Bera-Untersuchung unter Sedierung: Praxis oder Krankenhaus?

Dieses Thema im Forum "Kinderintensivpflege" wurde erstellt von monika13, 01.04.2009.

  1. monika13

    monika13 Junior-Mitglied

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    Hallo meine Lieben!

    Ich bin gerade am überlegen, zweifeln, und habe Angst.

    Es geht um meinen Sohn.Der ist 2 Jahre alt und redet nicht.Er verdoppelt eher die Silben.
    Im November stellte der Hno-arzt die Paukenergusse bei Ihm.
    Heute bei der weiteren Kontrolluntersuchung, konnte man keine mehr sehen.

    Der Arzt will bei Ihm BERA-UNTERSUCHUNG und OAE durchführen.
    Es soll unter sedierung mit Chloralhydrat-Rectiole stattfinden bei Ihm in der Praxis....oder in der Vollnarkose wenn ich will in der uniklinik.

    Hier entstehen meine Ängste....kann man sedieren ohne dabei kardial zu überwachen???( das wäre in der praxis)
    Ist das nicht gefährlich??
    Er sollte auch nicht nüchter kommen...(praxis)
    Kennt ihr das medikament??? Die Wirkungsdauer???


    Oder liber in der Vollnarkose es machen lassen...


    Vielen, herzlichen dank für die Antworten

    Moni
     
  2. angie85

    angie85 Stammgast

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    hallo moni!

    hab ich das richtig verstanden, der arzt will OAE und BERA machen? warum beides? bei uns wirds so gemacht: zuerst OAEs (falls es nicht klappt noch ein zweites mal), dann BERA. außerdem sedieren wir die kinder nicht unbedingt bei der BERA, kann auch im natürlichen schlaf gemacht werden.
    falls das kind zu unruhig ist oder nicht schlafen will, geben wir auch chloralhydrat. allerdings sind die kids dabei am monitor. kann mir kaum vorstellen, dass dein arzt chloralhydrat gibt und dein sohn dabei gar nicht überwacht wird. zumindest am pulsoxy sollte er schon hängen.

    BERA in vollnarkose machen wir sehr selten. oder wenn das kind sowieso zur op geht (z.b paukenröhrchen, tonsillen, adenoide o.ä.), dann wirds im op gemacht.

    über die wirkungsdauer kann ich nicht wirklich was sagen.. manche kinder sind nach 30 minuten wieder halbwegs fit, andere schlafen mehrere stunden. hängt vom kind und von der dosis ab.. schlapp und müde sind sie allerdings alle, für ein paar stunden.

    ich wünsch dir und deinem kleinen alles gute!
    lg angie
     
  3. RinaRina

    RinaRina Newbie

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    Hallo Moni
    So wie ich es kenne, werden die Kids, wenn es sein muß, also gerade bei kleinen Kindern in Kurznarkose gelegt..
    Das kann sehr gut ambulant oder eben in einer Praxis geschehen.
    Mit Kurznarkose meine ich eine unter Maskenbeatmung. Ich war damals bei meinem Cousin dabei, er war ca 1 Jahr alt- Down Syndrom..- Er bekam eben die Maske aufgesetzt und schlummerte dann ein.. Der Test dauert ja nicht lange.
    Wir mußten dann eben noch für ca eine halbe Std in der Praxis bleiben, bis er richtig wach war und dann durfte er auch schon trinken und wir danach wieder heim.

    Warum Dein Sohn Chloralhydrat bekommen soll, versteh ich nicht so ganz.
    Denn das ist ja schon ein heftigeres Medikament, auf das die Kids unterschiedlich reagieren und bei dem man doch noch etwas länger und genauer beobachten sollte..
    Wobei ich schon weiß, dasses in manchen Kliniken noch so eingesetzt wird..


    LG und alles Gute für Euch
     
  4. Krotob

    Krotob Stammgast

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    Hallo,
    Chloralhydrat wird in vielen Kliniken gerne und viel verwendet (wir verwenden es kaum), natürlich ist es ein Medikament und entsprechend mit Nebenwirkungen (insbesondere bei ehemaligen Frühgeborenen und Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen). Probleme macht es aber eigentlich nur bei Überdosierung, oder zu häufiger Gabe.
    Viele verwenden es, weil es "älteren" Ärzten (bzw. auch in der Pflege) gut bekannt ist.
    Dagegen finde ich eine Maskennarkose schon etwas "heftig". Bei einen guten Anästhesisten mit Kindererfahrung ist es ein gutes Mittel, keine Frage. Aber die wenigstens Praxen werden für eine Bera einen Anästhesisten "einladen".
    Maskennarkosen werden häufig mit Sevo (Sevofluran) gefahren, weil es schnell wirkt und schnell wieder eliminiert ist (rasches Erwachen). Aber es kann zur Hypotonie kommen (weil es eine periphere Vasodilatation macht), es kommt darunter aber nicht zu einer ausgleichenden Tachykardie (weil die Empfindlichkeit der "Druckrezeptoren" vermindert ist). In höheren Dosen kommt es zu EEG Veränderungen, zu vermehrter Hirndurchblutung. Es kann Probleme bei der Nierendurchbltutung geben ...
    Natürlich gibt es noch versch. andere "Gase", aber jedes hat auch seine Nebenwirkungen. Für mich macht es schon einen Unterschied, ob ein Kind für eine Untersuchung sediert wird, oder eine Narkose gefahren wird (Narkose hat immer ein gewisses, wenn auch geringes Restrisiko -> Intubation, Laryngospasmus usw....).

    nur mal so als kleine Anmerkung, wenn Choralhydrat und Narkose verglichen werden ... :-)
     
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