Auswirkungen der streikenden Ärzte auf das Pflegepersonal

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von Susanne Huber, 09.12.2005.

  1. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    Wie ist Eure Meinung zum Streik der Ärzte um deren Kampf um 30% mehr Gehalt?
    Ich persönlich habe die Befürchtung, dass ein (wahrscheinlicher Teil-)Sieg der Ärzte langfristig auf dem Rücken der Pflegekräfte ausgetragen wird.
    Mit anderen Worten, ich glaube, dass, sollten die Ärzte besser bezahlt werden (was sie sicherlich verdienen, keine Frage) dieses Geld bei uns "abgezwickt" wird.

    Wie denkt Ihr darüber???

    Susanne
     
  2. missedpig

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    Liebe Susanne,
    ich befürchte das weder Ärzte noch Pflegepersonal in Zukunft mehr Geld bekommen. Das Gegenteil wird der Fall sein. In Hamburg haben nicht nur die Ärzte gestreikt auch das Pflegepersonal und andere Berufsgruppen haben letzte Woche einen mehrstündigen Warnstreik gemacht. Leider wurde in der Presse nur von Ärzten gesprochen.
    Statt Angst zu haben das wir Pflegenden deren Gehaltserhöhung finanzieren müssen sollten wir lieber zusammen halten und gemeinsam für unsere Rechte kämpfen.
    Das letzte was zur Zeit passieren darf, ist das die Angestellten im KH sich in Gruppen spalten lassen denn das wird uns schwächen.

    Lg Misse
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es gab diese Einigkeit noch nie und ich werde mich nicht mit einer Arbeitsgruppe verbünden, die öffentlich verkündet, was sie von uns hält. http://www.krankenschwester.de/foru...-aufgabe-fuer-nichtaerztliche-heilberufe.html
    Ich bin ungerne der Lückenbüsser. Bei Geld hört die Freundschaft auf- die Ärzte werden sich garantiert nicht für eine Gehaltserhöhung der Pflegekräfte um 30% (was ich sowieso unverschämt finde) einsetzen.

    Elisabeth
     
  4. narde2003

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    Hallo @all,

    bei uns wurde jetzt auf Kosten von Pflegeplanstellen eine neue Arztstelle geschaffen.
    Das führt nicht zur grossen Liebe.
    Als ich dies gehört habe, war meine Erste Frage, ob der Arzt jetzt Pflegtätigkeiten übernimmt, wohl nicht, glaube ich.

    30% mehr Gehalt, wer soll das Bezahlen? Nicht dass ich jemandem mehr Geld nicht gönne, aber was bekommen wir?

    Für mehr Geld für uns müssen wir schon selbst was tun. Jeder ist sich doch selbst der Nächste, oder? Weshalb soll sich der Arzt für ein "Karbolmäuschen" einsetzen?
    Da in den Augen mancher Ärzte, erst heute nacht wieder erlebt, das Pflegepersonal eh DWB (Dumm wie...) ist, werden sie sich sicher nicht für uns stark machen.

    Ein schönes WE
    Narde
     
  5. missedpig

    missedpig Junior-Mitglied

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    Moinsen,
    in Hamburg gehts nicht um 30% sondern darum einfach nur das weiter zu bekommen was bisher gezahlt wurde und da sitzen alle KH-Mitarbeiter in einem Boot.(bis auf die Geschäftsführung!)

    Lg Misse

    P.S. ich quatsch dem Arzt nicht in seine Medizin und der Arzt quatscht mir nicht in die Pflege, woher kommt der Neid bei euch?
     
  6. Smogmog

    Smogmog Newbie

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    Dollarnoten vor den Augen der Ärzte

    Ich arbeite in einem Krankenhaus mit über hundert Ärzten und mich nervt die Situation enorm. Dass vor einem Jahr das AIP abgeschafft wurde und dadurch die Assistenzärzte sofort nach dem Studium für die Dauer von 18 Monaten (solange dauerte das AIP) 2/3 mehr Geld als früher bekommen, davon spricht keiner mehr. Dass langjährige Ärzte oft auch eine "Poolbeteiligung" aus der Privatliquidation des Chefarztes bekommen - auch davon spricht keiner. Die "armen Ärzte" die soooo viele Überstunden machen müssen, die auch oft nicht bezahlt werden tun mir schon lange nicht mehr richtig leid. Im BAT und jetzt auch im TVöD gibt es klare Regelungen für Überstundenleistung und auch Bezahlung - wenn die Ärzte -und damit meine ich hauptsächlich die langjährigen mit festen Arbeitsverträgen, nicht genügend Mut haben, ihre Anprüche beim Arbeitsgericht einzuklagen (was sicher zum Erfolg führen würde) dann kann ihnen sonst auch keiner helfen. In der Vergangenheit hat ihnen immer die ÖTV oder ver.di die Kohlen gerettet und sie haben es uns nie gedankt, eher noch einzelne Tarifbestandteile schlechtgeredet. Jetzt sollen sie mal sehen was der Marburger Bund (der nicht mal Streikkassen für Lohnausfälle hat) für die erreichen kann. Soll ich eine Vorausschau treffen??? - Sie werden erfolgreich sein - aber sich den höheren Stundenlohn mit einer höheren Wochenarbeitszeit einkaufen - so 40 - 42 Stunden schätze ich, für ca. 9-10% mehr Lohn - toll, da könnt ihr dann stolz drauf sein. Und auf alle anderen wird der Druck auf Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit bei gleichem Lohnausgleich immer höher.
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Sicher???
    Was ist da eigentlich Pflege und was ist Medizin? Und wer enstcheidet, was du wie zu machen hast- gerade in diesem Falle?

    Hier geht es nicht um Neid- hier geht es um das Selbstbewußtsein einer Berufsgruppe, das es zu erwerben und zu verteidigen gilt. Die Interessen der ärztl Berufsgruppe können nicht unsere Interessen abbbilden, da die Arbeitsinhalte dieser Berufsgruppe andere sind. Nur weil man gemeinsam Dienst tut, ist es noch lange nicht dasselbe.

    Elisabeth
     
  8. missedpig

    missedpig Junior-Mitglied

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    Moin Moin!
    Klar ist der Kampf um 30% mehr Geld nicht unserer, noch wird er auf unserem Rücken ausgetragen.
    Leid tun sie mir doch irgengwie. Jeden Tag wenigstens 2 Überstunden, wer sich wehrt wird vom Chefarzt der Abteilung schnell in seine Schranken verwiesen. Was mich immer schon gewundert hat, für Ärzte gilt kein Arbeitsrecht. Überstunden werden nur zum Teil bezahlt der Rest verfällt einfach!
    Ich denke da ist die Pflege weit vorne. Der größte Vorteil ist, ich unterstehe nicht dem Chefarzt sondern der Pflegedienstleitung. Mein Feierabend ist nicht in Gefahr. Ich muß keine 60 Std. die Woche arbeiten(und bekomme nur 40 bezahlt) und wenn ich was zu meckern hab dann finde ich mich nicht an einem Strafarbeitsplatz wieder bzw verbau mir damit meine Weiterbildungsmöglichkeiten.
    Ich persönlich möchte kein Arzt sein.

    Lg Misse
     
  9. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Ich kann die Ärzte teilweise schon verstehen. Sie haben auch einen verantwortungsvollen Beruf und zum Teil auch Familie. Nur kommt letztere durch die teilweise perversen Arbeitszeiten zu kurz.
    Ich kann sie verstehen, da ich mit einigen auch ein freundschaftliches Verhältnis habe. Und ich WÜRDE vermutlich auch so reden, WENN ich dieser Berufsgruppe angehören würde.
    Und jetzt kommt das ABER!!!
    Unterstützen kann ich es natürlich nicht. Da ich weiss, dass ich auch verantwortungsvolle Arbeit leiste, auch keine Traumarbeitszeit habe (auch wenn meine Überstunden nicht einfach so wegfallen) und da ich weiss, dass ein Erfolg dieser Berufsgruppe auch wieder da eingespart wird, wo das größte Einsparungspotential im KH ist. Bei uns. Von daher kann ich mich nicht solidarisieren, wäre ja berufspolitisch ne Katastrophe.
    Aber ich kann sie verstehen.
    Und nur weil Pflege sich das oft nicht traut und der Pflege die stimme fehlt, kann ich nicht schimpfen, dass die Ärzte ihre Stimme nutzen.
    Wir von der Pflege sollten vielleicht mal anfangen unsere Kräfte zu bündeln und uns so eine kräftige Stimme verschaffen (zum Beispiel mittels Registrierung und beispielsweise Schaffung einer Pflegekammer.
    Nicht schimpfen, selber engagieren!! :wink1:
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was der Doc tut ist das Interesse des Docs.

    Pflegende fahren keine Überstunden? *grübel* Sollten mich die Kollegen belügen, wenn sie schildern, dass die Arbeit nicht leistbar ist in der vorhandenen Zeit? Wenn davon berichtet wird, dass Überstunden zwar anfallen- aber nicht als diese gewertet werden. Wenn Teilzeitarbeiter besonders beliebt sind in den Bereichen, weil sie so schön universell einsetzbar sind und es bei ihnen nicht Überstunden sondern Mehrarbeit heißt.

    Jeder kümmert sich um seins. Mitleid bekommen die Ärzte von mir nicht. Mit uns hat auch keiner Mitleid im Gegenteil.

    Elisabeth
     
  11. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Ich glaube nicht, dass die Kollegen lügen. Aber ich bin halt in der Luxusposition, dass in meiner Einrichtung gestempelt wird. Somit Sieht die liebe Stempeluhr, wenn ich mich erst später ausstempeln kann. Und dann stehen diese Stunden auf meinem "(Zeit-)Konto"
    Und ich sage ja nicht, dass ich keine Überstunden habe, ... aber aufgrund des oben angeführten HABE ich diese Überstunden halt auch.
    Sicher schreiben noch viele Leute Stundenzettel und somit fallen Stunden unter den Tisch. Aber warum werden diese dann nicht aufgeschrieben???
    Warum unsere Ärzte nicht korrekt stempeln oder ihre Zeit nicht ordnungsgemäß bekommen, ... das kann ich leider nicht sagen.
    Aber das ist wohl ein ähnliches Problem wie bei den pflegerischen Kollegen, die viele Stunden leisten und nicht alle bekommen. Traurig aber wahr, dass es sowas noch gibt
     
  12. silverlady

    silverlady Stammgast

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    nur mal meinen Senf zu Überstunden

    bei mir war es bisher in allen Einrichtungen so, das die Überstunden nur dann bezahlt wurden wenn sie von der PDL genehmigt wurden. So habe ich zumindestens anfangs demm Haus immer diese Srunden geschenkt da genehmigte Überstunden so gut wie nie vorkamen.

    Die Forderung der Ärzte finde ich überzogen. Ich frage mich auch mit welchem Recht die so viel verlangen obwohl alle anderen schmerzhafte Einschnitte hinnehmen müssen.
     
  13. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    *zynikmodus ein* Weil sich jeder selbst der Nächste ist *zynikmodus aus*
     
  14. sigjun

    sigjun Gast

    .....aber genau das ist es doch! Zynismus hin oder her.
    Ärzte haben eine Lobby, Pflegende eher nicht. Natürlich finde auch ich es nicht gut wenn es zu Lasten der größten Berufsgruppe eines Krankenhauses, der Pflegenden, gehen soll. Die Forderungen sind m. E. auch überzogen, aber es ist den Ärzten nicht anzulasten, wenn ihre Forderungen so gelöst werden sollen, dass die Pflege dadurch Stellen einbüßt.
    Wenn ich ein höheres Gehalt haben möchte, dann überlege ich mir gute Argumente dafür und bin überzeugt es verdient zu haben, aber keinesfalls käme ich auf die Idee, mir Gedanken darüber zu machen wo mein Ag es bei anderen einsparen könnte.
    So ein bisschen soll damit wohl an die Moral appelliert werden nach dem Motto, "andere müssen dafür leiden". Und wenn diese Argmentationen seitens der Ag so sind wird es in meinen Augen höchste Zeit als Pflegende aufzustehen, sich zusammen zu tun und etwas zu unternehmen.
    Somit wären wir wieder bei der Pflegekammer...

    Freundliche Grüße
    Sigrid
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    So ein bischen Realitätsnähe wäre bei den Forderungen, egal von wem, schon angebracht... bei 5 Mill. Arbeitslosen. Aber wahrscheinlich bin ich da zu sozial eingestellt und mir fehlt das "Raubtiergen".

    Elisabeth
     
  16. Janina

    Janina Senior-Mitglied

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    Wäre es nicht das Beste wenn man sich zusammentun würde um im allgemeinen die Situation zu verbessern? Für die Ärzte und die Schwestern. Und auch für unsere Patienten. Wäre es nicht am Sinnvollsten man würde zusmmenarbeiten? Wir wollen doch alle unseren Job gut machen. Wir wollen, daß es unseren Patienten gut geht. Dafür müssen wir zusammenarbeiten. Natürlich dürfen dabei unsere Bedürfnisse nicht zu kurz kommen denn nur zufridene Arbeitskräfte leisten gute Arbeit und sind zudem auch weniger krank. Egal ob wir nun Ärzte oder Krankenschwestern sind. Ich bin der Meinung wir sollten zusammenhalten und gemeinsam für eine Verbesserung kämpfen. Wenn wir auch noch anfangen uns gegenseitig zu bekriegen wird es kaum besser. Dann wird das Wohl des einen auf dem Rücken des anderen ausgetragen. Das kann es ja wohl nicht sein, was wir wollen.

    Gruß Janina
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Gemeinsames Arbeiten setzt gegenseitigen Respekt voraus. Da dürften wir weit von entfernt sein.
    Ich hab oft das Gefühl "Papa/ Mama" Doc spricht mit "Tochter/ Sohn" Krankenpflege und erwartet, dass die Ansagen kommentarlos abgearbeitet werden.

    Elisabeth
     
  18. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Das klingt aber nach ECHT schlechten Erfahrungen. Also ich habe es auch anders kennengelernt. Ich glaube, dass wir auch keinem schlechten Weg sind, ... wenn wir uns denn weiter als Profession darstellen.
    Dummerweiser wird von manchen pflegerischen Kollegen durch den Unwillen des Mitdenkens wieder eine Haltung der Mediziner gefördert, dass wir es ja doch nicht besser wissen.
    Und manche verhalten sich leider auch so ablehenend den ärztlichen Kollegen gegenüber, dass es da auch nicht zu einer Annäherung kommen kann.
    Ich habe jedenfalls festgestellt, dass es auch anders geht.
    Und bin auch froh darum.
    Ich denke, es müssen sich hier beide Berufgruppen an die Nase fassen.
    Aufeinander zugehen anstatt aufeinander schimpfen wäre mein Vorschlag
     
  19. spielemann

    spielemann Senior-Mitglied

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    Hallo,
    zu diesem Thema möchte ich sagen:
    1. Ärzte verdienen in Deutschland weniger als in vergleichbaren Industriestaaten. Also kann ich verstehen warum sie so viel verlangen. Außerdem ist eine hohe Eingangsforderung in Tarifverhandlungen üblich. Wenn dann 15% herauskommen ist das doch schon nicht schlecht.
    2. Die Arbeitsbedingungen der Ärzte sind im Vergleich mit anderen Berufsgruppen außerhalb des Gesundheitswesens dramatisch schlecht.
    3. Ärzte hatten bis jetzt auch keine Lobby, erst nach dem die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren immer schlechter wurden, haben sie sich vermehrt um sich selber gekümmert. Jetzt sind sie eine Macht, ca. 70%, nach meinem Wissen, aller Klinikärzte sind jetzt organisiert.
    4. Wenn Ärzte mehr Geld bekommen, muß bei gleichen Bedingungen im Gesundheitswesen gespart werden. Man kann nachrechnen wo das Möglich ist. Immer in den grössten Töpfen z.B. der Pflegetopf.
    5. Das kann doch nur unser Glück sein, denn dann ist die Chance groß, dass auch die Pflege entlich mal hinter dem Ofen vorkommt und für seine Sache eintritt. Es muß der Pflege erst schlechter gehen bevor sie aufmuckt. Dann wird es vielleicht endlich zu einer Einheitlichkeit z.B. einer Pflegekammer kommen.
    Dann liebe Politik zieht euch warm an, wenn dann 100.000 Pflegende in den Ausstand gehen........

    Also liebe Ärzte macht weiter, fordert am besten noch mehr, dass kann nur gut für die Gesundheits und Krankenpflegekräfte sein.

    Grüsse
    Axel
     
  20. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    Solange sich die Pflegekräfte weiter gegenseitig die Köpfe einschlagen, wird es zu keiner Einigung kommen und werden die Pflegekräfte auch nicht gesammelt aufstehen. Egal wie schlecht es ihnen geht.

    Susanne
     
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