Ausbildung Kinderkrankenpflege auch nebenberuflich machbar?

Dieses Thema im Forum "Adressen, Vergütung, Sonstiges" wurde erstellt von jule72, 29.11.2009.

  1. jule72

    jule72 Newbie

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    Hallo,
    ich bin schon etwas älter, will dennoch unbedingt aus-/umsteigen.
    Fernziel ist die Selbständigkeit, in eigener Organisation auch im GKV-Bereich abrechnen, nicht nur für Privatversicherte.

    Nun habe ich schon einen Beruf, der meine Existenz sichert, wieder "nur" die Ausbildungsvergütung zu erhalten, langt nicht.
    Und mein Eigenkapital brauch ich für die Selbständigkeit.

    Gibt es eine Möglichkeit, sich zielsicher auch neben der vorhandenen (kaufmännischen) Anstellung fortzubilden?

    jule72
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Kinderkrankenpflege ist ein Ausbildungsberuf. Du wirst um eine Ausbildung also nicht herum kommen.

    Elisabeth
     
  3. jule72

    jule72 Newbie

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    Hallo Elisabeth,
    Danke für Deine Antwort.
    Als Leiter einer Pflegeeinrichtung muß ich ja nicht zwingend die gleiche Ausbildung wie die Mitarbeiter haben?
    Ich will mich nicht um die Fachkompetenz drücken, aber um die vielen Stunden, in denen ich nichts lerne.
    Und so dacht ich, ich kann mich über Praktikum etc auch gut "selbst" ausbilden und vorbereiten.
    jule
     
  4. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Wow! Na da stelle ich mir doch die Frage wieso die Ausbildung nicht drastisch gekürzt wird, wenn dort sowieso nichts zu lernen ist.
    Klar waschen kann jeder, dafür muss ich net 3 Jahre lernen! :angry:
     
  5. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    die Karrierewege in der Pflege führen - fast- alle über die grundständige 3 Jährige Ausbildung im Arbeitsfeld der Kranken-, Kinderkranken- oder Altenpflege.
    Diese kannst Du nur unter bestimmten Umständen um max. 1 Jahr verkürzen oder aber an einigen sehr wenigen Schulen in Teilzeit absolvieren (5 Jahre).

    Die Aubildung ist - was Umfang und Inhalt betrifft- ziemlich anspruchsvoll...ein Schüler hat neben den zu leistenden Praxiseinsätzen und Theoriestunden also in Heimarbeit noch ordentlich zu lernen.

    Aufbauend hierauf kannst Du (Berufserfahrung vorausgesetzt) eine Fachweiterbildung absolvieren oder aber (mit der Hochschulreife) Richtung Pädagogik oder Management studieren.
    Für Stellen in der Leitung von Altenheimen oder Pflegediensten ist neben den formalen Qualifikationen auch eine bestimmte Anzahl an Berufsjahren innerhalb eines definierten Zeitraumes vorzuweisen.
    Ohne Pflegeausbildung (wohl aber mit entsprechendem Studium) kannst Du an Hochschulen in der Wissenschaft arbeiten. Allerdings wird Dir "fachfremd" die Akzeptanz fehlen...

    Du siehst also, dass Du Dich im Falle einer Ausbildung auch dafür entscheiden musst, die gewohnten beruflichen Pfade zu verlassen und nochmals "in Dich zu inverstieren"...
    Allerdings ist das Ausbildungsgehalt (zumindest im ÖD) überdurchschnittlich! Du kannst davon also - Einschränkungen des Lebensstils vorausgesetzt- durchaus leben...
     
  6. jule72

    jule72 Newbie

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    @Joerg,
    danke fürs feedback, mit so einem hab ich durchaus gerechnet und würde selbst wohl auch nicht anders posten.

    @lillebrit:
    Deine Antwort hilft mir in allen Überlegungen gut weiter.
    Einzig die Aussage zum Gehalt verstehe ich nicht, ich lese Gehälter um 700 Euro brutto. Ist jetzt nicht so der Hit, wenn man augewachsen ist, mit eigener Wohnung.

    Danke auf jeden Fall!
     
  7. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Im Vergleich zu anderen Ausbildungen sind die Vergütungen im Öffentlichen Dienst, mit 799,- Euro im ersten Jahr, ausgesprochen gut. Azubis in Handwerksberufen verdienen in ihren drei Jahren deutlich schlechter.

    Dass eine Ausbildungsvergütung nicht dem Gehalt entspricht, dass du nach etlichen Berufsjahren gewohnt bist, war ja wohl zu erwarten.
     
  8. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    das Ausbildungsgehalt im ÖD variiert von 807,- brutto im 1. Ausbildungsjahr bis zu 960,-brutto im 3.
    Es ist also für eine Ausbildung ziemlich gut; deutlich mehr als ein Student an BaföG zur Verfügung hat!

    Gäbe es eventuell Möglichkeiten, das Leben daran anzupassen?
    Also:
    • Vorübergehend kleinere Wohnung, WG oder Wohnheimzimmer? Falls Du den Ausbildungsplatz nicht Wohnortnah erhälst, musst Du ja eh umziehen...
    • Jetzt schon sparen, um in der Ausbildung ein finanzielles Polster zu haben.
    • Haushaltsbuch führen, "unnötige" Kosten entdecken und Geld einsparen.
    Es geht vielen Pflegestudenten (die in meinem Semester waren im Schnitt 30 Jahre alt...) ähnlich; plötzlich hat man nur noch 1/4 Gehalt oder eben BaföG.
     
  9. jule72

    jule72 Newbie

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    Ja, da hilft nur im voraus etwas ansparen, um möglichst lang davon zu zehren.
    Ich muß im Kämmerchen weitergrübeln.
    Habt herzlichen Dank für die aufklärenden Worte!
     
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