Aushilfe auf Station vom Dialysepersonal

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von babsnoeske, 11.03.2015.

  1. babsnoeske

    babsnoeske Newbie

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    Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,
    ich arbeite auf einer Dialysestation, die dem Krankenhaus angeschlossen ist. Seit einem Jahr sind wir aufgefordert auf den inneren Stationen auszuhelfen. Letztes Jahr wurde es vorgeplant - momentan geht es spontan, oder auch nicht.

    Montagspätdienst - war es wiedermal soweit. Wir haben gelost, fanden wir gerecht. Die betroffene Kollegin ist kurzum zum Doktor gegangen und hat sich krankschreiben lassen. Es gibt übrigens schon mehrere Kolleginnen mit Attesten, die ihnen den Einsatz auf Station untersagen.

    Wenn wir dort aushelfen - braucht die Station eine Vollkraft, die die Betreuung von 20 Patienten übernimmt. Wir kennen weder den Stationsablauf, kennen die Medikamente
    nicht die ausgeteilt werden, wissen nicht wo was liegt. Kurz um wir fühlen uns überfordert!

    Mich stresst diese Situation und sie macht mir Magenschmerzen. Der Personalrat soll jetzt eingeschaltet werden. Mich interessiert mal die Meinung von Außenstehenden, unsere Stimmung ist zu hoch gekocht. Wenn bei uns Engpass ist müssen wir sehen wie wir klarkommen.

    Vielen Dank erstmal - gehe jetzt zum Dienst...
     
  2. Zodac19

    Zodac19 Junior-Mitglied

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    Hi,

    in der Regel hat man einen Arbeitsvertrag mit dem Krankenhaus und nicht mit einer bestimmten Station. Deswegen kann der Arbeitgeber den Mitarbeitern heute hierhin und morgen dorthin abordnen, wenn die Hütte brennt. Das gefällt nicht jedem, aber das ist mittlerweile in vielen Häusern Alltag.

    Gruß,
    Zodac19
     
  3. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Das Thema ist mein täglich Brot.

    "Ich mag nicht auf Station 6 arbeiten"
    "Ich kenne mich in der Inneren nicht aus"
    "Ich arbeite seit 15 Jahren auf der Onkologie, Chirurgie geht gar nicht"

    Gewöhnt euch dran, fordert Unterstützung damit ihr den Erwartungen gerecht werdet, aber versteht auch, dass eure Hilfe immer noch besser ist, als gar keine Hilfe.

    Wenn du den Ablauf nicht kennst, melde dich doch einfach für die nächsten 4 Wochen freiwillig. Nachdem du ein paar mal da warst, kennst du dich gut aus.

    Ein Attest, dass die Arbeitsstätte vorschreibt kann ich mir nicht vorstellen.
     
  4. Kalimera

    Kalimera Poweruser

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    Ein Attest, das mir bescheinigt, dass ich nicht auf einer Station eingesetzt werden kann? Interessant, was steht denn dadrin?

    Ihr fühlt Euch überfordert wenn Ihr aushelfen müsst, ihr müsst alleine klar kommen bei eigenen Engpässen? Was liegt näher als dass das Personal beider Fachrichtungen beim jeweils anderen Dienste macht? Ihr habt keinen Stress mehr, weil ihr die Station und Abläufe nicht kennt und zudem Möglichkeiten habt Ersatz zu bekommen bei Euren eigenen Engpässen.

    Die Frage ist, ob ihr diese Lösung wollt und es Euch nicht eher darum geht, dass jemand sagt, dass Ihr nicht mehr aushelfen müsst.
     
  5. babsnoeske

    babsnoeske Newbie

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    Hallo,
    vielen Dank erstmal für eure Antworten.

    Atteste - wird das Geheimnis bewahrt was drin steht. Ich wüsste auch keinen Grund.
    Wochenweise war auch mein Vorschlag geht nicht, sind nur tageweise einer mehr.

    Schönes Wochenende
     
  6. Sanibel

    Sanibel Newbie

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    Hallo,

    ich kann den/die TO absolut verstehen. Ich arbeite auch seit vielen Jahren auf einer Dialyse. Kürzlich hatte die nephrologische Bettenstation krankheitsbedingt mehrere Ausfälle. Von uns musste auch zwangsweise jemand aushelfen, was wie beschrieben mehr schlecht als Recht funktioniert, da wir die Station nicht kennen. Der Ablauf und die Arbeit einer Dialyse ist nun mal grundverschieden zu einer Bettenstation. Jemand von Station kann ja auch nicht einfach unsere Maschinen bedienen oder Shunts punktieren.

    Wie babsnoeske schreibt, wir werden mit Engpässen auch alleine gelassen, da ja eigentlich auch keiner wirklich einspringen kann. Die Einarbeitung auf einer Dialyse dauert Wochen bis Monate. Natürlich ist es leicht gesagt, man hat einen Arbeitsvertrag für die Klinik und nicht für die Abteilung. Wenn man aber gezwungen wird und dann ohne richtige Einarbeitung (für die ist in so einer Notsituation ja auch nicht wirklich Zeit) die Verantwortung für 20 Patienten tragen soll, kommt man schon ins Schwitzen.

    Ich bin auch der Meinung, dass man sich gegenseitig helfen sollte, mehr Sinn würde es aber machen, Personal von vergleichbaren Stationen auszutauschen.

    @babsnoeske
    Ihr werdet Euch nicht wirklich dagegen wehren können, versucht immer wieder mit Argumenten der PDL klarzumachen, dass ihr Euch überfordert fühlt und hofft auf Einsicht. Personalrat einschalten ist ein guter Versuch.

    LG Sanibel
     
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