Außeneinsatz Psychiatrie

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Giulia86, 14.03.2007.

  1. Giulia86

    Giulia86 Newbie

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    meine Frage hierzu...
    ich beginne im oktober die ausbildung zur gesundheits- und krankenpflegerin...
    welche im regelfall ja auch die ausbildung zeitweise in der psychiatrie mit einschließt...
    meine frage...egal ob geschlossen oder nicht?

    denn ich hab da ein kleines problem...
    ein arbeitete jetzt eine weile im rettungsdienst...und war doch einige male in geschlossenen abteilungen...
    teilweise auch im polizeigewahrsamsdienst um patienten zu holen und ähnliches...
    sobald die tür hinter mir ins schloss fiel...und ich das schließen der schlösser hörte...wurde ich ziemlich nervös...nasse hände...puls rast...RR im keller...blass...
    das volle programm...
    ich bin zwar momentan dabei etwas dagegen zu tun (therapie)
    aber nur um im voraus schon mal ab zu sichern...
    wäre es möglich eine geschlossene abteilung zu umgehen???
     
  2. *Tigerente*

    *Tigerente* Newbie

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    Hallo Giulia,

    der Psychiatrie-Einsatz ist eine große Chance, Deine Ängste abzubauen!
    Unsere Schüler/Innen kommen oft mit Ängsten, werden ermutigt, diese immer zu benennen und werden langsam in den Ablauf integriert/an die Patienten und Krankheitsbilder herangeführt!!

    Kein Schüler kommt bei uns in eine brenzlige Situation - das ist im Rahmen unserer Fürsorgepflicht das Allerwichtigste!!

    Zwangsfixierungen/Medikation sind zum Beispiel solche Extremsituationen - da sind sofort - über den Alarm Knopf - sehr viele erfahrene PP zur Stelle, die mit ihrem Können
    umgehend sicherstellen, dass vom Pat. keine Gefahr für ihn selbst, die Mitpatienten und das PP ausgeht! Und der Pat. ist im Nachhinein sehr oft dankbar für die Ruhigstellung....es wird mit ihm natürlich ausführlich darüber gesprochen!

    Ich halte diesen Einsatz für einen der wichtigsten Einsätze der gesamten Ausbildung, man lernt unendlich viel über Ursachen und Auswirkungen von psych./psychiatrischen Erkrankungen, die ja Jeden treffen können!! (auch Deine Ängste sind ja nicht in der Norm....)
    - schade, dass unsere Gesellschaft immer gleich Gewalt mit dem Wort Psychiatrie verbindet - dem ist in der Realität ganz und gar nicht so!!


    Du kannst also völlig unbesorgt diesem interessanten Einsatz entgegen sehen - wirst auf jeden Fall über die Ängste sprechen können und es wird mit Sicherheit darauf eingegangen!

    Ich wünsche Dir ganz viel Spaß und Erfolg in Deiner Ausbildung! :-)

    LG

    von der Tigerente Marlies
    *arbeitet seh, sehr gerne auf einer akuten Psychiatriestation!*



    PS:
    Durch das Kennenlernen der Krankheitsbilder und auch der betroffenen Patienten gelingt es in der Regel, die Ängste abzubauen....oft sagen gerade die Schüler, die mit großen Vorbehalten und Ängsten kommen, am Ende ihhres Einsatzes, dass sie nach ihrem Examen in die Psychiatrie wechseln möchten....!
     
  3. midnightlady24

    midnightlady24 Stammgast

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    :up:
    :up: Das kann ich nur bestätigen. Ich habe nach meinem damals 3 monatigem Einsatz auf einer Akutpsychiatrischen Aufnahmestation ebenfalls den Wunsch entwickelt, dort mal zu arbeiten. Leider hat es bis heute nicht geklappt. Bin aber immer noch dieser Meinung.
    Eine Stelle in der Psychiatrie und ich würde los ziehen.

    LG, Monika
     
  4. Tinussi

    Tinussi Junior-Mitglied

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    Hallo!

    Das es ein interessanter Einsatz war kann ich leider von mir nicht behaupten!
    Ich war auf einer Sation mit dem Schwerpunkt Alkoholsucht (naja eigentlich ausschließlich). Die Patienten sollten erlernen sich den Tag selbst zu gestalten, sodass ich eher wenig Kontakt hatte.
    Meine Hauptaufgaben waren: regelmäßig 1 mal am Tag RR Kontrollen, Tabletten geben, Blumen gießen und Putzen (von Waschbecken bis hin zu Fensterbänken)...
    Nach mehrmaligem "Motzen" durfte ich dann in anderen Bereichen an Therapien tielnehmen (Ergo, Musik, ...).
    Habe diese Zeit als sehr langweilig empfunden und gelernt... naja... bis auf die Theorie nicht wirklich!
    Es kann also auch anders kommen. Keine Geschlossene und Aufgaben, die eigentlich keine sind!!

    Lieber Gruß
    Tinussi
     
  5. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    ambulanter Pflegedienst
    Also Giulia86 bei meiner Ausbildung damals konnten wir uns aussuchen ob wir auf offene oder auf geschlossene Station wollen und die Wünsche wurden weitestgehend berücksichtigt.
    Ich war damals auf einer halboffenen mit einer Abteilung für Mutter-Kind. Da waren Mütter mit ihren kleinen Babys, bei denen die Mutter erkrankt waren zum Beispiel an Borderline oder Manisch-Depressiv waren. Fand das sehr schön da vorallem die Kinderbetreuung während die Mütter zur Therapie waren:knabber:
     
  6. beatnik

    beatnik Senior-Mitglied

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    wir konnten es uns auch aussuchen, ob wir in einer offenen, halboffenen oder geschlossenen station arbeiten wollten. wenn du partout nicht in eine geschlossene willst,solltest du deine ängste deinen ausbildern erklären und sie darum bitten dich in eine offene station einzuteilen. ich denke nicht, dass das ein allzu großes problem werden sollte.
     
  7. narde2003

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    Hallo Giulia86,

    es ist schon ein Unterschied ob du im Rettungsdienst dorthin kommst, oder dort arbeitest. Im Gegensatz zu deinen Rettungsdiensteinsätzen hast du dort auch als Schülerin einen Schlüssel, mit dem kannst du die Türe jederzeit öffnen.
    Ansonsten kannst du normalerweise auch Wünsche anbringen bei deiner Kursleitung.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  8. Giulia86

    Giulia86 Newbie

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    vielen dank für die reichlichen antworten...
    an sich, finde ich die thema auch sehr interessant...
    habe mich in meiner RD ausbildung und auch privat schon ein wenig belesen...
    denke an der thematik an sich wird es nicht scheitern...
    problem ist einfach das gefühl...überspitzt "ich komm da JETZT nicht raus"
    als wir einen patienten z.B. aus dem polizeigewahrsam abholen musste, um ihn per krankentransport in die rheinischen kliniken zu bringen, merkte mein kollege schon...dass es mir nicht gut ging und schickte mich unter dem vorwand etwas holen zu müssen raus...
    2min länger und ich hätte da drin selbst nen arzt gebraucht...
    aufzüge sind auch ein "tolles" thema... nicht mehr so extrem...aber ein wenig nervös bin ich immer noch wenn ich drin bin...
    aber wie gesagt...bin im moment dran, was dagegen zu tun...
     
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