Ausbildung schmeißen?!

Dieses Thema im Forum "Rund um die Abschlussprüfung (Examen)" wurde erstellt von sinalco, 28.06.2009.

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  1. sinalco

    sinalco Newbie

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    tja, wie soll ich anfangen, ich bin halt am überlegen, ob ich diese Ausbildung schmeißen soll. Bin im 5ten Kurs (mitte 3tes LJ.)
    Im theoretischen bin ich gut... habe die Klausuren immer 1-2 geschrieben und auch die Stationsbeurteilungen immer 1 gehabt... aber...
    Die Praxisanleitungen liefen bei mir immer total daneben... WENN sie denn überhaupt VOLLSTÄNDIG durchgeführt werden konnten. Oft wurden gleich mehrere kombiniert und einige mussten abgebrochen werden, da Untersuchungen dazwischen kamen etc. also fehlt mir total die Übung.
    In dem KH wo ich meine Ausbildung mache, ist die Ausbildung auch so geplant, dass ich jetzt im Zeitraum von 1 Jahr auf nur 1ner Station war und das war auch noch eine Kinderstation (werde Erwachsenenpflegerin)
    Dort durfte ich aufgrund meines Ausbildungsstandes schon einiges lernen und ausführen und habe auch einiges gelernt es ist jedoch auch jetzt wieder ein halbes Jahr her.
    Nun bin ich seit 2 Wochen auf einer Station, wo ich total selbstständig arbeiten soll/darf/muss und mir seit 2 Tagen vermittelt wird, dass ich im 5ten Kurs ja schon viel mehr können müsste und zu viele Fehler mache...
    (Anordnungen/Kurven ausarbeiten, Dokumentation etc.)
    Ausserdem wird mir ständig angekreidet, dass ich "nach Schule" arbeite und somit zu viel Material und Zeit "verschwende".
    Ich fühle mich schon seit geraumer Zeit bei den PA's total überfordert und habe einfach das Gefühl nichts zu können und total zu versagen.
    Auf der nächsten Station soll ich nun mein praktisches Zwischenexamen (PLÜ) machen und habe schon totale Panik davor.
    Ich nehme jetzt schon Baldrian Tbl. nur um überhaupt abends schlafen zu können ganz geschweige denn vor den PA's.
    Im Moment weiß ich einfach nicht, ob ich charakterlich überhaupt genug "belastbar" bin, um später im Alltag bestehen zu können.
    Die Entscheidung kann mir zwar keiner abnehmen, aber ist schon erleichternd einfach mal darüber anonym schreiben zu können :-)
    Bin übrigens schon gelernte Arzthelferin, hätte also dementsprechend einen Plan B... dort habe ich mich auch nie so "schlecht" gefühlt...
     
  2. minilux

    minilux Poweruser

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    im Ernst: Mitte 3. LJ heisst *********** zusammenkneifen und durch. Ob du dann danach in der Pflege oder in der Praxis arbeitest ist zweitrangig, aber zu diesem Zeitpunkt eine Ausbildung ohne Not abzubrechen finde ich dämlich
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Vor annähernd 30 Jahren hatte ich ähnliche Gedanken. Ich habe dann eine sehr engagierte Kollegin kennen gelernt, die mir den Kopf gerade gerückt und sich intensiv um meine praktische Ausbildung bemüht hat. Mit Erfolg: ich habe nicht aufgegeben. Ich habe die Praxis dann im Crashkurs vermittelt bekommen und es hat gereicht für die Prüfung zum Examen.

    Ich glaube diese Zweifel zu diesem Ausbildungszeitpunkt sind normal. Man bekommt langsam einen Einblick in den Beruf und erfährt wie wenig man doch eigentlich gelernt hat und wieviel mann noch lernen muss... nach der Ausbildung. Das Lernen hört nie auf. Für mich waren die Bemühungen der Kollegin eigentlich der Startschuss in den Beruf: ich habe seitdem nicht mehr aufgehört zu lernen und ich werde wohl auch nie damit aufhören. Für diese Erkenntnis bin ich der Kollegin sehr dankbar.

    Ergo: Nicht hinschmeissen- sondern: jetzt beginnt es erst richtig und jeden Tag eroberst du ein kleines Stückchen mehr von dem Fachgebiet.

    Elisabeth
     
  4. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Hallo,

    ich denke probiere doch erstmal Zwischenexamen, wenn es nicht gut läuft bekommst du ja die Fehler analysiert.
    Die Menschen die sagen das du zu sehr nach "Schule" arbeitest spinnen, gewöhne die wenigstens bis zum Examen ein korrekte Arbeitsweise an.
    Danach wirst du eh schludern, jedoch zeichnet es dich ja aus, wenn du nach Schule arbeitest. Bei mir wurde auch gesagt, das ich zu Langsam wäre 2 Wochen vor dem Examen und ich habe das geschafft...
    Zum Beispiel ist der Hygienestandard ist bindend für jeden Mitarbeiter, wenn er den nicht einhält, trägt er es auf eigene Verantwortung.
    Kurven ausarbeiten usw... das bekommst du nach einer Zeit ganz allein hin.
    Wenn du komplett durchrasselst, haste ja noch deine Arzthelferausbildung...
     
  5. baumhausprinzessin

    baumhausprinzessin Senior-Mitglied

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    Hör nicht so kurz vor deiner Prüfung auf!
    Wie schon meine Vorredner sagten: im Examen benötigst du Routine in der korrekten Arbeitsweise. Wenn du im Examen zum ersten Mal nach z.B. hygienischen Richtlinien arbeitest, merkt man dir das an.
    Solange ich noch unerfahren bin, kann ich nur bedingt entscheiden, inwiefern ich vom schulischen Standart abweichen kann. Das soll nicht heißen, dass ich meine Arbeitsweise nicht reflektiere und stur nach Abfolge arbeite.

    Dass man zu langsam arbeitet, haben gewiss viele in der Ausbildung zu hören bekommen. Am Anfang hat mir das auch zu schaffen gemacht. Aber überleg dir selbst, wie ernst man die Bewertung einer Station nimmt, die einen Schüler primär danach beurteilt, wie viele Patienten er in einer h versorgen kann.


    Meine Einsätze im 2. Lehrjahr waren auch unglücklich geregelt. Ich habe auf Station im Erstgespräch auch gleich gesagt, was meine Lehrziele sind, also in welchen Bereichen ich eben nicht sicher bin (Visiten ausarbeiten, BDK legen, i.m.-Injektionen, Umgang mit Port/ZVK, etc.). Wozu hat die Ausbildung das dritte Lehrjahr, wenn du doch hier schon alles könntest?
     
  6. Spargelhuhn82

    Spargelhuhn82 Stammgast

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    Hallo sinalco,

    ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.. du hast noch ein halbes Jahr vor dir, da würd ich dir empfehlen, Augen zu und durch! Sonst hast du so viel Zeit verschenkt, die dir niemand zurückgibt und eine abgeschlossene Ausbildung ist schon sinnvoll.
    Mir ging es Mitte des 3. Jahres ähnlich, war zu der Zeit auf der Chirurgie eingesetzt und war buchstäblich nur zum Aufräumen und Putzen da. O-Ton Stationsschwester: Es ist so viel zu tun und das darf ja auch nicht alles liegen bleiben. Ich durfte nicht mit auf Visiten, geschweige denn Kurven ausarbeiten o.ä. Doof wie man als Schüler ja manchmal ist, macht man natürlich. Zwei Wochen vor meiner Praxisanleitung hieß es dann morgens, Jessi mach mal die Neuaufnahmen, die heute geplant kommen. Ich nur, ja wie? "Ja, Kurven vorbereiten, RÖ und EKG anmelden, Anästhesieprotokoll vorbereiten und Termin machen, Medikamente erfragen etc. pepe, und dann gehst du mit zur Visite und machst mal." Ich stand wie der Ochse vorm Berg, und als ich dann leise anmerkte, dass ich nicht weiß, wie man Kurven ausarbeitet, was ich alles vorbereiten muss für die Pat. und so weiter, guckte mich eine Schwester an und meinte nur herablassend: "Ich denke du machst im Sommer Examen und kannst noch nicht mal Kurven ausarbeiten, na das kann ja was werden."

    Habe mich dann in meiner Pause direkt mit meiner Praxisanleitung in Verbindung gesetzt und ihr die Situation geschildert. Kam mir richtig schlecht vor so Marke, du kannst ja eh nichts. Als ich das gehört hab, hab ich auch nur gedacht, ich hab keinen Bock mehr auf den Sch****.

    Aber ich denke wenn doch schulisch alles gut läuft bei dir, such das Gespräch mit der Station, Mentor, Anleitung, egal wem, und sprich über deine Ängste, Sorgen und Gedanken. Brich nicht eine Entscheidung über den Zaun, die du irgendwann bereust.

    Wünsche dir ganz viel Glück und Kraft, und halt durch!!!
     
  7. katrin120

    katrin120 Newbie

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    hast dus mal angesprochen ??? jemanden gesagt wie du denkst
     
  8. sinalco

    sinalco Newbie

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    auf den ersten beiden Stationen, wo ich war, lief ja alles noch okay...
    na gut, die erste PA ging total in die Hose, da ich heillos überfordert wurde mit Aufgaben, die ich hätte noch gar nicht erledigen sollen/dürfen...
    da fing schon meine Angst vor den PA's etc. an. Die Praxisanleiterin wurde auch gekündigt - zu recht!
    Kam dann auf Stationen, wo ich nen kurzen Einsatz hatte und gerade mal "Hallo" sagen konnte... zu mehr als ne Reinigungskraft habe ich es auf den Stationen nicht geschafft... trotz mehrmaliger Ansprache der Praxisanleitung.
    Einige PA's sind dann auch total daneben gelaufen - eine musste abgebrochen werden, da arterielle Blutung; wieder eine andere haben sich die ausgewählten Patienten am Tag "geweigert" - beide wurden nicht nachgeholt. Trotz mehrmaliger anfrage - keine Zeit! Echt super.
    Nun bin ich im 5ten Kurs, habe sowieso totale praktische Prüfungsangst und dazu noch total mangelnde Routine. Habe erst eine einzige umfassende Patientenversorgung als PA gehabt und die war noch nichtmals vollständig durchgezogen (doku und übergabe fehlte)
    Habe noch ziemliche Defizite im Berichte schreiben, allgemein in "Verwaltung" also Konsile anmelden etc. auch fehlt mir total die Routine bei einer einfachen simplen Grundpflege; dadurch fällt mir der Bereich Struktur, Organisation, auch total schwer, weil ich's halt nicht wirklich üben konnte/kann. Das ich ohne Routine natürlich auch mehr Zeit benötige erklärt sich von selbst.
    Auf meiner letzten Station (da war ich im 4ten Kurs) habe ich total viel gelernt. Medi's, Infusionen zubereiten; Anordnungen auszuarbeiten; Verbandswechsel; pflegerische Aufnahmen und einiges mehr - leider war es eine Kinderstation und es lässt sich vieles nicht auf die Erwachsenenstationen übertragen, da echt vieles total anders gehandhabt wird, zumindest in dem Haus, wo ich lerne. Auf der Station hat's auch total Spaß gemacht, weil "wir" Schüler auch gefördert und vor allem angenommen wurden.
    Auf der aktuellen Station herrscht ein ziemlich rauer Wind gegenüber "unwissen" habe auch schon mit der PA über meine Prüfungsangst gesprochen und werde da mal versuchen ein Gespräch beim Sozialarbeiter zu bekommen.
    Leider ändert das nicht's an meiner Situation, dass ich mich überfordert fühle und mir Routine fehlt.
    Bin sowieso ein eher ängstlicher, vorsichtiger Typ und auch obwohl ich überall nach Hilfe schreie gibt es irgendwie kaum welche.
    Habe schon mit einigen anderen Schüler darüber gesprochen und leider feststellen müssen, dass ich leider nur eine von vielen bin, der es so ergeht.
    Finde, dass spricht ziemlich gegen unser Haus... nur mir geht's halt nicht so am a**** vorbei, wie so manch anderen.
    Sorry, ist ziemlich lang geworden.
    LG
     
  9. Zahnfee

    Zahnfee Junior-Mitglied

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    Ich wünsche dir die Kraft um durch zu ziehen..Ich weiß selbst wie es ist. Aber irgendwann wirst du es bereuen. Wenn du im ersten L. wärst würde ich sagen gut schmeiß und such dir was anderes. Ziehe es durch und bewerbe dich sofort für andere Krankenhäuser damit du dort raus kommst..Es ist nicht überall so wie du es dort beschreibst. Versuche dir einen Ausgleich neben der Arbeit zu suchen, um das du nicht völlig unter gehst.Joggen,Kino etc. irgendwas wo du an dich denken kannst und das du abschalten kannst.

    Ich wünsche dir ganz,ganz viel Erfolg !!

    Liebe Grüße
     
  10. DieBec

    DieBec Junior-Mitglied

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    staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegerin
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    Hey sinalco,
    wenn ich deine Beiträge lese ist es als würdest du mir aus der Seele sprechen. Mir ging es haar genauso. Ich war fast ein komplettes Jahr vor dem Examen nur in Außeneinsätzen wo absolut nix los war (Psychiatrie, Soz.Stat, Endoskopie, Pädiatrie,...) In mein 2. Probeexamen ging ich aus dem Endoskopieeinsatz auf die Innere, wo ich anderthalb Jahre vorher zum letzten mal war. Dann kamen wieder 2 Wochen Endo und dann hatte ich genau eine Woche nach diesen ganzen "lauen" Einsätzen um mich auf der Inneren auf mein Examen vorzubereiten. Auf einmal soll man alles können. Visite machen, Visite ausarbeiten, Pflegeplanungen schreiben (was nicht das Problem ist, aber sie SO wie STATION sie sehen will war es schon ein Problem für mich). Auf einmal soll man alles managen können wovon man vorher noch nichtmal was gehört hab. Ich hab so manche Nacht wach gelegen oder durchgeheult und gedacht, dass ich das nie schaffe. Aber dann hab ich mir gedacht, jetzt oder nie. Augen zu und durch. Auf die Beurteilung von Station hab ich dann im letzten Einsatz, dem Examenseinsatz ehrlich gesagt auch nix mehr gegeben, ich hab zugesehen, dass ich so arbeite wie es für mich und mein Examen das beste ist und der Rest war mir wurscht. und wenns ne fünf gegeben hätte. Meine Devise war, dass es um MICH geht, denn die anderen haben gut reden weil sie ihr Examen schon in der Tasche haben. Hab mir damit nicht nur Freunde gemacht, aber siehe da, ich bin zum Schluss mit ner 2 aus dem Examen gegangen. Ich war auch total aufgeregt und hatte Angst weil ich so unsicher war, aber das Examen ist eine ganz andere Situation als jede Übungssituation vorher. Man wächst in der Situation total über sich hinaus und bringt Leistung, mit der man fast selbst nicht gerechnet hätte. Besorg dir in der Apotheke mal Gelsemium Tropfen vor Hervert. Die sind eigentlich gegen neuropathische Schmerzen, aber können auch gegen Unruhe eingesetzt werden. So was ähnliches wie Rescuetropfen. Die haben mich ganz gut durch die Prüfungstage gebracht.
    Und mir war es auch immer ein bisschen ein Trost, dass ich wusste, das es zu der Zeit wo es mir so ging, den 38 anderen im Kurs haar genauso ging ;) Auch das wird vorübergehen. Ich weiß, hinterhier ist immer alles leichter gesagt, aber gib jetzt bloß nicht auf wegen so ein paar Leuten, die jetzt gut Reden haben weil sie selbst ja nicht mehr das Examen machen müssen. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen! Kannst dich auch gern mal zum Erfahrungsaustausch per PN melden!

    Lieben Gruß, die kleine Bec :-)
     
  11. Skepta

    Skepta Newbie

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    ein bundesweites Problem. Die alteingesessenen haben vergessen wie sie Jahre zuvor noch gearbeitet haben,10 männekes im Frühdienst und ähnliche Luxusgüter.Dann kam die freie Krankenhauswahl + Privatisierung.Seit den Alten nicht böse.Aus ihnen spricht der blanke Frust,nicht sie selber.

    Bedenke :

    An die alten Examinierten : Macht ruhig weiter so,geht den Pflegeschülern noch ein bisschen mehr auf den Senkel ,nötigt sie zur gefährlichen Pflege->Die Schuld wird am Ende euch in die Schuhe geschoben,ihr tragt die Verantwortung auf Sation.Errinert sie bloss daran das wir alle keine Zeit haben.Was kümmert es euch das die Schüler 3 jahre lang frei schnauze pflegen müssen und am ende bangend und zitternd der Prüfung entgegenfiebern,da ihr es ihnen verwehrt fachgerechte Arbeit zu leisten.Untersützt den Arbeitgeber dabei ein Burnoutförderndes Tempo an den Tag zu legen damit noch ein paar Taler mehr in der Kasse klimpern.
    Sie sagen jetzt : wir sollen froh sein das wir arbeit haben und deshalb müssen wir so zügig arbeiten.
    Ich sage : ja mach mal,du bist die nächste die in der hauseigenen offenen psych liegt.
    Der Arbeitgeber droht und errinert euch daran das ihr austauschbar seid?
    - Ja,lass ihn erzählen.Du kriegst auch woanders eine Stelle.
    Der Arbeitgeber spart an Personal?
    - nicht aus seiner Sicht,wieso denn auch?er stellt doch genügend Pflegeassistenten und KPH's ein.Die werden den Laden schon schmeissen ( bis der Krug bricht)


    ich liebe es ein Pfleger zu sein, FRIEDE!
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Skepta- in welchem Berufsverband bist du? In welcher Gewerkschaft bist du engagiert? Welche Politiker hast du versucht, jetzt kurz vor den Wahlen, von der Misere zu überzeugen- mit welchem Erfolg?

    Welchen bundesweit greifenden Aktivitäten/ Initiativen gegen den Personalabbau bist du angeschlossen? Ich möchte mich gerne einbringen.

    Elisabeth
     
  13. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Da liegst Du komplett daneben. Es ist auch nicht der Frust der hier spricht, es ist wie es ist und wir wohnen NICHT im Wolkenkuckucksheim.
    Ich sehe den enormen Stress dem die heutigen Schüler ausgesetzt sind, mich entsetzt es regelrecht, dass das dann danach meine Kollegen sind die eingenverantwortlich handeln sollen, aber nicht genügend vermittelt bekommen wie das laufen soll.
    Der Zeitdruck ist fast permanent hoch, häufiger werden Schüler verliehen, mal hierhin mal dahin. Falls keine exam.PK zur Verfügung steht, notfalls gibt's ja den Schüler, das tut mir leid, so leid. Es SOLL besser werden.
    Dass ein Schüler länger braucht - geschenkt.
    Dass ein Schüler so arbeiten MUSS dass er dann auch das Examen schafft - ebenfalls geschenkt.
    Dass die Schule manchmal sehr penibel ist und Theorie und Praxis doch 2 paar Stiefel sind - auch geschenkt. Mit der richtigen Begründung - o.k., aber begründen können sollte man schon was man warum macht.
    Die xte Überlastungsanzeige - geeeeeeeeeschenkt!!!!!
    Ich weiß nicht ob ich jetzt noch die Ausbildung machen würde, wo der Spaß, die Freude am Beruf so häufig auf der Strecke bleibt.
    Wer DAS durchhält hat schon viel geschafft, auch wenn es WIEDER nur ein Anfang ist - für's Berufsleben nach der Ausbildung.
    Praxisanleiter - inzwischen 1x mind. pro Einsatz eine komplette Schicht.

    ....und das mit den 10 Leuten vor xx Jahren, ja es waren mehr exam. PK, vor 19 Jahren - 6 für 36 Patienten sowie Zivi oder FSJ'ler.
    Heute sind es für Normalstation 3 exam. für die Bereichspflege, z.T. 1 Schüler, 1 exam. Leitungsdienst der fast nur am Telefon hängt, 1 MTA und 1 hauswirtschaftliche Hilfe. Macht 6-7 Leuts. Es gibt keinen Zivi/FSJ'ler mehr für die einzelnen Stationen, die machen nur noch Patientenbegleitdienst.
    Dafür hatten wir aber auch mehr Aufgaben und die Zahl der multimorbiden, komplett oder/und überwiegend pflegebedürftigen lag nicht so hoch wie heute, der Zeitdruck saß nicht so im Nacken. Wir sind selber zur Diagnostik gefahren, die Visite wurde komplett selbst ausgearbeitet, Essen komplett selber ausgetragen und aufgeräumt, Lager und Wäsche sowieso. Essen abfragen mit Karte, jeden einzelnen, jeden Tag. Nachmittags gab es sogar noch mal einen Essenskontainer mit Kaffee, Tee, Kaba, Gebäck. Gläser und Trinkbecher spülen, Nachttische aufräumen und tägliche Wischdesinfektion, unreine Räume reinigen......Also langweilig war's nicht. Irgendwo muss doch der "Luxus" sich drin verstecken, hab ihn leider nicht gefunden.
    Es gab keinen Patientenbegleitdienst, keine hauswirtschaftliche Hilfe, keine MTA's, keine Servicekraft für die Essensbestellung - die sind nämlich ALLESAMT billiger sind als eine examinierte Krankenschwester/-pfleger. Mehr davon weniger von uns.


    Falls die praktische Prüfung doch (ich wünsche es keinem, aber auch das kommt vor) daneben gehen sollte, dann bleibt immer noch die Möglichkeit diese nochmal zu machen. Es ist ja nicht so, dass wenn man 1 Mal durchfällt alles vorbei ist.
    Vielleicht ist sinalco ja wirklich noch nicht soweit und es fehlt wirklich noch an praktischer Erfahrung im weitgehend selbständig arbeiten, weil es ihr zu lange verwehrt wurde.
     
  14. sina83

    sina83 Newbie

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    kenne ich nur zu gut wie's hier beschrieben wird...
     
  15. Skepta

    Skepta Newbie

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    @ Elizabeth : Ich bin mir nicht ganz sicher ob du mich da jetzt auf die Schippe nehmen willst.Aber nur damit es gesagt ist,ich bin nirgends tätig.
    Ich hab wohl in diverse Kongresse und Vorlesungen ein Ohrläppchen reingehalten,bin aber der Meinung das die zig mal gekauten Themen nur immer wieder aufgegriffen werden,damit es nach aussen hin aussieht als ob sich jemand damit beschäftigt.Ich bin selber noch Schüler ^^ und kein Freund von unserer Bürokratie.Das dauert alles Aeonen und falls sich was bessert,ist es ein Tropfen auf den heissen Stein.Ja ich weiss,ich plapper gross bin aber zu faul etwas zu verändern.Würde ich schon frage ist wie??

    Und zwar so : Streik =)

    @Amezaliwa : Meine kleine Ansprache galt nicht ausschließlich dem Pro der Schüler.Ihr habt natürlich Stress,immer mehr Papierkram,falls doch ein tobsüchtiger Angehöriger euch wegen mangelnder Lagerung an den Karren will (36 Patienten,zu lagern : 34,Schichtpersonal 3-4)
    Zudem möchte ich noch betonen,mit dem Luxus ist nicht ausschließlich gemeint die Birkenstock 2 der 8 Stunden auf den Tisch zu legen.In der heutigen Zeit wäre Luxus für mich :
    1.Nach Hause gehen zu können,physisch und psychisch.Ich möchte mir nicht noch 2 stunden nach feierabend gedanken machen müssen ob ich alles gemacht habe,nichts vergessen habe und niemand gefährdet wurde,da wiedermal ein Schüler vllt etwas ausserhalb seines derzeitigen Leistungsbereichs überlassen wurde.Da kannst du noch 2 Versorgungsassistenten auf die Station bestellen.Tätigkeit bleibt Tätigkeit und nich jede kann von jedem ausgeführt werden.
     
  16. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Jeder macht mal einen Fehler

    ...nicht ausschließlich 2 der 8 Stunden????
    nebst im ND auf unserer Gruppe, 26 Neuro +8 Stroke gibt es i.d.R. keine wirkliche Pause, offiziell sollten es 45 Minuten sein... Gegessen und getrunken wird - nebenher.
    Mithilfe auf der Nachbarstation, weil wir ja wegen der Stroke zu zweit sind. Vom Tagdienst fang ich mal gar nicht erst an, da herrscht häufig Chaos, kaum ist die Übergabe rum ......
    Wir behandeln +betreuen Patienten und häufig auch deren Angehörige, die z.B. nach dem Schlaganfall des Ehemannes, Onkels, Opas, Cousins, Vaters.... völlig neben der Spur stehen, kaum ist der Patient da will der erste wissen was los ist, der zweite kommt 'ne Stunde später, der dritte, der vierte....
    ist es nicht normal dass uns das Los der Patienten NICHT egal ist, wir mitempfinden, auch mal mittrauern, wir sind nun mal für ALLE Bereiche des Kranken da, auch sein soziales Umfeld gehört dazu.
    Ja, klar manchmal geht man raus und macht sich Gedanken, manchmal ruft man auch nochmal an, mach ich so, machen andere ebenfalls.
    Ja man vergisst was, es passieren auch Fehler, oder bist Du perfekt, also ich bin's nicht.
    Wie vorletztes Wochenende - mega furchtbar peinlich war's im nachhinein. ICH hatte etwas vergessen, etwas sehr wichtiges sogar, ein Fehler, daran werde ich noch lange denken und sollte es mal zu einer ähnlichen Situation kommen - dies hoffentlich NICHT vergessen, hab sogar den Dienstarzt von zu Hause aus angerufen, 3 Stunden nach Dienstschluss, ER hat's mir nicht übel genommen.
    Manchmal haste Patienten die Dir sehr nahe gehen, wie die Frau, die schon zig OP's hatte, jetzt wieder Schmerzen + Parästhesien, nervlich völlig am Ende, ängstlich, vorwurfsvoll, dann wieder am heulen, jeden Tag, Diskussionen wegen jeder einzelnen Tablette, soll ich sie nehmen, hat doch Nebenwirkungen...
    Wie kannst Du erwarten, dass Dich das kalt lässt, wenn Du wieder etwas nicht geschafft hast, weil nicht alles zu schaffen war.
    DAS wäre nicht normal.
    Aber - ist das jeden Tag so???
     
  17. Skepta

    Skepta Newbie

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    Ich gehe mal stark davon aus,das du zur Stroke wolltest?Wenn das so ist,war dir vorher klar was da auf dich zukommt oder?Falls nich zwingt dich auch niemand dort zu bleiben.Das man nebenher isst & trinkt ist kein Privileg der ''Stroke''.Und was nun in deiner Gefühlswelt normal ist oder nicht überlass ich ganz dir.Ich sage dir : Mir geht nichts Nahe.Ich arbeite,versuche mein bestes zu geben,hab auch 1-2 offene Ohren und fertig.Mitgetrauert habe ich auch noch nie.
    Menschlichkeit und Empathie ist eine Sache,wenn ich die nicht hätte koennte ich nicht im Krankenhaus arbeiten.Aber ich bin nicht mit 2 weissen Flügelchen vom Himmel geflattert gekommen und auf Erden leiden zu lindern.Es ist ein Job.Und wenn du deine Freizeit zu oft damit verbingst geistig auf Station zu verbringen bist du schlicht und einfach gefährdet.
     
  18. sinalco

    sinalco Newbie

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    Nur mal zur Info:
    Ich habe bald meine praktische Zwischenprüfung. Bin aktuell auf einer Station, wo wirklich viel zu tun ist, ABER "die" examinierten sind total TOP!!!
    Sie nehmen sich trotz total viel Arbeit die Zeit einem immer mal wieder etwas zu zeigen oder zu überprüfen und somit habe ich jetzt wirklich ziemlich aufgeholt und blicke der praktischen Zwischenprüfung schon etwas gelassener entgegen.

    Was jedoch auch z.T. an der wirklich schlampigen Arbeit meines Prüfers/Praxisanleiters liegt. Da habe ich einiges an Respekt verloren, was mir wiederum einiges an Nervosität nimmt. Kann es immer noch nicht verstehen, wie man als Praxisanleiter und damit als Prüfer vor den Augen einer Schülerin rumschlampt und das mehrfach! :-?

    Mehr als schiefgehen kann's ja nicht - Augen zu und durch und abwarten was dabei raus kommt. Klassenkameraden haben jedoch schon einige schlechte Noten. Aktuell weiß ich schon von 1ner 5; 2mal ne 4, 4mal ne 3, aber auch 3 mal ne 2 dabei.
     
  19. Skepta

    Skepta Newbie

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    @sinalco
    entweder sind die bei euch sehr streng oder ihr sehr schlecht?:hicks:
    Wobei wir wieder bei meiner Wutkampagne sind :
    Sollen die ruhig so weitermachen mit der Benotung,wir haben in Deutschland ja genug Pflegeberufinteressierte,weil es so herrausragend attraktiv für jederman ist,da kann man schon mal die Spreu vom Weizen trennen.....die werden sich schon noch umgucken.....
     
  20. Joerg

    Joerg Poweruser

    Registriert seit:
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    Beruf:
    Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Betriebsrat
    Funktion:
    stellv. Betriebsratsvorsitzender, Sprecher der ver.di-Vertrauensleute
    Nirgends organisiert, aber rumheulen? Mensch in dieser Hinsicht bist Du schon eine gut ausgebildete Pflegekraft. Glückwunsch!

    Ach ja Streik? Hast Du Dich schonmal über die Hintergründe eines Streiks informiert? Wie sowas abläuft, wer sowas organisieren darf, wann man streiken darf?
    Ich würde nicht so leichtfertig mit Tätigkeiten um mich werfen, wenn ich keine Ahnung habe.
     
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