Ausbildung zur/zum Trainer/in für Sturzprävention

Dieses Thema im Forum "Fachweiterbildung für Funktionsbereiche" wurde erstellt von moviliti-care, 25.09.2007.

  1. moviliti-care

    moviliti-care Newbie

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    Hallo,
    demnächst beginnt in Stralsund die bundesweit erste Ausbildung zur/zum "Trainer/in für Sturzprävention moviliti-care®".
    In Rahmen von Kooperationen mit Krankenkassen ist geplant, das die Ausbildung regional bezuschußt wird.
    Informationen unter index

    Die Übernahme von Trainer/innen als freiberufliche Mitarbeiter für eine bundesweite Kampagne ist möglich. Eine Förderung der Ausbildung durch moviliti-care(R) ist dann möglich.
    Gruß aus dem Norden
    Lars
     
  2. Meggy

    Meggy Stammgast

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    Dumme Frage: Warum braucht man dafür schon wieder einen Schein?
    Sind die Präventivmaßnahmen, und auch die Sturzprävention nicht eigentlich pflegerisches Grundlagenwissen, was man nicht extra nachweisen kann.

    Nun, ich bin aus der Kinderkrankenpflege und vielleicht sehe ich das da etwas anders: Aber ich halte auch Seminare zum Thema Unfallprävention, ohne dass ich dafür eine besondere Qualifikation vermisse.

    In meiner Weiterbildung zur Präventionsassistentin habe ich zu diesem und vielen anderen Präventionsthemen im Übrigen auch nichts wirklich Neues zu Präventionsthemen gehört, denn s.o. dass sollte nun doch wirklich Grundlagenwissen sein!!!!

    LG,
    Meggy
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    *ggggggggg* Wieviel Grundlagenwissen wird denn vermittelt in der Grundausbildung? Warum können ca. 80% der Azubis nach dem Examen nur mit Checkliste und "Drehbuchstandards" arbeiten? Und warum wissen ca. 95% der Examinierten zum Thema Sturzursachen fast nix. Ich gehörte bis vor kurzem auch dazu. Aufgefallen ist mir das, als ich mit dem Expertenstandard Sturz nix anfangen konnte - da standen ja keine konkreten Vorgaben drin. *fg*

    Mach den Test: Schaue mal auf deine Kollegen wenn sie mobilisieren bzw. lagern?

    Elisabeth
     
  4. Meggy

    Meggy Stammgast

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    Hi, Elisabeth,

    wie gesagt, ich bin aus der Kinderkrankenpflege.

    Da gehörte Unfallprävention bes. auch innerhalb der Klinik schon immer zu den Grundlagen der Ausbildung.

    Was einzelne KollegInnen aus der Ausbildung behalten haben, das steht natürlich immer auf einem anderen Blatt.

    Ich habe nur grundsätzlich ein Problem damit, wenn es für jede Selbstverständlichkeit dann wieder weitergebildete Fachpflegekräfte mit Schein gibt, dann geht es weg von der ganzheitlichen Pflegearbeit hin zu Funktionspflege.

    Beispiel aus der Kinderkrankenpflege: in manchen Kliniken in denen es Still- und Laktationsberaterinnen gibt, ziehen sich die anderen Kolleginnen aus der Stillberatung ganz zurück, obwohl es eigentlich auch ihr Arbeitsgebiet sein sollte.

    Und so erlebte ich es kürzlich auf im Pflegeunterricht mit den Schülern aus der allgemeinen Pflege: Obstipationsprophylaxe: Die Beratung delegieren wir an Ökotrophologen. Dieses Pflegeverständnis macht mich traurig.

    Mein Vorschlag: Verbesserung der Ausbildung mit der Vermittlung auch stärkerer beraterischer Kompetenzen! (zugegebenermaßen müsste man dafür die Ausbildung wahrscheinlich verlängern, aber jeder Autoschlosser lernt mittlerweile 3,5 Jahre)

    Jetzt bin ich total abgeschweift, aber das "Unwesen" jede Kompetenz mit einem Extraschein nachweisen zu müssen, ist manchmal der Schritt in die falsche Richtung.

    Ich habe im Übrigen meine Weiterbildung zur "Präventionsassistentin" auch nur wegen des Titels gemacht, der bei der Arbeit mit Jugendämtern einfach was hermacht. Die Inhalte waren mir nicht neu, da ich mein Grundlagenwissen immer ernst genommen und situationsgemäß erweitert habe.

    Lg,
    Meggy
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie soll der Kunde wissen, ob du die Kompetenz hast das Fachgebiet zu vermitteln? Ich denke, in dem Sinne ist es schon wichtig einen "Schein" in der Tasche zu haben. Es garantiert zwar immer noch nicht die fachgerechte Wissensvermittlung... aber zumindest kann ich als Anbieter das entsprechende Fachwissen einfordern.

    Zu moviliti-care kann ich mir kein Bild machen. Außer Seminarangeboten und diversen (Werbe-)beiträgen habe ich bis jetzt nichts handfestes gefunden. Das macht mich eher auch zurückhaltend und läßt den Gedanken an Geldschneiderei schnell aufkommen.

    Welche wissenschaftlichen Grundlagen hat das Konzept? Wo liegen die Ursprünge? Konkrete Anwendunsgbeispiele? Ist es für jeden Pat./ Bew. anwendbar? Ist die Individualität des Pat./ Bew. UND der Pflegekraft berücksichtigt? Wieviel Zeit/ Kosten muss eine Einrichtung einplanen bei der Umsetzung? usw.

    Elisabeth
     
  6. moviliti-care

    moviliti-care Newbie

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    Da wir leider zu sehr mit Geldschneiderei und Ausgeben des selbigen beschäftigt sind, ist unsere homepage noch nicht vollendet.
    Daher stimme ich durchaus zu, das es noch nicht ganz nachvollziehbar ist.
    Wissenschaftliche Basis: Wer Anatomie - Physiologie - Bewegungsabläufe versteht, ist in der Lage moviliti-care umzusetzen. Es ist nämlich eigentlich nichts neues - nur ist es logisch. Das einzige ist die Einbeziehung der Triggerpunkte und Muskelfunktionsketten in die Pflege. Bedeutung bei der Nutzung von Hilfsmitteln - Lagerungen - Transfertechniken - Mobilisation.
    Klientenkreis: jeder in der Pflege incl. Angehörige.
    Beachtung aller Beteiligten in der Pflege - Individualität? Da es keine starren Standardaussagen und Anweisungen, muss die Pflege- Therapiekraft individuell fördern. Daher ist ein fundiertes Basiswissen incl. Handlungsmöglichkeiten, ohne dem Klienten zu schaden, wichtig.
    Aus den erlernten Techniken ist es der Pflegekraft möglich zu varieren. Siehe 14 definierte handlings (Griff-, Halte-, Stütz-, Führungstechniken).
    Einen Auszug der Techniken & Anwendungen: moviliti-Konzept .
    Ist das so was ganz Neues mit tollen Titeln? Nein - vom Prinzip her fördert es die Kompetenz der Pflege hin zur Pflegetherapie und integriert, schafft teilweise die Basis für den verbesserten Erfolg anderer unterstützender Konzept - wie zum Beipiel der basalen Stimulation .......
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Oder BasStim schafft die Basis....*gggg*

    Vielen Dank für die Infos. Bisher hatte ich leider gar nichts zum Thema gefunden.
    was mir das Konzept sympathisch macht: Motobiographie. Ich interpretiere das so: jeder Mensch entwickelt in seinem Leben eine eigene Art sich zu bewegen. Wenn ich diese Art unterstützen kann... ist das moviliti- care???

    Was sollen Triggerpunkte sein? Geht das in das Vojta- Konzept: Therapie -- Was ist Reflexlokomotion ? ?

    Elisabeth
     
  8. moviliti-care

    moviliti-care Newbie

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    oder beide können sich ergänzen? :lol:
    Triggerpunkte kennen wir aus der Physiotherapie. Ausgelöst verursachen sie Schmerzen - aber nicht am Auslöseort, sondern an einer anderen Stelle.
    Auslösepunkt LWS - Verspannung / Schmerz im Schulterbereich.
    Bedeutung bei uns: Schmerz für zur funktionellen Muskelverkürzung. Bewegungseinschränkung und Schonhaltung. Wird dieser Triggerpunkt immer weiter angesteuert kann der Muskel sich nicht entspannen und die Tonuserhöhung "setzt sich fest".
    Ist ein Muskel davon betroffen kommen weitere hinzu (Muskelfunktionsketten) diese verkürzen sich auch durch die Schonhaltung. Kompensationsmuster.
    Die These ist, das viele "Spastiken & Kontrakturen",also Fehlhaltungen durch auslösen dieser Triggerpunkte durch "schmerzhafte" unphysiologische Handlungen der Pflege & Therapie entstehen, bzw. gefördert werden.
    Diese These haben wir auf Lagerungen und Transfertechniken übertragen und Techniken abgeleitet.
    Motobiographie. Ich interpretiere das so: jeder Mensch entwickelt in seinem Leben eine eigene Art sich zu bewegen. Wenn ich diese Art unterstützen kann... ist das moviliti- care???
    Ein Teil davon, aber ein wichtiger. Unterstütze ich die motobiografischen Bewegungsabläufe "verwirre" ich ihn nicht und er fühlt sich auf dieser Basis sicher und aktzeptiert. Sonst hat er immer das Gefühl in der Tanzschule in der ersten Stunde zu sein und sich selbst & anderen auf die Füsse zu treten. In der Folge frustriert ihn das, er wird machen lassen statt mitzumachen.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    So langsam scheinen wir ein gemeinsames Level zu erreichen. *fg*

    Vielleicht sollten wir uns persönlich kennen lernen- zumal wir wahrscheinlich nur wenige Killometer (im Bundesmaßstab gesehen *g*) voneinander entfernt arbeiten. Dein Konzept hört sich für mich mittlerweile sehr spannend an.

    Elisabeth

    PS Irgendwie kann ich deinen Pin in der Mitgliederlandkarte nicht entdecken.
     
  10. moviliti-care

    moviliti-care Newbie

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    Puh, einer weniger, der mich lunchen will *fg*
    Gerne - lade Dich gerne zu einem zu einem Coaching mitzukommen. Einige interessante stehen demnächst auf den Programm. Unter anderem ein Haus mit "Wachkoma"Klienten in Greifswald.
     
  11. Meggy

    Meggy Stammgast

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    hi,

    mich erinnert das was Du schreibst ein wenig mehr an das Kinästhetik Konzept als an die Basale Stimulation, oder liege ich da falsch.

    LG,
    Meggy
     
  12. moviliti-care

    moviliti-care Newbie

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    Da es nichts neues zu "erfinden" gibt, sondern es nur veränderte Sichtweisen geben kann, aus denen sich fachlich andere Ableitungen ergeben, kommt vieles in allen Konzepten vor.
    Gruß
    Lars
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Zur Kinästhetik grenzt sich für mich das moviliti-care konzept dadurch ab, dass es die "Motobiographie" berücksichtigt. Sehr schön finde ich die passende Aussage dazu:
    Genau diesen Aspekt vermisse ich bei den Kinästhetik- Ausbildungen... was aber auch am Trainer liegen mag.

    Elisabeth

    PS @Lars- eine Begleitung bei einem Coaching in "dem" Pflegeheim halte ich nicht für günstig. Kann man sich nicht mal so treffen... z.B. im Anschluss an deine Beratung. Wir haben in unserer IBF da durchaus auch Möglichkeiten.
     
  14. moviliti-care

    moviliti-care Newbie

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    Ich möchte da die trainernden Kollegen aus der Kinästhetik nicht schlecht machen, aber meines Wissens ist es auch nicht in der Grundkonzeption verankert.
    Mit dieser Basis, ist es viel einfacher mein Gegenüber zu verstehen und Pflegehandlungen abzuleiten, da ich seine Bewegungsmuster "spiegeln" kann und Defizite schneller erkenne. Im Zweifel kann ich sie sogar an mir selbst ausprobieren - dann weiß ich wo es weh tut...
     
  15. In den Kinästhetik-Ausbildungen hab ich das auch vermisst (und deshalb nicht weiter gemacht) aber im Konzept ist es soweit ich herausfinden konnte grundlegend.

    Ulrich
     
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