (1- 0 - 0 Kps.)
    Beladon Tropfen b.B. (verringern den Speichelfluss)

    Herr C. wurde von der Tagesklinik XY auf die Station YX verlegt, weil
    er trotz Medikation weiterhin psychotisch war und dem Tagesablauf in der
    Tagesklinik nicht gewachsen war.

    Herr H. hört Stimmen, die kommentieren,was er macht.
    Außerdem habe er optische Halluzinationen, denn er sehe rote Geisterwesen und
    irreale Götter.
    Sein Denken war bei der Einweisung verlangsamt und er hatte eine mangelnde
    Ausdauer.

    Er ist ein introvertierter 21 jähriger Mann, der seit einem Jahr Stimmen hört.
    Er sagt,dass ihm vor einem Jahr ein Chip in den Kopf implantiert wurde, womit er mit
    seinen Klassenkameraden kommunizieren würde.Außerdem höre er Stimmen, welche
    über die Macht im Universum berichten würden.
    Er wisse,dass diese Stimmen Einbildung wären, aber er höre diesen Stimmen ständig zu
    und könne sie nicht zum schweigen bringen.Herr C. wirkt dadurch sehr in sich gekehrt,
    wirkt abgelenkt und blickt an Stellen wo niemand ist,weil er sich einbildet etwas zu sehen
    was nicht da ist.
    Die Stimmen in seinem Kopf reden über die Weltmacht im Universum.
    Auch wenn Herr C. zugibt, dass diese Stimmen Einbildung wären, glaube er an
    übernatürliche Kräfte.

    Herr C. lebt völlig in seiner eigenen Welt, welche der Realität fremd ist.
    Durch diese akustische Halluzinationen wirkt er immer recht abwesend und kann sich
    dadurch kaum konzentrieren.So ist es für Herrn C. nicht möglich den Sinn eines Textes
    richtig zu verstehen, da er den Text nicht konzentriert lesen kann,weil ihn die Stimmen
    in seinem Kopf ablenken.
    Sein Schlafbedürfnis ist mit 12 Stunden täglich sehr hoch.Auf Fragen kann der Patient antworten.

    Am 7.3.11 wurde der Patient zum 3. mal mit EKT (Elektrokrampftherapie) behandelt.
    Dabei wird durch einen nur wenige Sekunden andauernden Stromimpuls eine Reaktion
    des Gehirnsm ähnlich einem epileptischen Krampfanfall herbeigeführt.
    Es kommt hierbei zu Veränderungen verschiedener Botenstoffe (Neurotransmitter)
    im Gehirn,die ursächlich oder mitverantwortlich für ihre Erkrankung sind.
    Das EKT stellt beim Patienten die letzte zu diesem Zeitpunkt mögliche
    Behandlungsmethode dar,welche Besserung oder sogar eine Verschwinden der Stimmen
    herbeiführen könnte.Durch Medikamente und auch durch Therapeutische
    Maßnahmen konnten die Stimmen bisher nicht ausgeschaltet
    werden.

    Er hat kein Interesse, mit anderen Leuten zu sprechen oder etwas zu unternehmen, lieber
    möchte er alleine sein und den Stimmen zuhören.
    Herr C. geht viel alleine spazieren und ist dabei mit den Stimmen in seinem Kopf
    beschäftigt.
    Herr C. besucht gelegentlich die Ergotherapie.Meist mag der Patient zu
    keinen Therapien gehen.

    1 mal pro Woche wird beim Patienten ein Clozapinspiegel bestimmt, um die Dosis
    des Medikaments Leponex im Blut festzustellen, um dann die Dosis richtig einzustellen.

    8.3.11
    Der Patient beklagt weiterhin Stimmen,zeigt sich alltäglich abgelenkt und verlangsamt

    Bei der Individeuellen Pflege des Patienten fällt einmal wöchentliche die
    Blutrdruckmessung an.
    1 mal pro Woche wird beim Patienten ein Clozapinspiegelim Blutbild bestimmt,
    um die Dosis des Medikaments Leponex im Blut festzustellen, um dann die
    Dosis richtig einzustellen.Bei der Betreuung wird versucht, den Patienten zur Beschäftigung
    durch Spiele oder Gespräche zu beschäftigte.Der Patient möchte sich jedoch lieber
    von den Stimmen in seinem Kopf unterhalten lassen.Er empfindet diese Stimmen
    als nervend und störend.
    An der Psychoedukation, bei der die Patienten zum Beispiel über ihre Krankheit aufgeklärt
    werden, nahm Herr. C. teil.
    Am sozialen Training nahm Herr C. gelegentlich auch teil.Dort musste er z.B. Wörter
    erklären, ohne die Begriffe, welche auf seiner Karte standen. (Tabu)
    Herr C. war gut in der Lage diese Begriffe zu erklären,dennoch wirkte er unkonzentriert.
    Kontakt zu anderen Patienten hat Herr C. überhaupt keine.Es ist schwer, zum Patienten
    Kontakt aufzubauen.Dies gelingt nur mit Fragen,die man ihm stellt.Interesse an
    Geselligkeit mit anderen Patienten hat er nicht.

    9.3 Heute wurde Herr C. erneut für die EKT vorbereitet.
    Nach der Untersuchung gibt der Patient keine Veränderung an.Er höre
    immer noch Stimmen.

    10.3 Herr C. läuft heute wieder den Flur auf und ab und ist in sich zurückgezogen,
    da er ständig diese Stimmen im Ohr hört.Weiterhin sucht er keinen Kontakt zu seinen
    Mitpatienten.Nur Auf Ansprache antwortet er.Wenn Herr. C. nicht spazieren geht,
    ist er zurückgezogen in seinem Zimmer.

    11.3 Heute hat der Patient das 5.mal EKT.Herr C. gibt sich etwas verwirrt dannach.
    Der Patient überlegt ob er zur Belastungsprobe von Freitag abends bis Samstag abends
    nach Hause gehen soll.Er entscheidet sich dafür, seine Familie zu treffen.





    3.Mein persönlicher Lerngewinn wurde erfüllt, da ich einen Einblick in die
    schizophrenen Krankheitsbilder bekam, und jetzt nicht nur therorethisch gelernt habe,
    was man unter diesen Krankeheitsbildern versteht, sondern auch mitlerebt habe,wie
    sich Menschen mit diesen Erkrankungen verhalten.
    Die Schwestern und Pfleger der Station gaben mir auf Fragen stets eine Antwort und
    gaben mir theorethisches Material zum lernen.
    Für den Patienten, den ich mir ausgesucht habe wünsche ich mir,dass er eines Tages
    von den Stimmen in seinem Kopf befreit wird und ein möglichst normales Leben mit
    Beruf und eigener Wohnung führen kann.
    Auch wenn die Elektrokrampftherapie und die Medikamente bisher noch keinen
    ausschlagenden Erfolg gebracht haben, hoffe ich,dass sich sein Zustand verbessert
    und er ein beschwerdefreies Leben oder wenn nicht möglich zumindest
    zufrieden mit seiner Krankheit leben kann.
     
    #1 pfleger-j, 19.03.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20.03.2011
  2. pocco04

    pocco04 Newbie

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    ex.Gesund. & Krankenpfl.
    Akt. Einsatzbereich:
    Psychatrie,AP- Aufnahme
    Hallo...
    Mich würde noch interessieren , wie er auffällig geworden ist und was war daran ausschlaggebend? Ist er freiwillig zum Arzt?? Was für Familienverhältnisse sind bei ihm zuhause?? Oder wohnt er allein?? Hat er eine Lebenspartnerin oder Partner ?? Wie sehen die Angehörigen seinen Zustand??Kindheit?Wie war er vorher ,im gegensatz zu heute?? Und zum guten Schluss....Wie sieht "er "die Therapeutischen maßnahmen usw...
     
  3. Feli

    Feli Poweruser

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    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    interdisziplinäre Intensivstation
    Und wie hat er vor der Erkrankung gelebt? War er Schüler oder Azubi?
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
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    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Bitte bei Beschreibungen der Sitaution stets den Datenschutz wahren. Dieses gilt auch für die Ausarbeitungen für die Schule.
    Nachnamen- es darf der Name net nur bis zum ersten Buchstaben gekürzt werden sondern es muss ein willkürlicher Buchstabe gewählt werden. Ebenso haben keine genauen Ortsbeschreibungen zu vorherigen KH-Aufenthalten etwas in den Ausarbeitungen zu suchen.

    Lernt man sowas net in der Schule? Datenschutz? Schweigepflicht?

    Elisabeth
     
  5. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

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    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
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    Leitung HOKO
    Wo steht das?
     
  6. flexi

    flexi Administrator
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    Krankenpfleger
    Ort:
    Großraum Hannover
    Empfehlung: Für Orts- und Personennamen, die Rückschlüsse auf reale Dingen zulassen, sollte man immer übliche Anonymina wählen:

    NN
    X
    Y

    Generell versucht unsere Moderation es auch entsprechend zu korrigieren.
    Da wir auch mal etwas übersehen, kann man den Beitrag dann ja auch melden (geht mit Klick auf [​IMG]im Profilfeld links unten) , der nächste Moderator wirds dann bearbeiten.
    Danke an die Meldung für den Eingangsbeitrag.
     
  7. pfleger-j

    pfleger-j Gast

    Ok sorry hätte ich genauer lesen sollen, hoff ich krieg da jetz keine probleme.naja es wurde ja geändert....
    sry
     
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