Autofahren mit 86 Jahren

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Grittlie, 01.09.2008.

  1. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Hallo,
    ich hoffe das ich hier richtig bin?

    Aber ich wollte einfach mal Tipps oder Ratschläge bekommen,wie man einen 86jährigen Mann vom Autofahren abhalten kann.
    Nicht das ich was gegen Autofahren im Alter habe.
    Aber hierbei geht es um meinen Schwiegervater und darum das er sich mal wieder überschätzt und die Gefahr nicht richtig abwägen kann/will.
    Mein Schwiegervater fährt seid ca.3 Jahren kein Auto mehr.
    Wie leben allerdings auf dem Land und er ist auf mich und meinen Mann angewiesen.
    Zudem muß ich sagen,das er zwei offene Beine hat.Löcher direkt am Knöchel.So,das er kein festes Schuhwerk tragen kann.Die Beine haben keine Muskeln und somit keine Kraft mehr.
    Jetzt kommt neuerdings eine Herzklappenerkrankung hinzu.
    Aber er will sich ein neues Auto kaufen und fahren!
    Mein Mann und ich versuchen ihn davon abzuhalten,aber er ist sturr und will alle Argumente nicht einsehen.
    Geistig ist er fitt! Den Rest;Augen,Reaktion hat er nicht testen lassen.

    Eure Meinung?Oder Erfahrungen?

    lg
    Maggi
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Du wirts nichts erreichen können. Der alte Herr ist nicht entmündigt und damit voll geschäftsfähig.

    Warum will er nach 3 Jahren auf einmal wieder ein Auto?

    Elisabeth
     
  3. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    ob denn jede Autoersicherung ihn so Kommentarlos aufnimmt??

    Kann dazu noch anbringen das meine Mutter Diabetikerin ist und schon zweimal mit Unterzuckerung "im Graben gelandet" ist, was sie nicht vom Autofahren abhält....

    Vielleicht läßt er sich ja zu einem Elektro-sitz-roller überreden (Fachname ist mir nich bekannt)denn daß er mobil und unabhängig sein möchte, kann man ja verstehen!!

    Beim Ordnungsamt/ Straßenverkehrsamt müßte man Dir doch Auskunft geben können.

    Ich sehe hier schon mal ein kleines Auto, dessen Geschwindigkeit auf 50km/h begrenzt ist.
     
  4. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Auf sowas wie Elektro-Roller oder 50km-Auto,wird er sich nicht einlassen.
    Mir gehts auch um die anderen Verkehrsteilnehmer.
    Er liegt uns eigentlich in den Ohren,seid er kein Auto mehr hat.
    Bisher konnten wir dagegen arbeiten.
    Bis ein Sohn ihn vor zwei Wochen einfach hat fahren lassen.
    Jetzt ist der Drang noch größer.
    Er möchte nicht mehr Abhängig sein!Was ich auch verstehen kann,aber wenn er einen umfährt?
    Muß es erst soweit kommen?Kann so eine Sturrheit nicht verstehen.
    Er sieht doch seinen eigenen Gesundheitszustand!?
    Straßenverkehrsamt?Ihm die Fahrerlaubnis entziehen?
    Wow,dann gibts Ärger ohne Ende!

    lg
    Maggi
     
  5. engel0726

    engel0726 Junior-Mitglied

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    Klar gibts da Ärger ohne Ende, das kann ich mir gut vorstellen. Mir persönlich bangt es schon heute davor wenn mein Vater ml soweit ist.

    Aber wie du schon sagst was ist mit dem anderen Verkehrsteilnehmern? Ich denke nicht das ihr es euch verzeihen könnt wenn er einen Unfalll baut, daher müsst ihr für euch abwiegen was ihr schlimmer findet.

    Mal ganz abgesehen von dem schlechten Gefühl wenn er sich selbst ums leben fährt.

    Ich weiß der schritt ist hart und ich weiß man kann ihn nicht so einfach gehen, aber denkt zumondest mal drüber nach zum Straßenverkehrsamt zu gehen.
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was willst du? Es wird keine Lösung ohne Konflikt geben. Offensichtlich kann er noch fahren. Entweder ihr geht das Risiko ein, dass er sich mit der Schuld eines Verkehrsunfalls beläd oder ihr entzieht ihm sein Entscheidungsrecht per Gesetz. Etwas dazwischen wirds kaum geben.

    Elisabeth
     
  7. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Das wissen wir ja alles.
    Und wir hatten ihn ja fast soweit,das er kein Auto mehr fahren wollte.
    Bis einer seiner Söhne,der gerade mal 2-3 mal im Jahr vorbeikommt,ihn fahren ließ!
    Verstehen können wir das nicht.Und auch nicht warum er ihn dazu motiviert hatte.
    Klar kann er noch fahren,aber für den Straßenverkehr reichts nicht.
    Jetzt wollen wir es über den Hausarzt versuchen.Der soll ärztlich abwägen obs geht oder nicht.
    Entmündigen?Nein das wollen wir nicht.Das überlebt er nicht.
    Ob mit oder ohne Streß!


    lg
    Maggi
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Der Arzt kann ihm die Fahrerlaubnis nicht wegnehmen- er kann höchstens eine Empfehlung geben.

    Elisabeth
     
  9. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Ja,genau das soll er ja.
    Vielleicht,wenn der Arzt sagt,das es aus ärztlicher Sicht nicht mehr
    geht,das er dann nachsichtiger wird.
    Und der andere Sohn auch.

    lg
    Maggi
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich befürchte, dass du den "Altersstarrsinn" da sehr unterschätzt. Schon in deinem anderen Thread hats du ja zum Ausdruck gebracht, dass der alte Herr seine eigenen Wege geht.

    Elisabeth
     
  11. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Da hast Du wohl Recht.
    Aber liegt es nicht auch in unserer Verantwortung,das Schlimmste zu vermeiden?
    Also,müssen wir Ihn wohl oder übel machen lassen!?


    lg
    Maggi
     
  12. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    Ich hoffe, Ihr bekommt diese unangenehme Situation irgendwie in den Griff.
    Vielleicht hilft ja, wenn besagter Sohn mal mit dem Großvater redet??
    Finde man sollte einen Eignungstest ab 70 alle 2 Jahre o.ä. einführen, wenn ich mit Schwiegervater fahre(75), wird mir auch manchmal ganz anders...
    Aber die jetzige Gesetzeslage hilft Dir da wohl nicht weiter, darum dachte ich, Hilfe bei den Ämtern zu bekommen...
     
  13. Samjana

    Samjana Newbie

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    unser nachbar ist erst vor ca einem monat in unseren gartenzaun gekracht weil er Gas und Bremse verwechselt hat.

    ich denke mir hald zum glück war´s ein zaun und kein kleines kind, ich bin auch für eine jährliche überprüfung ab 65. Meinen Opa haben wir damals dazu gebracht nicht mehr zu fahren aber auch erst als seine Hüfte so kaputt war das er nicht mehr allein aus dem auto gekommen ist! Vorher konnten wir reden wie mit nem kranken esel.

    :streit:
     
  14. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Ja,das kennen wir.
    Schon jetzt kommt er kaum raus oder rein ins Auto,weil er offene Beine hat und nur Schlappen tragen kann.
    Die Löcher sind in der Innenseite direkt an den Knöcheln!
    Dazu kommt,das er hin und wieder vergesslich ist und immer zittriger wird.
    Ob seine Augen tuen wissen wir auch nicht.Läßt sie ja nicht untersuchen!
    Eine jährliche Untersuchung wäre ab 65 wünschenswert und wer Krankheiten hat,die die Fahrtüchtigkeit einschränken vielleicht schon früher!?
    Man will ja niemanden bevormunden,aber man sollte auch an andere Verkehrsteilnehmer denken (Kinder)

    Aber ich denke,wer in der Jugend schon uneinsichtig und zur Selbstüberschätzung neigte,der wird sich im Alter erst recht nicht anders verhalten.

    Wir hatten ihn ja schon soweit,bis ein Sohn ihn fahren ließ!
    Warum wissen wir nicht...

    Sollte er sich ein Auto kaufen und fahren...meine Kinder haben Verbot mit Opa zu fahren!

    lg
    Maggi
     
  15. Lillebrit

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    Hallo,
    gibt es nicht irgendetwas "gesetzliches" bezüglich des fahrens mit festem Schuhwerk? *grübel*
    Ansonsten ist es so, dass ihr wohl keine Handhabe habt...wenn er nicht entmündigt ist, dann darf er es tun.
    Für den Schadensfall muss er natürlich auch dafür gerade stehen.
    Vielleicht sollte er neben der KfZ-Haftpflicht noch eine gute Privathaftpflicht abschließen...(für den Fall der Fälle).
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  17. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Hab ich erst letztens noch gelesen und jetzt rausgesucht.

    Kurzform: Es gibt keinerlei Vorgaben diesbezüglich!

    GELD kompakt Das Flip-Flop-Märchen
     
  18. Schwester Sonja

    Schwester Sonja Senior-Mitglied

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    Mir graut auch schon vor dem Tag, an dem meine Eltern oder meine Schwiegermutter (76) nicht mehr verkehrstauglich sind.

    Der Versuch mit der Empfehlung vom Hausarzt finde ich gut, da er von jemand "Neutralen" sich eher etwas zu Herzen, nimmt und sagen läßt.

    Wenn Du oder jemand aus Deiner Familie "mal wieder mit dem Thema anfängt", sieht er bestimmt schon rot und macht auf stur. Könnte ich mir gut vorstellen.

    Allein mitArgumenten kommst du jedenfalls bestimmt nicht weit.

    Viel Glück und Durchhaltevermögen!

    Schwester Sonja
     
  19. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Bezüglich des Schuhwerks,gibt es tatsächlich keine gesetzliche Regelung.
    Nur sollte nachgewiesen werden,das der Unfall auf Grund des Schuhwerks verursacht wurde,übernimmt die Versicherung nichts.
    Aber eins ist Verboten! Barfußfahren :gruebel:
    Das kam vor einigen Wochen im TV.

    Egal,ich habs mittlerweile aufgegeben an seine Vernunft zu appelieren.
    Nix zu wollen.Und der Hausarzt kann eine ´Nichtfahrtauglichkeit´nicht bestätigen.
    Wobei ich eher den Eindruck hatte,das es ihn auch nicht wesentlich interessierte :cry:

    Lg
    Maggi
     
  20. valentina-a

    valentina-a Junior-Mitglied

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    TQM-Auditorin
    ja, ja, das Thema kenne ich auch - und zwar in allen Variationen:
    - Autofahren trotz Fentanylpflasters
    - Autofahren trotz Einstufung in Pflegstufe 3 (u.a. auch wegen Ulcus cruris, Gangunsicherheit bzw. ständiger Stürze), da war der Fußweg zum Auto schon ein Abenteuer!
    - Autofahren mit Parkinson
    - Autofahren mit Demenz
    Der Knaller war aber ein dementes Ehepaar, das mit einem 25km/h-Vehikel auf der Straße herumgurkte. Das war zwar langsam, aber auch nicht ungefährlich.

    Die Argumente sind aber immer die selben: "Wir sind nicht mehr gut zu Fuß, also nehmen wir das Auto" und " Ich fahre seit 50 Jahren unfallfrei, das verlernt man nicht".
    Aber wenn ich mir meine eigene Verwandschaft so anschaue, da geht bei dem ein oder anderen auch der Schulterblick nicht mehr...
    Valentina
     
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