Ausbildung zur KiKra: Chancen bei schlechtem Abischnitt und psychischer Vorbelastung?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Aevina, 14.05.2007.

  1. Aevina

    Aevina Gast

    Hallo ihr,
    ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe mich schon ein bisschen umgesehen, aber noch keine konreten Antworten auf meine Fragen gefunden... Ich bin 23 und studiere momentan nicht ganz glücklich Ökotrophologie (Ernährungswissenschaften) im 6. Semester. Schon länger liebäugel ich mit der Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und da sich mein Studium dem Ende zuneigt, denke ich immer ernster über eine Umorientierung nach... Nun habe ich aber Bedenken, wie es um meine Chancen steht, aus zweierlei Gründen:
    1. Ich habe 2004 einen schlechten Abischnitt (3,4) hingelegt.
    2. Ich bin seit etwa einem Jahr wegen Depressionen in Behandlung.
    Wie würdet ihr meine Chancen einschätzen? Bekommt man mit dem Notendurchschnitt überhaupt eine Chance oder wird man da gleich von Vornherein aussortiert? Und: Könnte ich Probleme wegen der psychischen Vorbelastung kriegen? Sollte ich meinem potentiellen Arbeitgeber gegenüber offen damit umgehen?
    Ich bin für jede Antwort dankbar!
    Liebe Grüße,
    Aevina
     
  2. PlaysPretty

    PlaysPretty Newbie

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    hallo aevina,

    ich bin bei einigen vorstellungsgesprächen dabei gewesen.
    was deinen abischnitt betrifft solltest du grundsätzlich keine probleme haben so wie ich das bisher mitbekommen habe, aber nur wenn du dich als mensch gut verkaufen kannst.

    du musst dir im klaren sein, dass die ausbildung absolut nicht einfach ist was die psychische belastung betrifft. ich bin da sicher nicht wirklich die richtige die dir dazu was sagen sollte, denn ich habe sehr viele schlechte erfahrungen gemacht im krankenhaus.
    das du in behandlung bist solltest du sagen und dir eine bescheinigung deines arztes besorgen, dass du für diesen beruf psychisch stabil genug bist.

    hast du schonmal ein praktikum im krankenhaus gemacht???
     
  3. nadl.b

    nadl.b Stammgast

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    Hallo!


    Ich denke auch, dass dein Abischnitt nicht dazu führen wird, dass du direkt "aussortierst" wirst!

    Ich kenne auch Kolleginnen, die trotz Depressionen, waren auch in Behandlung, die die Ausbildung gemacht haben, jedoch solltest du dir bewusst sein, dass die Ausbildung nicht einfach ist und zeitweise auch eine psychische Belastung darstellt!
    Ich würde dir empfehlen in den Semesterferien ein mehrwöchiges Praktikum in einem Kinderkrankenhaus zu machen, damit du sehen kannst ob das wirklich was für dich ist!

    Liebe Grüße
     
  4. Aevina

    Aevina Gast

    Schon zwei Antworten, vielen lieben Dank, ihr Beiden! :klatschspring:
    Es beruhigt mich schon mal sehr, dass mir der Notendurchschnitt offenbar nicht im Wege stehen wird... vielmehr wahrscheinlich die psychische (Vor-)Belastung...

    Ich habe nach dem Abi ein 4-wöchiges Praktikum im KH gemacht, allerdings auf einer chirurgischen Station. Da habe ich aber u.a. kleine HNO-Patienten mitbetreut und das hat mir mehr gelegen als die Betreuung und Pflege Erwachsener. Natürlich möchte ich in naher Zukunft noch genauer in den Bereich der Kinderkrankenpflege einsehen!
     
  5. Archer

    Archer Newbie

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    Hi Aevina !!!
    Ich denke auch mit dem Notendurchschnitt sollte es kein Problem geben, habe mehrere Leute bei mir im Kurs die einen ähnlichen Abischnitt haben wie du, meistens ist es dem Unternehmen sogar bei Abitur lieber wenn der Schnitt nicht so gut ist, weil dann die Gefahr nicht so groß ist, dass die Leute noch abspringen und dann doch studieren (Medizinstudium).....ist jedenfalls meine Erfahrung.
    Man muss nur sich menschlich halt rüberbringen können, das ist oftmals wichtiger als die Noten.
    Und zu dem anderem, wie meine Vorredner schon gesagt haben, man muss sich halt im Klarem darüber sein, das dieser Beruf enorme psychische Belastungen mit sich bringt und Erlebnisse, die nicht leicht wegzustecken sind und man hat häufig noch ein Weilchen dran zu knabbern....
    Aber auch ich kenne, bzw. kannte Kollegen die auch mit Depressionen gut arbeiten konnten und das gut im Griff hatten, man muss halt für sich persönlich gucken ob man sich das zutarut denke ich.

    Libe Grüße
    Archer
     
  6. Aevina

    Aevina Gast

    Vielen Dank auch für deinen Beitrag, Archer!

    Ihr macht mir echt Mut... und so habe ich mich gleich mal nach Praktikumsmöglichkeiten umgesehen: Es kommen 3 Kliniken in meiner Umgebung in Frage, wo es pädiatrische Abteilungen gibt :-) Ein Kinderkrankenhaus gibt es in der Nähe leider nicht.

    Für wie lange würdet ihr denn ein Praktikum empfehlen? Ich denke, 4-6 Wochen kann ich auf jeden Fall einrichten... Gilt auch hier das Motto: Je länger, desto besser?
     
  7. nadl.b

    nadl.b Stammgast

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    interdisziplinäre Kinderintensivstation
    Hallo!

    Freut mich dass du dich umgesehen hast!

    Ich denke schon dass 4-6 Wochen ein angemessener Zeitraum sind um einen guten Einblick zu bekommen!

    Ich würde dir aber auch empfehlen, wenn du wirklich GuKKP werden willst, auch in einem Kinderkrankenhaus das Praktikum zu machen, da die psychische Belastung meiner Meinung nach nochmal eine andere ist!

    Liebe Grüße
     
  8. Sterntaler

    Sterntaler Stammgast

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    222
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    Beruf:
    GuKKP
    Ort:
    im Norden
    Akt. Einsatzbereich:
    Neo-IPS
    Hallo Aevina,

    ich hab mir nach meinen Erfahrungen mit Bewerbungen ein persönliches Bild davon gemacht, wie es meiner Meinung nach abläuft. Klar, man kann nicht alle Pflegeschulen über einen Kamm scheren, aber ich denke, ein paar Ähnlichkeiten gibt es doch.

    Meiner Meinung nach wird dein Notendurchschnitt nicht unbedingt DAS Problem darstellen, er KANN aber eins darstellen.
    Nur, um es kurz erwähnt zu haben:
    Wir Abiturienten sind oftmals geneigt zu glauben, was uns einige Lehrer gesagt haben: Mit Abitur könnt ihr euch aussuchen, was ihr machen wollt. Dass das nicht stimmt, hat mich bei meinen ersten Absagen trotz Abitur ziemlich bitter enttäuscht, habe ich mir doch eingebildet, ich komme daher und werde sofort bevorzugt genommen, weil ich kein all zu schlechtes Abitur habe. Ob an der Uni oder bei Bewerbungen: Das ist eine komplette Fehleinschätzung.
    Hat man dann aber mal verstanden, dass einem damit nicht plötzlich alle Türen offen stehen, dann kann man wirklich loslegen und sich ernsthaft darum kümmern, was man möchte. (Vielleicht geht es nicht jedem so, ich allerdings musste das erstmal kapieren.)

    Also, zu den Noten. Ich persönlich habe an einer GuKKP-Schule mit meinem 2,5er Abi nicht mal eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen. Auf Nachfrage hieß es dann, mein Abitur sei im Vergleich zu den anderen Bewerbern nur schlechter Durchschnitt. Das hat mich ziemlich geschockt, weil ich nicht gedacht hätte, dass damit an dieser Schule ja praktisch Bewerber mit einem Realschulabschluss kaum eine Chance haben, wenn sie nicht supergute Vorerfahrungen aufweisen können.

    Und das ist mein zweiter Punkt: Ich denke, den allergrößten Vorsprung haben diejenigen, die bereits Erfahrungen in der GuKKP gemacht haben, ob nun Praktikum, FSJ oder was auch immer. Erstens wissen sie schon mal ein paar Dinge, die auf sie zukommen werden, und zweites weiß die Pflegeschule, dass sie sich trotzdem oder gerade deswegen dafür entschieden haben, diese Ausbildung machen zu wollen.
    Darum denke ich ein Praktikum ist fast noch wichtiger als die Note.
    Allerdings glaube ich, dass es auch wirklich ein Praktikum in der GuKKP sein muss, nicht nur eins im stinknormalen Kindergarten etc. Wenn so ein Praktikum dann noch dazukommt, wäre das quasi ein guter Bonus, aber wahrscheinlich nicht ausschlaggebend.

    Und wenn du also durch deine praktischen Vorerfahrungen punkten konntest und zu einem Gespräch eingeladen wirst: Dann kannst du dich menschlich beweisen und quasi persönlich zeigen, warum du dich für diese Ausbildung entschieden hast. Und schlechte Noten lassen sich auch erklären (wenn sie wirklich grotte sein sollten und man nicht bloß sagt: "Die Lehrer wahren schuld!") oder immerhin kann man auch sagen, dass man mittlerweile weiß, dass man einfach zu faul, zu still etc. war und daran gerade erfolgreich arbeitet oder was auch immer. Eben einfach Lernbereitschaft und Lernbegeisterung zeigen.
    Immerhin wurdest du ja zu dem Gespräch schon mal eingeladen, also wenn du zeigen möchtest, was du drauf hast, dann jetzt!

    Nun gut, also ich will dir damit ganz bestimmt nicht den Mut nehmen, aber wenn du dich dahinterklemmst und zeigst, dass du das möchtest, sollte es zu schaffen sein.

    Auch was die Depressionen angeht ist ein Praktikum sicherlich das beste für dich, denn so kannst du gucken, welche von deinen Vorstellungen tatsächlich zutreffen und wie du alles durchhalten kannst. Und wnen du merkst, es ist nichts für dich: Gut, dann kannst du eine Sache ausschließen und dich auf die nächste stürzen.

    - Ende Plädoyer für ein Praktikum -:wink1:


    Alles Gute für dich!
     
    flexi gefällt das.
  9. Aevina

    Aevina Gast

    Hallöchen,
    ich lese hier immer noch gerne mit und werde zukünftig in den aktiven Status wechseln... zum 1. April 2009 beginne ich meine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin :mrgreen::mrgreen::mrgreen: Ich habe mich Anfang des Jahres zunächst mehr oder weniger erfolglos beworben (kam nur auf Wartelisten, hatte kein Praktikum vorzu-
    weisen, weil ich noch zweigleisig mit den Studium fuhr), aber nachdem ich 2 mehrwöchige Praktika (in einem "kleinen" Krankenhaus und einem "großen" [Uniklinikum]) gemacht und mich exmatrikuliert habe, klappte es sogleich mit der ersten Bewerbung :mryellow: Und jetzt bin ich total happy und kann den Ausbildungsbeginn kaum erwarten!!!
    Liebe Grüße
     
  10. schokofee

    schokofee Stammgast

    Registriert seit:
    22.10.2007
    Beiträge:
    249
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Kinderkrankenschwester
    Herzlichen Glückwunsch zum Ausbildungsplatz !

    Gruß, Schokofee
     
  11. Aevina

    Aevina Gast

    Dankeschön :wink1:
     
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