Ausbildung wirklich so schlimm?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Ronji, 14.05.2012.

  1. Ronji

    Ronji Newbie

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    Hallo,
    ich sehe grade dass dieser Thread hier shcon etwas älter ist, aber vllt bekomm ich ja doch noch ein paar Antworten :-).
    Am 01.10. diesen Jahres beginne ich meine Ausbildung zur Gesundheits -und Krankenpflegerin. Eigentlich freu ich mich total drauf aber häufig lese ich nur schlechtes. Die Videos auf Youtube sind alle so harmonisch etc und wenn man sich die Kommentare darunter durchliest dann scheint die Realität wieder ganz anders auszusehen ...Wer kann mir denn dazu mal was sagen ?! Ist es wirklich so schlimm wie viele immer sagen? Eigentlich freue ich mich schon sehr drauf...

    Naja Liebe Grüße und schon mal vielen Dank für Antworten :-)

    Ronji
     
  2. micha91

    micha91 Newbie

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    Hallo Ronji,

    also ich kann dir so aus meinen bisherigen Erfahrungen berichten. Die Videos sind Werbevideos, soll heißen die Leuten wollen was verkaufen, und ich ich denke du weißt selbst das hierbei natürlich nur das beste gezeigt wird. Ich kann dich jedoch beruhigen es ist natürlich ein klarer Unterschied zwischen den Werbevideos und dem was wir erleben, aber so schlimm wie es gesagt wird ist es dann denke ich doch nicht. Teilweise denke ich einfach Jammern auf höchsten Niveau. Ich kann nur sagen mir macht der Job sehr viel Spaß, man muss jedoch bedenken man sieht das was von der Gesellschaft tabuisiert wird.

    LG

    micha
     
  3. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    @Ronji
    Ich kann nur hoffen, dass sich deine Berufswahl nicht nur auf solche Videos stützt, sonst wirst du wohl mehr als nur bitter enttäuscht werden.

    Ansonsten empfehle ich dir noch die Suchfunktion, denn es existieren bereits mehrere Threads über die Sonnen- und Schattenseiten der Krankenpflege.
     
  4. Ronji

    Ronji Newbie

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    Hallo,
    vorweg ersteinmal : Ich mache zur Zeit ein Soziales Jahr im Bereich der Altenpflege, wo ich allerdings mehr oder weniger im Service/Betreuung tätig bin.
    Da ich aber schon mit Pflegekräften mitgelaufen bin und ich täglich mit kranken und Pflegebedürftigen Menschen zu tun habe bin ich auch schon auf meine spätere Ausbildung ein Stück weit vorbereitet. Daher weiß ich natürlich auch dass es nicht immer so "Friede-Freude-Eierkuchen" ist wie es dargestellt wird. Allerdings ist der Ton im Krankenhaus häufig anders als in Pflegeheimen daher meine Frage :-)

    Liebe Grüße
    Ronji
     
  5. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Was für ´ne Frage?

    LG opjutti
     
  6. Sabrina92

    Sabrina92 Junior-Mitglied

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    Also ich mache seit Oktober meine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und mir mach die Ausbildung sehr viel Spaß. Natürlich gibt es Sachen die man lieber macht als andere doch das gibt es sicher in jeder Ausbildung! Sicherlich ist das ganze auch davon abhängig wie man mit den Kollegen auf Station auskommt. Ich komme mit allen eigentlich ganz gut aus und mit meinen Anlernschwestern bin ich auch sehr zu frieden. Der Umgangston bei uns in der Kinderchirurgie war bis jetzt eigentlich immer freundlich und es hat auch keiner die Augenverdreht, wenn ich noch ein zweites Mal etwas gefragt habe.

    Ich muss jedoch dazu sagen, dass wir einige im Kurs hatten, die zum Jahresanfang freiwillig gegangen sind, weil die Arbeit mit den kranken Kindern auf Station, doch nicht so war, wie sie es sich vorgestellt hatten und leider auch unter anderem Mobbing von den Examinierten dabei gewesen sein soll =/
     
  7. Meoh

    Meoh Newbie

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    Also ich denke man kann das alles nicht verallgemeinern. Der Umgangston kann auch von Station zu Station unterschiedlich sein und hängt auch von der Chemie zwischen den Mitarbeitern allgemein oder zwischen Dir und den Mitarbeiten ab. Auch in Notfallsituationen wird der Ton oft härter und man wird eventuell mal beiseite geschoben da man am Anfang doch relativ überfordert damit ist, was sich aber auch mit der Zeit ändert.
    Am besten machst du dir ein eigenes Bild davon. Hast du eventuell noch die Möglichkeit vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum im Krankenhaus zu machen?
     
  8. Ronji

    Ronji Newbie

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    Hallo,
    vielen Dank für die Antworten :-). Ich denke auch dass es von Station zu Station unterschiedlich ist. Leider ist es nunmal so dass das Pflegepersonal überfordert ist und dass viele Patienten ihnen das Leben nicht grade leichter machen.
    Würdet ihr nach eurer Ausbildung im Krankenhaus bleiben oder evtl in ein Pflegeheim, Rehaklinik etc gehen?

    hm wegen dem Praktikum weiß ich nicht, bin momentan sehr eingespannt bei mir auf der Arbeit

    Liebe Grüße

    Ronji
     
  9. monaluna

    monaluna Poweruser

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    Patienten sind nicht dazu da uns das Leben leichter zumachen.

    Ueberall im Berufsleben gibt es gute und schlechte Zeiten, da haben wir keine Alleinstellung in der Pflege.
    Meine Ausbildungsjahren waren die besten meines Lebens, klar gab es blöde zickige Schwestern, Schwestern die einen stundenlang den Putzraum putzen haben lassen, Kollegen die einen blöd fanden, Zeiten wo man nicht wusste wie man mit der Arbeit hinterherkam,.....
    .... aber da waren auch superlustige Kurskollegen mit denen man Leidensgenossen hatte, mit denen man zusammen gelernt hat, und nach nem bescheuerten Dienst einen Trinken gegangen ist, da waren wunderbare Anleitungen und Stationsschwestern die einen aufgefangen haben wenn es mal gar nicht ging... oder auch das Lächeln eines Pat. wenn man Zeit hatte die Haare zuwaschen.

    Bevor man drei Jahre in eine Ausbildung investiert, sollte man sich die zeit nehmen für ein Praktikum, denn nur aus Werbefilmen und TVserien bekommt man kein realistisches Bild von der Krankenpflege.

    Ich wollte vor der Ausbildung immer in den OP.... bis ich meinen Einsatz dort hatte und festgestellt haben das ich das sowas von langweilig finde und mir der Patientenkontakt fehlt... bin dann in der Intensivmedizin gelandet, nicht weil ich das so toll finde, sondern weil ich hier deutlich mehr Zeit habe für meine Pat.
     
  10. Vicodiin

    Vicodiin Poweruser

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    ich finde praktika immer ne super sache! es muss ja nicht gleich ein halbes jahr sein oder so. viele kliniken bieten schülerpraktika a 1 oder 2 wochen an. mir hat das wirklich SEHR weitergeholfen..

    @monaluna
    ich bin auch soo gespannt ob sich meine jetzigen pläne und wünsche nach der ausbildung so erhalten oder obs komplett anders wird.
    ich würde gern in richtung neonatale gehn und später eine A/I Fachweiterbildung ranhängen. wer weis wie es ist bis ich fertig bin. ich sag auch immer ich könnte nieeee dauerhaft auf einer erwachsenenstation arbeiten, im spätsommer hab ich den ersten einsatz dort, vlt ändert das alles ;)
     
  11. Isidor

    Isidor Senior-Mitglied

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    Ja ein Praktikum kann einen wirklich weiter helfen!
    ich wollte GuKKP lernern, unbedingt. Kriegte aber "nur" einen Platz in der GuKP, weil das andere völlig überlaufen ist.
    Nun mache ich ein 2 Wöchigen Praktikum in der Ortopädie, bei den Erwachsenen, und kann Dir nur bestätigen das es sehr gut war diese zu machen! Ich bin begeistert von der Erwachsenenpflege und freue mich richtig auf meine Ausbildung! So begeistert dass ich noch versuche einen 3 Monatigen Praktikum zu bekommen, bis die Ausbildung anfängt.

    Lieben Gruß,

    Isi
     
  12. LarissaMat

    LarissaMat Newbie

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    Ich habe auch schon ein Praktikum im Krankenhaus gemacht, dass war auch eher zur Orientierung. Hat mir aber echt gut weitergeholfen und ich konnte viele Sachen lernen und sehen, die ich vorher nicht wusste. Du kannst dazu auch mal auf der Seite meinpraktikum - Praktikum - Praktikum bewerten - Praktikumsstellen schauen, da gibts auch viele Erfahrungsberichte von anderen. Was ich übrigens am besten fand, war der Kontakt zu den Patienten. Da hatte ich anfangs etwas Angst vor, dass das eine schwierige Sache ist. Aber die Angst wurde mir genommen, ich wurde von allen auf der Station sehr gut aufgenommen :-)
     
  13. Koefn

    Koefn Junior-Mitglied

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    Standartsatz meiner Lieblingsstationsleitung "Der Job is ja ganz okay wenn halt die Patienten nicht wärn"
    Ich denke ob die Ausbildung schlimm oder nichtschlimm ist muss man für sich selbst entscheiden. Sicher ist das es nicht nur Licht und nicht nur Schatten gibt. Man muss für sich selbst entscheiden ob das Licht die Schatten überwiegt. In den drei Jahren findet man für sich eventuell eine Sparte die einen mehr interessiert, man trifft auf interessante Leute und man wächst als Persönlichkeit. Andererseit kann der Schichtdienst an Nerven und Gesundheit zehren, man muss viel lernen und es gibt auch Stationen die einem als wahrgenwordene Hölle erscheinen. Ich würde dir raten ein Praktikum zu machen... auch hilft mit positiver Grundhaltung an die Sache zu gehen.
     
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