Auslandserfahrung hilfreich?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von AnnRasa, 11.10.2013.

  1. AnnRasa

    AnnRasa Newbie

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    Ich absolviere momentan ein Auslandsjahr in Thailand und bin hier in M4 (Klasse 10 in Deutschland, muss sie aber selbstverstaendlich dann wiederholen). Innerhalb der letzten Monate habe ich mich dazu entschlossen, wie meine Eltern Krankenpflegerin zu werden, weil ich anderen Menschen etwas gutes tun will, helfen moechte und es geniesse wenig Freizeit zu haben und gebraucht zu werden, mich um Menschen zu kuemmern.
    Der Punkt ist, dass ich dann nicht viel Zeit verstreichen lassen will (entschuldigung mein Deutsch ist schlechter geworden :/) und nach der 10.Klasse aussteigen moechte, also mit dem BLF Abschluss(Pruefungen Ende der 10.Klasse am Gymnasium in Thueringen und Sachsen, mit denen man einen Realschulabschluss gleichwertigen Stand erreicht) die Ausbildung beginnen moechte. ( oder soll ich doch lieber mein Abitur machen? Aber ich haette gerne eine gute BLF anstatt eines schlechten Abiturs:/)
    Hat man mit der BLF eine Chance, oder ist sie eher nicht anerkannt und habe ich Vorteile bei der Bewerbung, wenn ich ein Jahr in Thailand war, 2Jahre Japanisch gelernt habe, 5 Jahre Latein und ca 6 Jahre Englisch? Oder hilft mir das gar nicht? Zu Ausbildungsbeginn 2015 waere ich 17 Jahre alt.
    Danke im Voraus:-)
    Liebe Gruesse aus Kamphaeng Phet
     
  2. HHS

    HHS Poweruser

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    Wenn Du ne ehrliche Antwort willst...

    "weil ich anderen Menschen etwas gutes tun will, helfen moechte und es geniesse wenig Freizeit zu haben und gebraucht zu werden, mich um Menschen zu kuemmern."

    Wärst Du für mich mit dieser Aussage eher wenig geeignet. Das klingt nach starken Helfersyndrom!!

    Auslandserfahrung und auch Sprachkenntnisse sind mit Sicherheit alles andere als Hindernisse. Auslandsaufenthalte ließen auf Kontaktfreude schließen und auch auf eine gewisse Selbstständigkeit und Reife. Aber in der Pflege kommt es vorallem auch auf Teamfähigkeit und Selbstverantwortung an.

    Eine Pflegekraft, die nicht auf sich achtet und sich quasi kaputtschafft, brauchen wir heute nicht mehr. Die Patienten und Bewohner in die Abhängigkeit pflegt erst recht nicht. Auch wenn die Allgemeinheit und auch die Politik dies anders sieht.
     
  3. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Du solltest Deine Motivation überdenken und vor allem auch überlegen, warum Du Dich egelrecht "aufopfern" willst? Mit dieser Aussage hätte ich den verdacht, dass Du durch Aufopferung für Andere (und den vermeintlichen Dank dafür) irgendwas anderes kompensierst und wahrscheinlich sehr schnell ausbrennen und berufsuntauglich werden würdest. So eine Aussage im Vorstellungsgespräch wäre ein Ausschlusskriterium!
    Warum die Eile? Du bist noch sehr jung und kannst auch in 3 oder 4 Jahren noch einsteigen...Vielen Schulen sind übrigens etwas ältere Bewerber (so ab 20 Jahren) lieber; auch kann einen ein durchschnittliches Abitur schneller voranbringen als ein guter Realschulabschluss. Wir haben im VG schon potentielle Schulabbrecher von Gymnasien weggeschickt und gesagt, dass wir diese in 2 Jahren nach dem (Fach)Abitur sehr gerne wieder einladen und auch aufnehmen. Mit dem Abitur wirst Du später übrigens auch Zeit sparen, da Du in einem dualen Studium innerhalb von 4 oder 5 Jahren sowohl einen Berufsabschluss als auch ein Bachelorstudium absolvieren kannst! Dieses wird Dich in Leitungspositionen im mittleren Management bringen.
    Die Sprachkenntnisse sind schon sehr gut, allerdings nützen Dir die 5 Jahre Latein ohne Abitur formal gar nichts! Das Latinum gibt es nur in Kombination mit einem Abitur...falls Du später also doch mal Medizin oder so was studieren möchtest, wirst Du Dich sehr ärgern. Man wird Dir sehr viele Steine in den Weg legen...!
    Sehr jung! In Gegenden mit schlechterer Infrastruktur wird ein Führerschein vorausgesetzt- auch müssen die Stationen bei Minderjährigen das JuArbSchuG beachten; dieses führt häufiger zu Frustration auf beiden Seiten.
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Nur so zur Info: Das Latinum erspart einem nichts im Bezug auf ein Medizinstudium. Jeder Medizinstudent muss den Termininologie-Schein machen.

    Trotzdem: Mach das Abitur, wenn Du eine Chance dazu hast. Und mal ein Pflegepraktikum in den Schulferien. Beides halte ich zur beruflichen Orientierung für sehr sinnvoll.
     
  5. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Ah ok, danke für die Info!
     
  6. AnnRasa

    AnnRasa Newbie

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    Es geht ja nicht darum, dass ich mich aufopfern will und UNBEDINGT das gleiche machen moechte wie meine Eltern. Ich kriege durch ihre Taetigkeit viel von dem Beruf mit und finde/fand auch immer mehr Gefallen daran, spaeter auch in die Richtung zu gehen, zumal mir auch in Biologie das Thema "Mensch" im Vergleich zu anderen Themen sehr gut lag.
    Das mit dem Helfen und Kuemmern und wenig Freizeit meine ich nicht so, dass ich mich schuldig fuehle wegen irgendwas. Ich habe einfach Freude daran, anderen zu helfen und ich fuehle mich nicht gut, wenn ich viel Zeit fuer mich allein habe. Und ich mag es wirklich, von anderen gebraucht zu werden. Ja wegen dem Abitur ist das so eine Sache, ich wuerde mich aergern, wenn meine BLF wirklich sehr sehr gut war und mein Abitur eher nicht so gut und ich mich dann mit dem Abiturzeugnis bewerben muesste, bzw wenn mich die Schule auch mit der BLF genommen haette, es wuerde sich dann nach verschwendeter Zeit anfuehlen. Ehrlich gesagt habe ich auch ziemlich Angst, dass ich das Abitur nicht schaffe oder eben dann nicht gut genug bin. Danke fuer euren Rat:-)

    Ein Medizinstudium traue ich mir ehrlich gesagt nicht zu und wenn ich das nach der Ausbildung machen wuerde (was ich persoenlich vorziehen wuerde, WENN ich es wirklich machen wuerde) waeren das ganze 9 Jahre!! 9Jahre bis ich endlich richtig arbeiten darf! Da waere ich ja fast 30 :O

    Achso, das mit dem Helfersyndrom hatte ich ueberlesen! Ja, kann schon sein, in gewisser Weise, das kann aber Staerke und Schwaeche sein.
    So drastisch mit kaputtschaffen und in die Abhaengigkeit pflegen wuerde ich es nicht sagen, eher dass ich Freude daran habe, wie ich schon mehrmals beschrieben habe. Das heisst, ich wuerde es nicht vernachlaessigen aber auch nicht uebertreiben.
     
  7. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Aus reicher Lebenserfahrung: Mach erst Dein Abitur, wenn Du das kannst. Das Berufsleben ist (auch noch nach dem 30. Lebensjahr) lang bis zur Rente und bringt gar viele Überraschungen. Du kannst ja "sicherheitshalber" an den Prüfungen nach der 10. Klasse teilnehmen und trotzdem weiter am Gymnasium bleiben. Dann hast Du wenigstens schon einen Abschluß in der Tasche.
     
  8. AnnRasa

    AnnRasa Newbie

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    An den Pruefungen muss ich so oder so teilnehmen, die Wahl habe ich nicht, da ich bei versauter Pruefung auch nicht in die Oberstufe darf. Ich habe auch ziemlich Angst vor den Pruefungen, wenn ich wiederkomme, weil ich jetzt sehr lange aus dem Stoff raus bin und ich bin gerademal 3 1/2 Monate hier! Und vor den Abiturpruefungen erst recht. Aber wenn ich es fuer den Beruf brauche, beisse ich mich da schon irgendwie durch.
    Ein Auslandsjahr bringt einen Erfahrungstechnisch und in Sachen Fremdsprachen sehr weit, auch in der mentalen Reife, aber fuer die Schule, in der so etwas ueberwiegend nicht zaehlt, bringt es mir rein gar nichts, ausser in Englisch.
     
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