Ausbildung trotz Rheuma

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von sophie20, 21.10.2010.

  1. sophie20

    sophie20 Newbie

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    hallo ihr lieben...ich hab da mal ne frage...also ich bin 20 jahre un will die ausbildung zur gesundheits-und krankenpflegerin machen.ich arbeite zur zeit(schon 1 1/2 jahre) in münchen in einem wohnheim mit mehrstschwerfachbehinderten erwachsenen.ja und seid so5 jahren hab ich rheuma, muss regelmäßig medikamente nehmen, habe aber nicht jeden tag schmerzen sodern ab und zu einen rheumaschub(hatte so von 1 1/2 jahren einen und vor 2 wochen den letzten) also nicht so häufig...schmerzen hab ich eig. nur stark wenn ich einen schub hab und sonst nur wenn ich mich körperlich mal übernommen hab^^ ...soll ja mal vorkommen:-)....ok jetz wisst ihr was über mich....meien frage ist einfach ob es ein problem ist die ausbildung zu machen bzw zugelassen zu werden...also körperlich trau iches mir zu und das klappt auch in meinem jetzigen job ziehmlich gut....würde mich freuen wenn ihr mir eure meinung oder vielleicht auch erfahrungen schreiben würdet....würde mich echt freun

    liebe grüße aus münchen
     
  2. Feli

    Feli Poweruser

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    Ist halt die Frage, was Du nach 10 Jahren dann in dem Beruf machst... denn auch, wenn die Arbeit heute noch nicht soooo große Probleme macht, musst Du ja auch zwangsläufig an morgen denken.

    Da stellt sich für mich weniger die Frage, ob Du überhaupt zur Ausbildung zugelassen wirst, als vielmehr: Ist das überhaupt sinnvoll? Schaffst Du das bis 67? Da haben ja viele ohne Rheuma schon ihre Zweifel...
     
  3. CocoLores

    CocoLores Newbie

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    Ganz ehrlich?
    Laß es.
    Du wirst Dich immer wieder körperlich übernehmen müssen, nicht um diese anstrengenden Aufgaben herumkommen.
    Das wird Dir mit den Jahren nicht leichter fallen, Du liebäugelst mit einem Beruf, der mit ständiger Bewegung einhergeht, unregelmäßige Arbeitszeiten beinhaltet, biorhythmisch ungesund ist und der nicht wenigen , körperlich gesunden Menschen massive Rückenprobleme beschert.
    Von mir ein klares Nein.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
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    Arbeitsbelastungserprobung - rheuma-online Erfahrungsaustausch

    Beruf - rheuma-online Erfahrungsaustausch

    http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2006/776/pdf/fischer_diss.pdf

    Dann lies dir hier die Themen im Forum durch, die sich um die Arbeitsbelastung drehen.

    http://www.krankenschwester.de/forum/ausbildungsinhalte/28604-koerperliche-berufsbelastung.html

    http://www.krankenschwester.de/forum/talk-talk-talk/25187-treibt-leute-pflege.html

    http://www.krankenschwester.de/foru...-hause/22668-teufelskreis-personalmangel.html

    Um einen Einblick in die Berufsbelastung einer GuK zu bekommen, solltest du dir ein mindestens 6 Monate währendes Praktikum in einer Klinik besorgen. Es ist etwas völlig anderes in einer Pflegeeinrichtung für Behinderte zu arbeiten als in einem Krankenhaus. Hier kommen z.B. zu den physischen Belastungen noch psychische dazu. Schichtdienst, Wochenende, Feiertag- das ist nur ein kleiner Teil.
    Schichtdienst ist z.B nicht gleich Schichtdienst. Ich habe noch zu einer Zeit gearbeitet, wo man Wert darauf legte mind eine Woche denselben Dienst zu haben. ... Wenn ich mir das Heute so anschaue: heute so, morgen so und übermorgen noch ganz anders. Und dies net mal sicher, weil Einspringen an der Tagesordnung infolge steigender krankheitsbedingter Ausfälle. Manchmal nur ein freier Tag und dann den nächsten langen Törn. ...

    Streß ist das letzte, was Autoimunerkrankte brauchen können. Rheuma ist eine Autoimmunerkrankung.

    Ich schließ mich CocoLores an.

    Nun muss der Traum in einen mittleren medizinischen Beruf zu gehen ja net gleich komplett begraben werden. Schau einfach mal bei berufenet vorbei und lass dich inspirieren. Außerdem solltest du dich von deinem Arzt beraten lassen. Vielelicht gibt es auch eine Rheuma-Selbsthilfe-Gruppe in deinem Wohnort. Das Internet bietet Foren für Rheumatiker. ...

    Aber zuallererst solltest du ein Spezialist für deine eigene Erkrankung werden. ich denke, dass ist am wichtigsten um solche weitreichenden Entscheidungen treffen zu können.

    Elisabeth
     
  5. anästhesieschwester

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    Krankenschwester, B.Sc. Health Care Studies
    Hallo sophie20,

    ich leide zwar nicht an Rheuma, dafür an einer anderen Erkrankung des Bewegungsapparat und kann dir ebenfalls nur davon abraten, die Ausbildung zu machen.
    Ich bin jetzt 25, als ich 18 war meinte ich noch, die Erkrankung könnte mir nichts anhaben. Während der Ausbildung gings noch gut (Betriebsarzt sah auch keine Probleme), aber nach 1 (!) Jahr als Examinierte mit voller Verantwortung und vollen Mehrarbeitsstunden, 3-Schicht-System und durchgearbeiteten Bereitschaftsdiensten hab ich Schmerzen bekommen. Und die habe ich jetzt, 3 Jahre später, immer noch. Mal mehr, mal weniger, aber doch immer so viel, dass ich selbst von Seiten des Amtsarztes für die Pflege und ähnlich belastende Tätigkeiten "ausgemustert" wurde.
    Im Vergleich zum letzten Jahr geht es mir jetzt verhältnismäßig gut, trotzdem werde ich meinen Beruf nun aufgeben müssen wenn ich nicht in wenigen Jahren an Rente denke will. Natürlich bin ich traurig, weil die Krankenpflege auch mein Traumberuf war und wenn ich mich jetzt für eine andere Ausbildung entscheiden müsste hätte ich keinen Schimmer was ich anderes machen sollte. Zum Glück gibts ja viele Weiterbildungsmöglichkeiten, die ich auch schon genutzt habe, aber trotzdem kann ich dir nur sagen: Wenn du bereits gesundheitliche Probleme hast, tu dir die Schufterei in der Pflege nicht an. Es gibt noch viele andere Berufe im medizinischen Bereich, da ist ganz sicher auch für dich das richtige dabei!

    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
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