Ausländische Haushaltshilfen in der ambulanten Pflege

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von lexi, 14.03.2007.

  1. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    Haushaltshilfen aus Polen - Problem?

    Gibt es eigentlich neue Regelungen wegen dem einsatz von Polinen im Haushalt!
    Bisher hies es es sei illegal das sie Pflege übernehmen,aber die überschwemmen uns ja.
    Pflegen und üben sogar Behandlungspflege durch.
    Hab ich irgendwas nicht mitbekommen?
     
  2. midnightlady24

    midnightlady24 Stammgast

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    In der Region, in der ich unterwegs bin, gibt es auch jede Menge Haushalte mit Polinen ... aber die sind für den Haushalt da und wir fahren trotzdem zur Pflege hin. Ausser die Leute brauchen nur "Handlangerarbeiten" beim waschen wie Rücken udn Füsse, dann machen die das denke ich auch.
     
  3. knuri

    knuri Newbie

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    Hallo!!

    Wir haben hier auch viele Haushalte,wo polinen sind. Meistens übernehmen wir aber die Pflege. Manche können kein Wort verstehen da ist die kommunikation schon sehr schwierig. Finde das für die pflegebedürftigen ganz schön schwierig.
     
  4. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    Hallo,
    so langsam werde ich stinkig.
    Wir werden überrannt von ausländischen Hilfen,die Pflege übernehmen und sogar medizinische Versorgung.
    Hab mich mal bei der Arbeitsargentur und beim Zoll schlau gemacht.
    Die dürfen nicht mal die Haare kämmen.
    Vor kurzem ist mir erst passiert,das ich Pat. Tabletten verabreicht hab und dann kam die Tante und sagte:"Hab schon gegeben!"
    Pat.hatte dann doppelte Menge Medis.
    Ein anderer ausländer,nachdem ich ihm gesagt habe er solle meine Pat. mal in Ruhe lassen und nicht an ihr herumzerren, beschimpfte mich dann mit @?$@?$@?$@?$@?$@?$@?$@?$@?$.
    Am laufenden Band verlieren wir im Moment Patienten.

    Habt ihr schon mal was dagegen unternommen?

    Zoll sagte es kommen bis zu 500000 Euro Strafe auf die Leute zu.
    Vorallem sind in in Polen verschichert,also gehen uns ja auch noch die Sozialabgaben flöten. :evil:
     
  5. valentina-a

    valentina-a Junior-Mitglied

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    Hallo lexi,
    ja das Problem mit den ausländischen "Haushaltshilfen" ist mir auch gut bekannt und wird immer weiter zunehmen ("wer soll das bezahlen").
    Pflege ist weiterhin illegal, angemeldete Haushaltshilfen dürfen tätig werden.
    Hier sind die von dir genannten Voraussetzungen für die legale Version:
    http://www.arbeitsagentur.de/zentra...ion/pdf/Haushaltshilfen-Hinweisblatt-2007.pdf
    http://www.arbeitsagentur.de/zentra...tlung-in-Haushalte-mit-Pflegebeduerftigen.pdf
    In unserem Gebiet ist es i.d.R. so, dass wir als Pflegedienst zumindest die Behandlungspflege durchführen und die Arbeit der Haushaltshilfe im Auge behalten können. Bei Pflegefehlern oder Unterversorgung würde ich den Angehörigen dann aber schon die Brisanz der Versorgungssituation schildern.

    Geschichte am Rande: Irgendwann kam einmal der Vorschlag eines Mitarbeiters, dass er doch einen Polnischkurs besuchen könnte, damit er die Kommunkation mit der Hilfskraft verbessern könnte.
    Diese Idee ging uns dann aber doch zu weit :zunge:!
    Gruß
    Valentina
     
  6. anncath

    anncath Junior-Mitglied

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    Bei uns sind die Angehörigen der Patienten mit fremdsprachiger im Haus wohnender Haushaltshilfe so freundlich, dass wir weiter die Behandlungspflege durchführen und ein bis zwei mal in der Woche den Patienten duschen, damit wir alle "Regionen" des Patienten inspizieren können. (Wenn dann mal was mit dem Patienten ist, hat der Pflegedienst ja die Verantwortung gehabt...)

    Aber die Komunikation ist für uns (und erst recht für die älteren Patienten) schon schwierig...
     
    #6 anncath, 04.10.2007
    Zuletzt bearbeitet: 04.10.2007
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wer fragt die Kunden mal, warum sie sich für eine ausländische Kollegin entscheiden. Denn nicht selten arbeiten da tatsächlich nicht einfach nur Hausfrauen sondern nicht selten Fachkräfte mit ner gar nicht so schlechten Ausbildung.

    Warum wählt der Kunde diese Form der Pflege? Können wir die Bedürfnisse abdecken? Wie teuer würde es, wenn die Kundenwünsche in der geforderten Form erbracht werden würden? usw., usw.

    Lamentieren hilft nicht. Die Entwicklung hat bereits eingesetzt. Jetzt geht es- wie immer in der Pflege- ums reagieren oder anders gesagt: um Schadensbegrenzung.

    Elisabeth
     
  8. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    Das Problem scheint es ja überall zu geben.

    Auch wenn es jeder akzeptiert,es ist nach wie vor illegal.

    Ich werde aber den Teufel tun und Verantwortung übernehmen, wenn von denen die Pflege übernommen wird, dann sollen sie zusehen wie sie klar kommen.
    Manche hätten auch gern das wir die Polinen anlernen, z.B wie man Beine wickelt oder wie wir die Pflege machen.
    Ohne mich!!!

    Wenn Probleme da sind dann schreien sie um Hilfe!Dann sind wir wieder gut.

    Mir stinkt das alles ganz gewaltig.

    Ich krieg die Krise wenn ich sehe,wie manche Patienten versorgt sind, liegen sich wund, keine ordentlichen Hilfsmittel.

    Wir werden bei jedem bißchen zur Verantwortung gezogen,müssen Standards einhalten und da passiert nichts.

    So ist das wenn man Geld sparen will, dann darf man keine Qualität verlangen.
    Dann müssen die Patienten wohl auch in Kauf nehmen das sie morgens heulend und total eingenässt im Bett liegen oder Beruhigungsmittel bekommen, weil die ausländische Kraft keinen Bock hat oder ab 18 h nicht mehr gestört werden will.

    Was mich besonders ärgert, man macht andere darauf aufmerksam,aber es passiert nichts und es wird in Kauf genommen.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Lamentieren hilft nix. Wo sind sinnvolle Ansätze sich bei diesen Entwicklungen einzubringen?
    Du bringst ggf. einem Angehörigen doch auch auf Wunsch bei wie man die Beine wickelt, wie man Insulin gibt usw. ... was spricht dagegen dies dem "Hausmädchen" beizubringen? Meiner Meinung nach nix. Wäre aber eine Möglichkeit unsere Fachlichkeit unter Beweis zu stellen: Anleitung und Beratung und Begleitung.

    Elisabeth
     
  10. valentina-a

    valentina-a Junior-Mitglied

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    Hallo lexi,
    aus Sicht einer Pflegedienstinhaberin verstehe ich deinen Frust natürlich. Aber wer soll die Pflege denn rund um die Uhr ausführen?
    Würde ein Pflegedienst engagiert werden, könnte es sich kaum ein Mensch leisten zuhause zu bleiben. Selbst wenn die Versorgung steuer- und sozialversicherungsfrei für Arbeitnehmer wäre, wer würde schon für € 1500,- einen Monat lang und dann immer bis zu 24 Stunden vor Ort bleiben?
    Wie Elisabeth schon sagte, geht es zurzeit nur noch um Schadensbegrenzung.
    Pflegen kann doch jeder :weissnix:, und es wird immer mehr alte und pflegebedürftige Menschen geben.
    Wenn man davon Kenntnis erhält, muss man als Pflegekraft natürlich eingreifen, die Patienten und Angehörigen aufklären und das ganze gut dokumentieren.
    Es kann nur nicht angehen, dass wir Pflegekräfte generell während unseres Behandlungspflegeauftrages zeitaufwändig und kostenlos die ausländischen (oftmals auch illegalen) Haushaltshilfen schulen.
    Ein Problem für Pflegedienste ist, dass durch die Beschäftigung von Haushaltshilfen die Aufträge zwangsweise weniger werden. Wenn eine ausländische Haushaltshilfe sowieso vor Ort ist, dann zieht diese auch gleich die Kompressionsstrümpfe mit an, verbindet die Wunden und verabreicht die Medikamente.
    Hier setzen wir auf die gute Zusammenarbeit mit dem Hausarzt. Wenn dieser (für viele ältere Patienten der Gott in weiß) sagt, da muss ein Pflegedienst zur Behandlungspflege her, dann akzeptieren die Patienten dieses auch.
    Und dass im Moment so viele Haushaltshilfen auch die Pflege ausführen, das können wir - ohne konkrete Lösungen anzubieten - nunmal nicht verhindern.
    Valentina
     
  11. midnightlady24

    midnightlady24 Stammgast

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    Eine Frage an die, die hier schimpfen .....

    Habt ihr selber pflegebedürftige Angehörige ???

    Ich habe jetzt leider den Fall, dass meine Schwiegermutter seit dem 18.08. 3 Schlaganfälle erleiden musste. Am Montag kommt sie wieder nach hause. Und ich weiß noch nicht wie es weiter gehen soll.
    Klar kommt 3 mal am Tag der Pflegedienst der sie schon seit Jahren wegen ihrer Medikamente und ihrem Diabetes versorgt. Der wird in Zukunft auf in der Grundpflege aktiv sein.
    Aber was ist mit dem Rest des Tages ... wir können es uns nicht leisten, dass einer von uns den Job aufgibt. Und die Dame kann leider bisher auch nicht wieder alleine zur Toilette laufen. Im Krankenhaus wurde sie als erstes mit nem Dauerkatheter versehen, dieser wurde vor 2 Tagen entfernt. Sie wird zwar bis zum Tisch mobilisiert, aber wenn sie zur Toilette muss, dann bringt man ihr die Steckpfanne.
    Seit der Dauerkatheter weg ist, trinkt sie auch wieder bedeutend weniger, weil sie eben Angst hat, dass sie zur Toilette muss. Und sie alleine wird auch nicht zur Toilette laufen können, derzeit sowieso noch nicht. Aber selbst vor dem 3. Anfall, als sie noch besser laufen konnte, ist sie nicht gegangen, weil sie es zu anstrengend fand. Und damit man nicht so oft zur Toilette muss, trinkt man eben nix.

    Stellt euch vor, selbst ich habe schonmal den Gedanken daran verschwendet, dass eine Polin, die den ganzen Tag bei ihr wäre, die beste Lösung wäre. Diese könnte nämlich mit meiner Schwiegermutter zur Toilette gehen und beaufsichtigen, dass sie genügend trinkt.

    Versetzt euch erstmal in die Lage des Angehörigen, bevor ihr motzt.
    Wenn ihr das Glück habt, soviel Geld zu besitzen, dass ihr euch eine Privatkrankenschwester für 24/7 leisten könnt .... dann herzlichen Glückwunsch .... wir können es nicht.

    LG, Monika
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Warum bieten Pflegedienste nicht ganz gezielt eine Schulung im Sinne von Anleitung, Beratung an- egal ob für Hilfskräfte oder für Angehörige? Warum wird bei der Politik nicht eingefordert, dass die Leistungen der Pflegekasse an solche Angebote geknüpft werden?

    Vielleicht liegts auch daran, dass man nur erst mal an die eigene Firma denkt. Der Kunde ist da eigentlich nicht so wichtig. Man nimmt dubiose Qualitätskriterien um den Kunden zu zwingen die eigenen Pflegeleistungen (die dann auch nicht selten von Angelernten übernommen werden) zu nutzen: teuer und für viele unbezahlbar- siehe midnightladys Beispiel.

    Wenn man die Leistungen der Behandlungspflege auf die Spitze treiben wollte: man könnte jeden Diabetiker per Gesetz verpflichten sich nur noch Fachkräften spritzen zu lassen. Jede Wundversorgung dürfte nur noch von Pflegefachkräften erfolgen. usw. Jedem leuchtet ein, dass dies weder bezahlbar noch sinnvoll ist.

    Wo liegt der Unterschied? Ich bemühe mal ein Beispiel aus dem Krankenhaus.
    Wenn der Patient noch selbst laufen kann und nicht dement ist, dann nimmt er seine Waschtasche und geht ins Bad. Was er dort macht entzieht sich unserer Kontrolle. Er kann dort auch einfach seine Zigarette rauchen und sich nur die "wichtigen" Körperbereiche reinigen. Das Rauchen werden wir ihm untersagen... eine Kontrolle der Reinlichkeit wird unterbleiben.
    Wehe dem Patienten er verliert die Fähigkeit der eigenständigen Bewegung- dann wird das Fachpersonal aktiv und entscheidet, wo es langzugehen hat.

    Ist es mit dem Kunden in der Häuslichkeit nicht ähnlich? Sprechen wir ihm nicht auch die Autonomie ab, selbst entscheiden zu können wieviel Pflege er möchte und von wem?

    Elisabeth
     
  13. valentina-a

    valentina-a Junior-Mitglied

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    Also ich verurteile den Einsatz von Haushaltshilfen nicht, vielleicht würde ich als Privatperson auch darüber nachdenken. Aus Kostengründen gibt es derzeit eben keine Alternative.
    Kommen aber Patienten zu Schaden (ob nun wegen mangelnder Qualifikation oder sonstigen Gründen) besteht nun einmal Handlungsbedarf - dasselbe gilt übrigens auch für einen zugelassenen Pflegedienst - und der haftet immerhin für seine Pflegefehler.

    Na klar, Reklame im Schaufenster: Wir schulen Ihre illegale Haushaltshilfe!
    Diese Regelung gibt es schon: In den Verträgen mit den Krankenkassen sind 5-10 Anleitungen für den Fall vorgesehen, dass ein Patient, ein Angehöriger oder eine sonstige Person die Grund- und Behandlungspflege übernimmt. Diese Maßnahme wird mit 50% Aufschlag vergütet und wenn der Angeleitete 4 Wochen später diese Maßnahme noch immer beherrscht, dann werden nochmal 50% fällig.
    Der Angeleitete unterschreibt, dass er diese Maßnahme beherrscht und selbstständig durchführt. Der Anleitende unterschreibt ebenso.
    Und nun geht es schon los: Bei der Ankündigung, dass der MDK zur Pflegeeinstufung (oder Nachbegutachtung) kommt, verschwindet die ausländische Haushaltshilfe aus der Wohnung und der Angehörige erzählt dem Gutachter, dass er selbst pflegt. Mir ist in unserem Gebiet kein Fall bekannt, wo die Haushaltshilfe korrekt angemeldet ist. Spätestens nach drei Monaten fahren die Damen heim und eine andere Person übernimmt die Versorgung.
    Wen schule ich nun offiziell? Den Angehörigen, der manchmal nur 1 x pro Woche vor Ort ist? Die Haushaltshilfe, die sich weigert den Nachweis zu unterschreiben?
    Ich habe im Umgang mit ausländischen Haushaltshilfen schon vieles erlebt (Stichworte: sehr gute Pflege/ vollständige Renovierung der Wohnung/ Unterernährung/ Todesfall aus Mangel an Pflegekenntnissen/ Erpressung/ plötzliche Abreise),
    - bevor ich aber irgendwen schule, muss erst die Legalität hergestellt werden.

    Bedingt durch die Grauzone trauen sich viele Haushaltshilfen oder Angehörige bei Pflegeproblemen nicht, sich Rat oder Hilfe zu holen.
    Im Moment profitieren wir sogar von den Haushaltshilfen: Immer wenn diese in die Ferien (und das kommt nun immer öfter vor) fahren, dürfen wir die Verhinderungspflege übernehmen.
    Valentina
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Also dann: in die Legalität mit den ausländischen Pflegekräften. Was spricht dagegen?

    Elisabeth
     
  15. midnightlady24

    midnightlady24 Stammgast

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    Antwort einer betroffenen Angehörigen : Nichts!
    Antwort einer Krankenschwester in der ambulanten Pflege : Nur mit Verträgen, die die Kontrolle laut §37 auch für diese Pflegekräfte zulassen, sowie Schulungen durch ambulante Pflegedienste soweit die Pflegekräfte ihre etwaige Qualifizierung nicht in Deutschland anerkennen lassen haben.

    LG, Monika
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Warum Knebelverträge? Der Kunde entscheidet.
    Sinnvoll erscheint mir lediglich, finanzielle Unterstützung abhängig zu machen von Annahme von Anleitung, Beratung, Begleitung durch Fachpersonal.
    Denkbar auch: Der Kunde unterschreibt die Einweisung... und wenn sein Personal wechselt entscheidet er ob eine neue Schulung notwendig ist.

    Wir sollten uns abgewöhnen Verantwortung für alles zu übernehmen zu wollen. Der Kunde bekommt das Produkt, was er will. Und wenn er der Meinung ist, dass ein Schnäppchen günstiger ist- dann auch mit allen Konsequenzen.

    Elisabeth
     
  17. midnightlady24

    midnightlady24 Stammgast

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    So meinte ich das ja .... hab mich wohl unverständlich ausgedrückt.
     
  18. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    Eben mit allen Konsequenzen und ich übernehme dafür keine Verantwortung.

    Anlernen? - Billigarbeitskräfte,damit ich nachher arbeitslos bin?

    Legalität, ok, aber die sind ja alle illegal hier und sind in Polen versichert, also entgehen dem deutschen Staat auch noch die Steuergelder.

    Legalität nur über Anstellung über die Arbeitsagentur und Steuern werden an den deutschen Staat abgeführt.

    Dann noch eine Zulassung- die auch niemand hat, den im Moment kann sich die Hilfe Arzt oder Krankenschwester schimpfen, sie darf nicht einmal die Haare kämmen,so wurde es mir gesagt.

    Warum brauchen wir für alles Weiterbildungen, Zulassungen,müssen nach Standards arbeiten?
    Habe ich umsonst Jahre gebüffelt, um mich jetzt durch illegale ablösen zu lassen?

    Gibt auch deutsche,die ihre Hilfe billig anbieten, sogar ehemalige Pfleger.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Und genau diese Einstellung ist kontraproduktiv in dieser Gesellschaftsordnung. Entweder man hat ein Monopol und kann die Bedingungen vorgeben oder man hat es nicht.

    Auf die (Grund-)Pflege ein Monopol erheben zu wollen ist lächerlich. Selbst die einfache Behandlungspflege ist der Bürger nach Anleitung selbst imstande zu leisten. Warum soll er also eine- aus seiner Sicht überteuerte Leistung- bezahlen. Die Fachkraft, die da kommt, macht alles genauso, wie man es selbst auch tun würde als Angehöriger wenn man die Zeit hätte.

    Lexi- ich kann verstehen, dass du um deinen Arbeitsplatz bangst- allein es ist der falsche Weg den du einschlägst. Der Staat wird auch mit Hilfe der Steuergelder der derzeit illegalen Fachkräfte die wachsenden Bedürfnisse nach Pflege nicht bezahlen können... er kann es ja jetzt schon nicht.

    Deshalb: nicht lamentieren sondern aktiv werden. Den Markt sondieren und Produkte anbieten, die der Markt abfordert. Pflege muss bezahlbar bleiben... für jeden Menschen nicht nur für Begüterte.

    Elisabeth
     
  20. sr.c.b.

    sr.c.b. Senior-Mitglied

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    Bei unseren Patienten haben viele eine polnische Hilfe, und das ist in den meisten Fällen auch ganz gut so, denn:
    1. Unsere Einsätze bei diesen Patienten sind dadurch nicht weniger geworden.
    2. Die meist schwerpflegebedürftigen oder dementen Patienten müssten sonst in stationäre Betreuung, da die Angehörigen keine Zeit haben und eine 24 Std.-Betreuung durch einen professionellen Pflegedienst in der Regel nicht zu bewerkstelligen und auch nicht finanzierbar ist; dadurch würden uns mehr Patienten fehlen.
    1. Dinge wie Grundpflege und einfache Behandlungspflege kann jeder der Angehörigen und teilweise Patienten selbst durchführen, z.B. BZ-Messung, Insulingabe, waschen eines mobilen Patienten etc., warum sollte es eine Polin nicht können?
    Vielleicht sollten einige von uns mal ihre Vorstellung von professioneller Pflege überdenken:
    Haben wir 3 Jahre gelernt um waschen oder füttern zu können?
    Ist unsere Pflege nicht viel umfassender?

    Ich sehe die polnischen Hilfskräfte nicht als Konkurrenz, sondern als Unterstützung der Angehörigen, die trotzdem gerne fachliche Beratung in Anspruch nehmen und für pflegerisch anspruchsvolle Tätigkeiten auch gerne auf einen Pflegedienst zurückgreifen.
     
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