Ausbildung zur Gesundheits-und Krankenpflegerin

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Saphir74, 14.08.2010.

  1. Saphir74

    Saphir74 Gast

    hallo an alle

    ich bin gerade im 2. lehrjahr zur altenpflegerin und möchte danach die ausbildung zur gesundheits-und krankenpflegerin absolvieren. nun habe ich vorab an der bezirksregierung nach §6 KrPflG nach der vorraussetzung für eine verkürzung nachgefragt. darüber hinaus hängt es noch von der schule ab, ob sie die verkürzung zustimmen, denn mit einem ap-examen wird man idr nicht gerne in kp-schulen genommen. außerdem muß man dann sehr gut examinieren und bin auch momentan vom leistungsstand sehr gut.
    allerdings ist es mein wunsch, denn ich finde, der sozialpflegerische ansatz in der ap in verbindung mit dem medizinischen wissen der kp, macht die ganze sache natürlich sehr interessant.
    sind euch fälle bekannt, die eine verkürzung erhalten haben, obwohl sie ap-fachkraft waren?

    es wäre schön, eine antwort zu erhalten, bzw. man mich nicht gleich mit vorwürfen bombartiert...ich tue keinem was, es ist nur eine frage an euch.

    seid gegrüßt
     
  2. Ryan

    Ryan Junior-Mitglied

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    Hallo,

    um auf deine Frage zu antworten, ich habe zwar keine Erfahrung in diesem Bereich was du wissen willst. Aber ich kann die Krankenpflegeschule sehr gut verstehen dass sie keine Altenpfleger in die Krankenpflegeausbildung aufnehmen. Ich weiß nicht ob du davon gehört hast, dass man sich drum streitet welche Ausbildung die bessere ist. Auf jedenfall finde ich das Altenpfleger, Altenpfleger bleiben sollen, und Krankenpfleger Krankenpfleger. Schließlich braucht es Krankenpfleger und Altenpfleger. Und ich weiß nicht ob es gut ist wenn man Altenpfleger ist, eine zusätzliche ausbildung zum Krankenpfleger zu machen. Da es nähmlich sachen gibt in der Pflege die ein Altenpfleger anders sieht als Krankenpfleger, weil nunmal der Krankenpfleger ausgebildet ist um Menschen mittels Medikamente usw. bei der Genesung zu helfen z.b.. Und ein Altenpfleger ist nunmal da um mit dem alten Menschen den Tag zu verbringen, und mit ihm zum Beispiel die Aufenthaltsräume zu gestalten, und er ist einfach auf die WÜnsche des Menschen bezogen.
    Es gibt sehr viele Gegensätze.
    Und da kämmst du im Pflegealtag garantiert in einen Zwiespalt.
    Und ich könnte mir dass nicht antun.

    Ryan
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Off-topic, aber: Es gibt inzwischen in Modellprojekten die generalistische Ausbildung, die Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege in einem lehrt und auch entsprechend abschließt. Damit trägt sie der Entwicklung im restlichen Europa (von den übrigen Staaten ganz zu schweigen) Rechnung. Von denen haben die wenigsten die Trennung zwischen Kranken- und Kinderkrankenpflege, und was die separate Ausbildung zur Altenpflege angeht - da steht Deutschland weltweit allein da.

    Ich wüsste nicht, dass die generalistisch ausgebildeten Kollegen mit einem permanenten Rollenkonflikt zu kämpfen haben. Da sowohl Krankenpflegekräfte im Altenheim als auch Altenpflegekräfte im Krankenhaus arbeiten, halte ich den garantierten Zwiespalt für einen Mythos. Die unterschiedliche Prägung kann ebenso bereichernd sein.
     
  4. scnucky

    scnucky Junior-Mitglied

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    GuK und AP
    Es ist durchaus keine schlechte Idee die GuK noch hintendran zu hängen. Ich mache es auch so. Warum, ist ein anderer Punkt!!!!
    Mach das, wenn es dich reizt. Für mich war es die richtige Entscheidung.
    Generell könnte ich verkürzen, die Unterstützung der Schule hätte ich, aber ich sehe es für mich so, das es eine große Masse Stoff wär, den ich in kürzester Zeit selbständig erarbeiten müsste noch so einfach nebenbei, wo ich jetzt schon im normalen Lernlevel manchmal Tage mit 72 std bräuchte. Habe für mich entschieden ich verkürze nicht und gehe ganz normal mit meinem Kurs in die Prüfung wird noch stressig genug, da ich, nach dem das erste Examen schon verdammt gut war, schon den Anspruch habe auch das GuK Examen gut zu schaffen.
    ICh möchte nochmal deutlich machen, es ist durchaus sehr nützlich beide Examen zu haben, da du auch im KH immer mehr alte Menschen zu pflegen hast und die "alten" Kollegen dir durchaus auch dankbar sind, wenn du ihnen Wissen aus der Altenpflege zum besseren Umgang mit den alten Menschen vermitteln kannst. Also sind meine Erfahrungen, leider habe ich grade mit meinen ehemaligen Altenpflegekollegen auch durchaus negative Erfahrungen machen müssen, wo es dann hieß, achja warst schon immer was besseres und hast die Nase höher getragen als wir, das tat schon weh, aber für mich selbst ist das nun auch Schnee von gestern und ich liebe meinen Beruf- den der angehenden - GuK sehr und möchte auch nichts anderes mehr machen.
    Wenn noch fragen dann gerne per PN
    LG scnucky
     
  5. Saphir74

    Saphir74 Gast

    hallo ihr alle,

    ich habe mich nun dazu hindurchgerungen, nach ap-examen die guk anzuhängen (verkürzt versteht sich). allerdings möchte ich noch etwas für mich klar stellen. es geht mir keineswegs darum, die ap zu degradieren, denn ap und kp stehen gleichwertig NEBENEINANDER. ich halte sogar die ap als schwieriger, denn dieser sozialpflegerischer aspekt erfordert viel feingefühl und sozialer kompetenz.
    da aber eine generalisierte ausbildung in planung steht, sehe ich eine verbindung zwischen beiden berufen als sehr wertvoll. und nein, ich bereue meinen weg keinesfalls, denn ich möchte in der altenpflege bleiben, aber die guk ermöglicht mir eben auch, meinen wirkungskreis auf andere bereiche zu erweitern, also eben zu switchen und muß nicht starr in der ap bleiben.

    lg
     
  6. Saphir74

    Saphir74 Gast

    Hach war ich damals *verträumt. Fragt mich mal jetzt! Meine Ausbildung ist in wenigen Monaten beendet.
    Nein ich habe entschieden, die KP nichtmehr anzuhängen. Die AP-Ausbildung sehe ich im nachhienin als vollwertige, dreijährige Pflegeausbildung die auch keine "Aufstockung" bedarf. Ich hatte damals schon enorm viele Wissenslücken von AP bemerkt, die noch nach alter Ausbildungsordnung gelernt haben. So wollte ich niemals sein. Ebenso diese unkollegiale Haltung und das Unwissen über Fachwörter usw usf. Aber im Laufe der Zeit bin ich sehr vielen AP begegnet, die nach neuer Ausbildungsordnung 3 Jahre gelernt haben, bei denen in der Ausbildung die verschiedensten Kompetenzen gelehrt wurde.(wie bei mir) Diese AP waren wirklich 1A, vergleichbar mit den KP-Kollegen. Ob es was mit der angehobeneren Zulassungsvorraussetzung zutun hat, weiß ich nicht, habe mich aber immer nach dem WARUM gefragt.
    Ich möchte also die AP abschließen, aber überlege schon, eine Führungsposition zu übernehmen.


    Grüße
     
  7. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Du kannst die Krankenpflege auch noch in einigen Jahren anhängen, falls es Dir dann sinnvoll erscheint.

    Vor 2004 gab es in einigen Bundesländern nur eine zweijährige Altenpflegeausbildung. Klar, dass sich das fehlende Jahr bemerkbar macht.
     
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