Auswirkungen von Lebensmitteln beim Ulcus cruris?

Dieses Thema im Forum "Wundmanagement" wurde erstellt von katie340, 08.11.2006.

  1. katie340

    katie340 Newbie

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    Hallo ihr Lieben,

    für die Heilung von Wunden ist ja bekannter Maßen auch die Ernährung wichtig. Hierzu nun meine Frage welche Lebensmittel eigenen sich besonders um diesen Heilungsprozeß zu erbessern und mit welcher Begründung?
    Danke für eure Antworten
     
  2. sigjun

    sigjun Gast

    Wirkung versch. Nahrungsbestandteile:
    Eiweiße: mechanische Stützfkt für z.B. Keratin, Haare und haut, Kollagen, Elastin-/Bindegewebe, Sythese körpereigener Proteine
    Vit. A: Aufbau Bindegewebe, Wassertransport, Infektabwehr ([FONT=Helvetica, Arial] Grünes, gelbes und rotes Gemüse, Kalbsleber, Aprikosen, Zuckermelonen)[/FONT]
    Vit. C: Entwicklung von Zellen und Geweben ([FONT=Helvetica, Arial] Sojabohnen, rohes Obst und Gemüse)[/FONT]
    Spurenelemente verbessern die Angiogenese und postoperative Narbenbildung, in allen Wunheilungsphasen sehr wichtig
    Vielleicht hilft Dir das ein bisschen weiter, eine m.E. gute Seite dazu ist auch: http://www.oegvp.at/1999j.pdf
     
  3. Gego

    Gego Poweruser

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    Ein vergrößerter Eiweiß- und Elektrolytbedarf wäre denkbar, abhängig von der Deku-Größe und dem entsprechenden dadurch verursachten Verlust.

    Es liegen aber dazu keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor.

    Zitat aus Dekubitus Volltext [evidence.de] Evidenzbasierte medizinische Leitlinie
     
  4. Alexandra Böning

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    Hallo,

    im Bezug auf die Ernährung ist zunächst einmal wichtig, dass genau berechnet wird, was der Patient im erhöhten Maß an Nährstoffen, aufgrund der bestehenden Wunde o.ä. benötigt. Hierzu gibt es folgende Richtwerte, es gibt zusätzlich zum Grundumsatz und Aktivitätsfaktor auch den s.g. Traumafaktor, dieser wird je nach Vorliegen zugerechnet.
    Traumafaktor: Krebs 1,2
    Fraktur 1,2- 1,35
    chron. Wunden < 50cm² 1,3- 1,5
    > 50cm² 1,5- 1,9
    Temperaturfaktor 1,1 + 0,1 je °
    (Quelle:British Association for parenteral and enteral nutrition: Current perspektives on enteral nutrition in adults. März 1999!)
    Zusätzlich liegt der Eiweißbedarf, Normwert 0,8- 1,2g/kgKG, bei Vorliegen einer Wunde zwischen 1,25- 1,5g/kgKG!
    Zusätzlich ist es wichtig auf ausreichende Zufuhr an Zink (Austern, Hefe, Kürbiskerne, Weizenkleie etc.)- ist an Stoffwechselprozessen der Wundheilung beteiligt, Vit. C (Broccoli, Fenchel, Zitrusfrüchte)- da sie Bildner der kollagenen Struktur sind, außerdem an Calcium, Folsäure, Selen und Eisen zu achten.
    Proteinreiche Lebensmittel sind Milchprodukte und Fleisch, im Vordergrund steht jedoch, dass man auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr achtet, bei fehlender oder einseitiger Nahrungszufuhr sollte man die fehlenden Nährstoffe mit Ergänzungsnahrung oder Pulver substituieren.

    Liebe Grüße
    Alexandra Böning:daumen:
     
  5. Dagmar2303

    Dagmar2303 Newbie

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    Du beschreibst leider nicht, in welchem Stadion die Wunde ist. Ist sie in der Exudat Phase braucht der Patient Eiweis,wenn diese nachlässt zusätzlich Vitamin C und Zink.
     
  6. katie340

    katie340 Newbie

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    Danke erstaml für die bereits erfolgten Antworten.
    Die Wunde ist in der Granulationsphase Übergang Exsudationsphase
    Es handelt sich um einen Ulcus cruris.
     
  7. Dagmar2303

    Dagmar2303 Newbie

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    Das kann nicht sein, das die Wunde in der Granulations Phase ist, und gleichzeitig in der Exuditionsphase, beschreib die Wunde genauer, welche Wunddokumentation verwendest du?
     
  8. katie340

    katie340 Newbie

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    ja konzentration ist alles natürlich epithelisierungsphase. ist ungefähr 8cm lang und 7 cm breit am unterschenkel. wundgrund ist dunkelrosa
     
  9. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallo katie,

    ich denke, Du bist Dir bzgl. der aktuellen Wundphase unsicher. Deiner Beschreibung nach handelt es sich eher um die Granulationsphase, was aber von hier aus gar nicht zu beurteilen ist.

    Du hast nach der Ernährung gefragt bei Ulcus cruris.
    Ich gebe Dir Tipps für die Ernährung bei chronischen Wunden allgemein:

    - eiweißreich (Zusatztrinknahrung eiweißreich)
    - zinkreich (mit einem Zink-Histidin-Präparat, Tagesdosis etwa 15 mg)
    - vitaminreich
    - und natürlich Spurenelemente,...
    - vor allem viel Flüssigkeit (je auch nach Exsudation)

    LG
    Trisha
     
    UlrichFürst gefällt das.
  10. Dagmar2303

    Dagmar2303 Newbie

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    Hallo Katie 340, mich würde interiesieren mit was du die Wunde behandelst.
    Nahrungsmäßig ist hier alles gesagt.
     
  11. Dina01

    Dina01 Newbie

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    Ernährung bei Diabetes mellitus und Dekubiti

    Hallo liebe Leute

    Hab mal folgende Frage: Hab gerade erfahren das mein Opa ( 600km entfernt und leider schlechter Kontakt bisher) im Krankenhaus liegt, mehrere Dekubiti ( Grad 2) und zusätzlich einen schlecht eingestellten, insulinpflichtigen Diabetes hat. Nun ist mein Opa nicht mehr der jüngste (78 Jahre) und hat auch einen riesen Dickschädel, so das es recht schwierig ist, was seine Ernährung angeht ( er ißt natürlich am liebsten Süßes) . Habt Ihr vielleicht einige Vorschläge was bei der Ernährung die evtl. Heilungchancen der Dekubiti verbessern würde und er trotzdem weiter ißt ohne ihn parenteral ernähren zu müßen?
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Dina
     
  12. Doreen1996

    Doreen1996 Newbie

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    Hallo Dina,

    die Ernährung bei einem Dekubitus sollte sehr eiweißreich und vitaminhaltig sein (Wundheilung). Hier ist auch Lagerung (auch Mikrolagerung) und Mobilisation wichtig. Die Haut sollte gut gepflegt sein, und der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen. Wie bekam er denn den Dekubitus?
    Zur Ernährung bei Diabetes, kann ich Dir eine Diätassistentin empfehlen. Ruf doch mal bei der Krankenkasse an. Wenn er im Krankenhaus behandelt wird, müßte eine Diätassistentin zu ihm kommen. Dann sprich bitte mit dem Arzt.
    Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen.
    Gruß Doreen
     
  13. gerri

    gerri Junior-Mitglied

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    hi!
    es gibt proteindrinks, die süss sind, wie z.b. fresubin protein.... aber dabei bedenken, dass der bz in die höhe schiesst!! also lieber viel fisch!!!

    lg gerri
     
  14. Swertia

    Swertia Newbie

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    Ich würde mal Kontakt mit einer Ökotrophologin aufnehmen. Die kann sicher weiterhelfen.
    Gruß Swertia
     
  15. sophiechen

    sophiechen Newbie

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    Hallo Dina,


    Unter dem Thread "Auswirkungen v. Lebensmittel beim Ulcus cruris?" sind gute infos bei, d. sich ableiten lassen, mit Berücksichtigung auf d. Diab.

    Wahrscheinlich wird aber d. größte Herrausforderung d. riesen Dickschädel v. deinem Opa werden. :gruebel: Wenn d. Diab. bereits länger besteht müßte er eigentlich bereits wisssen, was er darf u. nicht darf . In d. Regel machen alle eine Diabt. Schulung, wo von A-Z alles besprochen wird. Wichtig ist d. alle d. in seiner nächsten Umgebung sind ihn motivieren u. am gleichen Strang ziehen. Ohne d. mithilfe von deinem Opa geht es nicht und das müßt ihr ihm verständlich machen. Vielleicht kann d. behandl. Arzt ihm alle Auswirkungen in Ruhe erklären od. ein Diabetologe (falls vorhanden) :daumen:

    Viel Erfolg :-)
     
  16. flexi

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    Hallo,

    habe die beiden Threads mal zusammengehängt...
     
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