Ausbildung trotz Krankheiten?

AnkeMG

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Hallo!

Ich beschäftige mich nun schon einige Zeit mit dem Gedanken eine Ausbildung zur KKS zu machen. Ich habe noch ein paar Fragen, die mir bisher leider niemand wirklich beantworten konnte.

1. Ich habe einige Allergien (Tiere, Heuschnupfen u.ä.). Kann ich trotzdem eine Ausbildung beginnen? Ich nehme während der Hauptsaison Tebletten dagegen, sowie Augentropfen. Man merkt es mir kaum an.

2. Könnte ich schon bei Bewerbungsprozess ausscheiden, weil ich leichtes Asthma habe? Mein Hausarzt hat mir ein leicht cortisonhaltiges Inhalat verschrieben, das super hilft. Unter normalen Verhältnissen merke ich nichts. Erst, wenn ich Treppen hochjachte oder schwere körperliche Arbeit verrichten muss.

3. Ich habe zudem noch Neurodermitis. Man sieht sie hier und da mal an roten etwas trockenen Flecken, aber mehr nicht. Wäre das ein Problem?

4. Wie kann ich herausfinden, ob ich gegen Desinfektionsmittel allergisch bin? Meine Neurodermitis macht mich natürlich etwas empfindlicher, aber gegen die Mittel beim Arzt habe ich so auch nichts.

5. Ich bin schon 25, zu Ausbildungsbeginn wäre ich schon 26. Habe ich in dem Alter überhaupt noch Chancen auf einen ausbildungsplatz?

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand helfen könnte.

LG Anke
 

Timmy

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Hi Anke, ich versuche einfach mal ein paar deiner Fragen zu beantworten.

Zu 1) Ich denke nicht, daß der Heuschnupfen und die Tierallergie ein großes Problem sind, da mehrer Pflegerkräfte/-schüler die selben Krankheiten haben (ich habe selber Heuschnupfen) und damit bei der Arbeit keine Schwierigkeiten haben. Zudem sagst du ja selbst, dass es bei dir keine Probleme gibt.

Zu 2) In dem Punkt solltest du dich am Besten mit deinem Hausarzt, dem zuständigen Krankenhausarzt für das (Pflege-)Personal und/oder einem Lehrer der Krankenpflegeschule beraten, welche Probleme da während der Ausbildung/Arbeit auftreten können. Ich denke da primär an besonders stressige Situationen, wie Notfälle.

Zu 3) Antwort ist identisch zu Nr. 1. Ich kenne andere Krankenschwestern mit Neurodermitis und die haben damit keine Probleme bei der Arbeit.

Zu 4) Ich weiß jetzt nicht genau wie man das feststellen kann, außer das man es während der Arbeit irgendwann merkt; aber das Krankenhaus/der Arbeitgeber ist -soweit ich weiß- verpflichtet, verträgliche Händedesinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen. In diesem Fall mit der Hygienefachkraft sprechen, so kenn ich es.

Zu 5) Das sollte das kleinste Problem sein, denn es gibt mehrere Krankenpflegeschüler/-innen, die auch in deinem Alter anfangen oder sogar deutlich älter sind. Eine Mitschülerin ist 38 und gehört zu den Besten in der Klasse.

Im Bezug auf deine medizinisch-orientierten Fragen, empfehle ich dir mit deinem Hausarzt zu sprechen.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Vielleicht können mich andere Ergänzen oder notfalls korrigieren.

Grüße,
Tim
 

AnkeMG

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Hallo Tim!


Vielen Dank für die Antworten. Ich bin diese Woche eh noch beim arzt und werde das dann mal klären.

LG Anke
 

catweazle

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Schließe mich meinem Vorredner an:

AnkeMG schrieb:
1. Ich habe einige Allergien (Tiere, Heuschnupfen u.ä.). Kann ich trotzdem eine Ausbildung beginnen? Ich nehme während der Hauptsaison Tebletten dagegen, sowie Augentropfen. Man merkt es mir kaum an.
Viele meiner KollegInnen haben Allergien. Kein Problem, solange Du nicht auf Stoffe reagiert, mit denen Du ständig in Kontakt gerätst. Desinfektionsmittel zB.
AnkeMG schrieb:
2. Könnte ich schon bei Bewerbungsprozess ausscheiden, weil ich leichtes Asthma habe? Unter normalen Verhältnissen merke ich nichts.
Meine Frau hat auch leichtes Asthma, auch ein Corticoidspray, auch kein Problem. Die hat sogar einen Marathonlauf damit hinbekommen. Auf der Arbeit waren nur gepuderte Handschuhe problematisch, aber die haben wir eh nicht mehr. Also: keine Angst!

AnkeMG schrieb:
3. Ich habe zudem noch Neurodermitis. Man sieht sie hier und da mal an roten etwas trockenen Flecken, aber mehr nicht. Wäre das ein Problem?
Pflege Deine Haut gut, damit sie unter der laufenden Desinfektion nicht zu sehr leidet. Das wäre alles dazu.
AnkeMG schrieb:
4. Wie kann ich herausfinden, ob ich gegen Desinfektionsmittel allergisch bin?
Testen lassen beim Allergologen oder Dermatologen. Oder einfach ausprobieren *juck*, gegebenenfalls ein anderes nehmen. Die meisten Häuser haben verschiedene im Angebot, das Problem ist nicht selten.
AnkeMG schrieb:
5. Ich bin schon 25, zu Ausbildungsbeginn wäre ich schon 26. Habe ich in dem Alter überhaupt noch Chancen auf einen ausbildungsplatz?
Meine Frau hat mit dreißig angefangen, eine Kollegin mit zweiundvierzig (!!!).

Nur Mut!
 

Liberty

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Hallo!


Also ích kann auch nur was sagen zu dem Thema Alter. Also in meiner Klasse (ich hab selbst mit 24 angefangen) gehöre ich fast noch zu den Küken. Es sind viele über 30. Ich denke das das wirklich absolut kein Problem darstellt.


LG

Liberty
 

Lillebrit

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Hallo Anke,
auch ich empfehle Dir ein Gespräch mit Deinem Hausarzt.
Du scheinst ja der typische Atopiker zu sein....die momentanen Einschränkungen sind schon noch mit dem Beruf der KKS vereinbar. Allerdings sehe ich auch die Gefahr , dass Du neue Allergien entwickelst. Eben u.a. auch auf Desinfektionsmittel ( ich denke da an Deine Haut und das Asthma)....
Auch der Stress, der dieser Beruf mit sich bringt (Schichtdienst, Notfälle, Personalknappheit) kann sich durchaus nagativ auf Dich auswirken... viele Neurodermitiker reagieren mit stärkeren Schüben.

Klär das alles mit Deinem HA; eine Frage nach Allergien etc. ist in Bewerbungsgesprächen übrigens unzulässig !
Dem Betriebsarzt musst Du es- sollte es zu einer Einstellung kommen - dann allerdings erzählen ...


Gruß,
Lillebrit
 

Morpheus

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Also, dass man mit Allergien nicht in einem Krankenhaus arbeiten kann ist schwachsinnig. Man kann auch deim Hautarzt ein test machen ob man gegen Desinfektionslösung Allergisch reagiert, aber wenn es der fall ist bekommt man vom Krankenhaus spezielle Desinfekt. Ich weiß leider nicht wie das mit Neurodermitis aussieht da kenn ich micht nicht mit aus.
 

Lillebrit

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Hallo,

ich sagte auch nicht, dass es nicht geht.....dass aber die dennoch die Gefahr neuer Allergien besteht.

Und dass es eben zu einer Verschlimmerung der bestehenden Symptomatik kommen kann.....kannte eine ehem. Kollegin, die mittlerweile auf jedes HD-Desinfektionsmittel mit einem Asthmaanfall reagiert. Sie arbeitet jetzt nicht mehr in der Praxis....
Ist sicher ein Extrembeispiel, aber bei bestehenden Allergien muss man sich dessen bewusst sein !!!

Oder im Bezug auf die Neurodermitis....was, wen sie z.B. eine Allergie auf das Waschmittel entwickelt, mit welöchem die Berufskleidung im KH gewaschen wird?
Oder Kleidung gestellt wird, die zu einem Großteil aus Polyester besteht ? Für einen Neurodermitiker ist so etwas nicht förderlich....

Nicht zu vernachlässigen ist darüber hinaus die "Stresskomponente"....bei vielen verschlechtert sich unter Stress das Hautbild extrem....oder aber reagieren mit vermehrten Astmaanfällen.


Sicher sind das jetz alles Negativbeispiele....aber auch so etwas muss man in Betracht ziehen bei der Berufswahl!

Ich rate zu einem Gespräch mit dem HA !!
 

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