Benötigte Anzahl von Pflegekräften für 24-Stunden-Pflege?

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von majosu, 10.07.2006.

  1. majosu

    majosu Junior-Mitglied

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    Hallo,
    weiß jemand wieviel Personal man brauch um eine 24 h Pflege incl. Urlaub/Krankheit abdecken zu können?


    Liebe Grüße
    majosu
     
  2. Windelschwinger

    Windelschwinger Senior-Mitglied

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    Hallo, es gibt keine 24 h Pflege, allenfalls Betreuungsleistungen !
    Arbeitsrechtlich klare Sache 24 h+31 Tage geteilt durch 160 Stunden.
    Unabhängig von der Frage wer das überhaupt will und braucht, werden
    solche Patienten meist 14 Tage durch eine Kraft versorgt bzw abgesessen.

    mfg Hotte
     
  3. majosu

    majosu Junior-Mitglied

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    Mein Arbeitgeber will das.
    Ich arbeite in so einer Versorgung und nein, ich bin nicht so eine Kraft sondern Krankenschwester.


    Grüße
    majosu
     
  4. Morningstar

    Morningstar Senior-Mitglied

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    Hallihallo,

    also du brauchst schon mindestens 3 examinierte Schwestern/Pfleger und 2-3 Aushilfen (natürlich auch examiniert!!!!!). Kannst das natürlich auch verschieben...2 Examinierte und mehrere Aushilfen. kommt ja auch drauf an, wieviele Stunden die Vollzeit/Teilzeitkräfte gehen und wieviele Stunden die Aushilfen... Ist also recht variabel... Kann man pauschal glaub ich, nicht so sagen.

    Wir sind 5 examinierte Kräfte und sind alle Vollzeit... gerade in der Urlaubszeit zu merken. Denke, dass unser Team damit mehr als gut besetzt ist!!!

    Was für eine Pflege ist das bei dir? Intensivpflege oder so?

    LG, Morningstar
     
  5. Morningstar

    Morningstar Senior-Mitglied

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    @ Windelschwinger,

    bist du dir da so sicher? In der ambulanten Intensivpflege arbeitet KEIN Mensch 14 Tage nonstop- Dienste durch. Was meinst du, welche Berufsgenossenschaft dir da Versicherungsschutz bietet, sollte dir da was passieren in der Dienstzeit... :gruebel:

    Und überhaupt, praktisch nicht durchführbar mit einer Pflegeperson. Ausgenommen natürlich Angehörigenpflege, aber ich glaub, da stellt sich die Frage nicht...

    Und es gibt sehrwohl 24 Stunden-Pflege!!!

    Gruß, Morningstar
     
  6. Windelschwinger

    Windelschwinger Senior-Mitglied

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    Huhu,

    klar gibt es 24 h Pflege zb. in der Intensivmedizin oder Sterbebegleitung.
    In der Masse bleiben diese Fälle aber selten, aber hier in Frankfurt
    forcieren Behörden die 24 h Absitzpflegen weil es vermeidlich billger ist.
    Alles illegal keine Frage....für 6000-6500 € machens einige...

    mfg Hotte
     
  7. Morningstar

    Morningstar Senior-Mitglied

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    Hi,

    also ich denke, dass 24 Stunden- Pflege sehr im Kommen ist und nicht in der Masse verschwindet...

    Dank DRG´s und so weiter werden Langlieger immer teurer und 24 Stunden ambulante Pflege ist dann sehr gefragt... MEINE MEINUNG...

    Aber ich glaub, das gehört nicht hierher in den thread...

    Gruß, Morningstar
     
  8. ping

    ping Senior-Mitglied

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    Hallo,
    ich denke auch, dass de Bedarf an 24-h-Betreuung steigen wird. Es gibt viele, die alleine überhaupt nicht mehr zurecht kommen aber nicht ins Heim wollen.

    Bei 8 h pro Tag Dienst pro Pflegekraft (z.B. 6-14 Uhr und 14-22 Uhr, 22-6 Uhr)

    Bsp.:
    PK1 1.-12. FD
    PK2 1.-12. SD
    PK3 1.-7. ND
    PK4 8-14 ND
    PK5 13, 14, 15 FD
    PK6 13, 14, 15 SD

    PK1 16-27 FD
    PK2 16-27 SD
    PK3 15-21 ND
    PK4 21-28 ND
    PK5 28-31 FD
    PK6 28-31 SD
    ....

    Also 6 Pflegekräfte, evtl einen Springer bei Krankheit/Urlaub...

    lg ping
     
  9. ping

    ping Senior-Mitglied

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    PS: ich erinnere mich ein eine 24-h-Betreuung, das gab es 10000-12000 Euro pro Monat
     
  10. Windelschwinger

    Windelschwinger Senior-Mitglied

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    Hallo, genau jetzt kommen wir auf den Punkt.
    Wenn wir alle mit Würde unsere Euros verdienen wollen und der
    Fiskus wie die Sozialversicherung bedient werden und
    ich einen Mindestlohn von 10 € /h unterstelle, wird ein ordentlicher
    Betrieb mindestens 20 € Brutto einnehmen müssen.
    Ergo der Spass wir dann für 31 Tage 14880 € kosten, da kann sich
    jeder ausdenken was klamme Stadtverwaltungen bzw. Sozialhilfeträger
    machen.Ein bißchen illegal hier und dort und alle halten die Augen zu
    Ergebnis für 6000 € gehts auch und ehrliche Betriebe gehen kaputt.
    Hand auf Herz wer erhält in der Klinik 24 H Pflege (ausg. Intensiv)
    und wer möchte besser bewacht werden, als ihm das selbst im
    Gefängniss nicht passieren kann ?
    Ich denke auch ambulante Pflege hat Grenzen aber diese sind
    genauso verschieden wie die Menschen selbst.


    mfg Hotte der die kleinen Hilfen für kleines Geld, vorallem rechtzeitig angeboten, vorzieht.
     
  11. KM1975

    KM1975 Newbie

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    Also... Für die 24h Pflege werden 5,4 bis 5,7 Vollzeitstellen benötigt. (inkl. Urlaub/normaler Krankenstand)

    Und 24h-Pflege ist keine Betreuungsleistung sondern wird von den KK über die Behandlungspflege nach SGB V abgerechnet. Bei einem Beatmungspatienten der 24/7 am Respirator hängt, ist die Überwachung der Beatmungssituation, das endotracheale Absaugen, die Kontrolle des Cuffdrucks etc. zur Sicherstellung der Therapie für den Pat. lebensnotwendig. Aus dieser Situation heraus und dem im Pflegeversicherungsgesetz proklamierten Grundsatz "Ambulant vor stationär", ergibt sich die Kostenübernahmepflicht der Krankenkassen.

    Wie Morningstar schon sagte: Seit Einführung der DRG´s geht der Trend deutlich dahin, Langlieger auf den Intensivstationen (mit Z.n. frustranen Weaningversuchen) in den häuslichen Bereich zu entlassen.

    Und wer glaubt eine 24h Intensivpflege für zu Hause ist für 6.500€ im Monat zu bekommen, der irrt gewaltig.... Für 6.500€ und wie ich gehört habe auch schon für weniger, bekommt man eine nette Dame aus dem osteuropäischen Ausland die dann 3 Monate bei dem Pat. lebt. Aber ob das wirklich etwas mit professioneller Pflege zu tun hat, sei einmal dahingestellt.

    Ich persönlich bekomme schon die Krise, wenn Altenpflegepersonal ohne spezielle Kenntnisse in der ambulanten Intensivpflege eingesetzt wird. Aber das ist Offtopic....
     
  12. majosu

    majosu Junior-Mitglied

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    Dann sind wir mit 3,75 Pflegekräften "richtig gut" besetzt.



    Grüße
    majosu
     
  13. spritzensusi

    spritzensusi Stammgast

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    Ich wollte mal fragen, ob das wirklich so ist, das häufig Ungelernte (intensiv- Unerfahrene) Kräfte bei einer 24- Std. intensiv- Pflege arbeiten? Woran liegt das ? Findet dieser Zweig der Pflege nicht genügend Fachpersonal?
    Also würde mich nicht wundern. Denn man hört ja kaum was davon, das es diesen pflegerischen Berufszweig auch noch gibt. Schade.Darum muss ich euch jetzt ein paar Löcher in den Bauch fragen......:mrgreen:

    Muss mal evtl. für eure Begriffe 'ne blöde Frage stellen: seid ihr selbst 24 h am Pat. oder habt ihr den normalen 7-8 Std.- Dienst, aber abwechselnd am Pat.?

    Wie viel Pat. habt ihr denn insgesamt zu betreuen? Kann das eine normale Krankenschwester (ohne Fachweiterbildung für Intensivpflege) auch machen?
     
  14. Morningstar

    Morningstar Senior-Mitglied

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    Hi,

    also es könnte fatale Folgen für den Patienten haben, von ungelerntem Personal betreut zu werden!!!! Da wird dann ein Menschenleben riskiert!!!!

    Ich glaub, dann brauchen wir uns über die Kompetenz eines solchen Intensivpflegedienstes auch nicht mehr zu unterhalten...

    Man muß schon Erfahrungen mit Beatmung haben (Intensivstation, Anästhesie, Heimbeatmung...) mußte dich ja mit deinem Arbeitsfeld auskennen. Ne WB für I & A ist nicht unbedingt erforderlich, wird aber gern gesehen.

    Man arbeitet auch in Schichten. Entweder 12 Stundenschichten oder normal 8 Stundensystem...

    @ Netti... Guck mal im Thread Heimbeatmung...da wurde das schon mal lang und breit diskutiert...

    Gruß, Morningstar
     
  15. KM1975

    KM1975 Newbie

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    @Netti: Ja, das unzureichend ausgebildetes Personal in der ambulanten Intensivpflege arbeitet ist leider eher die Regel als die Ausnahme.
    Zum einen liegt es sicher daran, das es nicht ausreichend Fackkräfte gibt, um die Nachfrage zu decken. Das Hauptproblem sehe ich persönlich aber in der der mangelnden Aufsicht durch die Kostenträger. Vorgeschrieben ist die Oberaufsicht durch eine Pflegekraft mit A/I Weiterbildung, wie genau sich die Oberaufsicht definiert ist nicht detailiert festgehalten.
    Da es in diesem Bereich um große finanzielle Summen geht (die Stundensätze liegen meiner Erfahrung nach zwischen 26,50€ und 33,20€) ist die Profitgier einiger Unternehmen ungebremst. Durch Reduktion von Personalkosten wird die Gewinnspanne maximiert. Eine Fachkraft mit A/I Weiterbildung ist natürlich wesentlich "teurer" als eine Altenpflegekraft.

    Wieviele Pat. wir zu betreuen haben hängt vom Firmenmodell ab. Es gibt Unternehmen, die stellen feste Teams ein, d.h. der Arbeitsvertrag bezieht sich nur auf diesen einen Pat.
    Zum anderen gibt es Pflegedienste die einen "Personalpool" haben. Die Mitarbeiter haben einen festen Arbeitsvertrag und rotieren bei den Pat. Wieviele verschiedenen Pat. zu betreuen sind, ist unterschiedlich.

    Eine gut eingearbeitete Krankenschwester kann diese Stelle sicher auch besetzen, sofern sie die Motivation mitbringt, sich die Grundlagen der Beatmung und der daraus resultierenden Pflege anzueignen.


    Hoffe ich konnte deine Fragen beantworten...
     
  16. Ying_Yang

    Ying_Yang Gast

    Das finde ich besonders traurig. Wenn man sich als Arbeitgeber nur ein wenig mehr Zeit nehmen würde, diejenigen Mitarbeiter ohne Fachweiterbildung und die Altenpfleger, die er selbst eingestellt hat, besser einzuarbeiten bzw. interne Forbildungen anzubieten, anstatt nur ein Büro mit Schulungsraum anzumieten, wäre sicherlich eine bessere Betreuung gewährleistet.
    In meinen Augen ist die Profitgier hier völlig fehl am Platz, es geht um Menschen und nicht um Möbelstücke.:emba:
     
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