Bei Blutuntersuchung Krebserkrankung diagnostizieren?

Dieses Thema im Forum "Pflege bei onkologischen und hämatologischen Erkrankungen" wurde erstellt von Rina443, 15.03.2006.

  1. Rina443

    Rina443 Junior-Mitglied

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    Hallo an Alle,

    Ich habe nur mal eine ganz kurze Frage und hoffe, dass sie mir jemand beantworten kann.
    Ist es bei einer Blutuntersuchung möglich, eine Krebserkrankung (außer natürlich der Leukämie) zu diagnostizieren?

    Vielen Dank im Voraus

    Ganz liebe Grüße
    Rina
     
  2. Hallo Rina,
    meiner Meinung nach ist durch eine Routine-Blutabnahme nicht so einfach festzustellen, ob man an einer Krebserkrankung leidet. Es gibt mögliche Veränderungen im Blutbild, die auch bei onkologischen Erkrankungen verändert sein können, wie z.B. eine erhöhte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit. Doch dieses kann auch auf andere Erkrankungen zutreffen, ist sehr unspezifisch und sollte einen nicht gleich in Panik versetzen. Allerdings gibt es bei einem gezielten Verdacht die Möglichkeit spezielle Tumormarker zu bestimmen, die etwas spezieller sind, aber auch nicht der Weisheit letzten Schluß darstellen.
    Liebe Grüße:wink:
     
  3. Happy77

    Happy77 Newbie

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    Hallo,
    natürlich kann man anhand von bestimmten Blutuntersuchungen einen Verdacht auf eine onkologische Erkrankung stellen. Man spricht von den sogenannten Tumormarkern. So nimmt man z.B. CEA (Carcinoembryonales Antigen) ab bei V.a. Karzinome in Speiseröhre, Brust, Lunge, Magen und Dickdarm. C19-9 steht für Rumore in Magen, Gallenblase, Dickdarm, Pankreas und Leber; C125 für Ovarialtumore, CA 72-4 für Pankreas und Ovarien. So gibt es noch eine Menge mehr.( siehe Pflege konkret Innere Medizin und PFLEGE HEUTE von Urban & Fischer ISBN 3-437-26770-1). Eine genaue Auskunft kann aber nur ein CT oder eine Probeentnahme geben. Hoffe, ich konnte weiterhelfen.
     
  4. Rina443

    Rina443 Junior-Mitglied

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    Vielen lieben Dank Ihr beiden, ich habe mich über Eure Antworten gefreut.
    Ich meinte, wenn eine Blutuntersuchung durchgeführt wird, nicht etwa weil der Verdacht auf eine Krebserkrankung besteht, sondern bei einer "normalen" Routineuntersuchung.

    Danke noch einmal für die schnelle Hilfe:-)

    Ganz liebe Grüße
    Rina
     
  5. NetSpy

    NetSpy Newbie

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    Bei positiven Tumormarkern ist malignes Geschehen nicht obligat. Auch bei benignen Erkrankungen kann die Konzentration von Tumormarkern im Serum erhöht sein.

    Die wichtigste Bedeutung fast aller Tumormarker ist in der Therapie- und Verlaufskontrolle zu sehen. Ein Absinken des Tumormarkers unterhalb des Cut-off- Wertes gilt als Zeichen für vollständige Tumorentfernung, bzw. als Vollremission mittels Zytostatika.
    Desweiteren kann anhand stark erhöhter Tumormarker von einer schlechten Prognose ausgegangen werden.
    Zur Differentialdiagnose eignen sich nur wenige Tumormarker, so z.B. zur Differenzierung zwischen primären HCC und Lebermetastasen, oder zur Differenzierung zwischen kleinzelligem und nichtkleinzelligem BC.

    Zur Tumorerfassung indes eignen sich Tumormarker nicht. Die einzige Ausnahme bildet hier PSA, welches alsVorsorgeuntersuchung mittlerweile akzeptiert wird.

    Gruß
     
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