Ausbildung ist eine einzige Katastrophe!

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Campina, 28.12.2011.

  1. Campina

    Campina Newbie

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    Hallo ihr Lieben,

    ich hab mich jetzt hier angemeldet, weil ich, kurz vor meinem Examen, gern alles schmeißen würde.

    - Mir macht der Beruf an sich Spaß - die Arbeitsbedinungen und das ständig fehlende Personal nicht
    - Ich hab klare Zeile für mein "Leben danach" und auch schon mündlich eine Jobzusage

    Aber: Momentan bin ich mit den Nerven am Ende und könnte nur noch heulen.
    Ich leide nicht unter Prüfungsstress und vor der Prüfung hab ich keine Angst. Aber auf der Station, auf der ich eingesetzt bin, verliert man das letze Bisschen Spaß an allem.

    Ich bin seit 3 Wochen (wieder) auf der Unfallchirurgie in meinem Lehrkrankenhaus. Dort bleibe ich (mit Unterbrechung für die Schriftlichen Prüfungen) bis Ende März 2012 - also bis zum Ende. Ich kenne die Station, war schonmal lange dort eingesetzt. Das Team an sich ist nicht sonderlich sozial eingestellt, da lästert jeder über den anderen. Aber was sie alle machen - den ***** hinhalten wenn vor lauter Mangel an Personal (Krankheitsausfälle, Schwangerschaften, ohnehin zu wenig Eingestellt) nichts mehr geht. Dann versuchen sie immer es zu machen bis nix mehr geht, wodrunter die Patienten leiden weil immer am Limit arbeiten nicht geht. Die schreiben keine Überlastungsanzeigen oder so.

    Naja jedenfalls ist mein Dienstplan eine große Katastrophe.

    Ich arbeite seit 3 Wochen durchgehen, lediglich letze Woche Mi und Do hatte ich frei. Ich werde Silvester arbeiten (spät) und Neujahr (früh) - ich bin 20 Jahre alt und ja, ich habe tatsächlich ein Leben neben der Arbeit. Ich hab schon Weihnachten komplett im Früh gearbeitet und das Wochenende davor im Spät (da hatte ich ne Reihe Spät von 10 Tagen).

    Ich hab diesen Monat über 25h Zuviel, im Januar bekomm ich die auch nicht raus, da siehts nich besser aus. Ich hab mehrmals darauf hingewiesen dass es ******e ist 3 Wochenenden am Stück, Silvester UND Weihnachten zu arbeiten und dass ich nix geschenkt bekomme, keine Überstunden ausgezahlt werden und es bei ner 40 Stunden Woche eh schon nicht einfach ist, noch zu lernen (hab am 10./11. Januar Prüfung!) und dann noch Überstunden echt nicht rosig sind. Hey ich hatte diesen Monat 4 Tage frei - mehr nicht.

    Jetzt hab ich nach 3 Wochen also mal Glauben geschenkt bekommen dass ich tatsächlich zu viele Stunden geplant wurde. "Ach ja mann dann kriegste die iirgednwann mal frei. Wenns mal ruhig ist gehste einfach mal eher."

    Gestern war nur eine Examinierte da, der Rest krank, eine Kurskollegin von mir und eine Praktikantin die an diesem Tag angefangen hatte.

    Wir haben die Station alleine geschmissen, 36 Patienten, OPs, Röntgen, Medis, ALLES haben wir gemacht, an alles gedacht. Das MÜSSEN wir. Rechteh aben wir keine. Ständige Spät-Frühwechsel, ständige Dienstplanänderungen einen Tag vorher ohne zu fragen.

    Ich hab keine Krat mehr, keine Lust mehr, mag für diese Leute nicht mehr gradestehen wenn ich 100 Sachen mache, die ich gesetzlich (noch) nicht darf. Klar rosig ist es nirgends und das wirds auch nicht später. Aber ist das noch normal???
    Letze Woche Freitag bin ich morgens einfach umgekippt, das ist mir noch nie passiert. Juckte keinen, ich musste den kompletten Tag weiter arbeiten.

    Ich bin Typ 1 Diabetiker. Klar kann man sagen, wenn ich den Beruf machen will, muss ich auch arbeiten können. Aber muss ich das unter solchen Bedingungen?

    Achso - interessant wäre vielleicht noch dass ich angestellt und bezahlt bei einer Akademie bin und arbeite aber bei einem Krankenhaus, mit dem ich vertraglich rein nix zu tun hab.

    An wen kann ich mich noch wenden? Meine Schule ist über die Feiertage zu und ich hätte schon gern vor meiner Prüfung meine fehlenden 3 freien Tage.

    LG
     
  2. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Warum tust Du es dann? Dein Engagement ehrt Dich ...dass Du Dich aber erst im Rahmen der totalen Erschöpfung weigern willst, 100 Dinge zu tun, die Du gar nicht tun darfst, finde ich doch arg bedenklich. Niemand dankt Dir dies, wenn irgendetwas schief geht und sich herausstellt, dass Du als Azubi das zu verantworten hast. Also: Auf die Dienstplanung und dem chronischen Personalmangel kannst Du jetzt im Moment keinen Einfluss nehmen, wohl aber auf Deine Verantwortlichkeit.
    Und nächste Woche wendest Du Dich an Deine Schule und schilderst ihnen die Situation. Es kann nicht in deren Sinne sein, dass Du als Azubi als Dispostionsmasse verheizt wirst.
    Ich fände es sehr bedauerlich, wenn Du so kurz vor dem Examen kapitulierst, zumal es durchaus auch andere AG gibt, die Dir durchaus humanere Arbeitsbedingungen anbieten...
    Wünsche Dir Gelassenheit und Zuversicht.:flowerpower:
     
  3. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Hallo,

    bevor Du komplett zusammenklappst gehe zum Arzt.

    Im neuen Jahr schalte den Personalrat und die Schule ein.

    Hast Du eine Kopie von Deinen Dezemberdienstplan?, wenn nicht schaue zu das Du etwas zum vorlegen hast, um belegen zu können wie Du gearbeitet hast.

    Bis zur Prüfung ist noch Zeit, also keine Panik und lass Dich nicht kirre machen.

    Gute Besserung und toi,toi,toi,

    Claudia B.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Der Azubi ist stets das schwächste Glied. Sein wir mal ehrlich- was wird passieren, wenn die TE sich wehrt? Das Team geht in sich, gibt ihr recht und verändert die Arbeisteinstellung? Das kann nur jemand glauben, der sehr naiv ist.

    Was bleibt also noch? Ausbildende Schule einschalten? Was macht der JAV? Kann man den BR/die MAV einschalten? Als Ziel bleibt ja nur ein Stationswechsel.

    Elisabeth
     
  5. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Richtig sind wir mal ehrlich: Was wird passieren, wenn der Azubi einen schwerwiegenden Fehler macht, bei dem ein Patient zu schaden kommt? Wird sich die eigentliche Verantwortliche - die Examinierte- für ihn stark machen oder gar die Verantwortung dafür übernehmen? Wohl eher nicht. Insofern bleibt ihr nichts anderes übrig, als NEIN zu sagen. Es geht nicht um Arbeitsverweigerung sondern um die rechtliche Verantwortung. Es ist schlimm genug, dass es immer wieder **** gibt, die diese nicht wahrnehmen und in der Hoffnung dass schon alles gut gehen wird, den Azubi kontinuierlich überfordern und ausnutzen...:evil1: In unserem Haus ist das trotz zeitweiliger Überlastung und Personalmangel dennoch nicht üblich und ich würde in die Ketten gehen, wenn sich sowas andeuten würde.
    Campina bleiben deshalb nur 2 Möglichkeiten: Sie entzieht sich dem Dilemma, indem sie sich krankmeldet und auf anschließende Versetzung hofft oder sie stellt sich ihm ,indem sie sich weigert, auch nur eine von den 100 Sachen zu machen, die sie eigentlich nicht machen darf. Sollte sie denoch dazu genötigt werden, kann ich ihr nur empfehlen , sich jede diesbezügliche Anweisung schriftlich geben zu lassen- damit müsste sich dann der Arbeitsauftrag als solcher eigentlich auch schon erledigt haben...:wink:
     
  6. renje

    renje Poweruser

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    Wenn du selbst weißt, dass du was nicht machen darfst, dann lass es.

    Diese Verantwortung nimmt dir niemand ab und mit der mußt du lernen Umzugehen.

    Bestehe auf deine 3freien Tage vor dem Examen, unmißverständlich.

    In 3 Monaten ist sowieso Schluss für dich, was soll dir noch passieren?

    Wenn du umkippst und du dich nicht Krank meldest und heimgehst,
    warum mußte?
    Hat dich einer mit Waffengewalt gezwungen?
    Dich juckte das anscheinend auch nicht, sonst hättest du in Sorge für DICH SELBST, dich krank gemeldet.
    Sorge für DICH selbst, DANN für die Anderen.
    Wie willst du für Andere sorgen, wenn du es nicht einmal für dich auf die Reihe bekommst?
    Nicht bös gemeint, sondern zum Nachdenken.

    auch sowas solltest du dir ganz schnell Abgewöhnen. Das sind alles keine kleinen Kinder, oder Unmündig oder oder oder
    bis auf ganz,ganz wenige Ausnahmen.
    Wenn die Pat. leiden, dann sollen sie sich beschweren.

    Das tun sie im "richtigen Leben" auch!

    Die sind alle, bis auf ganz wenige, Geschäftsfähig und stehen mit beiden Beinen im Leben.
    Ich erkläre mich nicht einfach zum Anwalt des Pat. ohne Auftrag und Bitte des Pat. und selbst dann nur mit Einschränkungen.
    Nur weil ich GuK bin und ein so gutes Herz hab?

    Bis auf wenige Ausnahmen, für diejenigen die wirklich hilflos sind und nicht für die, die ich meine für Hilflos erklären zu müssen.

    Ich sage schon auch, dass ich dafür nichts könne und auch nur meinen Job so gut mache wie es mir möglich ist und man möge sich doch bitte an die Geschäftsleitung bzw. an die Beschwerdestelle wenden.
    Und man hält es nicht für möglich, die meisten haben Verständnis und wenn sie sich beschweren ist seltenst ein Name dabei, sondern beschweren sich über die Zustände.

    Bevor jetzt wieder einige über mich Herfallen und das zerpflücken:
    Ja es gibt Einrichtungen, da ist es nicht so einfach.
    Beschützende Stationen, AH, Pflegeeinrichtungen, Psychiatrie etc. - ja da wird meine Aussage mit deutlichen Einschränkungen zu betrachten sein.

    Hier wird aber vom KH gesprochen und einer chir. Station.

    und Campina - rechne deine Khtage aus und wenns gar nicht anderst geht ...

    und natürlich ziehst du das Examen durch, komme was wolle du schaffts das.
     
    #6 renje, 29.12.2011
    Zuletzt bearbeitet: 29.12.2011
  7. Mausie

    Mausie Stammgast

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    Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Du bist so kurz vorm Ziel, schmeiß das bitte nicht einfach so hin. Du musst dir immer wieder denken, sobald du dein Examen in der Tasche hast, machst du dich aus dem Staub, nach dir die Sintflut.

    Was die Aufgaben betrifft, kann ich dir nur eines raten. In beiden Häusern, wo ich bisher gearbeitet habe, durfte man immer mehr als laut Schule machen. Ich persönliche halte es so: was ich verantworten kann und wo ich mich auf der sicheren Seite fühle, mache ich, alles andere lehne ich ganz klar ab oder gebe zu verstehen, dass das einfach nicht in meine Verantwortlichkeiten fällt. Mach nur das, was du für dich verantworten kannst, wo du ganz klar sagen kannst, da habe ich kein schlechtes Gefühl bei.

    Was den Dienstplan betrifft, muss ich wohl leider mal ein bisschen schimpfen. Ich habe zurzeit auch eine Kurskollegin (wir sind jetzt seit zwei Wochen wieder auf Station), die auf ihrer Station jetzt drei Wochen am Stück arbeiten soll. Das Problem ist, sie macht den Mund nicht auf und beschwert sich nicht. Viele Azubis haben einfach viel zu viel Hemmungen, auch mal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, dass das so nicht geht. Als Azubi ist man doch nicht der ***** vom Dienst (und schon gar nicht du als Oberkursschülerin kurz vom Examen), ich geb meine Rechte und meine Würde morgens nicht an der Pforte ab und nehme sie später wieder mit. Ihr müsst mal ganz klar zeigen, dass die nicht machen können, was sie wollen. Das Arbeitsrecht gilt für ALLE!!!!! Ausnahmslos. Sag ihnen, dass man das ja auch gerne mal in einem Gespräch mit PDL und Rechtsabteilung näher erläutern kann, wenn ihnen das lieber ist.
     
  8. Campina

    Campina Newbie

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    Danke für eure vielen Antworten!

    Die Schule ist noch die erste Januarwoche geschlossen. Meine Kursleitung kommt erst am 9. Januar aus Amerika zurück, hat also ihren ersten Arbeitstag erst an meinem Prüfungstag.

    Ihr habt alle recht - klar muss ich zuerst an mich denken. Weiß aber auch, umsomehr ich auf mein Recht besteh, um so schlechter sind die Karten für mich. Die Leute sind ja auch alle verärgert und suchen ein Ventil - mich. Damit möchte ich nichts entschuldigen - aber das würde bedeuten, wenn ich mich (in ihren Augen) nun "Querstelle" muss ich mir anhören, dass ich für den Beruf nicht geeignet bin, blablabla. Klar sollte ich da auf Durchzug schalten - aber es ist meine Prüfungsstation. Bei uns ist es so, dass eine Schwester von Station mindestens bei der Prüfung dabei ist.

    Leider sind beide Praxisanleiterinnen (die aber eh nur nach Sympathie gehen) nicht da. Die eine ist bis Mitte Januar krank, die andere hat vor einer Woche entbunden.

    Ich werde heute zum Betriebsrat gehen, vor dem Spätdienst.
    Wenn der mir nicht helfen kann, dann wird mir morgen mein Arzt helfen, der, wenn ich den Dienstplan in Kopie mitbringe (hab einen!) mich schleunigst aus dem Verkehr zieht, um meine grenzwertigen BZ Werte wieder in Schach zu kriegen. Damit werde ich mich noch mehr unbeliebt machen - Schüler die sich krankmelden sind schlechte Schüler! (in deren Augen) aber ich hab keine Lust, 3 Jahre Ausbildung zu machen, um dann die Rechte einer Kellermaus und die Arbeiten von 3 zu machen, vor meiner Prüfung.

    Rosig war es noch nie, läuft was auf den Stationen nicht glatt, fehlt der Draht zur Schule weil die 20km weg ist und die Dozenten ebenfalls recht wenig sind, um neben deren Unterrichtsstunden noch großartige Praxisbesuche zu machen. Dazu eben dass wir nur dort arbeiten, aber eben alle Vertraglichen Dinge mit der Schule abgemacht sind.

    Ehemals abgemacht war auch, dass wir in die Schule NEBEN dem Krankenhaus gehen, die nach knapp einem Jahr Ausbildung geschlossen wurde. In meinem Vertrag steht nicht, dass ich zu allen Theorieblöcken 20km weit fahren muss, da steht alles findet in einer Stadt statt. Die Schule sagte daraufhin nur, wem das nicht passt, der kann ja kündigen.

    Wir haben in 3 Jahren den 3. Akademieleiter. Als ich Mitte Mittelkurs wechseln wollte, weil sich eben alles so zu spitze und sich nach dem Umzug der Schule keiner so richtig für uns zuständig fühlte, da bekam ich meine Stundennachweise nicht ausgestellt, die die neue Schule brauchte. Es war keiner da, die macht das, die ist aber in Urlaub, der macht das und jenes, am Ende hab ichs bis heute nicht bekommen.

    Ich bin wirklich froh wenn das alles ein Ende hat, aber bin eben auch so wütend, dass ich nichtmal Neujahr wenigstens nen Spätdienst machen kann, wenn ich schon Silvester Spät machen muss. Geht ebenfalls gegens Gesetzt, ich muss 11 Stunden Ruhezeit haben, in Ausnahmefällen 10. Ich hab aber nur 8,5 h und Spät Früh Wechsel sind da Gang und Gebe.

    Für meine Prüfung haben sich sich übrigens auch was Tolles ausgedacht:

    Ich stehte dort im Plan mit Spät drin. Da sie jetzt schon wissen dass sie ohnehin keine Aushilfe kriegen, soll ich mich doch bitte nicht so anstellen und dann eben morgens kommen für meine Prüfung (ist ja eh keine "richtige Arbeit :kloppen:) und dann eben meinen geplanten Spät arbeiten.
    Eher stelle ich mich tot! Ich werde an den Tagen zu meiner Prüfung kommen und danach nicht mehr.

    War es bei euch auch so schrecklich?

    LG
     
  9. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Nein.
    Es gab immer wieder die ein oder andere Station, auf der man(n)/frau je nach Pflegepersonal froh war, weg zu kommen.
    Größtenteils hatte ich aber Glück und mein Examen habe ich auf der Intensivstation gemacht (da ist man als AZUBI eh zusätzlich).

    (alle TZ-Kräfte), so ist es bei mir seit ich TZ-Kraft bin. Die meisten TZ-Kräfte halten sich bedeckt, weil sie "nur" in Ruhe ihre Arbeit machen möchten und keinen zusätzlichen Ärger (ungünstige Dienstplangestaltung).



    Na, das wird den BR aber freuen, da haben sie aber einiges zu klären. Die "Oben" bekommen viel zuwenig mit, interessant wäre, ob die PDL so etwas "weiß" und toleriert.

    LG
    Claudia B.
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    So macht man sich beliebt und kann sich auf weiteres drangsalieren freuen. Warum sollen Azubis sich auflehnen, wenn es Eaxaminierte net mal tun? damit sie gleich lernen, wie Mobbing einen kaputt machen kann? Es gibt net nur Gutmenschen in unserem Beruf- im Gegenteil.

    Btw.- Krankschreibungen sind für Azubis net so eine einfache Sache. Sie verlängern u.U. die Ausbildung.

    Hier kämpft man net auf Station gegen Windmühlen. Hier geht man ganz klar andere Wege. Es reicht völlig, wenn man der Stationsleitung (und net der gerade anwesenden Schwester) mitteilt, welche Schritte man als näcshets plant.

    Wo ist überhaupt die Praxisanleiterin, dei solche Zustände duldet?

    Elisabeth
     
  11. narde2003

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    Na die eine ist bis Mitte Januar krank, die andere hat gerade entbunden - steht in dem Beitrag.
     
  12. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Dann erkläre mir bitte den Unterschied zwischen dem bereits bestehenden Zustand und dem, was folgt, wenn Campina zumindest ihre Eigenverantwortung wahrnimmt. Nichts deutet darauf hin, dass sie bisher beliebt war...zumindest wird sie bereits seit längerer Zeitdrangsaliert. Es würden sich lediglich die Gründe für den miesen Umgang mit ihr ändern...so what?
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Kennst du die Spüle, die Küchenschränke, sonstige Putzaufgaben? Und es gibt bestimmt noch mehr ungeliebte Tätigkeiten, die eigentlich eher in den Bereich von Hilfspersonal gehört.

    Elisabeth
     
  14. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    :P Na Du kommst auf Ideen- aber mal angenommen, Campina würde in den Arbeitspflegeraum verbannt, dann würde ihr zumindest der Konflikt zwischen dem was sie tut und eigentlich nicht machen darf, erspart. :wink:
    Das eigentliche Ziel ist doch, dass Campina relativ unbeschadet die Zeit bis zu ihrer Prüfung übersteht. Nochmal: Sie wird bereits drangsaliert. Was konkret empfiehlst Du ihr denn? Und was spricht dagegen, sich erstmal im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu positionieren? Keine PDL würde offiziell darauf bestehen, dass ein Azubi mehr Verantwortung übernimmt, als wie sie gesetzlich formuliert wurde . Und im Zweifelsfalle wird Campina sich auch an diese wenden müssen...
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das versteh ich jetzt net. Die Azubine hat keinen Anspruch auf eine optimale Ausbildung inklusive Vorbereitung auf die Prüfung? Mir ist neu, dass die Prüfung in der Spüle abgenommen wird.

    Wo sie sich hinwenden kann/sollte, hatte ich bereits geschrieben.

    Elisabeth
     
  16. renje

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    @elisabeth:

    kommt jetzt wieder deine übliche Vernebelungstaktik.

    Thema solange im Kreis drehen bis alle schwindelig sind und aufgeben?

    Weder ein Anspruch noch optimale Ausbildung ist weder im KrPflG noch in de APrV definiert oder erwähnt.
    Ein Anspruch ist einklagbar.
    Wie soll das gehen, wenn der nicht mal definiert ist?

    Ja ich weiß, eigentlich sollte ich mir nicht die Mühe zu machen an dich eine Frage zu stellen, denn du wirst wie üblich darauf nicht Antworten.

    Aber ich gebs halt nicht auf.
     
  17. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Och Elisabeth, nun tu bitte mal nicht so, als hättest Du mich so verstanden. Mal angenommen, Campina macht weiter wie bisher , dann ist dies auch keine adäuate Prüfungsvorbereitung. Sollte sie den Mut und die Kraft haben, sich auf ihre Rechte zu berufen und deshalb wohin und zu was auch immer verbannt werden, dann muss sich die SL UND die PDL gegenüber der Schule rechtfertigen. Die Station hat eine Fürsorgepflicht und einen pädagogischen Auftrag gegenüber dem Azubi- wird sie diesem letztendlich nicht gerecht, wird die Schule entsprechen umdisponieren müssen. Schlimmsten- oder bestenfalls wird sie die Prüfung dann entsprechend verschieben und/oder auf eine andere Station verlegen. - Das hat es in unserem Haus auch schon gegeben, weil der Azubi mit der Praxisanleiterin einfach nicht klar kam und deren Beziehung kurz vor der Prüfung vollkommen eskalierte.
    @Campina: Ich empfehle Dir, alles für Dich Relevante schriftlich und möglichst sachlich festzuhalten. Viele Situationen und Dialoge kippen letztendlich nach hinten über und es ist wichtig, dass Du Dich auf Konkretes beziehen kannst.
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Gibt es da net konkrete landeseigene Curricula, an die man sich halten muss? Gibt es keine landeseigenen Vorgaben, was konkreter Inhalt der Prüfung zu sein hat?

    Ich finde es ausgesprochen interessant, dass man es für net unmöglich hält, dass die praktische Ausbildung auch in der Spüle stattfinden darf. Das läßt tief blicken, wenn es um die Vermittlung von Kompetenzen geht.

    Ich gebe die Hoffnung net auf, dass Schulen sich ihres Auftrages bewusst sind und net primär an ihre eigene Arbeistplätze denken. Damit erwarte ich auch, dass sie die Interessen des Azubis vertreten und net die der ausbildenden Einrichtung, die versucht ihr Personalproblem auf dem Rücken der Azubis auszutragen.

    Schade- ich hatte hier von einem Lehrer eine andere Antwort erwartet. Wie man sich doch täuschen kann.

    Elisabeth
     
  19. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Wo fängt es an wo hört es auf? Haben nicht gerade "wir" PRAXISbegleiter (und das sind alle ausgebildeteten Pflegepersonen) die Pflicht den Nachwuchs zu schützen?

    Ich gebe auch nicht die Hoffnung auf.

    Wer den Dienstplan geschrieben? Die Zeit läuft Camoina weg (und ihre Kräfte auch).

    Nun, Camoina ist schon im Krhs. (sie hat in einem Beitrag geschrieben, sie hätte heute Spätdienst).

    LG
    Claudia B.
     
  20. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Und ich finde es ausgesprochen interessant, welche Rückschlüsse Du so manchem Beitrag entnimmst...:emba: Lässt auch sehr tief blicken...
     
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