Ausbildungsrahmenplan für die Theorie/ Schule?

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Hallo zusammen,

am 01.09.2022 starte ich meine Ausbildung zum Pflegefachmann. Ich habe zwar einen Ausbildungsrahmenplan gefunden für den Pflegefach/Mann/Frau aber irgendwie stehen dort nicht die Inhalte / Schulfächer drin. Kenne ich von anderen Ausbildungen anders.

Der Hintergrund ist der, dass ich mich schonmal vorbereiten wollte, auf das, was so kommt. Mit 34 Jahren und schon 15 Jahre aus der Schule raus, würde ich gerne schon wieder mal zum lernen kommen.

Als ausgebildeter Ernährungsberater habe ich diverse Skills schon drauf was die Theorie angeht. Wie:
Zellen - Zellenorganelle und Funktion - Austausch von Stoffen und Wegen
Anatomie: Gastrointestinaltrakt, Gehirn, ZNS usw.
Hormone und Wirkung
Pharmakologie etc.
Ernährungspsychologie....
Chemie / Physik / Biologie

Da die Pflegeausbildung deutlich intensiver ausfallen wird und ich bei der Ausbildung zum Ernährungsberater absolut keinen Zeitdruck hatte, wird das wohl in Zukunft mit dem Lernstress anders aussehen.

Ich will halt nicht schon in den ersten 6 Monaten abkacken und nicht unter die natürliche Auslese fallen :D.

Die Schule hat sich noch nicht für ein Buch entschieden, also fällt das auch weg um schon etwas darin zu blättern. Die Schule hat auch nicht mehr als den Rahmenplan und ich werde mit Sicherheit nicht verlangen, dass sie mir eine Aufstellung schickt :-)

Hat da jemand eine Idee oder Tipps?

MFG Chris
 

-Claudia-

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Du könntest nach einer Fachbibliothek in Deiner Nähe suchen und Dir ein Grundlagenwerk ausleihen. Die Gebühr dafür ist in der Regel recht günstig. Die Thieme I Care Reihe ist zu empfehlen. Alternativ "Pflege heute" oder die Reihe "In guten Händen".

Es gibt bei der Ausbildung zum Pflegefachmann keine Schulfächer, sondern Themenfelder.
 
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Hey Claudia, danke für deine Antwort!

Mit der Thieme Care Reihe, hat die Schule in der Vergangenheit gelernt, leider sind die sich noch bis Dato nicht einig, ob das so fortgeführt wird. 160€ für Bücher ist ja mal ne Ansage...

Aber das mit den Themenfeldern wusste ich nicht, da werde ich mal danach Prof. Dr. Google befragen....

Danke!
 

Beteigeuze

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Ich denke du brauchst das nicht wirklich. Aber du scheinst sehr motiviert und auch Spaß daran zu haben. Ich finde mit deinen Vorkenntnissen ist das kein Muß. Dein Vorwissen hatte ich z.B. nicht (bin Ü40) und in dem ersten Jahr was jetzt vorbei ist, kamen da schon einige Dinge dran. Und ich gehöe zu den guten Schülern, obwohl ich damals in der Schule immer Durchschnitt war. Es hängt nur an deinem Engagement und daran scheint es nicht zu mangeln.
 
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Nein mein Interesse ist auf jeden Fall da. Aber bisschen ****** oder eher Respekt habe ich schon vor dem Wissen, dass ich mir aneignen muss. Vor allem sind die ja an Deadlines (Tests) gebunden.

War in der Schule damals auch keine Leuchte und eher ein fauler Schüler. Aber meine Ernährungsberater Lizenzen habe ich alle mit 1,0-1,3 bestanden…. Das Lag aber auch daran, dass mir die Themen echt Spaß gemacht haben und ich einen praktischen Nutzen davon hatte.

In der Pflegeausbildung, wird es mit Sicherheit Themen geben, die mich absolut nicht interessieren und worauf ich kein Bock haben werde, die ich jedoch auch können muss. Da wäre etwas vorgreifen hilfreich. Oder Themen die deutlich tiefer gehen, als meine aktuellen Kenntnisse. Da haben die Schüler aus Realschule / Abi deutlich den Vorteil was Chemie und Biologie angeht. Das hatte ich ja alles nicht.

Wie gesagt, hatte nie den Stress mich da einarbeiten zu müssen oder irgendwelche Stoffwechselwege innerhalb kürzester Zeit, begreifen zu müssen wie Uniport, Symport Antiport…. Carrierweg bla bla bla
Habe dafür auch länger gebraucht mit Hilfe von YouTube und Städtischer Bibliothek.

Ich kenn mich doch da kommt schnell der Schludrian mit Lernmarathon 3 Stunden vor dem Test .

Mfg Chris
 

-Claudia-

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Respekt habe ich schon vor dem Wissen, dass ich mir aneignen muss. Vor allem sind die ja an Deadlines (Tests) gebunden.
Vor allem musst das Wissen bei der Abschlussprüfung wieder abrufen können - Bulimie-Lernen bringt Dich nicht weit!

Es geht darum, grundlegendes Wissen und Zusammenhänge zu begreifen. Danach kann man sich vieles herleiten.

Vielleicht solltest Du die Zeit bis zur Ausbildung nutzen, Deine Lernstrategie zu überdenken und Dich mit Methoden vertraut zu machen, um am Ball zu bleiben. Karteikarten, Mindmaps, eine Lerngruppe... es gibt zig Möglichkeiten, Du musst jedoch selbst herausfinden, welcher Lerntyp Du bist und womit Du gut zurecht kommst.

Außerdem könntest Du Dir - falls Du das noch nicht hast - einen Arbeitsplatz einrichten. Schreibtisch und ein Regal aufstellen oder freiräumen, Schreibutensilien besorgen oder durchsehen, was noch da ist. Ich habe mir kurz vorm berufsbegleitenden Studium einen Rucksack mit Laptop-Fach gekauft und mir ein Mäppchen genäht - ersteren hatte ich zuvor nie benötigt, das zweite vor langer Zeit.

Angesichts der Pandemie-Situation solltest Du Dich auch damit vertraut machen, dass es möglicherweise wieder Online-Unterricht gibt. D.h. Du benötigst einen Rechner und eine stabile Internetverbindung. Und ein Drucker wäre sicher auch nicht verkehrt.
 
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Ich antworte mal etwas ausführlicher. Aber ich danke euch für eure Antworten schonmal im Vorfeld. Das nimmt mir schon mal die Angst :-) . An der Ausbildung hängt halt meine Existenz und es muss funktionieren, hab meinen Job ja schon gekündigt und ich will da nicht mehr arbeiten. Weder bei der Müllabfuhr noch im Einzelhandel!!!

Vor allem musst das Wissen bei der Abschlussprüfung wieder abrufen können - Bulimie-Lernen bringt Dich nicht weit!
Also das herleiten von Symptomen und zusammenführen zu Krankheitsbildern habe ich während der Ausbildung gelernt. (Vieles durch lesen selbst angeeignet - War ein klitzekleiner Teil meiner Ausbildung eigentlich nicht der Rede wert) also zumindest das, was für die Ernährung relevant ist. Vieles übersteigt natürlich meine Kompetenz, daher lasse ich das vom Klienten immer von einem Arzt bestätigen oder widerlegen. Trefferquote ist bei mir hoch.
Auch Krankheitsbilder im Zusammenhang von Ernährung kann ich durch die Symptome oder mir bekannten Blutwerte herleiten.
Habe auch einige Krankheiten durch Recherche der Symptome gefunden, die mir vorher unbekannt waren.

Ich will jetzt nicht angeben, aber das war mein Job und hat mir am meisten Spaß gemacht. Und ich habe mich immer gefreut wenn ich meinen Klienten dadurch helfen konnte. Und die Klienten freuten sich auch :-)

Ich weiß, dass es in der Pflege kein Teil mehr des Jobs sein wird, das meinte ich auch mit Kompetenzüberschreitung! Dass jetzt in Zukunft alles anders laufen wird ist mir klar!

Vielleicht solltest Du die Zeit bis zur Ausbildung nutzen, Deine Lernstrategie zu überdenken und Dich mit Methoden vertraut zu machen, um am Ball zu bleiben.
Also wie ich am besten lerne weiß ich so zum Teil, mit einigen Dingen wie auswendig lernen tue ich mir schwer. Leichter tue ich mir mit verstehen und sich den Rest zusammenreimen. Ich kann mir sehr gut beschriftete Grafiken (Anatomie) oder Tabellen einprägen. Viel Text, damit habe ich Probleme. Ich bin Visueller und Akustischer Lerntyp. In der Schule musste ich meist nur im Unterricht aufpassen und wenn ich ich es verstanden habe, wusste ich es dann auch. Schaue auch viele Dokus oder lerne mit Plattformen die Videos zu bestimmten Themen machen. - Viele sind im Kostenpflichtig, das war bisher kein Problem, das werde ich mir während der Ausbildung in dem Ausmaß nicht mehr leisten können.

Nutze oft:
- Gelbe Liste (Hab sogar eine Lizenz erhalten als Ernährungsberater, hätte ich nicht gedacht, aber die Arzt-Artikel sind leider nicht zugänglich)
- DocCheck
- Thieme

Außerdem könntest Du Dir - falls Du das noch nicht hast - einen Arbeitsplatz einrichten. Schreibtisch und ein Regal aufstellen oder freiräumen, Schreibutensilien besorgen oder durchsehen, was noch da ist. Ich habe mir kurz vorm berufsbegleitenden Studium einen Rucksack mit Laptop-Fach gekauft und mir ein Mäppchen genäht - ersteren hatte ich zuvor nie benötigt, das zweite vor langer Zeit.
Durch meine Selbstständigkeit (nebenbei) habe ich ein Büro das bleibt erhalten, da es bei mir zu Hause ist. Ich arbeite komplett Digital, ich brauche nur mein Microsoft Surface und meine Cloud. Im Winter arbeite ich im Büro:
- Großes Whiteboard, dass ich fürs lernen und für die Organisation genutzt habe
- Riesiger Schreibtisch - also wenn man den freiräumt sieht man wie groß er ist :P
- Drucker / Scanner
- Bücherregale
- viel Platz

Werde dann morgen mal im Büro aufräumen :D. Da ist grad Chaos da ich grad Buchhaltung und Steuer mache.

Im Sommer arbeite ich Garten :D

Ich habe eine Umhängetasche für mein Laptop-Kram da passen auch locker 2-3 Ordner und Schreibkram rein. Also an Büroartikeln ist alles vorhanden.

Angesichts der Pandemie-Situation solltest Du Dich auch damit vertraut machen, dass es möglicherweise wieder Online-Unterricht gibt. D.h. Du benötigst einen Rechner und eine stabile Internetverbindung.
Stabile Interverbindung :kloppen::kloppen::kloppen: Naja Nachts um 3 geht´s. Ich warte noch auf unseren Glasfaseranschluss der soll angeblich dieses Jahr ins Haus gelegt werden... Aber für Onlineunterricht oder generell Online bin ich, abgesehen von der Internetleitung, top aufgestellt. Habe ja auch alles von Anfang in meiner Selbstständigkeit auf Online ausgelegt und habe da auch Wert auf Top Ausstattung gelegt.

Kenne das von meinen alten Arbeitgebern mit Windows 7 und Programmöffnungen die mehr als 3-7 Minuten gedauert haben. So wollte ich nicht arbeiten.


Vielen Dank für euren Wertvollen Tipps!!!

MFG Chris
 

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